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kritisches_Auge
Findest du seine Arbeit schwierig und nervenaufreibend oder erschöpft sie ihn weil es ihm nicht gut geht?

24.11.2019 10:50 • #21


Feuerschale
Zitat von Feuerschale:
In welcher Position kann man da am besten bei sich bleiben und ist nicht "Schuldeneintreiber" "Mama""Therapeut" und alles gleichzeitig?
PS, ist mir gerade noch eingefallen, ich glaube das beste wäre, Mitgefühl zu haben
mit dem anderen und sich selbst im Gespräch.

24.11.2019 10:50 • #22



Wie mit Übergewicht des Partners umgehen?

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Zitat von kritisches_Auge:
Findest du seine Arbeit schwierig und nervenaufreibend oder erschöpft sie ihn weil es ihm nicht gut geht?

Ich denke beides. Er hat leider eine weite Fahrt und sitzt täglich 2 Stunden im Auto. Seine Kollegen sind ziemlich hinterfotzig, er hat da schon echt krasse Sachen erlebt. Es ist sein erster Job nach dem Studium und er möchte da eine Weile durchhalten damit es im Lebenslauf nicht komisch aussieht. Ich sage ihm aber auch oft dass er da auf seine psychische Gesundheit achten muss, denn die geht vor. Er hat auch für einen der frisch vom Studium kommt ziemlich viel Verantwortung.

@Feuerschale Mitgefühl habe ich. Wie du auch schreibst, manchmal kommt etwas Wut durch und ich muss aufpassen dass ich nicht ausflippe und sage "was ist denn so schwer daran mal ein paar Kilo abzunehmen?" Dass es unheimlich schwer ist, ist mir natürlich klar, aber es macht mich manchmal sehr sauer. Vor allem weil er täglich spürt dass sein Körper nicht der Norm entspricht. Er sollte neulich zum mrt und kann nicht in so eine normale Röhre, weil da nur Leute bis 130 Kilo rein dürfen. Da gibt es wohl ein spezielles Gerät für sehr übergewichtige. Oder Klamotten kaufen geht auch nur noch in speziellen Geschäften da er inzwischen 5XL trägt. Das alles muss einen doch total frustrieren und wahrscheinlich liegt da auch das Problem, es frustet einen jeden Tag und man versucht diesen Frust nur noch mehr durch Essen zu kompensieren.

Aber ich glaube in so einem Fall, also wenn man wirklich enorm zugenommen hat und es scheinbar alleine nicht schafft, muss man wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Gibt ja auch Ärzte für Ernährung. Wenn jemand noch einen guten Tipp hat dann immer her damit

24.11.2019 11:19 • x 1 #23


heartstowolves
Zitat von frau_knacks:
Seine Kollegen sind ziemlich hinterfotzig, er hat da schon echt krasse Sachen erlebt. Es ist sein erster Job nach dem Studium und er möchte da eine Weile durchhalten damit es im Lebenslauf nicht komisch aussieht. Ich sage ihm aber auch oft dass er da auf seine psychische Gesundheit achten muss, denn die geht vor.

Und da könnte der Knackpunkt sein...wenn seine Kollegen so drauf sind wird ihn das belasten. Traut er sich, was gegen die Kollegen zu sagen?
Und er muss da nicht durchhalten, weil es sein erster Job ist. Es kommt auch nicht komisch im Lebenslauf, wenn er sich etwas neues sucht. Es bringt ja in der Hinsicht nichts, im Job unglücklich zu sein und versuchen durchzuhalten um den Lebenslauf gut aussehen zu lassen. Da soll er sich mal keine Sorgen machen. Ist er denn noch in der Probezeit oder schon raus?


Zitat von frau_knacks:
Das alles muss einen doch total frustrieren und wahrscheinlich liegt da auch das Problem, es frustet einen jeden Tag und man versucht diesen Frust nur noch mehr durch Essen zu kompensieren.

Das denke ich auch. Das Essen wird ihm vermutlich für kurze Zeit glücklich machen. Dann wird ihm bewusst, dass er dadurch zunimmt und weiter eingeschränkt ist, wird wieder gefrustet und isst wieder. Das ist ein Teufelskreis.


Zitat von frau_knacks:
Aber ich glaube in so einem Fall, also wenn man wirklich enorm zugenommen hat und es scheinbar alleine nicht schafft, muss man wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Gibt ja auch Ärzte für Ernährung. Wenn jemand noch einen guten Tipp hat dann immer her damit

Ärzte machen recht wenig mit Ernährung, da sie dies nicht im Studium wirklich durchnehmen. Da ist ein Diätassistent/eine Ernährungsberatung der bessere Ansprechpartner. Trotzdem sollte der Hausarzt mit involviert sein, sowie ein Therapeut. Wenn alles ganzheitlich abgedeckt ist, ist das alles gut in den Griff zu bekommen.

24.11.2019 11:28 • #24


@frau_knacks Wenn es so auf seine Psyche schlägt, er da getriezt wird etc. Dann wird es Zeit zu gehen und auf sich zu achten. Eine Gewichtszunahme passiert eigentlich nie ohne Grund. Oberflächlich sieht das sehr schnell nach "der tut halt nichts" aus, aber tiefer ist da mehr. Immer. Und dann kommt es halt auch darauf an, wie lange man selbst schon in solchen Bahnen ist. Je länger drin, desto schwieriger kommt man alleine raus. Wichtig wäre Unterstützung von Deiner Seite. Kein drängen, kein fordern, sondern einfach nur Vorschläge, was es für Möglichkeiten gibt. Wenn Du eine Yoga-Matte zu Hause hast, dann leg sie hin, er auf den Rücken und du hälst seine Füße fest. Er macht dann mal Situps. Sowohl mit und ohne Drehungen. Oder Liegestütze an der Wand. Die Mittel sind da, selbst wenn man nicht in Fitnessstudios will und es erstmal selbst probieren möchte. Das hat dann auch nichts mit bemuttern etc. zu tun, sondern mit Support.

24.11.2019 11:36 • #25


kritisches_Auge
Dieses Binge Eating ist doch ein Symptom, früher war er doch schlank, eine Diät würde vielleicht nicht viel nützen wenn die Ursache nicht geklärt ist. Ich würde also versuchen, der Ursache näher zu kommen und dann über Ernährung nachzudenken.

Ich höre ja immer mit dem Essen auf bevor ich ganz richtig satt bin, interessant ist auch, dass das Gehirn das Sattsein erst etwas später meldet, dass also noch gegessen wird auch wenn man satt ist.
So erlebe ich das auch.

Ich mag es nicht mich vollzustopfen weil ich dann das Gefühl habe wie benebelt zu sein, irgendwie bäh und nicht mehr richtig klar denken zu können, ein gewisses Phlegma breitet sich in mir aus und ich hasse das. Vielleicht ist es aber gerade das was dein Freund sucht ?
So schottet man sich von der Außenwelt ab.

Eure Beziehung ist ansonsten in Ordnung?

24.11.2019 11:41 • #26


heartstowolves
Zitat von kritisches_Auge:
eine Diät würde vielleicht nicht viel nützen wenn die Ursache nicht geklärt ist.

Wenn es Binge Eating ist, bringt eine Diät sowieso nichts. Die TE hatte auch geschrieben, dass er das schon versucht hat und nach 3 Tagen rückfällig geworden ist. Da würde es dann eher helfen, die genaue Kalorienzufuhr zu berechnen, die er täglich braucht und die Ernährung anpassen bzw umstellen. Keine Softdrinks, Fast Food und zu viele Kohlenhydrate.
@frau_knacks esst ihr einige Mahlzeiten zusammen? Vielleicht kannst du ihn ja auch motivieren, in dem ihr gemeinsam die Mahlzeiten vorbereitet und kocht. Wie groß sind denn seine Portionen, die er so isst?


Zitat von kritisches_Auge:
Ich mag es nicht mich vollzustopfen weil ich dann das Gefühl habe wie benebelt zu sein, irgendwie bäh und nicht mehr richtig klar denken zu können, ein gewisses Phlegma breitet sich in mir aus und ich hasse das. Vielleicht ist es aber gerade das was dein Freund sucht ?

Das kann gut möglich sein. Viele Menschen mit Adipositas und Essstörung berichten von einem High nach dem Essen. Es beflügelt sie gerade zu, wenn der Bauch bis zum Anschlag voll ist und haben das Gefühl, wie beflügelt zu sein. Deswegen wird dann auch immer mehr zum Essen gegriffen, weil es sie in dem Moment glücklich macht und sie den Rest drumrum vergessen können.

24.11.2019 11:57 • #27


Icefalki
@frau_knacks , ich wäre da nicht so geduldig. Natürlich kann man rein kognitiv alles verstehen und natürlich liegt da irgendwo ein massives Problem dahinter, aber irgendwann muss auch mal eine Veränderung her.

Als Aussenstehende kann ich auch durchaus nachvollziehen, dass er seinen Frust mit Essen kompensiert, als Partnerin würde mir der Kragen platzen. Hilfreich oder nicht, bin jetzt mal ganz ehrlich, aber es gibt Grenzen. Und die sind schon lange erreicht, zumal er sich auch selbst schadet.

Und dass er Hilfe von aussen braucht, sollte er einsehen und sie auch suchen. Und genau das würde ich auch verlangen. Ich habe durchaus Verständnis, dass Menschen in Schieflage geraten, ihre Probleme irgendwie kompensieren, aber es gibt auch ein Umfeld, und wenn das Umfeld damit nimmer klar kommt, muss was geschehen.

Würde seine Problematik mit Aggressionen einhergehen, wäre das das Gleiche. Manchmal ist es notwendig, dass Grenzen gesetzt werden, auch, wenn das sehr unbequem für denjenigen ist, der sie setzt.

Vielleicht bin ich anders, aber mit meinen Problemen habe ich wirklich sehr wenig andere belastet. Mir war immer klar, dass es in einer Beziehung ausgewogen sein sollte, sprich, man sich auch nach den Wünschen und Vorstellungen des Partners richtet. Und schafft man das alleine nimmer, man durch Annahme von Hilfe, deutlich signalisiert, dass man gewillt ist, alles zu tun, damit das Tal überwunden werden kann.

Ich denke, dass das dein Wunsch ist. Dass er bereit ist, dagegen anzugehen.

24.11.2019 12:00 • #28


Zitat von heartstowolves:
Traut er sich, was gegen die Kollegen zu sagen?

Er ist eigentlich selbstbewusst und sagt auch wenn was nicht in Ordnung ist aber er will dort halt unbedingt durchhalten. Probezeit ist nächsten Monat rum.

Zitat von kritisches_Auge:
Eure Beziehung ist ansonsten in Ordnung?

Er ist sehr liebevoll und versucht mich zu unterstützen seit ich Depressionen habe. Er rafft sich sogar ab und zu mal auf und geht einkaufen wenn ich keine Kraft habe, also er gibt sich schon Mühe mich zu entlasten.


Zitat von heartstowolves:
esst ihr einige Mahlzeiten zusammen? Vielleicht kannst du ihn ja auch motivieren, in dem ihr gemeinsam die Mahlzeiten vorbereitet und kocht. Wie groß sind denn seine Portionen, die er so isst?

Ich motiviere uns immer wieder dazu, gesund einzukaufen und einen Plan für die kommende Woche zu machen, was wir kochen. So kann man gezielt einkaufen und es landet nicht so viel Mist im Einkaufswagen. Das klappt auch zeitweise ganz gut. Es gibt dann zb Gemüsepfanne in allen möglichen Variationen mit wenig Kohlenhydraten als Beilage. Schmeckt ihm auch immer gut aber von selbst würde er das nie durchziehen. Wenn ich nicht am Wochenende sage dass wir noch unseren Plan machen müssen, dann machen wir auch keinen. Wenn er alleine einkaufen geht ist das als wenn man ein kleines Kind mit 20 Euro in einen Süßigkeitenladen schickt.
Er isst schon sehr große Portionen, ich denke er hat da inzwischen die Relationen verloren. Für mich ist 1,5 Teller schon viel. Er nimmt 3x Nachschlag. Natürlich kann man jetzt sagen "kocht doch einfach weniger ".. dann schmiert er sich halt eine Stunde nach dem Essen ein Brot oder so. Ich versuche schon nie Süßigkeiten oder Fertiggerichte Zuhause zu haben aber ein bisschen Selbstbeherrschung muss man halt auch selbst haben. Neulich hatte ich so Lust mal wieder nutella zu kaufen, mache ich sonst nie. Tja was soll ich sagen... das glas hat genau zwei Tage gehalten und ich habe mir davon vielleicht 3 Scheiben Brot geschmiert. Er hat es echt zwischen den Mahlzeiten ausgelöffelt... ohne Worte...

24.11.2019 12:31 • #29


heartstowolves
Zitat von frau_knacks:
Er ist eigentlich selbstbewusst und sagt auch wenn was nicht in Ordnung ist aber er will dort halt unbedingt durchhalten. Probezeit ist nächsten Monat rum.

Hmm..nur ist halt durchhalten nicht immer Sinn und Zweck für sowas. Grad wenn er noch in der Probezeit kündigen könnte/würde, wäre es einfacher für ihn. Da kann man immer noch sagen "Die Abteilung/Firma hat mir nicht zugesagt". Ich mein, zwingen kann man ihn da nicht, aber ich würde mir das nicht antun dort dazubleiben. Da sprech ich aus eigener Erfahrung.
Vielleicht bessert es sich auch wieder bei ihm auf der Arbeit.




Zitat von frau_knacks:
Wenn er alleine einkaufen geht ist das als wenn man ein kleines Kind mit 20 Euro in einen Süßigkeitenladen schickt.

Määäänner ...Nein, aber ernsthaft. Die haben tatsächlich weniger Bezug zu Essen (außer es sind Kerle, die wirklich regelmäßig Sport machen und sich mit dem Thema auseinandersetzen). Mein Ex-Freund hat damals auch immer Sachen gekauft, wo ich mir nur an den Kopf langen konnte. Pizza, Schoki, Aufschnitt. Kein Obst oder Gemüse, nix.


Zitat von frau_knacks:
Er isst schon sehr große Portionen, ich denke er hat da inzwischen die Relationen verloren. Für mich ist 1,5 Teller schon viel. Er nimmt 3x Nachschlag. Natürlich kann man jetzt sagen "kocht doch einfach weniger ".. dann schmiert er sich halt eine Stunde nach dem Essen ein Brot oder so. Ich versuche schon nie Süßigkeiten oder Fertiggerichte Zuhause zu haben aber ein bisschen Selbstbeherrschung muss man halt auch selbst haben. Neulich hatte ich so Lust mal wieder nutella zu kaufen, mache ich sonst nie. Tja was soll ich sagen... das glas hat genau zwei Tage gehalten und ich habe mir davon vielleicht 3 Scheiben Brot geschmiert. Er hat es echt zwischen den Mahlzeiten ausgelöffelt... ohne Worte...

Das ist halt das Problem..ich hab das nur gefragt, weil ich es mir ungefähr so vorgestellt habe. Ich meine, es bringt auch nichts, wenn du ihm vorschreibst er soll nur noch so und so viel essen. Selbst wenn er die Portionen kleiner machen würde, hat er dann kurz drauf wieder Hunger weil er von den Gelüsten und Gedanken getrieben wird.
Und er ist halt alt genug um eigentlich zu wissen, dass es nicht gerade gesund für ihn ist, wenn er so weitermacht. Ich sage nur: Belastung Herz-Kreislauf, Diabetesrisiko, Gefäßerkrankungen.

Du kannst nur versuchen, ihm beizustehen aber auch deine Meinung zu sagen: Es belastet dich, dass er so unkontrolliert ist und auch einiges zugenommen hat. Deswegen könnt ihr als Paar nichts mehr unternehmen, was du schade findest.
Manchmal muss man auch ein bisschen auf den Tisch hauen. Das schlimme bei solchen Essstörungen (ich würde es jetzt mal so eingruppieren) ist halt, dass die Betroffenen das Ausmaß nicht wirklich verstehen oder sehen. Klar, er sieht, dass er immer dicker wird. Dann versucht er für ein paar Tage Diät zu machen, das läuft schief und er isst dann noch mehr. Hohes Gewicht ist genauso schädlich wie Untergewicht. Er muss sich bewusst machen, wenn er so weiter macht, dass du es erstens nicht mehr mit machen möchtest und er so viel zunimmt, dass er irgendwann ein Pflegefall wird, weil er sich nicht mehr bewegen kann und aufgrund des Gewichtes keine lange Lebenserwartung hat.
Ich weiß halt nicht, ob da eine "Schocktherapie" hilft. Aber es gibt eine Serie: Mein Leben mit 300kg. Das wäre Abschreckung genug, es nicht so weit kommen zu lassen und sich Hilfe zu suchen.
Jetzt hat er noch die Chance was zu unternehmen, je höher die Zahl steigt umso weniger wird er dagegen etwas tun...ich hab da schon eine gewisse Gleichgültigkeit mitbekommen.
Der schwerste Mensch bis dato, den ich versorgt habe hatte 240kg. Ich habe Gespräche geführt und irgendwann kam die Frage auf, wieso man es soweit hat kommen lassen und die Antwort war "Ach, wissen sie...irgendwann war es mir egal. Ich hab mich damit abgefunden als Fettberg zu leben" Das hat mich echt traurig gestimmt irgendwo...aber gleichzeitig...ist es auch nicht wirklich verständlich.

24.11.2019 13:32 • #30


Lillibeth
Ich würde es mal auf die medizinische Schiene bringen. Das ist nun mal auch ungesund. Herz-Kreislauferkrankungen, hoher Blutdruck etc. Vielleicht sollte er mal zum Check up zum Hausarzt. Manchmal hilft das auch schon etwas

24.11.2019 13:39 • #31


Acipulbiber
Zitat von Lillibeth:
Ich würde es mal auf die medizinische Schiene bringen. Das ist nun mal auch ungesund. Herz-Kreislauferkrankungen, hoher Blutdruck etc. Vielleicht sollte er mal zum Check up zum Hausarzt. Manchmal hilft das auch schon etwas


genau dass solltest Du tun. Ich denke es ist zwingend notwenig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

24.11.2019 14:07 • #32


kritisches_Auge
Diese Probezeit ist belastend für ihn, vielleicht leidet er auch wenn es dir nicht gut geht.

Das Sättigungsgefühl läßlt sich trainieren, am besten ist es, eine winzige Kleinigkeit weniger zu essen und sich dann darin zu steigern, der Magen kann sich daran gewöhnen weniger zu bekommen.
Man muss übrigens auch nicht zunehmen wenn man älter wird, man muss nur schrittweise weniger essen, den Tipp gab mir einmal eine Verkäuferin.

24.11.2019 14:10 • #33


Es ist halt eine Krankheit und es nimmt mir sehr viel Ärger, wenn ich es auch als solches sehe. Niemand ist gerne dick. Als wir uns kennenlernten wog er ca. 100 kg, bei einer Größe von 1,97 war das ok, ich wollte auch keinen Mann der nur ein Strich in der Landschaft ist. Dann stagnierte es lange so bei 130 kg, da jammerte er dann ständig rum und machte auch ständig "Diäten", hat auch mal einen Tag nichts gegessen um am nächsten dann um so mehr in sich reinzuschaufeln. Aber immerhin hat er es versucht. Jetzt schwankt es zwischen 155 - 160 kg und ich habe das Gefühl ich will sich gar nicht mehr damit befassen.

24.11.2019 14:50 • #34


Acipulbiber
deshalb solltest Du versuchen ihn zu überzeugen, daß er sich dringend ärztliche Hilfe suchen muß.
Vielleicht hilft es ihm wenn ihn der Arzt auf die gesundheitlichen Risiken seines Übergewichtes hinweist.
Ich wünsche es Dir und ihm.

24.11.2019 15:22 • x 1 #35


Lillibeth
[quote="Acipulbiber"]deshalb solltest Du versuchen ihn zu überzeugen, daß er sich dringend ärztliche Hilfe suchen muß.Vielleicht hilft es ihm wenn ihn der Arzt auf die gesundheitlichen Risiken seines Übergewichtes hinweist.Ich wünsche es Dir und ihm. [/quote

Er könnte auch in eine Kur. Mit Ernährungsberatung etc. Das ist ja schon Adipositas im höheren Bereich . Und mit Verlassen drohen oder gehen ist Quatsch. Er ist ja noch derselbe und hat ein Problem wie wir alle hier. Mein Mann hatte auch mal so eine Phase. Hat 3 Liter Pepsi am Tag getrunken. Habe ihm gesagt das ihn das krank macht und ich ihn nicht verlieren möchte. Das hat ne ganze Menge bewirkt.

24.11.2019 16:43 • x 2 #36


Acipulbiber
Zitat von Lillibeth:
Habe ihm gesagt das ihn das krank macht und ich ihn nicht verlieren möchte. Das hat ne ganze Menge bewirkt.


Der Satz passt genau, super

24.11.2019 16:49 • x 2 #37


Zitat von Acipulbiber:
Vielleicht hilft es ihm wenn ihn der Arzt auf die gesundheitlichen Risiken seines Übergewichtes hinweist.

Er ist noch in so einer totalen Verdrängung. Sein Arzt sagt ihm das ständig. Er hat ne ganze Reihe Wehwehchen die aus dem Übergewicht + Rauchen resultieren.

24.11.2019 22:47 • #38


Carsten1974
Zitat von frau_knacks:
Es ist halt eine Krankheit und es nimmt mir sehr viel Ärger, wenn ich es auch als solches sehe. Niemand ist gerne dick.


Meinst Du eine körperliche Erkrankung? Wenn nicht ist es eine Suchterkrankung. Und dann ist es wichtig, dass Du ihn in die Verantwortung nimmst und er sich in Bezug auf seine Esssucht professionelle Hilfe oder eine Selbsthilfegruppe sucht. Süchtigen hilft es nicht, wenn Partner/Partnerin zuviel Verständnis für ihr Nicht-Handeln zeigen. Das kann ich Dir selbst aus eigener Erfahrung als Ex-Süchtiger sagen. Das Mittragen des Suchtverhaltens durch Partner/in ist auch eine Art "Sucht" und heißt Co-Abhängigkeit. Als erstes müsste sich Dein Mann seine Sucht eingestehen...

26.11.2019 18:07 • x 1 #39


Coru
Es ist aber verdammt schwer. Man möchte seinem Partner einerseits ja das Gefühl geben ihn so zu lieben wie er ist und gleichzeitig möchte man ihn dazu bringen sich zu verändert. Ich kann total verstehen wie belastend das ist. Ich denke eine Kur wäre für den Anfang das Beste. Nur ohne Einsicht bringt das auch nichts.

26.11.2019 18:14 • #40



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