1

Keldor

02.05.2020 17:49 • #21


Okay hört sich interessant an mein FAFP will escitalopram mit mirtazapin kombinieren.
Aber ich habe keine Lust zuzunehmen was ja bei mirtazapin fast immer vorkommt.

02.05.2020 17:56 • #22



Alternative zu escitalopram

x 3


Keldor
Zitat von Buc88:
Okay hört sich interessant an mein FAFP will escitalopram mit mirtazapin kombinieren. Aber ich habe keine Lust zuzunehmen was ja bei mirtazapin fast immer vorkommt.

Mirtazapin ist eine Möglichkeit, sediert aber sehr stark und Gewichtszunahme ist extrem. Eine höhere Dosis Mirtazapin soll dem Gerücht zu folge weniger stark sedierend sein, aber ob es stimmt? Ich selbst habe Mirtazapin nicht vertragen, da ich davon Restless Legs bekommen habe, wie von jedem starken Antihistaminikum. Leider.

Wenn Du es weniger stark sedierend magst und weniger Gewicht ansetzen möchtest, würde ich den Arzt mal auf Nortriptylin ansprechen! Nortriptylin hat vom pharmakologischem Profil Überschneidungen mit Mirtazapin, ist aber aktivierender und man nimmt davon auch nicht so extrem krass zu. Nortriptylin ist ein weniger starkes Antihistaminikum und seine Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung wirkt der Sedierung teilweise entgegen. Die meisten beschreiben es als neutral bis leicht sedierend. Zusätzlich ist Nortriptylin moderat anticholinerg, was für einige Patienten durchaus von Vorteil sein kann (vor allem bei starken Ängsten und Unruhezuständen, IBS, psychomotorischer Unruhe)...

Ich würde zu SSRI + Nortriptylin raten. Als SSRI kommen in Frage: Sertralin, Escitalopram, Venlafaxin.

02.05.2020 19:58 • #23


Woher kennst du dich so gut aus

Ich bin ja der Freund von einem Medikament. Daher habe ich mich über venlafaxin,duloxetin und milnacipran mal informiert.
Aber im Endeffekt muss es ja der Arzt entscheiden.

02.05.2020 20:09 • #24


Keldor
Zitat von Buc88:
Woher kennst du dich so gut aus

Selbststudium (ich lese viel pharmakologische Literatur, Papers usw.). Aus der Not heraus...

02.05.2020 21:30 • #25


Und was meinst du zu der Umstellung auf eines der genannten ssnri?

03.05.2020 09:43 • #26


Keldor
Zitat von Buc88:
Und was meinst du zu der Umstellung auf eines der genannten ssnri?

Ich bin kein FAN der o.g. SSNRIs. Zum einen wegen der doch sehr kurzen Halbwertzeit. Ich kenne Leute, denen fiel es schwerer davon runter zu kommen als von Benzos UND DAS soll was heißen.

Des Weiteren ist zweifelhaft, ob Venlafaxin überhaupt eine nennenswerte (klinisch relevante) Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung aufweist...

Zitat:
Während Milnacipran die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme ungefähr gleich stark blockiert, hat Duloxetin eine 10-fach größere Selektivität für Serotonin, Venlafaxin eine 30-fach größere Selektivität für Serotonin.[8] Die Substanz hat keine Affinität zu postsynaptischen Rezeptoren.[9]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Milnacipran

Zitat:
Relative to other SNRIs, levomilnacipran, as well as milnacipran, differ in that they are much more balanced reuptake inhibitors of serotonin and norepinephrine.[8][9][10] To demonstrate, the serotonin:norepinephrine ratios of SNRIs are as follows: venlafaxine = 30:1, duloxetine = 10:1, desvenlafaxine = 14:1, milnacipran = 1.6:1, and levomilnacipran = 1:2.[8] The clinical implications of more balanced elevations of serotonin and norepinephrine are unclear,[8] but may include improved effectiveness, though also increased side effects.[9][10][11]

https://en.wikipedia.org/wiki/Levomilnacipran


Das heißt nicht, dass Venlafaxin nicht trotzdem gut sein kann. Es wirkt bei einigen Leuten sehr gut, bei denen "klassische" SSRIs nicht wirken. Jedoch dürfte hierfür nicht die (kaum vorhandene) Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung verantwortlich sein,. sondern Velnafaxins Wirkung am Opiod-Rezeptor.

Zitat:
Venlafaxine indirectly affects opioid receptors as well as the alpha2-adrenergic receptor, and was shown to increase pain threshold in mice. These benefits with respect to pain were reversed with naloxone, an opioid antagonist, thus supporting an opiate mechanism.[67][68]

Venlafaxine is structurally and pharmacologically related to the atypical opioid analgesic tramadol, and more distantly to the newly released opioid tapentadol, but not to any of the conventional antidepressant Dro., including tricyclic antidepressants, SSRIs, MAOIs, or RIMAs.[75]

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Venlafaxine


Von den drei genannten würde ich wahrscheinlich Venlafaxin (Desvenlafaxin) auswählen und es mit Nortriptylin / Mirtazapin / Bupropion kombinieren.

Allerdings würde ich die Kombo Sertralin + Nortriptylin oder Sertralin + Bupropion vorziehen. Sertralin hat eine deutlich längere Halbwertzeit als Venlafaxin und zudem weist Sertralin eine milde Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmung auf, was von Vorteil sein könnte. Als Zusatz dann Nortriptylin (leicht sedierend) oder Bupropion (stark aktivierend).

03.05.2020 20:18 • #27


Ich sage ja ich bin der Freund von 1 Tablette am Morgen und nicht so viel gemischt.

Habe erst ln 5 Wochen einen Termin beim Facharzt.

03.05.2020 20:29 • #28


Keldor
Zitat von Buc88:
Ich sage ja ich bin der Freund von 1 Tablette am Morgen und nicht so viel gemischt. Habe erst ln 5 Wochen einen Termin beim Facharzt.

Dann würde ich Amitriptylin, Clomipramin oder Imipramin in Erwägung ziehen.

03.05.2020 20:30 • #29


Hallo!
Was machst du denn außer Tabletten gegen deine Erkrankung?
Liebe Grüße

03.05.2020 21:06 • #30


Therapie hatt mir bis jetzt nichts gebracht.
Leider

03.05.2020 21:11 • #31


Vielleicht war es die falsche Therapie. Ich bin jetzt bei Nummer 3 und schön langsam ist Land in Sicht..

03.05.2020 21:32 • x 1 #32



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf