Zitat von Aletschhorn:Tiffy, was sagt die über Antidepressiva?
Generell muss man das echt differenziert sehen, einem schwerst depressiven kein Antidepressivum zu geben ist wohl falsch, jedoch weiß man ja wie oft die verschrieben werden nach 5 minütigem Gespräch. Wie das bei Angststörungen aussieht weiß ich jedoch nicht, meint ihr, da ist es ähnlich?
Nun ja... was sagt die über Antidepressiva...
Während mein Neurologe meint, ich benötige dauerhaft immer ein Antidepressivum als "Basis", ist die o.g. Ärztin da anderer Meinung.
Ich kann rückblickend sagen, dass ich zwei Phasen hatte (in meinen 38 Jahren), in denen ich es wohl ohne AD nicht geschafft hätte. Das eine war vor über zehn Jahren, und das zweite Mal letztes Jahr.
Allerdings war das Hauptproblem da eine jeweils diagnostizierte schwere depressive Episode.
Angststörung (Agoraphobie) und Panikattacken mit Zwangsgedanken und vollem Programm habe ich schon immer mehr oder weniger stark, dafür halte ich persönlich ADs nur begrenzt angebracht.
Bei den schweren Depressionen allerdings schon, und das ist eigentlich auch der Kernansatz meiner Ärztin.
Duloxetin hab ich jetzt los (ist ja auch ein SNRI wie Venlafaxin), nehme dafür 20 mg Citalopram (SSRI) und schaue mal, wie es weiter geht. 20 mg Citalopram sind bei mir vielleicht nur Placebo, eigentlich hat Citalopram nur ab 25-30 mg bei mir gewirkt.
Ich stabilisiere mich gerade mit anderen Dingen und genieße es, wieder richtigen Zugang zu mir selbst zu haben.