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Feuerschale
Zitat von Abendschein:
Der Mann von meiner Freundin kann oder will keine Liebe oder Zärtlichkeit geben. Sie sind ja schon über 20 Jahre zusammen. Sie müsste dann auch verzichten, hat sie ja auch. Der Mann hat zu ihr gesagt das sie sich einen anderen Mann nehmen kann. Er weiß es also. Ja und sie hat es mir erzählt und ich habe gesagt, ...

An dem Punkt waren wir ja auch in dieser langen Beziehung mit Null Körperlichkeit.
Das (öffnen für einen dritten) muss man aber erstmal können. Wenn man eher demi-sexuell ist bzw Körperlichkeit nur bei emotionaler Intimität und Verbindung empfindet und nicht aus dem Trieb raus zum "abreagieren", dann macht es keinen Sinn sich einen anderen zu suchen. Bzw die Gefahr des Verliebens ist dann auch da.

Ist ja auch echt ne unglückliche Situation, wenn einer gar keine Körperlichkeit kann oder will....also im Grunde machts ja schon einen großen Teil aus an Partner sein....Weil nur für Alltag teilen, über Haushalt reden und ggf. auch keine emotionale Intimität oder irgendwas, dann kann man auch in ne Rentner WG gehen... 🤔

Ich denke mal, sowas ist für beide ein Konflikt. Und das öffnen ist nicht immer eine Lösung, ggf. nur für manche, und für andere nicht....dann bleibt nur friss/akzeptiere oder stirb /geh.

• x 3 #61


Feuerschale
Zitat von Azure:
Kleine augenzwinkernde Ergänzung: ... und wenn du noch einen kleinen Schritt weiterdenkst und du möchtest, dass jemand deine Gedanken nachvollzieht, dann beginnst du auf einmal, aufs Wesentliche zu kürzen.

nicht doch, dann würds ja keine Bücher mehr geben sondern nur noch Comics. 😂

• x 1 #62


A


Treue in der Ehe

x 3


Feuerschale
Soooo....aber jetzt wie versprochen noch zum Anfangsbeitrag. Der ist ja interessant lachen
Sorry, für die ganzen Ausflüge....
Zitat von Aldo-Raine:
Habe meine jetzige Ehefrau nach einer langjährigen Beziehung kennengelernt. Fühlte sich etwas wie Seelenverwandtschaft an. Wir hatten beide einige teils sehr unschöne Erfahrungen erleben müssen. Wobei ich definitiv sagen würde, dass ihre Lebensgeschichte um einiges schlimmer war. Sie ist damit relativ reflektiert umgegangen. Neben einer mittelschweren bis schweren Depression, kommen bei ihr noch Panik- und Angstattacken und PTBS dazu. Psychisch ist sie also stark „vorbelastet“. Dies hat auch dazu geführt, dass sie mittlerweile EM-Rentnerin ist.

Also das war so eure Startbasis, dass ihr beide durch Trennung/Krankheiten gingt und dies auch ein Stück weit verbunden hatte? Bzw ist das zu reduziert? Vermutlich, oder?
Zitat von Aldo-Raine:
Da ich versuche mich hier sehr intensiv mit mir zu beschäftigen und natürlich mich (und so gut wie alles andere) hinterfrage, schenke ich meiner Frau weniger Aufmerksamkeit. Sie klammert aufgrund ihrer Probleme sehr stark, was für mich sonst nie ein großes Problem war. In dieser Zeit jedoch, habe ich ihr leider gesagt, dass ich momentan dafür leider nicht immer die nötigen Ressourcen habe.

Klingt ja sehr spannend. Also so, dass du jetzt lernst, mehr auf dich zu achten und selber in einen Prozess zu kommen.
Das ist ja durchaus sehr gesund.
Es bringt nur ggf. eine bestehende Beziehung und die Anfangsbedingungen etwas aus dem Gleichgewicht.
Wenn einer sich verändert, bedeutet das oft die Herausforderung an den Partner, sich mitzuändern....

Günstigstenfalls vermutlich miteinander... (auch zumindest).
Zitat von Aldo-Raine:
Das Ende vom Lied war, dass sie versucht hat, ihre sozialen Kontakte zu erweitern, welche sie in den letzten Jahren bewusst sehr reduziert bzw. gar beinahe gegen null gefahren hat. Neue soziale Kontakte sind meiner Ansicht nach auch völlig gesund.

Das finde ich soweit ja auch gesund und gut. Andere Beziehungen.

Die Frage ist, habt ihr in der Zeit die Nähe in EURER Beziehung verloren?
Oder haben sich die Inhalte irgendwie verändert.
Klang ja so als wäre da so ein Zufluss gewesen von dir zu ihrer Krankheit und jetzt mehr von dir zu deiner Entwicklung.
Was ja auch gesund ist, finde ich.

Die Frage ist, was dann noch verbindet....wo beide halt auch aktiv dann Interesse dran haben.
Zitat von Aldo-Raine:
Jedenfalls hat sie stärkere Gefühle für ihn entwickelt und er hat diese wohl ebenfalls bestätigt. Noch eines zur Klarstellung, sie haben sich bisher nur online getroffen und häufig telefoniert. Er ist ebenfalls in einer Beziehung. Meine Frau sagt auch, dass sie die Situation erschreckt und wir wissen beide nicht, wie wir damit umgehen sollen.

Ok, das kann ich verstehen. Da weiß man auch noch nicht so genau was drinsteckt.
Oder ob man die Box überhaupt aufmacht (treffen) oder besser nicht.

Bis jetzt kennen sie sich ja gar nicht wirklich. Im inet kann halt passieren dass man viel projiziert, was einem fehlt,
und dann bei Realität -> Ernüchterung, es muss also nicht viel heißen.
Zitat von Aldo-Raine:
Ich bin nur leider aktuell in einer Situation, in der ich weiß, dass ich mich gerade ändere, verwandele, transformiere, whatever. Definitiv möchte ich momentan keine weitreichende Entscheidung treffen. Ich weiß, dass mich die Situation emotional stark belastet. Aber ich werde ihr nicht die Entscheidung abnehmen, (obwohl ich insgeheim denke, dass dies die verantwortungsvollste Entscheidung wäre), die Freundschaft zu beenden.

Ich denke, ein Fokus könnte eben auch sein, wie könnt ihr jetzt miteinander, mit deinem "neuen Ich" quasi?
Zitat von Aldo-Raine:
Ich wäre gerne so stark, und würde darauf vertrauen, dass sie sich für mich entscheidet (was sie ja eigentlich bereits gesagt hat, also, dass sie sofort den Kontakt beenden würde, sofern ich es wünsche). Allerdings sagt der Teufel auf der Schulter (oder eher das Kind in mir), dass ich darauf mal so gar keine Lust habe. Kurzum, die einzige Entscheidung zu der ich aktuell fähig wäre, wäre unsere eigentlich gute, lange und harmonische Beziehung zu beenden.

Wie ist das gemeint mit der Seite Teufel auf der Schulter, also was will der? Der will gar nicht dass sie das beendet und eigentlich siehst DU eher so die Möglichkeit eines Beziehungsendes?

Kann ja sein, dass auch von deiner Seite aus Notwendigkeit ist, was neues zu verhandeln.
Dass dieses Anfangsdings wo es viel um Krankheit ging nicht mehr so passt, und du jetzt auch eher in ne andere Richtung guckst. Nicht nach anderen Menschen umguckst, aber anders ins Leben guckst, so liest sich das.

Kann ja sein, dass der andere Mann/Freund da eher so ein altes Muster bedient....oder vielleicht auch ein neues.
Vielleicht will deine Frau( wenn der Mann was neues fehlendes repräsentiert) ja auch gerne ne Änderung in der Beziehung. Weil, dann könntet ihr ja auch gemeinsam gut gucken...
Zitat von Aldo-Raine:
Ist eine Verliebtheit und ein langanhaltender Kontakt, nicht mehr Untreue als z.B. körperliche Nähe ohne Emotionen?

hmm ja schwer die Grenze zu definieren. Ist ja auch die Frage, ist es eher ein Hirngespinst oder würde man auch alles liegen und stehen lassen und der ehemalige Partner kommt gar nicht mehr vor in der eigenen Planung oder Emotionalität. Weil dann, wenn letzteres, wäre es für mich sicher Untreue. Das andere könnte eher noch Ablenkung, Projektion, Verwirrung sein....
Zitat von Aldo-Raine:
Abschließend möchte ich noch sagen, dass wir bis jetzt beide treu waren. Aber das ist das erste Mal, dass ich mir in der Beziehung die Frage stelle, ob wir diese dann nicht lieber beenden sollten, um möglicherweise glücklicher zu werden? Oder bin ich einfach nur naiv, da ich an das Eheversprechen (inkl. überzogener Loyalität?) glaube?

Also auch hier liest sich raus, dass ihr womöglich beide nicht so ganz glücklich seid, bzw dass auch dir da iwas fehlt?
Weil dann wäre ja der bisherige Ansatz hier im Thread- du machst was für dich- der Frau fehlt deswegen was- du musst dich mehr anstrengen um sie zu gewinnen m. E. gar nicht so passend.

Sondern eher, dass ihr beide ne gemeinsame Basis wieder findet, bzw. eine neue Basis anhand der Veränderung.
Zitat von Aldo-Raine:
Verdammte sch.. Das klingt voll nach einem hinter ‘m Mond gebliebenen Boomer. Eigentlich würde ich mich recht progressiv einschätzen.

Also bitte richtet nicht zu scharf mit mir.

Nee gar nicht... 😂 Aber Humor hast du ja auf jeden Fall. Daumen hoch

• x 3 #63


Abendschein
Zitat von Sonja77:
Jeder soll sein Leben so führen wie er es für richtig hält meines ist es nicht und das sage ich auch ganz klar aber ich zwinge niemanden es so zu sehen wie ich es sehe ich bin bei diesem Thema absolut konsequent und ganz klar und das kommuniziere ich aber auch von Anfang an weis mein gegenüber sofort welches meine ...

Das weiß ich ja jetzt. 😉

• x 2 #64


Abendschein
Zitat von Feuerschale:
Ich denke, zum Freund/Freundin hat man ja eher platonische Gefühle. Sich anvertrauen kann man auch, sich mögen tut man wohl hoffentlich auch, aber die Intimität und Körperlichkeit ist dann doch irgendwie anders, also eher kumpelhaft. Ich vermute, gemeint ist bei den meisten, dass diese romantischen "du bist ...

Es wurde hier aber auch einmal geschrieben, das man Sex und Liebe trennen kann. Also demnach muß
man nicht in den Geliebten verliebt sein, was auch besser wäre, denn sonst wird es noch komplizierter. 🤔

• x 1 #65


Phyllis1
Oh ha..@.Feuerschale 👍✌in ihrem Element, jetzt hab ich aber viiiiiiieeeel
zu lesen und zu verarbeiten, ich werde hier aber ganz schön gefordert... 😉

• x 1 #66


Konkari
Zitat von Abendschein:
Es wurde hier aber auch einmal geschrieben, das man Sex und Liebe trennen kann. Also demnach muß man nicht in den Geliebten verliebt sein, was auch besser wäre, denn sonst wird es noch komplizierter. 🤔

Man? Ich glaube, diese "Qualifikation" beherrschen längst nicht alle Menschen.😄

• #67


Feuerschale
Zitat von Abendschein:
Es wurde hier aber auch einmal geschrieben, das man Sex und Liebe trennen kann. Also demnach muß man nicht in den Geliebten verliebt sein, was auch besser wäre, denn sonst wird es noch komplizierter. 🤔

joah wers kann klar. ich kanns nicht. getrennt brauch ich das auch nicht.

• x 2 #68


Abendschein
Zitat von Feuerschale:
joah wers kann klar. ich kanns nicht. getrennt brauch ich das auch nicht.

Ich kann das auch nicht. 💕

• x 3 #69


Abendschein
Zitat von Konkari:
Man? Ich glaube, diese "Qualifikation" beherrschen längst nicht alle Menschen.😄

Welches Wort hätte ich einsetzen können, @Konkari ?

• #70


Feuerschale
Zitat von Abendschein:
Ich kann das auch nicht. 💕

ja, weil körperliche Liebe für mich ein Ausdruck ist dass ich jemanden mag, ihm nah sein will, weil ich z B auch fühle was in dem vorgeht....warum sollte ich das mit einem wildfremden Menschen machen der mir ggf. gar nicht sympathisch ist o ä. ?
Da muss man das ja irgendwie so abgespalten sehen....ich hab Bock, ich hab Hormone, ich brauch ne Trainingseinheit....
nee 🤔 Für mich ist körperliches eine Verlängerung von einem persönlichen Band quasi....und Gefühl ist wenn dabei klar. ONS hatte ich mal probiert und hab mich danach eher leer gefühlt und schlecht.

• x 3 #71


A
Erstmal vielen lieben Dank an alle und entschuldigt meine späte Antwort.

Interessant finde ich, wie sich die anfängliche Meinung von sinngemäß und vereinfacht „ist doch noch nichts passiert, also kümmert euch (bzw. Du!) mehr um die Beziehung“ zu „emotionale Untreue ist ein klares NoGo“ gewandelt hat.

Was ich noch erwähnen möchte, ist, dass ich es schwierig finde, in einem Forum für psychische Erkrankungen, jemandem zu unterstellen, dass ein Thema zu seicht ist.
Zum Glück kann ich einerseits aktuell damit umgehen und andererseits darauf reagieren. Ich bin der Meinung, dass etwas mehr Empathie wesentlich zielführender wäre. Die erwachsenere Option sich einen unqualifizierten Beitrag zu schenken, lasse ich mal im Raum stehen. Leider haben heutzutage unqualifizierte Meinungen größere Bedeutung.
Und ja, ich habe bewusst so wenig Drama wie möglich erwähnt, da ich mir durchaus bewusst bin, dass es zum einen einige Menschen triggern könnte und zum anderen, weil ich diese Sachen nicht vor einer „breiten“ Öffentlichkeit zur Schau tragen möchte.

So viel dazu.

Nun zurück zu meinem Anfangsbeitrag.

Noch eines vorweg.
@Feuerschale: Danke für deine Sicht der Dinge und Chapeau. Du hast das meiste sehr korrekt interpretiert!
Ja, die Startbasis war so, allerdings sehr stark reduziert. Wenn ich alles richtig gelesen habe, hattest du noch die Frage mit dem Teufel auf der Schulter (bzw. dem Kind in mir). Wenn ich meinen Anfangsbeitrag so lese, war das wirklich etwas missverständlich. Danke für deine Nachfrage. Eigentlich war das auch etwas falsch ausgedrückt. Ich will ihr nicht den Kontakt verbieten, weil ich weiß, dass dies nicht meinen bzw. unseren Werten oder Verhalten innerhalb einer Beziehung entspricht.

Mittlerweile habe ich auch in meiner Psychotherapie darüber geredet.
Da wurde auch gesagt, ähnlich wie Feuerschale bereits geschrieben hat, dass ich mich derzeit verändere und meine Frau sicherlich diese Veränderung ebenfalls mit Angst wahrnimmt. Ich glaube auch, dass ich diesen Beitrag veröffentlicht habe, war meiner Angst / Unsicherheit geschuldet, dass wir bis jetzt so eine „Wir-gegen-den-Rest-der-Welt“ – Beziehung geführt haben und ich nun das erste Mal nicht mehr zu 100% daran glaube.
Da mein bester Freund vor kurzem eine ähnliche Situation durchgemacht hatte (Depression –> lange Arbeitsunfähigkeit –> Reha) und er ebenfalls alles in Frage gestellt hatte, wollte ich wahrscheinlich eher die Gewissheit haben, dass dies der „gewöhnliche“ Weg ist.
Letztlich glaube ich, gesund und verantwortungsbewusst damit umzugehen. Ich hoffe, dass wir (also meine Frau und ich) gestärkt daraus hervorgehen.
Sollte es nicht so sein, dann ist es so.

Euch allen wünsche ich noch einen schönen Sonntag!

• #72


A


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