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Hasel

Mittlerweile Angst davor Medikamente zu nehmen

Hallo,

ich habe schon ein wenig mitgelesen und mich jetzt dazu entschlossen auch zu schreiben.

Ich weis nicht mehr was ich machen soll. Es ist im Moment so schlimm das selbst das lesen, der Überschriften der Beiträge mir Angst macht aber ich möchte unbedingt meine Frage stellen weil der Leidensdruck so groß ist. Und ich möchte niemand anderem Angst mit meinem Beitrag machen.

Ich habe über 15 Jahre lang Psychopharmaka eingenommen und seit ca. einem Jahr nehme ich keine mehr. Ich habe täglich mit massiven Todesängsten, Panikattacken und die Angst das ich körperlich was schlimmes habe oder aber durch die Einnahme der Medikamente was schlimmes passiert könnte. Eigentlich habe ich mittlerweile Angst vor fast allem. Ich habe mir die Beipackzettel durchgelesen, ich weis das sollte man besser nicht tun aber wenn da Nebenwirkungen drin stehen, vor denen ich so schon Angst habe wie soll ich die dann nehmen können?

Ich habe jetzt lange Zeit versucht die Angst so in den Griff zu bekommen mit Passionsblume, Hopfen, Baldrian, Johanneskraut (gegen meine Depression) aber ich merke, dass es einen Punkt gibt wo die pflanzlichen Präparate an Ihre Grenzen kommen. dass möchte ich nur ungern wahrhaben aber es ist wohl so.

Dadurch, das es mir zur Zeit so schlecht geht reicht die ambulante VT nicht mehr aus und ich warte auf einen Klinikplatz (ca. noch 6 Monate) als Kassenpatient. Als Privatpatient hätte ich schon Morgen einen Platz. Aber da mache ich vielleicht mal einen eigenen Beitrag zu auf.

Geht es oder ging es einigen von Euch vielleicht ähnlich, und könnt ihr mir einen Rat geben? Darüber würde ich mich sehr freuen. Das ist nur noch die Hölle und kein Leben mehr. stirnrunzeln

All die Symptome, sind mehrfach durch Ärzte abgeklärt und sollen psychosomatisch sein. Mir fällt schon wieder meine Formulierung auf (sollen psychosomatisch sein). Ich habe zusätzlich auch immer wieder Probleme den Ärzten zu vertrauen.

Jetzt habe ich schon so viel geschrieben und ich hoffe halbwegs verständlich. Ich bin mittlerweile schon etwas gaga im Kopf.

Über eAntworten freue ich mich
lg
Hasel

x 1 #41


Knipsi
Freut mich das du es geschafft hast. Hier etwas zu schreiben. Du darfst jetzt mal tiiief luft holen und stolz auf dich sein.
Ich kenne deine jetzige situation. Mir geht/ging es mit medikamenten genauso. Ich befuerchte immer eine reaktion der ich denn ausgeliefert sein koennte bis die wirkung nachlaesst. Vergangenheitsform deshalb weil das stark zurueck gegangen ist. Ich habe ohne darueber nachzudenken aufgehoert darueber nach zudenken, weil ich auch keine nehmen musste außer meine pille. Die war ich gewohnt, das war denn okay. Ich kiennte mir vorstellen, dass wenn du dich si sehr hineinsteigerst gedanklich, das dir achtsamkeitsuebungen helfen koennten. Lege deine konzentration auf etwas anderes. Schau mal auf youtube und ueber es mehrmals. Solange bis du dich sicherer fuehlst.


Was die ueberschriften der postings hier betrifft. Ojaa in spitzenzeiten ueberfordert mich das auch oftmals. Da hilft denn auch einfach nur: handy/pc weg und was anderes machen. Telefonieren oder sonstiges.. Manchmal reicht es denn auch einfach an Informationen. Man ist reizueberflutet..

Was machst du denn sonst so um dich zu entspannen?

Lg

#42


A


Angst davor Medikamente zu nehmen

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Hasel
Hallo Knipsi,

Dankeschön für Deine Antwort und Deine mutmachenden Worte. Es ist die Angst vor lebensbedrohlichen Nebenwirkungen oder Langzeit Nebwenwirkungen die ich habe.Oder das Ärzte doch was übersehen habe und wenn ich dann die Tabletten nehme, das dann Wass schlimmes passiert.

Ich mache schon lang Achtsamkeitsübungen und Meditationen auch über YouTube Smile leider wahrscheinlich im Moment zu unregelmäßig und da ich im Moment so auf meinen Körper fixiert bin müßte ich es wahrscheinlich mal schaffen mein Achtsamkeit auf das außen zu richten.

Aber meine Gedanken (Zwangsgedanken) quälen halt dabei so sehr.

Sonst versuche ich viel mit meinem Hund draußen zu sein das schaffe ich soweit noch und es tut mir auch gut. Auch wenn die Angst mein ständiger Begleiter ist aber das nimmt Sie mir nicht.

Ich merke aber schon, dass ich mich sozial noch weiter zurück ziehe. Oh ja das mit der Reizüberflutung kenne ich auch sehr gut. Es ist dann einfach zu viel.

Viele Grüße
Hasel

#43


Ivoryy81

Angst Medikamente zu nehmen

Hi ihr lieben.

Hört sich vll komisch an aber ich habe leider massiv Angst Medikamente einzunehmen.
Kennt das jemand? Ich müsste dringend wieder mit meinen Antidepressiva anfangen und kann es einfach nicht.
Wie geht ihr da vor. bitte helft mir !

#44


Lottaluft

x 2 #45


L

Pharmakophobie-panische Angst vor Medikamente

Hallo,

Ich bin neu hier, leide schon seit gut 6 Jahren an einer Panikstörung, die sich auch mehr und mehr ausgeweitet hat. Ich stellte irgendwann sogar fest, dass es mir immer schwerer fiel Medikamente einzunehmen, mittlerweile ist daraus eine Phobie geworden. Ich kann nur Medikamente nehmen, die ich kenne und öfter mal nehme, alles "Neue" ist für mich der pure Horror. Ich soll Metoprolol nehmen, weil mein Puls anhaltend zu hoch ist, es geht einfach nicht, nicht mal ne halbe. Genauso ergeht es mir mit dem Medikament Anxut welches mir von meiner Psychiaterin gegen die Angstsymptomatik verordnet wurde. Ich versuche es immer wieder, doch ich schaff es nicht die Dinger zu nehmen, ob nun das eine oder das andere, verfalle bei dem Gedanken schon in Panik. Ich fürchte dabei Nebenwirkungen wie Schwindel, Herzrasen, Benommenheit, Panik, ect. , die dann womöglich sehr heftig und nicht kontrollierbar sind und mich damit in den Wahnsinn treiben. Ist das Zeug drin, habe ich keinerlei Einfluss darauf, was es mit mir und meinen Köper macht. ein absoluter Horror und Panikauslöser für mich. Kennt das jemand von euch und kann mir seine Erfahrungen dazu berichten oder wie er/sie es daraus geschafft hat? Ich danke euch! Smile LG

x 2 #46


P
Ja, ich kenne das aus meinen dunkelsten Zeiten, wo alles schlimm und schwer und schwarz war. In der Notaufnahme hat die Schwester 10 Minuten auf mich eingeredet bevor ich meine erste Tavor genommen habe und auch dann hatte ich erstmal 20 Minuten noch stärkere Panik und bin da in einem Flur im Kreis gelaufen bis die Tavor endlich wirkte.

Das wichtigste ist, dass du deine Panikstörung in den Griff kriegst. Im ersten Schritt sollen es wohl Medikamente sein und dann muss du die Störung therapeutisch angehen.
Aber wie kriegst du jetzt das Medikament rein?
Entweder in dem du es nimmst, wenn ein Vertrauter bei dir ist, der selber stabil ist und nicht so leicht in Panik verfällt. Dann hättet du jemanden, der dich retten könnte, wenn du wirklich kollabierst (und nicht nur denkst, gleich stirbst du) oder du fährst, wie ich bei meiner zweiten Tavor, die ich für 3 Tage täglich nehmen sollte, um die schlimme Unruhe zu durchbrechen, in eine KH Notaufnahme und hängst da so lange ab, bist du gemerkt hast, du stirbst nicht oder 3. Du gehst fürs Einschleichen stationär. Da wird dir auch geholfen bei NW.

Wenn du erstmal stabil bist, wird auch deine Medikamentenangst zurück gehen oder gar aufhören, denn dann kommt der im wahrsten Sinne gesunde Menschenverstand durch, der die Wahrscheinlichkeit, durch ein Medikament zu sterben realistisch einschätzen kann und leichten NW auch nur angemessen wenig Aufmerksamkeit schenkt.

#47


J
Hier ! Ich kenne das ! Kannte gar nicht den offiziellen Begriff hierfür bis dato .

Leider kann ich nix positives berichten ,da ich es nicht ablegen konnte die Angst was Medikamente betrifft und ich kann deine Angst vollkommen nachvollziehen diese Gedankengänge etc , genau so geht es mir auch in Bezug auf Medikamente.

#48


F
Hi,
mir geht es genauso wie dir. Ich dachte immer, ich wäre die einzige, aber es tut gut zu wissen, dass es anderen ähnlich geht (auch wenn es natürlich überhaupt nicht schön ist). Ich habe starke Ängste und Panikattacken aus anderen Gründen und sollte dagegen eigentlich Medikamente nehmen, aber habe auch davor zu viel Angst.
Den Weg raus habe ich leider auch noch nicht gefunden.
Ich habe in mehreren sehr kurzen Krankenhaus- bzw. Psychiatrieaufenthalten mehrere Tabletten gegen die Angst & Panik ausprobiert, aber leider hat nichts wirklich geholfen. Das lag aber vorallem auch an mir. Einmal sollte ich eine Tavor nehmen, weil auch mein Puls wegen der "anderen Angst über Stunden viel zu hoch war (bei ca. 160) und da habe ich mich auch nur sehr schwer überwunden bekommen, zumindest die halbe Tablette davon zu nehmen. Dadurch ging dann zwar der Puls zum Glück etwas runter, aber ich hatte trotzdem so starke Panik, dass irgendwelche Nebenwirkungen auftreten könnten, sodass ich trotzdem keine Sekunde geschlafen habe die Nacht.
Bei anderen Beruhigungsmitteln oder auch Antidepressiva gegen die Angst war es ähnlich. Meistens habe ich eine zu geringe Dosis genommen, v.a. wieder aus Angst und dann ist eigentlich auch klar, dass es nicht richtig wirkt.
Aber ich denke prinzipiell ist es keine schlechte Idee, es in einer Klinik das erste Mal zu nehmen oder wenn du bei jemanden bist, dem du vertraust. Und am besten wäre es wahrscheinlich, wenn man dies dann auch mehrere Tage hintereinander macht, damit man merkt, dass nichts passiert und dieses Gefühl der Sicherheit verfestigt wird.

#49


L
Vielen Dank für Eure Antworten. Smile Es ist erleichternd, damit nicht alleine zu sein, auch wenn ich natürlich niemandem solche oder andere Ängste wünsche.

Ich möchte euch kurz berichten:
Ich schaffte es, nach einer ganzen Weile hin und her, mich zu überwinden, nahm erstmal nur eine halbe Tablette. Ich bekam sofort danach erstmal furchtbare Panikattacken, was sich nach einer Weile dann aber legte. Es passierte: nichts, zumindest nichts Schlimmes, ich fühlte mich lediglich irgendwie unangenehm "komisch". Also nahm ich Abends dann die andere halbe, am nächsten Tag fühlte ich mich furchtbar, da ich aber nicht sicher war, dass es von der Tablette kommt nahm ich morgens dann wieder eine halbe. Im Laufe des Tages ging es dann auch wieder halbwegs, bis zum späten Nachmittag. Ich fühlte mich elendig, noch schlechter als am Morgen. Dann war mir klar dass es die Tablette sein muss. Ich nahm abends keine mehr, gestern auch nicht, und fühlte mich auch wieder deutlich besser. Mein Fazit: mir braucht niemand mehr mit irgendwelchen Psychopharmaka kommen (hatte in der Vergangenheit schon sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, woher vermutlich auch meine Pharmakophobie kommt)! Ich bleibe bei der Alternativmedizin und probiere mich da weiter aus, manches fand ich für mich schon, was aber leider nicht immer und manchmal nicht ausreichend hilft. Aber mit der Chemie wird es, bei mir jedenfalls, nur schlimmer.

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A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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