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LillyDream
Hallo ihr Lieben,
mich würde interessieren welche Erfahrungen ihr beim Ausschleichen von Antidepressiva gemacht habt?
Dass wir nicht alle die gleichen Symptome haben, ist mir bewusst, ich hätte mir zb absolut nicht gedacht, dass dies so eine herausforderdende Situation darstellt.

Bei mir handelt es sich um Sertralin, am Freitag habe ich meine letzte Tablette genommen, zum Schluss war ich bei 12,5mg. Ich war darauf eingestellt, dass sich ein paar Symptome zeigen werden. Aber es kommen täglich neue Symptome dazu, die machen es mir persönlich nicht gerade leicht, dies durchzuziehen.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, oder ging es bei euch relativ Problemlos? Wie lange dauert es bis das Medikament aus dem Körper ist, bzw. bis die Wirkung sich eingestellt hat?

Ich freue mich von euren Erfahrungen zu lesen.

Liebe Grüße
Lilly

29.08.2022 11:01 • 09.09.2022 #1


19 Antworten ↓


@LillyDream Hi LillyDream,

wie lange hast du denn das Sertralin genommen? Reden wir hier von Wochen, Monate, oder Jahre? Die Zeitspanne ist beim Absetzen nicht ganz unwesentlich.

Allgemein ist der Wirkstoff in wenigen Tagen aus dem Körper. Das ist weniger das Problem. Es geht im Kerne eher um die Frage ob dein Körper es akzeptiert, dass er es das Sertralin nun nicht mehr bekommt.

29.08.2022 11:17 • x 1 #2



Erfahrungen- Ausschleichen Antidepressiva

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LillyDream
ca. 16 Monate. Die Höchstdosis war 50mg, die letzten Monate habe ich aber nur noch 25mg genommen, mit dieser Dosierung ging es mir gut.

29.08.2022 11:21 • #3


@LillyDream ich denke beim Absetzen findet du hier auch Profis: adfd.org

29.08.2022 12:05 • x 1 #4


LillyDream
@pumpa vielen Dank.

29.08.2022 12:34 • #5


LillyDream
Eventuell hilft dieser Thread mal jemanden, aufgrund dessen, teile ich mit was mein Psychiater heute gesagt hat.

Ich habe ihm alle Symptome aufgezählt die ich zur Zeit habe, diese sind zum Glück alle vollkommen "normal", und stellen laut ihm kein Problem dar.

Es ist bei vielen Menschen leider so, dass sie nach dem Ausschleichen damit zu tun haben.

29.08.2022 21:04 • #6


Naddel_travels
Hallo
Ich schleiche gerade meine Escitalopram Tropfen aus.

Naja,höchstdosis waren 5mg in den 'schlechtesten Zeiten'. Seit Ende letzen Jahres sind es 3 Tropfen. Seit 3 Wochen nur noch 2.

Ich habe unheimlich mit der inneren Unruhe zu kämpfen und das Gefühl nicht richtig atmen zu können. Übelkeit war nur in der 1. Woche da mittlerweile weg. Alles andere ist bisher normal geblieben.

Mein Arzt ist im Urlaub und nen Termin habe ich erst nächste Woche.

Die eigentliche Frage die ich mir stelle ist, bringen diese 2 Tropfen überhaupt noch was oder ist das schon so niedrig dosiert das es nur noch der placebo effekt ist,also quasi beruhigung für den kopf es noch zu nehmen?

ich hoffe ihr versteht was ich meine

Viele Grüße aus Bangkok

05.09.2022 12:46 • #7


LillyDream
@Naddel_travels Hallo, ich kenne mich mit der Dosierung von deinem AD nicht aus. Aber ich kann dir von meiner Erfahrung sagen, dass ich zum Schluss hin, von meinem AD auch nur noch sehr wenig eingenommen habe.

Als es dann ganz weg war, hatte ich dennoch nochmal Symptome. Ich reagiere aber allgemein sehr sensibel auf Medikamente.

Ob dir diese zwei Tropfen die du nimmst noch etwas bringen, ja ich denke schon. Weil das Medikament ja dadurch dennoch, noch nicht ganz aus deinem Körper ist. Das dauert eine gewisse Zeit. Aber für deine ursprüngliche Symptomatik wäre es wahrscheinlich wirkungslos.

Ich hoffe du verstehst wie ich das meine, mich hat das jetzt beim Schreiben selbst etwas verwirrt .

05.09.2022 20:57 • x 1 #8


Naddel_travels
@LillyDream danke für deine Antwort
ja, etwas kompliziert aber ich habe deine Antwort verstanden. Trotzdem mache ich mir aktuell sorgen das die Nebenwirkungen noch schlimmer werden. Ich merke ja wie ich mich da jetzt wieder total dran hochziehe

06.09.2022 08:19 • x 1 #9


LillyDream
@Naddel_travels das verstehe ich total, und es wird wohl eine Zeitlang dauern. Mir hilft der Gedanke enorm, dass es eben "nur" Nebenwirkungen sind. Das kann sich sogar bis zu sechs Wochen ziehen, und diese Symptome die wir jetzt haben, haben nichts mit unserer Erkrankungen zu tun, das sagte zumindest mein Psychiater . Darauf vertraue ich im Moment .

Ich war auch schon am zweifeln, ob es der richtige Schritt war, das AD auszuschleichen. Ich finde das ist alles andere als leicht. Bei mir ist es heute der 11. Tag ganz ohne AD. Es hat sich mittlerweile gebessert, ganz ohne Symptome bin ich noch nicht, aber es wird .

06.09.2022 16:25 • x 1 #10


Naddel_travels
@LillyDream
6 Wochen? Da wollte ich schon fast aufm weg in den Insel Urlaub sein und raus aus der Stadt
Hoffentlich geht's dann doch schneller vorbei

Du kannst so stolz auf dich sein. 11 Tage ohne ad was hast du denn für Nebenwirkungen?

06.09.2022 16:33 • #11


LillyDream
Es werden sicher keine 6 Wochen sein .

Danke, das ist sehr lieb von dir .

Trigger

Anfangs hatte ich so Anflüge von abgeschwächten Panikattacken, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, nicht einschlafen können, Stimmungsschwankungen, ein Gefühl als würde ich neben mir stehen und Schwindel.



Mittlerweile hab ich nur noch Stimmungsschwankungen , und hin und wieder einen Anflug einer Schwindelattacke.

Bei mir hat sicher mein Kopf auch sehr viel zu den Symptomen beigetragen . Für mich was das AD irgendwie mein persönlicher Sicherheitsanker .

06.09.2022 18:05 • x 1 #12


Lunatica
Hi, ich habe auch die letzten Monate 25 mg Sertralin genommen und dann ausgeschlichen. Mir ging es mit 25 mg auch besser als mit 50.
Das ist aber schon einige Jahre her und ich kann mich noch erinnern dass ich diese zapps im Kopf hatte, wie so Blitze

06.09.2022 22:00 • x 1 #13


Naddel_travels
@LillyDream und das glaube ich ist tatsächlich auch bei mir der Fall xD
so blöde eigentlich,obwohl man es doch besser weiß xD

habe jetzt wieder die 3 mg genommen,dann ist es eben so.
Meine Ex Therapeutin schrieb mir auch 'seelische abhängigkeit' und das ich damit rechnen musste. Der Arzt hat's zB nie erwähnt sondern es eher ins lächerliche gezogen -.-

07.09.2022 08:39 • x 1 #14


LillyDream
@Lunatica bist danach "stabil" geblieben? Mir ging es mit die 25mg auch viel besser. Mein Arzt meinte, das hat er schon total oft gehört.

07.09.2022 20:33 • x 1 #15


LillyDream
@Naddel_travels vl ist es für dich einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt. Lass dich einfach nicht Stressen, und wenn es dir damit gut geht, dann ist dass das wichtigste .

Ich hätte auch schon früher aufhören sollen, aber ich war auch nicht bereit dazu. Ich fühlte mich noch nicht bereit, meinen Sicherheitsanker loszulassen. Und auf einmal hatte ich dann das Gefühl, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist .

07.09.2022 20:38 • x 1 #16


Lunatica
Zitat von LillyDream:
@Lunatica bist danach stabil geblieben? Mir ging es mit die 25mg auch viel besser. Mein Arzt meinte, das hat er schon total oft gehört.

Ja mit 25 mg Sertralin war ich stabil.
Ich habe jeden zweiten Tag eine genommen, jeden dritten Tag und ich fühlte mich besser!
Bis auf die zapps im Kopf

07.09.2022 21:58 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

LillyDream
@Lunatica nimmst du aktuell ein Medikament?

07.09.2022 22:13 • #18


Lunatica
Zitat von LillyDream:
@Lunatica nimmst du aktuell ein Medikament?

Concor 5 mg (Betablocker) seit 5 Jahren
Tavor 1 mg

07.09.2022 22:14 • x 1 #19


Naddel_travels
@LillyDream Ja war halt doof zu glauben unmittelbar vor den Klausuren abzusetzen xD
Das hätte ich mir auch denken können xD

Nungut,heute ist es schon deutlich besser. Mal sehen ob ich nicht sogar ab Dienstag auf 4 oder 5mg gehe. Aktuell ist halt viel los,Klausuren Vorbereitung,Urlaub steht vor der Tür,Job suche läuft und von unserer Regierung will ich garnicht erst anfangen .

Danke für deinen lieben Worte

09.09.2022 09:14 • #20



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