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Bekam diese Medikamente, es fühlte sich sehr schlimm an. Ich sollte diese Ärztin verklagen.
Dürfen Ärzte einem alles verordnen, auch wenn es einem schadet?

14.06.2017 22:57 • 15.09.2017 x 1 #1


41 Antworten ↓


la2la2
Da kannst du nichts machen - außer langsam ausschleichen und es einfach nicht mehr nehmen.
Ärzte wegen schlechter/falscher dranzubekommen ist sehr schwer, wenn es keine nachweisbare Schäden gibt. Mir ging es mit den Tabletten sehr schlecht ist kein nachweisbarer Schaden.

14.06.2017 23:20 • x 1 #2



Ärztin verschreibt Escitalopram und Cymbalta

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Zitat von gamma82:
Bekam diese Medikamente, es fühlte sich sehr schlimm an. Ich sollte diese Ärztin verklagen.
Dürfen Ärzte einem alles verordnen, auch wenn es einem schadet?


Moment, damit ich das verstehe: Du hast beide Medikamente gleichzeitig verschrieben bekommen und gleichzeitig eingenommen?

14.06.2017 23:53 • #3


Schlaflose
Zitat von gamma82:
Bekam diese Medikamente, es fühlte sich sehr schlimm an. Ich sollte diese Ärztin verklagen.
Dürfen Ärzte einem alles verordnen, auch wenn es einem schadet?


Ein Arzt kann nicht voraussehen, wie ein einzelner auf ein Medikament reagiert. Wenn die Medikamente für bestimmte Krankheitsbilder zugelassen sind und er sie verschreibt, liegt keine Absicht vor, dir zu schaden, im Gegenteil, es ist, um dir zu helfen. Wenn er keinen Fehler gemacht wie z.B. bekannte Allergien oder sonstige Dinge missachtet hat, die der Verschreibung entgegenstehen, kann man einen Arzt nicht verklagen.

15.06.2017 09:13 • x 1 #4


Zitat von NNorim:

Moment, damit ich das verstehe: Du hast beide Medikamente gleichzeitig verschrieben bekommen und gleichzeitig eingenommen?


Ja genau, Escitalopram 10mg und Cymbalta 60mg. Ich habe den Behandlungsplan der Ärztin noch vorliegen.
Diese Kombination ist eine Katastrophe.

15.06.2017 10:48 • x 1 #5


Stgroupro
Hi,

also laut Apotheken-Rundschau gibt es bei den Medikamenten Wechselwirkungen. Hier der Link: http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... kungscheck

Ich würde noch eine zweite Meinung dazu einholen.

Gruß

Stgroupro

15.06.2017 11:42 • x 1 #6


Ja, das war mir auch klar.
Sie verschrieb mir davor Venlafaxin und Paroxetin. Da gibt es anscheinend auch Wechselwirkungen.

Man kann also seinen Ärzten nicht trauen. Dass sie einem bewusst schaden ist hochkriminell. Solche Ärzte wie sie sollten sofort ihre Zulassung verlieren und eine hohe Strafe erhalten.
Aber was kann ich als Patient schon ausrichten?

15.06.2017 11:53 • #7


la2la2
Dr. google Fragen, die Wechselwirkungen sehen und dann als freier Mensch entscheiden, dass du ein Präparat zuerst in den Schrank packst und nur das eine ausprobierst. Falls es nichts bringst, probierst du DANACH das andere.

15.06.2017 12:00 • #8


Das setzt aber ein grosses Misstrauen gegenüber den Ärzten voraus. Ansonsten hält man sich an den Behandlungsplan der Ärzte.

Am besten ist es in der Tat nur 1 Medikament zu nehmen in möglichst geringer Dosis.

Mir ist es sowieso ein Rätsel warum mehrere Psychopharmaka verschrieben werden? Dann sind die Nebenwirkungen ja noch mehr.

15.06.2017 12:08 • #9


la2la2
Damit war nicht gemeint, dass du alles googlen sollst, was ein Arzt macht oder verordnet. Du hast aber schon sehr früh gemerkt, dass die Nebenwirkungen schlimmer waren als die Wirkungen. Dann macht es Sinn mal google zu befragen.

15.06.2017 12:19 • #10


Einfach zu behaupten, dass sie jemanden bewusst schaden ist ebenfalls kriminell.

Ich würde vorschlagen du kontaktierst sobald wie möglich deine Ärztin, da du scheinbar hochsensibel auf die Medis reagierst. Möglicherweise ist auch die Dosis für dich noch zu hoch, da 10 mg Escitalopram und Cymbalta ansich nur sehr wenig ist. Aber die Ärztin kann auch nicht wissen, wie die Medis auf exakt dich wirken.

Die Kombination kommt mir etwas seltsam vor. Escitalopram wirkt auf Serotonin und Cymbalta auf Serotonin und Noradrenalin. Mein Arzt sagte einmal, dass Cymbalta Escitalopram deshalb überflüssig macht.

15.06.2017 12:20 • #11


petrus57
Zitat von gamma82:
Man kann also seinen Ärzten nicht trauen. Dass sie einem bewusst schaden ist hochkriminell.


Ich hinterfrage auch vieles was mein Arzt mir sagt. Die sind ja auch nur Menschen und machen daher auch Fehler. Aber dass dir dein Arzt bewusst schaden wollte, glaube ich nicht.

15.06.2017 12:26 • #12


Ich war gestern bei meinem Psychiater. Ich traue Ihm eigentlich auch nicht mehr. Seit Januar hat er viele verschiedene Medikamente
an mir ausprobiert. Unter anderem Tavor 12 Wochen lang. Gestern wollte er mir zu Doxepin noch Abilify verschreiben. Das ist gegen Schizophrenie. Ich denke, ich werde versuchen, ohne Medikamente aus zu kommen. Ich hoffe, das sich meine Schlafstörung auch ohne Medikamente wieder legt und sich mein Sclaf auf natürliche Weise wieder ein pendelt. Ich nehme jetzt seit 12 Tagen Doxepin, davor hatte ich bis letzten Oktober Clomipramin 10 Jahre 100mg.

Liebe Grüße
Maja

15.06.2017 12:36 • x 1 #13


Ja es werden einfach irgendwelche Medikamente verschrieben ohne Sinn und Verstand.
Meiner Meinung nach dient es langfristig nur der Vergiftung des Körpers und dem frühen Tod.
Ein Medikament das bei sämtlichen Erkrankungen helfen soll? Eine Illusion.

Das Absetzen ist leichter gesagt als getan. Viele Versuche scheitern. Gerade Neuroleptika übel...

15.06.2017 12:48 • x 1 #14


Zitat von petrus57:
Ich hinterfrage auch vieles was mein Arzt mir sagt. Die sind ja auch nur Menschen und machen daher auch Fehler. Aber dass dir dein Arzt bewusst schaden wollte, glaube ich nicht.


Und warum verschriebt sie mir dann mehrere Medikamente die zusammen eine Wechselwirkung haben? Dafür gibt es keine andere Erklärung, eine Ärztin muß über Wechselwirkungen Bescheid wissen!
Wenn ein Psychiater mir nicht schaden wollte dann würde er mir wie meine Psychotherapeuten von Psychopharmaka abraten!

15.06.2017 12:52 • #15


Wenn Du Dich bei dieser Ärztin nicht wohlfühlst, dann such doch einfach einen anderen, der Dir nur ein Medikament verschreibt. Ärzte sind auch keine Götter,
es wird aber zu Unrecht, von einigen erwartet.

Es hätte genauso gut erfolgreich sein können. Bei Psychopharmaka, kann man anfangs eigentlich nur experimentieren, was vertragen wird und was nicht.

Jedes Psychopharmakon, wirkt bei jedem in jeder Dosierung anders! Ein Arzt kann nicht hellsehen und anfangs auch nur auf gute Erfahrungen zurück greifen.

Sertralin, hat mich bis auf Gollumlook fast alle Haare gekostet und mein Kopf fühlte sich an, als ob er laufend gleich explodieren würde.

Jetzt habe ich Nachts Aponal und tagsüber Escitalopram und es ist das Beste, was mir passieren konnte. So eine Verbesserung, wäre mit natürlichen Mitteln
nie im Leben möglich gewesen. Manche Leute vertragen überhaupt keine Psychopharmaka, aber gleich bei den ersten beiden, so ein großes Faß aufmachen
ist etwas vorschnell verurteilt.

15.06.2017 12:55 • #16


la2la2
Der will auch nur sein Geld verdienen. Wenn ein Psychiater zu den meisten Patienten sagen würde: Keine Ahnung, was sie wirklich haben. Ich könnte ihnen einfach mal irgendwas verschreiben - in 4-6 Wochen zeigt sich dann, ob es wirkt. Falls nicht, probieren wir halt mal was anderes. Dann wird sein Wartezimmer sehr schnell sehr leer sein.

Wenn er hingegen dem Patienten vermittelt, dass er ganz genau wisse, was dieser habe und dass Medikament X ganz sicher helfen werde, ist der Patient fürs erste zufrieden. Meistens zeigt sich in den 4-6 Wochen die Placebo-Wirkung von dem Chemiekram. Wirkstofffreie Placebos darf er allerdings nicht verschreiben. Die Mittelchen, die er verschreibt führen in fast allen Fällen zu Veränderungen der Symptome - auch zu Verbesserungen. Und falls es nicht wirkt, kommt der Patient wieder. Es gibt das nächste Mittelchen und der Arzt kann den Besuch des Patienten bei der Krankenkasse abrechnen.
Und wenn der Arzt an die Chemie glaubt, geht er abends stolz nach Hause, dass er 30 Patienten geholfen hat.

15.06.2017 13:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Das waren nicht meine ersten beiden Psycho-Medikamente, mein erstes war Paroxetin 2004.
Nein, ich bin nicht mehr bei dieser Ärztin. Und ja ich habe alle Medikamente ersatzlos abgesetzt.
Die Verordnung liegt schon etwas zurück, wollte nur mal darüber berichten was da so alles schiefläuft.
Meine Erfahrung ist keines der Medikamente hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ich hatte immer sehr unangenehme Nebenwirkungen.
Keines hat gegen meine starken Ängste geholfen. Die Wirkung wurde immer schwächer.
Ständig etwas Neues auszuprobieren finde ich keinen guten Weg.
Die Ärztin meinte ihr neues Medikament hätte keine Nebenwirkung. Soviel zur Glaubwürdigkeit von dieser Frau.

15.06.2017 13:21 • #18


Schlaflose
Zitat von gamma82:
Das waren nicht meine ersten beiden Psycho-Medikamente, mein erstes war Paroxetin 2004.
Nein, ich bin nicht mehr bei dieser Ärztin. Und ja ich habe alle Medikamente ersatzlos abgesetzt.
Die Verordnung liegt schon etwas zurück, wollte nur mal darüber berichten was da so alles schiefläuft.
Meine Erfahrung ist keines der Medikamente hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ich hatte immer sehr unangenehme Nebenwirkungen.
Keines hat gegen meine starken Ängste geholfen. Die Wirkung wurde immer schwächer.
Ständig etwas Neues auszuprobieren finde ich keinen guten Weg.
Die Ärztin meinte ihr neues Medikament hätte keine Nebenwirkung. Soviel zur Glaubwürdigkeit von dieser Frau.


Ein Arzt kann aber bei psychischen Kankheiten nichts anderes tun als Medikamente zu verschreiben und darauf hoffen, dass sie wirken. Wenn sie meinte, dass das neue Medikament keine Nebenwirkungen hätte, hat sie das höchstwahrscheinlich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen damit gesagt. Das hat nichts Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit zu tun.

Wenn man die Medikamente nicht verträgt oder sie einem nicht helfen, ist doch nicht der Arzt Schuld. Das liegt an einem selbst.

15.06.2017 13:30 • x 1 #19


Zitat von Schlaflose:

Ein Arzt kann nicht voraussehen, wie ein einzelner auf ein Medikament reagiert. Wenn die Medikamente für bestimmte Krankheitsbilder zugelassen sind und er sie verschreibt, liegt keine Absicht vor, dir zu schaden, im Gegenteil, es ist, um dir zu helfen. Wenn er keinen Fehler gemacht wie z.B. bekannte Allergien oder sonstige Dinge missachtet hat, die der Verschreibung entgegenstehen, kann man einen Arzt nicht verklagen.


Ein Arzt sollte aber wissen, dass man zwei potente SRIs nicht auf einmal verschreibt!

15.06.2017 15:58 • #20



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