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3

J

Jana-18
Mitglied

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Hallo,
Ab wann hat bei euch ein Antidepressivum gewirkt ?
Wirklich erst nach einer Woche ?

03.10.2019 #1


39 Antworten ↓
Z

Zeraphine
Gast

Hi,
Es geht mir schon seit langer Zeit nie wirklich gut. Momentan ist es wieder schlimmer geworden. Ich weine jeden Tag. Fühle mich hilflos und total isoliert von allen, auch wenn Menschen um mich herum sind, sie dringen gar nicht wirklich zu mir hindurch. Ich schaffe es nicht Kraft und Motivation dafür aufzubringen etwas mit anderen zu unternehmen, ich kann mich einfach nicht mehr verstellen, kann nicht mehr über meine negativen Gefühle hinweg steigen.
Auch reden fällt schwer, in mir tut alles weh. Ich weiß nicht, was ich machen soll, um aus diesem Loch raus zu kommen...die meiste Zeit lässt mich alles was um mich herum geschieht kalt, es ist nur noch ein Funktionieren und irgendwie durch den Tag kommen...und es klappt nur grenzwertig habe ich das Gefühl...Bewegungen werden schwer, banale Sachen wie Aufräumen, Putzen, Kofferpacken, Einkaufen...ich verschiebs alles nach hinten...und wenn der Druck von außen groß genug ist, wenn kein Weg mehr dran vorbei führt, dann handel ich irgendwie.
Schule ging vor den Ferien auch nur noch grenzwertig. Eigentlich schwänze ich jede Woche irgendetwas, mal mehr mal weniger.
Ich komme mit dieser inneren Leere nicht klar. Oder mit den Situationen in denen mich meine Gefühle komplett überrennen. Ich glaube ich pendel nur noch hin und her zwischen den beiden Extremen. Eigentlich sehne ich mich nur nach jemandem, bei dem ich so sein darf wie ich bin, traurig und schweigsam...ich möchte nicht mehr alleine sein müssen mit so viel Schmerz..
aber ich kann es nicht ausdrücken, vor niemanden, nur wenn ich alleine bin zerreißt es mich wieder innerlich irgendwann. Sind Menschen da sind meine Gefühle weg. In Therastunden ist es genauso. Es kann mir niemand helfen. Ich kann mir nicht helfen. Vielleicht wäre es besser wenn ich mir Medikamente verschreiben lasse, vielleicht würde mich das hier irgendwie rausholen. Aber ich traue mich auch nicht beim Psychiater anzurufen. Ich nehme das was ist selbst nicht wirklich ernst, denke mir dass ich einfach nur schwach, unfähig und lustlos bin...Und ich weiß auch nicht ob Medikamente etwas besser machen würden, ob ich das brauche, ob es mir schlecht genug geht. Und habe Angst, dass sie mich wieder wegschicken.

Geht es jemandem hier vielleicht ähnlich?
Wie komme ich raus aus diesem Tief? Wie kann ich wieder normal fühlen? Wie aufrichtig am Leben anderer teilnehmen? Auf Menschen zugehen? Wärme spüren? Lachen? Dinge gerne tun?
Ich weiß die Fragen sind dumm...aber ich meine es ernst...wie finde ich eine Weg zurück ins Leben? Wer hat so einen Wechsel geschafft von so weit unten aus irgendwann wieder Licht spüren zu können? So wie mein Leben jetzt ist hat es für mich kaum Wert.
lg

18.04.2011 18:33 • #19


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Erfahrungen mit Antidepressiva? Wer nimmt welche?

x 3


Icefalki

Icefalki
Mitglied

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Zitat von Sonne89:
Hey,Ich spiele seit ein paar Tagen doch mit meinen Gedanken,Medikamente einzunehmen gegen meine Angststörung und Depressionen.Welche nimmt ihr und wie kommt ihr damit zurecht? Verträgt ihr die? Habe mega schiss!Ich danke euch schon am im Voraus


Eben, drum probiert man keine aus, vor lauter Angst.

Ging mir auch nicht anders, hatte zwar keine Angst vor Nebenwirkungen, aber bei mir war das so, dass mit Medis und Therapie alles "amtlich" geworden wäre und ich mir das dann eingestehen müsste. Dann lieber Kopf in den Sand und leiden.

Zu den Medis hat jeder seine eigene Meinung, zumal die Menschen eben verschieden sind, andere Erfahrungen machen, usw.

Deshalb heisst es: ausprobieren. Und ja, anfänglich gibt es Nebenwirkungen, allerdings auch wieder unterschiedlich. Bei mir war es so, dass definitiv nichts mehr schlimmer werden konnte. Insofern wär es mir eh alles egal.

Sie haben aber hervorragend gewirkt und natürlich bin ich auch therapeutisch in Aufarbeitung gegangen.

03.10.2019 15:07 • x 2 #40


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Ich glaube das ist unterschiedlich. Ich hab ein Medikament das nehm ich nach Bedarf (Insidon). Wirkt eigentlich gut. Dann hab ich noch eins, dass erst so nach 2 Wochen Besserung zeigt, das hab ich aber noch nicht genommen (Cypralex) und dann hab ich noch eins für den Notfall was auch sofort entspannungslösend wirkt (Normoc).

#2


Bea1968
die meisten ad beginnen nach 2-3 wochen zu wirken. bei angts- und panik kann es auch 4-8 wochen dauern bis die volle wirkung erreicht ist. also man muss da etwas geduld haben.

#3


Tosh
Nach einer Woche wirst du noch nichts merken, fürchte ich. Normalerweise schleichst du das Medi langsam ein bis zur vollen Dosis. Wie Bea schon sagte, man geht von mehreren Wochen aus.

#4


aiM
Zwei Wochen solltest Du schon geduldig sein, dann müsste es eigentlich seine Wirkung entfalten....

Mia

#5


J
vielen Dank
Ich nehme jetzt doch Opiprimol
LG

#6


I
Hallo nehme auch opipramol hielft mir sehr die wirkung ist bei ir aber erst nach 8 wochen eingetreten

#7


T

Antidepressiva

Hallo!

Ich habe mir folgendes zum Thema Antidepressiva überlegt:

Wenn jemand Depressionen und Selbstmordgedanken hat, ist es dann nicht ein sehr großes Risiko, der Person Antidepressiva zu verschreiben?
Auf der einen Seite soll/kann es ja helfen, aber die Person könnte sich auch mit einer Überdosis Antidepressiva das Leben nehmen.
Oder ist es mit Antidepressiva gar nicht möglich?

LG, Tayler

#8


Christina
Zitat von Tayler:
Wenn jemand Depressionen und Selbstmordgedanken hat, ist es dann nicht ein sehr großes Risiko, der Person Antidepressiva zu verschreiben?
Ja, ist es in gewisser Weise, denn ADs können anfangs Suizidalität sogar verstärken. Deshalb sollte die Anfangsphase immer ärztlich überwacht werden. Überhaupt ist m.W. Lithium das einzige Medikament, das zuverlässig gegen Suizidalität wirkt.

Zitat von Tayler:
Auf der einen Seite soll/kann es ja helfen, aber die Person könnte sich auch mit einer Überdosis Antidepressiva das Leben nehmen.
Oder ist es mit Antidepressiva gar nicht möglich?
Auch diese Gefahr besteht, wenn auch bei den moderneren ADs in geringerem Maße als bei den älteren. Deshalb sollen v.a. zu Beginn der Behandlung geringe Packungsgrößen ausgegeben werden, denn auch mit einer kompletten N1-Packung kann man sich kaum umbringen.

Es ist immer ein fähiger und ausreichend engagierter Diagnostiker gefragt, der abschätzen kann, wie akut die Suizidgefahr jeweils ist, und der im Ernstfall für eine stationäre Behandlung sorgt.

Liebe Grüße
Christina

#9


F
Allgemein löst sich eine Depression nicht von alleine.
Jedes Medikamen hat auch Nebenwirkungen.
Natürlich stellt sich hier die Frage der Dringlichkeit!Die abzuwegen ist.

gruß

#10


W

Antidepressiva

Hallo,

Nimmt denn jemand von Euch ein Antidepressivum und wenn dann welches? Wirkt es wirklich oder ist das auch eher wieder Einbildung?

Viele Grüße, Weberknecht

#11


S
Huhu, ich habe mich lange Zeit dagegen gewährt medikamente zu nehmen

nun nehme ich seit geraumer Zeit Doxepin
ich muss dabei sagen das es mir ein wenig bei meinen Symptomen hilft..
also das ewige karussell im kopf ist nicht mehr so stark...

Da es mir trotzdem noch nicht besser ging nahm ich zusätzlich Citalopram...das hab ich aber nach 3 Tagen abgesetzt da ich sehr viele Nebenwirkungen hatte...starke PAs und letztendlich im KH landete.

Also nehme ich nur noch Doxepin und WENN ich rausgehe Lorazepam oder Diazepam

LG

#12


W
Hallo,

Mein Arzt wollte es jetzt mal mit Paroxetin probieren.
Hat damit jemand Erfahrung? Ist es ähnlich wie Citalopram, sweela?

Ich habe das Hauptproblem beim Schlafen. Jedesmal wenn ich kurz vorm einschlafen bin, zuckt es irgendwo im Bein, Arm, Hand... und dann ein Adrenalinstoss und ich bin wieder hellwach. Letztens konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen, jetzt war es nur gegen morgens so.
Ich hatte vorher schon Muskelzuckungen (mit Als Angst), deswegen habe ich das AD bekommen, allerdings beunruhigt mich das jetzt, dass die Zuckungen vielleicht doch nicht vom AD kommen. Allerdings habe ich sie erst nach der Einnahme bekommen und was man so im Netz liest, kommen Muskelzuckungen wohl recht häufig vor. Bei mir ist es halt wie gesagt immer diese eine Zuckung vor dem einschlafen...

Viele Grüße, Weberknecht

#13


S
Hallo,

ich kenn Paroxetin nicht, ich glaub das ist auch ein SSRI
Und macht eher munter als Müde.
Aber ich denke jedes Mittel wirkt bei jedem Menschen unterschiedlich. Wie lange nimmst du das Zeug schon? verspürst du eine Wirkung?

Manchmal muss man sich durch mehrere Mittel durchtesten bis ein für sich geeignetes dabei ist.

Mit meinen Doxepin (beruhigende Wirkung) kann ich recht gut einschlafen.
Auch ich habe manchmal diese Zuckungen, kurz bevor man einschläft.
Man denkt man fällt bzw zuckt zusammen und schreckt auf..und denkt oh gott was ist das!!

LG

#14


W
Hallo Sweela,

Ja, es ist auch ein SSRI.
Genauso ist es bei mir auch, ich denke zwar nicht ans fallen (glaube ich zumindest), aber ich bin kurz vorm richtig einschlafen und dann zuckt es irgendwo und es durchfährt mich eine Wachheit (weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll). Dann dauerts wieder mit müde werden, dann wieder fast am einschlafen und dann wieder von vorn...
Ganz schön nervig, geht das mal vorbei?
Vor allem denke ich teilweise auch, das könnte an Als liegen (vor dem ich ja Angst) habe. Ich habe das aber wirklich erst kurz nach der Einnahme bekommen.

Viele Grüße, Weberknecht

#15


W
Hat oder hatte sonst keiner Probleme mit dem AD?

#16


S
Hallo,

als ich mein SSRI (Citalopram) genommen hab, war ich sehr unruhig, Herzklopfen, Herzrasen, hab gedacht mein Herz macht aussetzer..ganz komisch..das machte mir Angst usw..
Ich bekomm richtige PAs mit Krämpfen, Hyperventilation usw..
Habs dann auch wieder abgesetzt und siehe da, es war weg.

Aber wie gesagt die Wirkung eines Mittels ist bei jedem verschieden.

Wenn du denkst, dass das Medikament die Ursache ist, dann überleg doch mal nochmal zu deinem behandelnden Arzt zu gehen und dir was neues verschreiben zu lassen, was du evtl besser verträgst!
Oder du versuchst es weiter und hoffst das es irgendwann aufhört.

Das wäre eine Möglichkeit

LG

#17

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C
Zitat von sweela:
Hallo,

als ich mein SSRI (Citalopram) genommen hab, war ich sehr unruhig, Herzklopfen, Herzrasen, hab gedacht mein Herz macht aussetzer..ganz komisch..das machte mir Angst usw..
Ich bekomm richtige PAs mit Krämpfen, Hyperventilation usw..
Habs dann auch wieder abgesetzt und siehe da, es war weg.

Ging mir auch so, plus Ausschlag (Nesselsucht). Gibt Menschen, die vertragen kein SSRI, ich auch nicht, was meine Psychiaterin auch sagte. Selbst alte trizyklische AD (Stangyl) mit 100 möglichen Nebenwirkungen hatte ich besser vertragen.

#18


Z

Antidepressiva

Hi,
Es geht mir schon seit langer Zeit nie wirklich gut. Momentan ist es wieder schlimmer geworden. Ich weine jeden Tag. Fühle mich hilflos und total isoliert von allen, auch wenn Menschen um mich herum sind, sie dringen gar nicht wirklich zu mir hindurch. Ich schaffe es nicht Kraft und Motivation dafür aufzubringen etwas mit anderen zu unternehmen, ich kann mich einfach nicht mehr verstellen, kann nicht mehr über meine negativen Gefühle hinweg steigen.
Auch reden fällt schwer, in mir tut alles weh. Ich weiß nicht, was ich machen soll, um aus diesem Loch raus zu kommen...die meiste Zeit lässt mich alles was um mich herum geschieht kalt, es ist nur noch ein Funktionieren und irgendwie durch den Tag kommen...und es klappt nur grenzwertig habe ich das Gefühl...Bewegungen werden schwer, banale Sachen wie Aufräumen, Putzen, Kofferpacken, Einkaufen...ich verschiebs alles nach hinten...und wenn der Druck von außen groß genug ist, wenn kein Weg mehr dran vorbei führt, dann handel ich irgendwie.
Schule ging vor den Ferien auch nur noch grenzwertig. Eigentlich schwänze ich jede Woche irgendetwas, mal mehr mal weniger.
Ich komme mit dieser inneren Leere nicht klar. Oder mit den Situationen in denen mich meine Gefühle komplett überrennen. Ich glaube ich pendel nur noch hin und her zwischen den beiden Extremen. Eigentlich sehne ich mich nur nach jemandem, bei dem ich so sein darf wie ich bin, traurig und schweigsam...ich möchte nicht mehr alleine sein müssen mit so viel Schmerz..
aber ich kann es nicht ausdrücken, vor niemanden, nur wenn ich alleine bin zerreißt es mich wieder innerlich irgendwann. Sind Menschen da sind meine Gefühle weg. In Therastunden ist es genauso. Es kann mir niemand helfen. Ich kann mir nicht helfen. Vielleicht wäre es besser wenn ich mir Medikamente verschreiben lasse, vielleicht würde mich das hier irgendwie rausholen. Aber ich traue mich auch nicht beim Psychiater anzurufen. Ich nehme das was ist selbst nicht wirklich ernst, denke mir dass ich einfach nur schwach, unfähig und lustlos bin...Und ich weiß auch nicht ob Medikamente etwas besser machen würden, ob ich das brauche, ob es mir schlecht genug geht. Und habe Angst, dass sie mich wieder wegschicken.

Geht es jemandem hier vielleicht ähnlich?
Wie komme ich raus aus diesem Tief? Wie kann ich wieder normal fühlen? Wie aufrichtig am Leben anderer teilnehmen? Auf Menschen zugehen? Wärme spüren? Lachen? Dinge gerne tun?
Ich weiß die Fragen sind dumm...aber ich meine es ernst...wie finde ich eine Weg zurück ins Leben? Wer hat so einen Wechsel geschafft von so weit unten aus irgendwann wieder Licht spüren zu können? So wie mein Leben jetzt ist hat es für mich kaum Wert.
lg

#19


Strand
Hallo Zeraphine,

Deine Fragen sind absolut nicht dumm!
Ich kenne die Gefühle die Du hast auch, Du bist nicht allein!
Was für eine Therapie machst Du denn, bzw. wie lange schon?
Du kannst Dir sicher sein, dass dieser Zustand nicht für ewig so bleibt. Nichts bleibt so wie es ist! Das will ich Dir als Trost sagen
Ich habe es bisher auch nicht ohne Medis geschafft, aber die Depression wurde einfach besser damit. Du kannst ja auch erstmal mit Deinem Therapeuten darüber reden. Hast Du es schon mal mit Johanniskraut probiert?

LG
Strand

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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