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Karle93
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Ich möchte keinen ärztlichen Rat, sondern nur Erfahrungsaustausch. Medikamente können mir sowieso nur meine Ärzte verschreiben.

Ich leide nicht direkt an einer Depression, sondern unter einer starken Angststörung oder eher unter Panikstörung. Die permanente Angst und Panik sorgt bei mir seit Jahren zu einer extrem schlechten Lebensqualität, und somit zu Depressionen.
Vielleicht hatte ich auch am Anfang eine leichte Depression, welches die Panikstörung getriggert hat, welches dann wiederum die Depression verschlimmert hat. Es ist schwer zu sagen, welches Symptom als erstes da war. Ich habe auch extreme Schlafprobleme, selbst der leiseste Ton weckt mich auf. Selbst wenn mein stummes Handy nur kurz vibriert, werde ich schon sofort wach. Es fühlt sich so an, als wäre selbst im Schlaf die Hälfte meines Gehirns noch wach. Den Wecker zu überhören ist für mich unvorstellbar. Ich bin 0,5 Sekunden nachdem der Wecker klingelt sofort wach.
Zusätzlich leide ich unter sehr starkem psychosomatischen Reizdarm, sobald ich die Wohnung verlasse, welches durch ein traumatisches Erlebnis entstanden ist.

Mein Hausarzt hatte mir Escitalopram verschrieben, welches nach 6 Monaten gar keine Wirkung gegen die Angst hatte. Anschließend hat mein Therapeut mir Mirtazapin verschrieben. Mit Mirtazapin in sehr geringer Dosierung konnte ich endlich wieder sehr tief und sehr lange schlafen. Doch als die Dosis auf die Zieldosis erhöht wurde, war ich jeden Tag extrem Müde und Kaputt. Deswegen habe ich es abgesetzt. Vielleicht hätte ich dem Medikament einfach mehr Zeit geben sollen…
Lorazepam hilft mir natürlich super im
Notfall, aber sowas kann man ja leider nicht jeden Tag nehmen.

Meine Frage geht an die Leute die vergleichbare Symptome wie ich haben: Welches Medikament hat euch (neben der Therapie) am meisten geholfen? Gibt es einen Unterschied zwischen den einzelnen SSRIs? Im Grunde bewirken doch alle SSRIs das gleiche im Gehirn. Könnte ein SSNRI besser wirken als ein SSRI? Oder hat euch ein ganz anderes Medikament am besten geholfen?

Würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen.


Grüße

19.03.2026 #1


61 Antworten ↓
Kruemel_68

Kruemel_68
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Zitat von Karle93:
Das heißt, dass Problem liegt in meiner Genetik, tief in meiner DNA. Natürlich spielen auch Traumata und Dinge in der Kindheit eine Rolle, aber meine Genetik hat dafür gesorgt, dass ich überhaupt Anfällig auf so etwas bin.
Hört sich jetzt bisschen extrem an, aber ich bin wahrscheinlich gezwungen mit starken Medikamenten oder im schlimmsten Fall einer Operation im Gehirn meinen grundlegenden Charakter zu verändern. Nur mit Therapie alleine, kann ich nicht Dinge ändern, die Angeboren sind.


Damit machst Du Dich zum Opfer Deiner Situation und sprichst Dir jegliche Selbstwirksamkeit ab. Entscheidend ist das fett markierte - vielleicht ist es so, dass Du anfällig dafür bist. Damit ist aber nicht gesagt, dass Du der Situation ohnmächtig ausgeliefert bist. Wir haben immer die Möglichkeit, in die Selbstwirksamkeit zu kommen.

Alles, was Du schreibst, könnte von mir sein. Ebenso die familiäre Disposition. In der Familie meines Vaters hatten alle vier Geschwister Depressionen und Ängste. Ich habe mich dem trotzdem nicht ergeben.

Richtig ist, dass bestimmte Denkmuster, Verhaltensweisen, Sichtweisen, Konventionen etc. von Generation zu Generation weitergeben werden. Das bedeutet aber nicht, dass ich diese nicht mal betrachten, hinterfragen und für mich dann ggf. als ungültig erklären kann. Diese Dinge sind NICHT angeboren, sie sind ANERZOGEN - also erlernt. Und alles was man lernt, kann man auch wieder verlernen oder umlernen.

Ich habe mich dem in meiner Therapie gestellt, also mir erst einmal erlaubt, alles anzuschauen. Um dann erst mal komplett geplättet zu sehen, in was für einem Gewirr an unausgesprochenen Anforderungen, Mustern und Druck ich da gefangen war. Was meine Eltern mir da eigentlich in meiner Kindheit alles an Stolpersteinen reingedrückt haben (natürlich nicht mit Absicht). Und wieviel Impact sie noch auf mein aktuelles Leben und vor allem meine Ehe haben. Jetzt gehe ich mit meinem Therapeuten da Schritt für Schritt raus.

Ich sage nicht, dass dieser Weg für jeden funktioniert. Aber ich möchte Dir sagen, dass er möglich ist. Und dass es kein unabwendbares Schicksal für dich ist. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Und wenn Medikamente Dein Weg sind, dann ist das gut. Aber dann nimm diese Medikamente nicht aus der Motivations heraus, dass Deine Genetik Dich zwingt, Dich mit starken Medikamenten zu betäuben, sondern aus der Motivation heraus, dass Du Dich für diesen Weg entschieden hast, weil er in Deinen Augen der beste Weg für Dich ist. Das ist ein himmelweiter Unterschied!

13.10.2024 13:26 • x 2 #40


Zum Beitrag im Thema ↓

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Bestes Medikament bei einer Panikstörung?

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Kruemel_68

Kruemel_68
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Zitat von miriam0707:
@Kruemel_68 das finde ich grade sehr interessant. Ich versuche es grade ohne Medis, hast du Tipps? Also Panikattacken hatte ich seitdem die Angst bei mir wieder aktuell ist bis jetzt drei, bei mir sind es eher diese Gedanken und diese Unruhe, wenn ich zur " Ruhe" komme

Das ewige Gedankenkreisen und die extreme innere Unruhe kenne ich gut. Das ist so quälend.

Nachdem ich merkte, dass die Medikamente bei mir nicht wirken und ich mir sehr sicher war, dass ich mich keinem dritten Versuch stellen werde, musste ich halt die Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Ich hatte 2020 das Glück, bei einem sehr, sehr guten und fähigen Körperpsychotherapeuten unterzukommen. Der hat mich durch meine sehr schwierige und lange Absetzphase vom Mirtazapin begleitet. In dieser Zeit hat er mich von seinem körperorientierten Ansatz überzeugen können und ich beschloss, dass ich es ohne ADs probiere. Ich habe allerdings von Zeit zu Zeit mal eine halbe Tavor gebraucht, aber auch das sehr selten.

Zu dem körperorientierten Ansatz habe ich hier schon recht viel geschrieben:
erfolgserlebnisse-f59/mein-tipp-koerper-psychotherapie-bei-somatoformer-stoerung-t106750.html

Das Entscheidende ist, zu lernen, das vegetative Nervensystem runterzuregeln und das, was sonst die Medikamente tun, selbst zu machen. Und dann muss man das Vertrauen in sich und seinen Körper wiederfinden. Das ist das Schwierigste am Ganzen.

Parallel dazu habe ich mit meinem Therapeuten mein ganzes Leben aufgerollt und geschaut, welche Dinge einen Impact auf mein Hier und Jetzt haben. Diese Dinge haben wir alle komplett bearbeitet. Dazu braucht es eine 100ige Bereitschaft, sich zu öffnen und da auch wirklich hinzuschauen. Und die Bereitschaft, sich selbst, seine Denkmuster und Glaubenssätze zu ändern. Wir haben dafür viel innere Kind-Arbeit gemacht

Und jetzt, nach 4 Jahren harter und konsequenter Therapiearbeit, fügt sich langsam eins ins andere und ich beginne zu begreifen, worauf es ankommt. Die Symptome lösen sich nach und nach auf, die Angst lässt nach, der Energielevel wächst wieder und ich kann wieder Dinge unternehmen, wie Essen gehen, oder ins Kino, oder wandern. Mein Schwachpunkt (Magen-Darmtrakt) beruhigt sich langsam. Die Lebensfreude kehrt wieder mehr und mehr zurück. Mein Leben fühlt sich nicht mehr wie reines Überleben an, sondern fängt wieder an, mir Spaß zu machen.

Lies mal den Bericht in meinem Link oben - falls Du dann noch fragen hast, kannst Du Dich gern melden.

12.10.2024 20:14 • x 1 #29


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlaflose
Es gibt kein bestes Medikament, das bei jedem gleich gut wirkt. Man muss es selbst ausprobieren.

x 1 #2


Kruemel_68
@Karle93 Ich stimme @Schlaflose zu - selbst wenn Dir hier 10 Personen das Medikament nennen, dass ihnen geholfen hat, kann es sein, dass Du keins davon verträgst oder alle keine Wirkung bei Dir haben. Das muss man ausprobieren.

#3


E
Zitat von Karle93:
Mit Mirtazapin in sehr geringer Dosierung konnte ich endlich wieder sehr tief und sehr lange schlafen

Ich gebe meinen Vorrednern hier auch recht. Eine allgemeine Empfehlung gibt es nicht, da jeder unterschiedliche Medikamente unterschiedlich verträgt.

Aber, wenn das Mirtazapin in der geringen Dosis bei dir doch wirkt, wieso diese nicht beibehalten? Ich nehme seit ca. einem Jahr "nur" 15mg Mirtazapin und komme damit gut klar. Das Medikament stützt mich insofern, als dass ich meinen Hintern hochbekomme und Ausdauersport betreiben kann. Ausdauersport wie zB joggen wirkt Stress abbauend, Angst lindernd und Antidepressiv. Und wenn's doch Mal ganz blöde Tage sind, kann ich bei Bedarf auch opipramol nehmen, was aber selten vorkommt (2-3x im Monat).
Damit komme ich gut klar.

Das Mirtazapin wirkt ja auch in 15mg. Es lässt mich abends gut schlafen und ich habe so die nötige Energie den Tag zu meistern. Die Kombination mit Ausdauersport klappt bei mir ganz gut. 🙂

#4


U
Schau mal in die Links. Vielleicht findest du dort die Antworten, die du suchst.

https://www.therapie.de/psyche/info/ind...dikamente/

https://www.msdmanuals.com/de/heim/mult...3%B6rungen

Bei mir persönlich ist es Pregabalin gewesen, dass wirklich schnell und gut geholfen hat.
Zusätzlich zu einem Antidepressiva gegeben.

Welche Art von Ängsten hast du? Weißt du *wovor oder warum* du diese Ängste hast. Kennst du evtl. die Ursachen?
Oder ist es eher ein permanent besorgter Unruhe- (Angst)- Zustand....wo man nicht weiß *warum* ?

#5


K
Ich weiß, dass es nicht "das beste Medikament" gibt. Ich hätte die Frage anders stellen sollen:
Welches Medikament hat bei EUCH PERSÖNLICH am besten gewirkt? Und macht es innerhalb von SSRIs überhaupt einen Unterschied welches davon man nimmt? Ob Escitalopram oder Sertralin, beides bewirkt doch genau das gleiche im Gehirn. Oder kann es sein, dass Escitalopram gar keine Wirkung hat, aber Sertralin plötzlich sehr gut wirkt?


@rednaxela Weil Mirtazapin in so geringer Dosis (7,5mg oder 15mg) keine antidepressive Wirkung hat, sondern lediglich eine schlaffördernde Wirkung. Dosierungen von 30mg oder 45mg haben bei mir nur zu extremer Müdigkeit und Verwirrtheit geführt.

@Ulli-Online Meine Angst ist es, dass ich plötzlich in der Öffentlichkeit eine Panikattacke bekomme. Ich habe Angst vor einer plötzlichen Panikattacke, welches dann bei mir zur Panik führt. Hört sich bisschen komisch an, aber das ist die beste Beschreibung.
Jedoch muss ich erwähnen, dass es auch schon ein paar mal passiert ist, dass ich alleine in der Wohnung, ohne ersichtlichen Grund eine Panikattacke bekommen habe. Das hat nicht in mein "übliches Muster" gepasst.
Zusätzlich habe ich noch einen starken psychosomatischen Reizdarm. Ich habe seit ein paar Jahren eine Verdauungskrankheit und auf Grund dieser Krankheit habe ich mich in der Vergangenheit mehrmals in der Öffentlichkeit blamiert. Ich habe immer Angst, dass das nochmal passieren könnte. Und das, obwohl ich mittlerweile gute Medikamente bekomme, welche meine Verdauung deutlich verbessert haben.

#6


U
Zitat von Karle93:
Ich habe Angst vor einer plötzlichen Panikattacke, welches dann bei mir zur Panik führt. Hört sich bisschen komisch an, aber das ist die beste Beschreibung.

Nein, ist nicht komisch. Das wird die *Angst vor der Angst* genannt.

Bekommst du unter Umständen *Durchfall* in der Öffentlichkeit? Machst also in die Hose?
Vielleicht können dir Übergangsweise so Inkontinenzhosen helfen ( Einwegunterhose oder waschbare )
Nur für das Gefühl, etwas sicherer zu sein in der Öffentlichkeit.

Schau mal in den Link / nur zur Ansicht

https://www.idealo.de/preisvergleich/Of...prima.html

x 1 #7


K
Zitat von Ulli-Online:
Nein, ist nicht komisch. Das wird die *Angst vor der Angst* genannt. Bekommst du unter Umständen *Durchfall* in der Öffentlichkeit? Machst also in die Hose? Vielleicht können dir Übergangsweise so Inkontinenzhosen helfen ( Einwegunterhose oder waschbare ) Nur für das Gefühl, etwas sicherer zu sein in der ...

Danke für die Antwort. Nein, es ist mittlerweile sehr unwahrscheinlich, dass ich mir in die Hose mache, es ist nur die irrationale Angst davor, auf Grund der schlimmen Erfahrungen. Ich bin jemand, der sich schlechte Erfahrungen sein ganzes Leben lang im Kopf speichert. Das ist auch einer der Gründe für meine allgemeine Angst- und Panikstörung. (Kindheit und Jugend). Ich brauche irgendetwas, welches mein Kopf komplett "ausschaltet". Ich möchte genau so locker durchs Leben gehen wie meine Freunde. Die denken nie an die Vergangenheit oder an die Zukunft, sondern leben immer im Hier und Jetzt. Ich lebe NIE im Hier und Jetzt.

#8


Sonja77
Hallo Und guten Morgen

Bei mir war es dann erst eine Mischung aus mehreren Medikamenten die schlussendlich geholfen hat…eines alleine hat bei mir nie gewirkt

Liebe Grüße Sonja

#9


K
Zitat von Sonja77:
Hallo Und guten Morgen Bei mir war es dann erst eine Mischung aus mehreren Medikamenten die schlussendlich geholfen hat…eines alleine hat bei mir nie gewirkt Liebe Grüße Sonja

Welche Medikamente waren das? Hast du ähnliche Symptome wie ich gehabt?

#10


Elly79
Da du nach persönlichen Erfahrungen fragst, bei mir hat Sertralin sehr gut geholfen.

Aber evtl. verbessert sich deine Situation auch schon etwas durch besseren Schlaf, wie hier schon empfohlen könntest du die Niedrigdosis Mirta doch nehmen um einfach gut zu schlafen. Guter Schlaf zaubert natürlich nicht die Panikstörung weg, gibt aber mehr Energie und Kraft um daran zu arbeiten.

Es gibt auch Betablocker die beruhigend wirken, es hat aber alles auch seine Nebenwirkungen.

Ob ein SNRI besser hilft kannst du nur probieren.

SSRI haben zwar alle das gleiche Wirkprinzip haben aber durch Feinheiten in der Zusammensetzung auch Unterschiede bei Nebenwirkungen und div. Wirkungsweisen. Daher nimmt bei manchen zu, bei anderen nicht, einige sind sehr aufputschend, andere weniger. Das muss man wirklich probieren.

#11


E
Zitat von Karle93:
Ich möchte keinen ärztlichen Rat


OK.

Zitat von Karle93:
Welches Medikament hat euch (neben der Therapie) am meisten geholfen


Duloxetin.

Zitat von Karle93:
Im Grunde bewirken doch alle SSRIs das gleiche im Gehirn.


Ja, mehr oder weniger.
Allerdings unterscheiden sie sich darin, wie sie das genau machen.
Deshalb ist nicht jedes SSRI gleich effektiv.

Die Art wie es gemacht wird, muss mit der Art wie Du es benötigst zusammenpassen.

Da gehts auch um zelluläre Prozesse zur biologischen Synthese der Transmitter, damit überhaupt eine Wirkung entstehen kann. Die Blutserumkonzentration des Wirkstoffs allein sagt nichts darüber aus, wie effektiv synthetisiert und integriert wird.

Bisschen komplexer.

Zitat von Karle93:
Könnte ein SSNRI besser wirken als ein SSRI?


Meiner persönlichen Meinung nach - in dem spezifischen Fall - ja.

Du hast viele Dinge aufgezählt, die wenn man sie über Kreuz legt, meiner Ansicht nach nicht nur die Stimmungsregulation, sondern auch die physische Stressresilienz betreffen.

Zitat von Karle93:
Lorazepam hilft mir natürlich super im
Notfall, aber sowas kann man ja leider nicht jeden Tag nehmen.


Können schon, aber ich würde meinungsmäßig davon abraten.

LG

x 1 #12


Sonja77
Zitat von Karle93:
Welche Medikamente waren das? Hast du ähnliche Symptome wie ich gehabt?

Bei mir war die Angst und die Angstzustände so groß das ich auch nicht mehr schlafen konnte

ich nehme eine Mischung aus drei Medis
Morgens das Reagila und Abends das pregabalin und das quetiapin

und ich muss tagsüber noch ein Beruhigungsmittel nehmen…..

Also bei mir ist alles schon extrem stark und ich bin wohl kein gutes Beispiel

#13


K
Zitat von Sonja77:
Bei mir war die Angst und die Angstzustände so groß das ich auch nicht mehr schlafen konnte ich nehme eine Mischung aus drei Medis Morgens das Reagila und Abends das pregabalin und das quetiapin und ich muss tagsüber noch ein Beruhigungsmittel nehmen….. Also bei mir ist alles schon extrem stark und ich bin wohl ...

Danke für die Antwort. Wirken Medikamente die man Abends nimmt überhaupt noch am nächsten Tag? Ich will ja nicht nur beim Schlafen, sondern auch Tagsüber ruhig bleiben.

#14


Sonja77
Zitat von Karle93:
Danke für die Antwort. Wirken Medikamente die man Abends nimmt überhaupt noch am nächsten Tag? Ich will ja nicht nur beim Schlafen, sondern auch ...

Bei mir nicht nein
aber das ist bei jedem anders
da gibt es kein Patent Rezept

#15


K
@illum Ich bin tatsächlich sehr stressempfindlich. Ich war schon immer jemand der nicht ruhig sitzen kann und schon in minimalen Stresssituationen bereits extrem zappelig wird. Das ist auch schon den meisten Leuten in meinem Umfeld und auch auf der Arbeit aufgefallen. Kurz bevor meine Angststörung komplett ausgebrochen ist, hatte ich während der Arbeit und auch nach der Arbeit permanent Augenlidzucken. Alle paar Minuten hat mein Augenlid gezuckt, den ganzen Tag lang. Hat sich richtig unangenehm angefühlt.

x 1 #16


E
@Karle93

Ja. Das ist so das, was man als physiologisch-bedingte geringe Stresstoleranz bezeichnet.

Das hat mit der Stimmung weniger zu tun, sondern ist eher eine Frage, wie das uA Gehirn die Vitalfunktionen mittels Noradrenalin "taktet".

Auf deutsch gesagt kann dir die Sonne aus dem Ar. scheinen - aber der Körper reagiert auf Stress sensibler. Ein solider Grundstein für die Psychosomatik.

#17

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E
Zitat von Karle93:
Weil Mirtazapin in so geringer Dosis (7,5mg oder 15mg) keine antidepressive Wirkung hat, sondern lediglich eine schlaffördernde Wirkung. Dosierungen von 30mg oder 45mg haben bei mir nur zu extremer Müdigkeit und Verwirrtheit geführt.

Das weiß ich ja.


Zitat von Karle93:
Welches Medikament hat bei EUCH PERSÖNLICH am besten gewirkt?

Sertralin
Dazu abends trazodon zum schlafen

Laif900 (Johanniskraut)

Mirtazapin
Opipramol (bei Bedarf)

Jeweils phasenweise Mal genommen, alles hat mir gut geholfen.

Trotzdem möchte ich nochmal den Aspekt des Sports und der Bewegung in den Ring werfen. Es kann ein wichtiger Bestandteil sein und wirkt ebenfalls bei Angststörungen und Depressionen.

#18


K
Zitat von illum:
@Karle93 Ja. Das ist so das, was man als physiologisch-bedingte geringe Stresstoleranz bezeichnet. Das hat mit der Stimmung weniger zu tun, sondern ist eher eine Frage, wie das uA Gehirn die Vitalfunktionen mittels Noradrenalin "taktet". Auf deutsch gesagt kann dir die Sonne aus dem Ar. scheinen - aber der ...


Hat das nur was mit dem Noradrenalin zu tun, oder auch mit dem Serotonin? Welches Medikament wäre in meinem Fall, zumindest in der Theorie sinnvoll?

#19


E
Zitat von Karle93:
Hat das nur was mit dem Noradrenalin zu tun, oder auch mit dem Serotonin?


Das bedingt und beeinflusst sich gegenseitig. Man hofft halt wie bei ner Uhr, indem man an Rädchen a dreht, Rädchen b kontert, und Rädchen c mitmacht. Nur manchmal reicht es nicht aus, wenn Rädchen B nicht richtig kontern will, weil das Drehmoment zu klein/groß/verkantet ist.

Zitat von Karle93:
Welches Medikament wäre in meinem Fall, zumindest in der Theorie sinnvoll


Vielleicht eine Ergänzung mehreren Wirkstoffen. Stressreduktion, Stimmung, und schlafanstoßend. Sowas in die Richtung.

Und dann - was halt viel wichtiger als die Medikamente ist - die kontinuierliche Arbeit an sich selbst, damit es ohne geht.

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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