lustundfrust

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Hi mal wieder!

Ich drücke mich schon wieder zwei drei Tage hier im forum rum, ohne was zu posten.
Muss eine Frage aber nun doch mal loswerden:

Wie lässt man los?

Wie ich in diesem Unterforum schonmal geschildert habe, habe ich mich vor mittlerweile (rechne....) im juli werden's vier Jahre - von einem Mann getrennt.

Habe immer noch viele Details, geschichten, Erinnerungen, Ratschläge im Kopf aus der Zeit der Beziehung inklusive sentimentaler Gefühle. Es erscheint alles greifbar nah, aber wenn ich mir Fotos anschaue erscheint es, als ob es dermaßen lange her ist - wie aus einem anderen Leben.

Also wie gesagt diese sentimentalen gefühle sind da, ich weiß aber daß es in Bezug auf den Mann Hirngespinste sind (zumindest der Verstand weiß es). Nun die Frage. Wie bekomme ich das aus meinem Kopf?

Eine heftige Phase der Wut hatte ich bereits vor der Trennung, die war aber sehr kurz und ich bereue sie auch, weil ich im nachhinein den Eindruck hatte, dahingehend manipuliert worden zu sein.
Auf eine längere und für mich innerlich eindeutige Wut-Phase warte ich noch. Wird wohl nicht kommen.

Ich will nicht wie ein verbittertes Hexlein enden. Also:
Was meint ihr? Wie kann ich das angehen?

Vg
-luf-

22.04.2012 20:41 • 06.08.2012 #1


12 Antworten ↓


Dubist

Dubist


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Jeder Mensch ist anders. Der eine kann gut alleine leben der andere weniger gut.
Ich habe da vielleicht ne andere Meinung, aber es ist einfach meine Meinung.
Ich glaub erst durch eine neue, ganz gute und glückliche neue Liebe heilen die Wunden ganz und man kommt ganz von dem Expartner los. Das soll jetzt nicht heißen, dann hab ich ja gar keine Wahl. Help!
Nein, aber bei mir denke ich wär es auf jeden Fall so.
Denn auch wenn man allein sein kann, es bedeutet nicht, daß man es will, nur weil jemand nicht zu einem paßte oder einem weh tat.
Du bist schon lange genug alleine, es wird Zeit wieder jemand in dein Leben zu lassen.
Ich hoffe du findest bald wieder jemand.
Die Zeit scheint reif.
Damit du nicht verbitterst, solltest du regelmäßig dir eine Auszeit im Wellnesscenter, beim Friseur und Co gönnen und Shopping fieber nicht vernachlässigen.
Alles Gute

24.04.2012 16:32 • #2


lustundfrust


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Vielen Dank für Die Antwort, Dubist.

Wenn ich wieder arbeite habe ich vielleicht auch Zeit und Geld für Wellness und Shopping. Bis dahin begnüge ich mich mit einem freien Tag die Woche und Fahrradfahren

Ich hab schon so oft gehört, daß man das eigene Glück nicht von einem Lebenspartner abhängig machen sollte. Es ist schwer, diesem Rat zu folgen.

Du hältst es damit anders. Deine Meinung entspricht meinem ersten Impuls. Jedoch - wieviel davon ist Sucht nach Aufmerksamkeit und führt dauerhaft wieder in die Krise, sollte sich eine Beziehung ergeben?

Im Grunde muss das (wie so vieles ) jeder für sich entscheiden.

Meine große Vermutung ist ja, daß ich - weil eben die Sache mit dem Ex nicht abgeschlossen ist - keine Beziehungen eingehen kann - einerseits wegen der Außenwirkung, andererseits vielleicht auch innerlich.

Ich hab nochmal nachgedacht und auch nachgelesen und festgestellt, daß ich insgesamt ein gespaltenes Verhaltnis zur Wut habe. Ich denke ich muss mal daran arbeiten und mir die Sachlage von damals nocheinmal klar machen.
...

Ich mach drei Kreuze, wenn dieser ganze Schmarrn hier mal wieder vorbei ist.
Aber das wird es wohl nie - Leben = Kämpfen. Und wenns mit sich selbst ist.

Vielen Dank für die guten Wünsche und auch Dir ein hoffentlich sonniges Wochenende.
(hier ist der Mai ausgebrochen und zwar gewaltig)
-luf-

28.04.2012 09:33 • #3


Dubist

Dubist


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Es ist schwer das Glück nicht nach einem Partner auszurichten, denn der Mensch ist einfach auf Beziehung angelegt.
Da hast du schon recht, das Risiko ist gross wieder reinzutappen.
Aber es muß doch auch noch nette kerle geben, gibt die Hoffnung bitte nicht auf.
Dubist

29.04.2012 19:57 • #4


IsieNew


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Hey Lustundfrust,

konkrete Ratschläge wie man loslassen kann kenne ich nicht. Ich höre vile in therapeutischen Gesprächen heruas und habe ein paar Erkenntnisse gewonnen. Aber auch ich scheitere an der Umsetzung...
Mein Mann und ich sind seit knapp über einem Jahr getrennt. Es tut immer noch sehr weh und jeder Tag in diesem neuen Leben, was ich gar nicht gewählt habe, fällt schwer.
Ich wünsche mir so sehr, dass diese Leere endlich wieder mit etwas schönem ausgefüllt wird. Und wenn es nur ein wenig wäre...

Was ich immer wieder gesagt bekomme ist, man soll sich von dem vergangenen lösen und mit den Gedanken auch nicht dabei verweilen. Eine Therapeutin spricht oft davon nach vorn zu schauen und auch meine Sichtweisen zu ändern. Positiver denken, optimistischer. Die Umsetzung ist mir noch nicht so gelungen, deshalb bin ich ein schlechter Ratgeber...
Wünsche dir alles Gute,
Isie.

29.04.2012 22:18 • #5


Dubist

Dubist


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Isie, ein Jahr ist halt auch noch keine Zeit.
Lass dir die Zeit.
An die Threadstellerin: was wünschst du dir?
Hast duTräume für dein Leben?
Es war nicht der Richtige, sonst hätte er doch um dich gekämpft oder?
Auf keinen Fall nach hinten in die Vergangenheit schauen!
Punkt

30.04.2012 07:32 • #6


lustundfrust


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Hi all!

@isie: Vielen Dank für die Antwort. Ich muss dubist recht recht geben - ein jahr ist - leider - gar nichts, um eine Trennung zu verarbeiten. Das schöne und ausfüllende wird wieder kommen bzw. Du holst es Dir. Bei mir war es so: Als ich dachte, es könne gar nicht mehr schlimmer kommen, habe ich mich viele neue Dinge getraut. Und damit auch viel gewonnen.

Das Abschalten der Vergangenheit - das 'wie' ist genau das Problem. Man muss sich auch damit aussöhnen.
Im Buch von der Doris steht, man muss eine Wut Phase durchmachen - ich denke bei mir ist an der Stelle was im argen.
Hab mir letzte Woche vorgenommen, meine Wut oder auch die gründe, warum ich - zu recht - gegangen bin, zu kultivieren.

Das Positiv und optimistisch denken hängt für mich stark davon ab, ob ich Menschen um mich habe und eine Aufgabe. Daher war z.B. dieses Wochenende eher ein Graus...

@Dubist:
Mein großes Problem ist, daß ich momentan meine Wünsche für ein angenehmes leben nicht erfüllen kann, da keine zeit und kein Geld. Das wird sich hoffentlich im nächsten jahr ändern. Meine große Angst dabei ist, daß ein angenehmes Leben nicht ausreicht, um mich zufrieden zu machen. Träume und Visionen hatte ich mal viele - gehen eher in Richtung 'die Gesellschaft verändern'. Momentan bin ich aber ständig am kämpfen gegen ein ?vermeintlich? feindliches System. Bin froh, wenn ich überhaupt einen Platz hier ergattern kann - so kommt es mir vor.

Er war der richtige für einen ganz bestimmten Abschnitt in meinem Leben. verstandesmäßig alles schön und gut:
Ich weiß, daß es ihn in dieser Form nicht mehr gibt, dazu haben wir beide uns zu stark verändert, aber in meinem Kopf das Ideal ist gleich geblieben - gegen jede Vernunft. Die mit der Vergangenheit verbundenen gefühle sind vertraut und heimatlich.

Ich habe hier bisher keine neue Heimat gefunden. habe alles zurückgelassen. Mir fehlt ja auch meine Umgebung und meine Haustiere. ich weiß, daß dort jetzt andere menschen leben, daß alles was ich dort verändert habe, schon dreimal umgepflügt ist. Daß die Tiere neue Menschen haben. Daß der Mann ein anderer ist (siehe oben). Doch trotzdem bleibt mein 'ach früher' und 'wie sehne ich mich' Gefühl bestehen.

Zugegeben denke ich oft daran, weil ich mir etwas Ähnliches aufbauen will und diesen Gedanken brauche, um durchzuhalten...

Du siehst - alles nicht einfach, herrje.
Dieses Wochenende und auch der gestrige Abend waren echt schlimm. naja. Schau mer mal was morgen kommt.

In diesem Sinne
-luf-

01.05.2012 23:24 • #7


Dubist

Dubist


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Das ist klar, mit wenig Geld kann man nicht so grosse Sprünge machen.
hast du schulden, oder lebst du von arbeitslosengeld?
Jeder hat eine Meinung was wenig geld.
Ich würde sagen, wenn man um die 300-350 Euro zur Verfügung hat ist das wenig geld.
Man kann aber auch mit wenig Geld ab und an sich was gönnen. Jetzt kann man schon wahre schnäppchen achen. Sachen von 10-20 Euro auf 3-2-5 Euro rum.
Second Hand laden ist nicht gleich second hand, es gibt da welche, die sachen willst du nichtmal für geschenkt und woanders sachen wie neu. Da zahlst zwar immer noch ein wenig, aber dafür wie neu.
Es liegt nicht immer daran wo man lebt. Ich hab mal gesagt, mit einem Batzen geld ist es überall schön. Aber dem ist wohl auch nicht so, sonst gäbe es nicht soviele unglückliche Leute die sehr viel Geld haben.
Du bist noch nicht angekommen bei dir selbst. Du kannst doch sehen, daß du zu weit aus ehr fähig bist.
Was Machst du beruflich, wo liegen deine Störken?
Du strahlst das aus, wenn es dir finanziell nicht gut geht, es liegt nicht nur a Geld..

Schau, spazieren kann kann mit wenig Geld, Fahrrad fahren auch.


Bibliothek Bücher ausleihen auch.

Mal ins Freibad oder Hallenbad wird schon teurer, eventuell braucht man Fahrtgeld.
Und noch was zum essen und trinken, man wird hungrig beim schwimmen.

Du kannst versuchen wieder neue Möglichkeiten auszutesten.
Finde den weg zu dir selbst


Dubist

02.05.2012 09:07 • #8


IsieNew


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Hallo nochmal!

sich mit der Vergangenheit auszusöhnen stelle ich mir sehr schwer vor. Bei mir und meinem Mann sind zum Beispiel so viele Gefühle, die bei jeder Konfrontation irgendwo lauern. Sei es Wut, Neid, Eifersucht - die Liste wäre lang.
Ich hoffe lustundfrust du schaffst es mit deiner Wut umzugehen und deine Ziele zu erreichen. Wenn du dadurch das Gefühl hast voran gekommen zu sein sag bescheid.

Das mit dem Positiv-Denken sehe ich ganz genau so. Auch bei mir hängt es immer davon ab mit wie vielen Menschen ich mich gerade umgebe und wie beschäftigt ich bin. Die Therapeuten sagten mal, ich mache mich damit von anderen und der Laune anderer abhängig. Und da müsse ich mich lösen.
Gut, Denkansätze haben wir schon mal

GLG, Isie.

02.05.2012 21:04 • #9


Dubist

Dubist


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Mittlerweile hab ich nachgedacht, ich dachte, ob das eine Willensentscheidung ist, dann wäre es ja einfach. Einfach loslassen und weg damit.
Wiederrum glaube ich es muß eine Willensentscheidung dabei sein, man muß es voll wollen das loslassen.
Aber der Prozess der Heilung und der Zeit ist nicht unentscheidend.
Das spielt ne grosse Rolle, man geht vorwärts es kommen neue sachen, man verändert sich, man tut was und dann kann auch das loslassen gelingen.
Wenn man an einem Punkt ist, wo es nur noch mehr schmerzt, wenn man was will, was nicht geht, oder nicht kommt, dann ist es besser ganz bewußt immer wieder zu sagen, ich lass das los...
Es ist nicht leicht, aber immer wieder sagen..
und irgendwann verinnerlicht sich das.

so denk ich

03.05.2012 06:09 • #10


lt.reed


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Hallo,

ich wüsste auch gern, wie man los-lässt. So richtig meine ich. Wenn man sich nicht mehr sieht ist das einfacher und wenn man an anderes denkt als an den Ex / die Ex. Nur, wenn man sich sieht - etwa wegen der gemeinsamen Kids - wird es richtig schwer. So ist es bei mir.

14.07.2012 20:42 • #11


Dubist

Dubist


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itreed ein neuer partner kann helfen. aber den kann man sich ja auch nicht aus dem ärmel schütteln.
deshalb, vielleicht solltest du anfangen wieder ein paar dates auszumachen. hat dein ex eine neue partnerin?
dubist

18.07.2012 14:29 • #12


IsieNew


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Zitat von lt.reed:
Hallo,

ich wüsste auch gern, wie man los-lässt. So richtig meine ich. Wenn man sich nicht mehr sieht ist das einfacher und wenn man an anderes denkt als an den Ex / die Ex. Nur, wenn man sich sieht - etwa wegen der gemeinsamen Kids - wird es richtig schwer. So ist es bei mir.


Bei mir auch. Ich finde es manchmal nahezu unmöglich und versuche mich mit der Situation so wie sie ist einfach abzufinden... Aber auch das hilft oft nicht bei der Heilung des Seelenschmerzes...

06.08.2012 23:09 • #13




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