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Moin Moin,

vor ein paar Stunden habe ich noch geschrieben, dass die Grundstimmung gut ist und Bumm wieder einmal alles auf dem Kopf.

Letzte Woche und auch bis gestern ging es eigentlich echt durchgehend gut. Sicher keine Luftsprünge aber eine Art beginnende innere Entspannung hatte sich breit gemacht.

Heut war der Kopf irgendwie wieder voll mit vielen Gedanken auf der Hunderunde dazu kam ein kurzes aber heftiges Gewitter und ich allein auf weiter Flur. Da war sie die Panikattake, die ich schon ewig nicht mehr hatte. Das ganze hat zum Glück nur ein paar Minuten angehalten aber danach fühlt man sich doch immer so fertig und in Erwartung, dass da noch was nachkommt.

Was macht ihr denn nach solchen extremen Erfahrungen. Hatte eigentlich auch die Hoffung, dass das unter Esci gar nicht so durchkommt. War jetzt seit ewig das erste Mal und vielleicht bleibt es das auch aber ich bin gerade echt etwas verzweifelt.

LG Kassi

06.09.2022 10:53 • x 1 #5861


Naddel_travels
@Kassi27 Hallo Kassi,
ich fühle mich gerade genauso.

Ich hol mal etwas aus. Ich hatte locker über ein Jahr ruhe vor den PA, dann kam vor 6 Wochen eine - mit voller Wucht. Da habe ich aber schon 1mg weniger genommen. Habe gerade in meiner Angst meiner Ex Therapeutin geschrieben, Sie sagt das was ich schon befürchtet habe - nebenwirkungen vom absetzen.

Also ich kann dir sagen PA's hatte Ich unter Escitalopram trotzdem,natürlich nicht so heftig ausgeprägt wie ohne, aber da waren sie zwischenzeitlich doch.

Bei mir ging es aber auch danach wieder,also mach dir erstmal keine Sorgen.
Da kommt sonst wieder die Angst vor der Angst hoch und macht es somit nicht besser
Du schaffst das 3

06.09.2022 11:15 • x 2 #5862



Einschleichphase Escitalopram

x 3


@Naddel_travels huhu, darf ich fragen wieviel mg Esci du genommen hast? Also würdest du schon sagen, dass die Panikattacken unter Esci nicht so heftig sind wie ohne Esci? Ich habe auch immer noch Panikattacken, aber ich merke auch, dass ich mich schneller wieder beruhigen kann. Ohne Esci hab ich mich extrem reingesteigert.

LG

06.09.2022 11:26 • #5863


@Naddel_travels es ging auch schnell wieder vorüber und kurz drauf war ich eigentlich wieder sehr gefasst.

Aber wie du schon sagst, dann setzt die Angst vor der Angst ein, die eigentlich total überflüssig ist. Es ist ja auch während der PA nichts passiert.

Man kommt sich dann halt schnell wieder vor, als würde man an den Anfang zurück katapultiert worden sein. Irgendwie ist man dann noch ängstlich aber auch sauer, dass das jetzt wieder passiert ist, obwohl es recht lange gut ging.

Immer diese Gefühle....

Naja gibt es wieder Gesprächsstoff für die nächste Therapiestunde...

LG Kassi

06.09.2022 11:55 • #5864


Naddel_travels
@Kim89 Huhu
Ich habe in den 'schlimmsten' zeiten 7 tropfen genommen. Bin dann relativ schnell auf 5 und dann auf 3 tropfen (3mg) runter. Die letzen 3 machen mir nun aber wirklich Probleme.
Dazu kommt das ich meinen 'sicheren' Job gekündigt habe und nochmal ein Studium mache, vielleicht ist das absetzen in der Klausurphase gepaart mit 'Zukunftsängsten' nicht der richtige Zeitpunkt xD

Aber ja unter esci sind die PA'S nicht so schlimm,ich denke aber es liegt eher daran weil man in der Theapie einfach gelernt hat damit umzugehen und nicht das esci die riiiiesen Rolle spielt.

Ich hoffe du verstehst was ich meine

06.09.2022 12:00 • x 1 #5865


Naddel_travels
@Kassi27 genauso isset. Früher wäre ich durchgedreht wenn das Herzrasen gekommen wäre,heute isset ok und man weiß es geht wieder vorbei.

Trotzdem schwierig und ich kann das sogut nachvollziehen, man glaubt schnell alles geht wieder von vorne los.

Heute morgen dachte ich das auch kurz,habe mich dann aber wieder gefangen. Das wäre ohne Therapie und AD nicht möglich gewesen - glaube ich zumindest.

Diese Gedanken immer, da sagst du was

06.09.2022 12:03 • #5866


@Naddel_travels ohja Klausurphase kann einen da auch echt in eine Ausnahmesituation bringen. Ging mir damals im Studium genauso. Da hab ich auch das erste mal mit Esci angefangen und gleichzeitig eine Verhaltenstherapie gemacht. Das ist einfach gebündelter Stress, wenn man so abliefern muss.

Ich hab auch den sicheren Job gekündigt, weil ich dort auf gut deutsch verheizt wurde und es mir in den letzten zwei Jahren damit immer schlechter ging. Also diese Zukunftsängste kenne ich sehr gut. Aber wenn du dich jetzt noch weiterbildest und auch schon Berufserfahrung gesammelt hast, wird der eh schon angeschlagene Arbeitsmarkt sehr froh über so eine Bewerberin wie Dich sein.

Vor allem diese manchmal total banalen Gedanken, die aber aufgrund der Schleife nicht aus dem Kopf wollen, bringen einen dann in so eine Situation.

Wir denken gerade darüber nach uns einen zweiten Hund zuzulegen. Damit lieg ich meinem Partner schon lange in den Ohren. Jetzt wo ich daheim bin, ist das eigentlich die beste Zeit. Aber als er dann meinte, da musst du dich dann aber drum kümmern, gingen die Sorgen los. Schaffe ich das gerade überhaupt? Ich wollte es ja immer und nun krieg ich es vielleicht nicht hin.

Ich mein es geht hier um einen Hund und nicht um einen Hauskauf oder so. Aber ich will natürlich, dass es so einem Haustier auch gut geht und irgendwie hat mich diese Gedankenspirale dann total überfordert.

Zu viel denken ist halt auch nicht so gesund manchmal

LG

06.09.2022 12:22 • x 1 #5867


Naddel_travels
@Kassi27 same here, verheizt trifft es perfekt.
Bei mir war es ähnlich, meine Therapeutin meinte damals auch schon ob es nicht sinniger wäre zu kündigen. Die Sicherheit und das Geld können die Gesundheit nicht ersetzen. Und da hat's dann klick gemacht.
Ja genug Berufserfahrung liegt vor,aber mit einem Bachelor nen Job zu finden erweist sich auch als schwer. Dann ist man schnell überqualifiziert auch doof.

Du hast Recht,es geht zwar 'nur' um einen Hund,aber trotzdem ist da eine Verantwortung. Diesem Tier möchte man aber trotzdem gerecht werden. Ganz doof wenn man dann gerade in so einer Phase steckt.
Gerade am Anfang muss man ja vieles beachten bei sonem Würmchen, ich kenne das

Uns wirds auch wieder besser gehen,solche Phasen gehören halt auch dazu. Und wenn man sich mal umhört,hat gefühlt jeder in der aktuellen politischen Situation Sorgen und Ängste,nur nicht so verrückt ausgeprägt wie wir Angsthasen

Zuviel denken ist auch echt anstregend,vorallem wenn man zum Katastrophisieren neigt,wie ich -.-
Die letzen Tage bin ich echt von mir selbst mist. Soviel dagegen getan,soviel gelernt und dann ?
Nur noch Hass auf mich selbst,zeitgleich würde ich aber echt gerne heulen -.- so verrückt einfach

Viele Grüße

06.09.2022 12:35 • #5868


@Naddel_travels diese Erkenntnis kam mir auch erst, als ich das erste mal bei meiner jetzigen Therapeutin war Sie fragte mich nachdem ich von meiner Arbeit erzählt habe nur, warum sind sie noch dort?

Da ist es auch echt aus mir rausgebrochen und ich hab nur noch geheult und diese lang bestehende Überforderung, die ich immer versucht hab wegzudrücken, hat mich einmal komplett überrollt. Nach einer Weile bin ich dann den Schritt der Kündigung gegangen und den habe ich auch bis heute nicht bereut.

Glaub mir, wenn du fertig bist und egal ob mit oder ohne Bachelor, empfangen die dich mit offenen Armen. Ich hab mich vor kurzen mal nur aus Spaß bei Xing angemeldet und nach ein paar Stunden waren da so viele Anfragen, dass ich es erstmal wieder eingestellt habe. Wollte mich ja eigentlich nur umgucken.

Ja es werden auch andere Phasen kommen. Von mir aus können die sich ruhig auch öfter schomal als Vorbote blicken lassen.

Du sagst es. Ich will da alles richtig machen und dem Tier soll es gut gehen und nicht nur eine Beschäftigung für mich darstellen. Unserem ersten geht es auch sehr gut bei und aber der ist mit seinen 13 Jahren in den Ansprüchen an Bespaßung und Ausgang auch etwas reduzierter als so ein kleines Knäul.

Und an Tagen wie heute, denke ich , ist vielleicht gut so wie es ist.

06.09.2022 13:01 • x 1 #5869


Naddel_travels
@Kassi27 krass eigentlich das wir sowas erst merken wenn uns jemand darauf anspricht,oder?
Bei meiner Therapeutin war es tatasächlich genauso wie bei dir, da kam dann alles raus xD

Danke für deine Lieben Worte 3 Ich weiß ja auch das ich wieder einen Guten Job finden werde,aber mein alter AG hängt mir trotzdem noch in den Knochen. Kann das Jahr 'auszeit' irgendwie nicht richtig genießen. Liegt aber wahrscheinlich auch daran das Ich mich im Moment nutzlos fühle. Ich habe immer gearbeitet seit ich 17 bin, die Umstellung ist extrem xD
Aber das wird schon noch xD gerade spricht glaube ich der Entzug von escitalopram aus mir hihi

Ja mit 13 Jahren ist da natürlich einiges anders als bei einem Welpen

06.09.2022 13:14 • #5870


Das erinnert mich noch an meine Zeit vor dem Klinik-Aufenthalt. Gerade mal den Bachelor gemacht habe ich dann neben meinem Master mehr gearbeitet, als ich eigentlich lernen sollte. Die Leute auf Arbeit haben sich an meine Kompetenzen gewöhnt und es war normal, auch mal am Wochenende oder abends ein paar Stunden zu schieben. Das konnte ich mir als Student noch erlauben, aber als ich beim gleichen Arbeitgeber nach meinem Master Vollzeit angefangen habe, habe ich mich selbst total überfordert und demnach stiegen stetig die Erwartungsängste in meinem Umfeld. Nur doof, dass ich nicht rechtzeitig meine Grenzen erkannt habe, sodass alles langsam den Bach runterlief.
Mein Arbeitsplatz ist unglaublich tolerant und die Kollegen sind so verständnisvoll. Da bin ich froh, dass ich diesen Job habe. Vielmehr bin ich es, der den negativen Glaubenssatz hat, immer brillieren zu müssen.

06.09.2022 15:04 • x 3 #5871


Hallo zusammen,
Ich schon wieder.
Nach 2 Wochen 5mg bin ich nun am 4. Tag mit 10mg unterwegs. An sich sind die Nebenwirkungen nicht so stark, wie die ersten Tage mit 5mg.
Allerdings habe ich mich für 3 Tage krank gemeldet, weil ich nicht ruhig am PC arbeiten kann. Stattdessen bin ich sehr viel am Heimwerken und da geht's mir währenddessen richtig gut.

Allerdings macht mich das morgendliche Aufstehen zu schaffen. Ich murmel im Bett rum und meine Stimmung erinnert mich da sehr an meine depressive Episode. Ich nehme mal an, dass die Erstverschlimmerung sich nicht nur auf Angst und Panik, sondern auch auf Depressionen auswirken kann. Habt ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht?

07.09.2022 11:46 • #5872


Naddel_travels
@Cyborg193 Hi Cyborg,
Ich kann dich beruhigen - mir geht's heute ähnlich. Hab auch ewig im Bett gemümmelt, jetzt plagen mich Kopfschmerzen
Ich weiß nicht was für ein AD du nimmst aber es wird besser

Ich war klassisch zu voreilig, allerdings beim Absetzen. Quäle mich jetzt,wegen 2mg zu schnell abgesetzt ,mit den Nebenwirkungen vom Anfang rum. Schrecklich ,aber es wird wirklich besser,mach dir keine Sorgen.

Viele Grüße

07.09.2022 12:18 • x 1 #5873


@Naddel_travels Lieben Dank fürs Aufmuntern.
Ich bin noch lange in der Einschleichphase mit 10mg Escitalopram. Abends nehme ich 15mg Mirtazapin.

07.09.2022 12:40 • x 1 #5874


Lunatica
Zitat von Cyborg193:
Hallo zusammen, Ich schon wieder. Nach 2 Wochen 5mg bin ich nun am 4. Tag mit 10mg unterwegs. An sich sind die Nebenwirkungen nicht so stark, wie die ersten Tage mit 5mg. Allerdings habe ich mich für 3 Tage krank gemeldet, weil ich nicht ruhig am PC arbeiten kann. Stattdessen bin ich sehr viel am Heimwerken und da ...

auf habe nach 10 Wochen noch Probleme morgens in die Gänge zu kommen

07.09.2022 13:24 • x 2 #5875


Naddel_travels
@Cyborg193 dafür nicht, Teamwork makes the Dreamteam work

Ah okay. Ich wollte mein escitalopram gerade absetzen,aber mein Kopf schreit neeeein xD
Bei mir hats tatsächlich relativ schnell aufgehört mit der antriebslosigkeit, zumindest beim einschleichen.
Allerdings hatte Ich tropfen und bei 7mg war bei mir schluss,damit bin ich gut zurecht gekommen.

Hab dann nach 8 Monaten langsam runter dosiert,bin bei 3mg hängen geblieben.
2 oder gar 1 tropfen scheint aktuell einfach nicht zu reichen Aber ist okay,dann gibt's jetzt halt wieder 3

07.09.2022 14:17 • x 1 #5876


@Naddel_travels wie hast du gemerkt, dass 7 Tropfen bei dir reichen? Dadurch dass es dir einfach wieder gut ging? Ich nehme ja auch Tropfen und finde das echt praktisch so mit dem eindosieren.

LG

LG

07.09.2022 14:25 • #5877

Sponsor-Mitgliedschaft

Naddel_travels
@Kim89 ja genau. Mir ging's gut mit der Dosierung Deswegen hab ich garnicht weiter hoch dosieren müssen

Viele Grüße

07.09.2022 14:39 • x 1 #5878


Claudl13
Guten Morgen ihr Lieben.
Sagt mal habt ihr einen Unterschied gemerkt wenn ihr das Medikament von einer anderen Firma genommen habt?

LG und einen schönen Freitag ️

09.09.2022 07:47 • x 1 #5879


yoonmin
@Claudl13
Nein, habe jetzt schon den zweiten oder dritten Firmenwechsel gehabt und nie habe ich etwas gemerkt.

09.09.2022 08:37 • x 1 #5880



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