App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

1

W

weizenandi
Mitglied

Beiträge:
31
Themen:
6
Danke erhalten:
8
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

ich weiß, dass dieses Thema vielleicht schon des öfteren hier vertreten war, doch ich weiß einfach nicht weiter. Ich drehe fast schon durch. Ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht trotzdem helfen.

Ich bin männlich, 25 Jahre alt. Zur Zeit mache ich eine Therapie gegen meine Anststörung (hypochondrische Erkrankung bzw. generalisierte Angst).
Ich bin am Ende meiner Therapie und mir ging es sehr sehr gut.

Und dann war es an der Zeit die Tabletten (20mg Escitalopram) auszuschleichen.

Oktober 2015 habe ich dann von 20mg auf 10mg, also auf eine halbe Tablette reduziert. Hatte 1 Woche lang Kopfschmerzen (an den ersten Tagen war nichts zu merken). Dazu kam eine unruhige Müdigkeit.
Doch noch ca. 1,5 Wochen ging es mir wieder besser.

So jetzt habe ich letzte Woche Donnerstag meine Tabletten auf 0mg reduziert. Und mir gehts ziemlich dreckig damit.

Ich hoffe, dass meine Symptome wirklich nur von den Absetzerscheinungen kommen.

Ich weiß nicht so recht wie ich es beschreiben soll. Mir ist so komisch schwindelig. Alles wackelt im Kopf, so als wenn man sich erschreckt. Beim Erschrecken bekommt man ja auch erst so einen Schockmoment (ich hoffe ihr wisst, was ich meine). Kennt das jemand? Könnten das die so genannten Brain Zaps sein? Auf jeden Fall habe ich diesen Schwindel nur wenn ich stehe oder gehe? Im Liegen bin ich fast beschwerdefrei. Zudem wird mir von diesem merkwürdigen Schwindel stark übel (Übelkeit nehme ich als normale Absetzerscheinung an). Ich bin gereizt, sehr schnell auf 180, möchte eigentlich nur meine Ruhe haben. Und ich bin sehr emotional, was ich von mir garnicht kennt. Diese Symptome nehme ich auch als normal an und hoffe, dass diese bald wieder verschwinden.

So jetzt bin ich genau eine Woche auf 0mg Escitalopram. Der Schwindel macht mir den Tag zur Hölle. Er ist einfach nur widerlich, wie er in meinem Kopf für Unruhe sorgt. Ist dieser Schwindel denn normal beim Absetzen? Habt ihr Erfahrungen damit gemacht und könnt mir Mut machen bzw. Tipps geben? Ich habe erst am Donnerstag nächste Woche wieder einen Termin bei meinem Therapeut. Wie lange haben die Symptome bei euch gedauert. Vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass der Schwindel auch dann kommt, wenn ich meine Augen nach rechts bewege, also nach rechts schaue. Dann bekomme ich auch wie so einen Schlag durch den Kopf.

Es muss endlich aufhören, sonst werde ich verrückt. Ich weiß, mein Körper muss sich jetzt erst einmal wieder dran gewöhnen, dass er keine Hilfe mehr bekommt.

Lg Andi

22.06.2020 #1


9 Antworten ↓

toocrazy4life
Hey Andi

Zu aller erst. Mach dich nicht verrückt, vor Allem, wenn die Symptome mit dem Absetzen, bzw den Tag darauf begonnen haben. Wie lange nimmst du Escitalopram denn schon?

Ich habe Escitalopram 20mg über eine längere Zeit eingenommen. Ungefähr 1.5 Jahre und dann von heute auf morgen abgesetzt. Zwei Tage gings mir richtig dreckig,(Kopfschmerzen, Übelkeit, zusätzlich starke Depression) danach hat sichs jedoch wieder langsam eingependelt und schon nach ca einer Woche gings mir wieder "gut". Das heisst Symptomlos, aber stärker depressiv als je zuvor. (Die Dauer der Entzugserscheinungen ist sowieso von Person zu Person unterschiedlich, wenn überhaupt vorhanden).
Trotzdem habe ich mich; gerade deswegen entschlossen keine Antidepressiva mehr zu nehmen, da sie lediglich das Symptom "verdrängen". Es war keine einfache Zeit, aber mit der Zeit gings mir immer besser. Ich habe zwar heute noch diverse Phobien (Sozial, Krankheit)(welche auch während der Ecitalopramtherapie vorhanden waren) die Depressionen und früheren Gedanken sind jedoch weg.
Probiere dich abzulenken, und so bescheuert es sich anhört, versuch dir einzureden, dass die Symptome von nun an täglich verbessern, was sie sehr wahrscheinlich auch werden.
So wie du deine Symptome schilderst, gehe ich schwer davon aus, dass diese mit dem Absetzen zusammenhängen.

Probiere deine Konzentration auf anderes zu lenken und versuch dich ausgewogen zu ernähren und viel zu trinken.

Sprich definitiv beim Therapeuten die Symptome an, falls sie dann noch vorhanden wären

Liebe Grüsse

#2


A


Absetzerscheinung Escitalopram

x 3


A

Escitalopram Absetzerscheinung nach zwei Wochen?

Hi.

Der Hergang:

Wegen extremsten, messerscharfen Angst- und Depressionsattacken bekam ich vor einem Monat Escitalopram. Ich hatte diese Zustände auch vorher seit langer Zeit immer wieder, aber schon sehr lange nicht mehr so schlimm, und es fühlte sich dieses Mal "körperlicher" an.

Nach zehn Tagen nahm ich Vitamin B12 hochdosiert, und sämtliche Zustände waren sofort weg. Da ich daraus schloss dass die Probleme daran gelegen hatten, setzte ich das Medikament ab, und weil ich es erst so kurz genommen hatte, reduzierte ich von 10 auf 0 mg in nur drei Tagen. Die 10 mg hatte ich erst zwei Tage lang genommen, vorher 5 mg.

Zwei Wochen später ging es wieder los, mit schwersten Depressionen, aber dieses Mal ohne die körperlichen Begleitsymptome. Die Enttäuschung war natürlich groß, und ich fing wieder mit Escitalopram an.

Meine Frage: Ich las dass zwischen dem Absetzen und dem Eintritt von Entzugserscheinungen eine gewisse Zeit vergehen kann; Ob der Absturz auch nach zwei Wochen noch und trotz der kurzen Einnahmedauer wegen dem abrupten Absetzen am Entzug gelegen haben könnte?


Danke für auf Erfahrungen beruhende Meinungen,

Gruß

Aki

#3


A
PS

Ich reagiere generell hochsensibel auf alles, und wiege nur ca 50 kg, daher sind 5 mg für mich eine hohe Dosis


Gegen die These dass es sich bei den Depressionen um ein Absetzsymptom handelt spricht:

- kurze Einnahmedauer
- nach Absetzen zwei Wochen bis zum Ausbruch
- keine körperlichen Symptome

Für die These spricht:

- Alle Zustände waren nach B12 sofort für zwei Wochen weg

#4


Acanthurus
Für ein gesundes Nervengerüst braucht man mehrere Vitamine der B-Gruppe. Ferner Vitamin D, Zink, Magnesium, und die Aminosäure L-Tryptophan als Vorstufe von Serotonin. Es ist aber nicht ganz so einfach indem man bestenfalls Lebensmittel wie z.b Pseudogetreide(Quinoa, Amarant) die recht viel L-Tryptophan enthalten zu sich nimmt. Da andere Lebensmittel wie Frischmilch,Käse und bestimmte Fleischsorten ebenfalls viele Aminosäuren besitzen wird die Aufnahme von L-Tryptophan im Gehirn twl. dadurch blockiert. Da SSR die Vermehrung von Serotonin ankurbeln sollen, muss aber das Gehirn erst mal der Lage sein genug davon zu produzieren. Ein gesunde ausgewogene Ernährung ist wohl maßgeblich bei der Behandlung unserer psychischen Erkrankungen. Da ich z.b ein Gewohnheitstier bin wird es mir nicht leichtfallen den Konsum von Fleisch und Milchprodukten wo auch Käse zugehört, mal längere Zeit etwas einzuschränken. Großen Hunger habe ich in letzter Zeit nicht wirklich, aber wenn dann sind es halt nebst Obst und Gemüse die o.g. genannten Klassiker.

#5


M

Absetzerscheinung von 10mg > 5mg Escitalopram nach 6 Wochen

Hallo liebe Psychic-Community,

seit Januar 2018 habe ich Probleme mit sozialer Phobie in Verbindung mit Panikattacken. Ich nahm bisher immer 10mg, allerdings hbe ich mit meinem Arzt entschieden, dass ich runterdosiere und wir schauen wie es läuft - ob es gut geht oder ob evtl. mit einem Ersatzmedikament (Paroxetin) wieder aufdosiert wird. Mit der Wirkung von Escitalopram war ich nie super zufrieden. Ich habe in der Zwischenzeit eine kognitive VT beendet.

Bisher hatte ich zwei Absetzversuche, die ich nach 6Wochen wieder aufgegeben hatte, weil meiner Meinung nach die Entzugserscheinigungen und damit verbundenen Angstzustände zu hart wurde. Bei diesen Absetzversuchen hatte ich allerdings noch keine Therapie.

Seit dem 29.04.2020 nehme ich jetzt an Stelle von 10mg nur 5mg Escitalopram und gehe jetzt dann in die 8. Woche nach der Reduzierung.

Allgemein bin ich in letzter Zeit wieder ängstlicher.

Dieses Wochenende hatte ich wieder mit Angstzuständen bei meinen Freunden zu kämpfen, während ich sie mit dem Auto 250km mit zurück von einer Party genommen habe. Ich vermute, dass die Angstzustände auch daher begünstigt waren, dass ich am Vorabend viel getrunken haben (keine Sorge, ich war längst nüchtern im Auto) und 4-5h eher schlecht geschlafen habe. Konkret hatte ich eine Art Schnappatmung, Angst zu atmen, was bisher keines meiner Probleme war.

Jetzt bin ich etwas verunsichert, ich möchte nicht wieder aufdosieren. Vll. sollte ich meine Meditation wieder einführen, Sport machen oder den Angstzuständen auch nicht zu viel Bewertung beimessen. Schließlich war ich ja ziemlich fertig.

Ich würde mich über eure Meinung freuen.

#6


N
Hallo!
Es kann sein, dass der Schritt von 10 auf 5mg zu groß war.
Ich setze auch gerade escitalopram ab, habe bei 10mg begonnen. Habe vor 6 Wochen auf 9,5mg reduziert und vor 2 Wochen auf 9,0mg. Sogar diesen kleinen Schritt konnte ich ganz leicht, in Form von Schwitzen, spüren. Sonst zum Glück nichts.
Liebe Grüße

x 1 #7


M
Dankeschön, ich bleibe einfach mal am Ball und strenge mich an, dass ich nicht wieder hochdosieren muss. Die nächsten Schritte mache ich dann nicht mehr um 50% und lass mit eventuell Tropfen verschreiben.

#8


N
Hallo!
Man kann Escitalopramtabletten sehr gut in Wasser lösen, so kommt man dann auf jede Dosis.
Google mal nach wasserlösemethode und escitalopram.
Liebe Grüße

#9


N
Hallo. Ich kann dir sagen, es wird besser! Habe selber, allerdings stationär citalopram abgesetzt. Innerhalb einer Woche von 50mg auf 0. War hart keine Frage. Aber die absetzerscheinungen klingen wieder ab. Leider muss man das mehr oder weniger aushalten. Ist doof ich weiß, aber das schaffst du. Evtl kannst du auch erstmal 7,5 mg nehmen. Und ggf weiter runter dosieren. Versuche es mal ein paar Tage auszuhalten. Normalerweise sollten die absetzerscheinungen immer weniger werden. Viel Glück dabei. Und viele Grüße

x 1 #10


A


x 4






Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore