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JuJoNa
Hallo, ich hoffe das mir jemand einen Tipp geben kann... seid einem Monat nehm ich nun Escitalopram, erst zwei Wochen 5mg, jetzt seid 2 Wochen 10mg.
Mich macht dieses Medikament einfach nur fertig, seid ich es nehme, ist alles schlimmer wie je zuvor. Den ganzen Tag Herzrasen, zittern, ständig Angst wo ich nicht weiß woher, derbe Kopfschmerzen, ich kann mich auf nichts konzentrieren, würde mich am liebsten in eine Ecke verkriechen, mich ganz klein machen, nix sehen, nix hören, mir tun die Muskeln weh, vor allem Schulter und Nacken. Und das jeden Tag, durchgängig. Weihnachten und Silvester war dementsprechend anstrengend für mich, ich hab versucht zu entspannen, aber ich habs nicht geschafft.
Mein Arzt sagte, ich solle bis nach den Feiertagen durchhalten und wenn es dann immer noch so ist, mich melden. Heute wollte ich hin, aber mein Arzt ist diese Woche nicht da. Nochmal eine Woche in dem Zustand schaffe ich nicht, bin fix und fertig. Auch meine Kinder und Partner leiden darunter.
Meine Frage, kann ich die Escitalopram einfach so absetzen? Ich nehme die 10mg jetzt seid zwei Wochen... Ich will das Medikament echt einfach nur noch los werden, jeden Morgen wenn ich es nehme, kann ich minütlich an mir selbst beobachten, wie alles schlimmer wird. Den Tag zu überstehen ist ein absoluter Krampf.
Hab heute noch Termin bei meiner Therapeutin, ich will sie fragen, ob sie da Ahnung von hat, aber sie ist halt keine richtige Psychologin.
Es soll es ja geben, das Menschen bestimmte Medikamente nicht vertragen, ich glaub ich gehöre dazu. Auch wenn es heisst es dauert bis zu 6 Wochen bis es wirkt... Wochenlang so leiden, ohne zu wissen, ob denn die eigentliche Wirkung auch wirklich einsetzt... Ich kann nimmer.
Bitte um einen Tipp

08.01.2018 12:57 • 12.01.2018 #1


8 Antworten ↓


Nach einem Monat Einnahme wird da vermutlich nicht mehr viel in positiver Hinsicht passieren. Escitalopram wirkt nochmals selektiver an Serotonin wie das normale Citalopram. Wenn dein Serotoninspiegel vor Einnahme schon ausreichend hoch war , kann ein Überangebot, Symptome wie du Sie beschreibst verstärken. Auch können es Nebenwirkungen des Medikamentes selbst sein. Diese sollten eigentlich nach 2-3 Wochen abgeklungen sein.

08.01.2018 13:22 • x 1 #2



Brauche dringend einen Tipp Escitalopram

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Spreadhunter
Dein Arzt hat doch bestimmt eine Vertretung? Vielleicht kannst du dorthin gehen. Ggf. gibt es in der Nähe eine psychiatrische Institusambulanz. Dort könntest du auch hingehen.

Davon abgesehen kenne ich diese Nebenwirkungen vom Escitalopram nicht. I.d.R. ist es gut verträglich und nach 2, respektive 4 Wochen solltest du eigentlich schon etwas positives merken.

Hat dein Arzt dir ein Benzodiazepin rezeptiert? Das könntest du zum Übergang nehmen.

Ansonsten kann ich dir nur raten: es wird nichts schlimmes passieren, vieles kommt von der Psyche und das wirst du in den Griff bekommen. Versuch dich abzulenken, ständig daran zu denken bringt dich nicht weiter. Du kannst aktiv was tun, z.B. joggen gehen oder ins Schwimmbad ein paar Bahnen schwimmen. Das bringt den Kreislauf auf Trapp, danach sieht die Welt meist anders aus. Alles gute für dich.

08.01.2018 13:27 • x 1 #3


Ps. Mit vier Wochen bist du im kritischen Bereich wo der Wirkstoff fest in deine Hirnchemie eingebaut wird. Ob dir das Medikament hilft oder nicht ist dabei zweitrangig. Sofortiges absetzen kann problematisch werden. Aber jeder reagiert anders darauf.

08.01.2018 13:28 • x 2 #4


Spreadhunter
Kann, muss aber nicht. Bei mir war ein Absetzen steht's unproblematisch bei diesem Medikament. Trotzdem: besser ausschleichen.

08.01.2018 13:29 • x 1 #5


JuJoNa
Zitat von Spreadhunter:
Hat dein Arzt dir ein Benzodiazepin rezeptiert? Das könntest du zum Übergang nehmen.


Mein Arzt mir nur das Escitalopram verschrieben, nix weiter. Ich weiß gar nicht was Benzodiazepin ist.
Hab heute nachmittag mit meiner Therapeutin darüber gesprochen. Sie meinte, das sie von Woche zu Woche sieht wie ich abbaue und begrüßt meine Entscheidung, das wieder abzusetzen und mir nur was für nen Extremfall verschreiben zu lassen. Damals half mir Tavor sehr gut, da hat ne Packung ein halbes Jahr gereicht, weil ich die wirklich nur nahm wenn es unerträglich war.
Ich werde mich morgen auf 5mg runterdosieren und des ausschleichen lassen. Ich will das Zeug nimmer.
Ich danke euch für eure Erklärungen und Tipps!

08.01.2018 22:19 • #6


Spreadhunter
Wie geht es dir heute? Tavor ist ein Benzodiazepin. So nennt man diese Gruppe von Medikamenten.

09.01.2018 21:32 • #7


@jujona: Kann wirklich sein, dass dein System mit dem Wirkstoff nicht klarkommt. Oft muss man etwas durchprobieren, bis man ein geeignetes Präparat für die jeweilige Gesamtsituation gefunden hat. Nach einem Monat Einnahme sollten die positiven Wirkungen schon überwiegen, sonst ist das Medikament wohl nicht das richtige. Bei mir gab es in den ersten drei Wochen Escitalopram immer mal Übelkeit und Müdigkeit, das hat aber dann nachgelassen und die aufhellende Wirkung ist deutlich spürbar.

11.01.2018 13:07 • #8


HAllo, ich soll das Medikament jetzt auch nehmen. Leider habe ich etwas bedenken, aufgrund der Gewichtszunahme. Das macht mir Sorgen. Oder hat hier jemand schon andere Erfahrungen machen dürfen. Weiterhin würde ich auch gerne Wissen wie es euch mit dem Medikament geht. Es ist für mich das allererste mal das ich so etwas nehme.

12.01.2018 11:07 • #9




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Dr. med. Andreas Schöpf