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Phoebe2022

Phoebe2022
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Liebe Community,
Ich weiß nicht was ich schreiben soll oder wo ich gar anfangen soll. mein mann und ich sind nun 19 jahre zusammen, davon 3 verheiratet. wir hatten noch nie diese Rosa-wölkchen beziehung und es war immer fernab von diesen vermeintlich perfekten und harmonischen Beziehungen um uns rum. wir überstanden viele Stürme und fanden immer wieder mal ruhiges Fahrwasser. doch seit letztem Jahr ist nichts mehr wie es war. mein Mann hatte eine Affäre. es ging nicht lange, ich bekam es zu schnell raus.
Nun würden viele sagen - sofort verlassen etc. so dachte ich früher auch aber wenn man dann selbst in der situation ist, sieht man die welt ein wenig anders.
Natürlich war ich rasend vor Wut und meine Gedanken waren nicht jugendfrei.
Wir sprachen viel und ein guter Freund versuchte etwas zu vermitteln.
meinen mann erkannte ich kaum wieder. Von schuldgefühlen und Reue gezeichnet versuchte er alles menschenmögliche, um seine missetat "gut zu machen".
Er legte sich unglaublich ins Zeug und versuchte mit allerlei Mitteln, die Scherben wieder aufzulesen.
Wir hatten eine unglaublich liebevolle Zeit und ich genoss seine Aufmerksamkeit und die vielen kleinen Gesten.
Auch nahm er jedes Gespräch ernst und stand mir rede und Antwort.
Doch nun, nach fast einem Jahr , kämpfe ich noch immer mit meinen inneren Dämonen.
Habe eine Depression entwickelt (viele weitere Faktoren spielten mit rein) und weiß nicht mehr weiter.
Ja, ich liebe ihn aber ich schaff nicht, das Geschehene zu vergessen oder auszublenden. er ist halt auch vom Wesen kein leichter Mensch und ich musste schon immer Kompromisse eingehen.
Aber wo soll ich die Grenze finden?
Wann muss ich mir das Scheitern des versuchs eingestehen?

04.10.2023 #1


57 Antworten ↓
M

moo
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Hallo @Phoebe2022 ,

Es ist zwar weitverbreitet und entsprechend nachvollziehbar, dass man eine Beziehung im Rückblick etwas "ökonomisch" betrachtet. Man setzt Geben und Neben in ein Verhältnis, rechnet Jahre und Investitionen (insbesondere emotionale), gemeinsam Geschaffenes, Verlorenes und Überstandenes gegeneinander auf und "kalkuliert" von dieser Basis ausgehend in die Zukunft.

Das Problem dabei ist: das gegenwärtige Erleben hält sich erfahrungsgemäß nicht an derlei Maßstäbe. Unser Ego ist stets "akut" (von "aktuell") und kann von den thematisch winzigsten Aspekten abhängen. Obschon wir das vielleicht auch mitbekommen, schaffen wir es nicht, der sogenannten "Vernunft" Entscheidungen zu überlassen.

Der "funktionelle Konflikt" ist m. E. dieser: obwohl wir emotional erleben, glauben wir, rational handeln zu können oder gar zu müssen. Da wir hier in den meisten Fällen "unterliegen", hadern wir mit uns und geben uns die Schuld für ein "inkonsequentes" Leben. Das wiederum verstärkt den Konflikt zusätzlich.

Dieser Konflikt funktioniert übrigens auch entgegengesetzt: "vernünftige" Erwägungen lassen uns gegen unsere Emotionen handeln - mit ähnlichem Ergebnis: ein "gefühlt falsches" Leben.

Beide Varianten des Konflikts können Depressionen entwickeln. Wenn sie eintritt können wir uns fragen, welche Variante bei uns vorherrscht und die Ursachen dieser Wirkrichtung ermitteln (Erfahrenes, Elternhaus, Soziales Umfeld, Glaubenssätze). Natürlich wirken stets beide "Kräfte" in unserem Geist, eine jedoch dürfte als dominant erkennbar sein; nämlich insofern, als sie meist die Oberhand gewinnt.

Man darf nun nicht den Fehler machen, die beiden (Ratio und Emotio) gegeneinander auszuspielen und so einen neuen Konflikt zu schaffen. Vielmehr sollte ein harmonisches Verhältnis der beiden zueinander entstehen: die Vernunft sollte unsere Gefühlslage unterstützen (Mitgefühl und Förderung) und umgekehrt (Bauchgefühl wird zu "Bauchvernunft").

Hierbei ist es extrem wichtig zu bedenken, dass z. B. ein erlebtes Übermaß an Emotion nicht dadurch ausgeglichen wird, indem eine verstärkte Portion Vernunft "durchgezogen" wird! Ganz oft ist eher eine Minderung des empfundenen Übermaßes vonnöten statt eine Steigerung des Gegenteils davon.

Eine "Justage" des "Erlebenswertes" ist v. a. durch eine Untersuchung unserer Bewertungen möglich. Je klarer wir unsere mentalen Bewertungsvorgänge erkennen, umso natürlicher reguliert sich ihr Übermaß auf ein angemessenes Niveau ein. Kurz gesagt: Verständnis führt zu Ausgeglichenheit.

Im Konflikt mit anderen Menschen, also z. B. dem Lebenspartner, muss natürlich bedacht werden, dass auch bei ihm dessen Bewertungen und die daraus entstandenen Erlebenswerte wirken. Sie beeinflussen sowohl unser Erleben wie auch unsere die seinen. Jegliche Veränderung durch eine "Klärung unserer Bewertungen" muss sich notwendigerweise auch auf sein (Er)leben auswirken.

So trocken und theoretisch sich das lesen mag, so lebendig und interessant wird es, wenn man ein gerade akutes Beispiel damit behandelt.

04.10.2023 12:01 • x 3 #55


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A


Auf und Ab in der Beziehung 20 Jahre wegwerfen?

x 3


Icefalki

Icefalki
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Zitat von Phoebe2022:
als dulde eine Entscheidung keinen Aufschub


Dann ist sie vielleicht schon gefallen und du magst nur die Konsequenz daraus (noch) nicht tragen.

Ich kenne das auch. Ich erzähle dir mal meine Geschichte:

Ich bekam Rhytmusstörungen und als Angsthase reagiert man ja eh extrem. War im Krankenhaus und musste erkennen, Mist, das alles passiert jetzt mir. Das ist echt, mein Körper altert, ich habe jetzt echte Probleme und ich kann damit überhaupt nicht umgehen.

Dieser Zustand war so extrem, dass ich meine ganze Kraft habe aufwenden müssen, damit ich nicht in Panik und Depri abrutsche.

Und in dieser Zeit hat mein letzter Backenzahn begonnen zu schmerzen. Ich zum Zahnarzt und die meinte, den müssen wir rausoperieren.

Das war dann zuviel. Jetzt bin ich erstarrt, und war nicht in der Lage, das Zahnthema weiter zu verfolgen. Ich sass also zuhause, war jede Nacht am sterben, auch wegen des Herzens, und habe nur drauf gewartet, dass der Zahn sich meldet und ich zum Handeln gezwungen werde.

Tief im Innern war eigentlich klar, was zu tun wäre. Aber ich konnte nicht. Gut, das Ende vom Lied war, dass mein Zahn eigentlich nichts hat, ausser, dass im Alter die Zahnhälse eben freier werden und das schmerzt ab und zu.

1 Jahr Ausnahmesituation , ohne wirklichen Grund. 1 Jahr extremen Stress wegen pillepalle.

Ich will dir nur sagen, dass ich dich verstehe. Es gibt Situationen, die so überfordernd sind, dass man gar nicht mehr reagieren kann.

Aber irgendwann geht das auch wieder, nur jetzt hast du erstmals die innere Hölle am Start.

Du bist da keine Ausnahme, dass du im Moment unfähig zum Handeln bist. Ich reagiere auch so: Eigentlich weiss ich, was zu tun wäre, bin aber nicht in der Lage das Thema konsequent zu verfolgen.

24.09.2023 09:24 • x 3 #28


Zum Beitrag im Thema ↓


Icefalki
Zitat von Phoebe2022:
Aber wo soll ich die Grenze finden?


Das tut mir jetzt sehr leid. Ich habe als Jugendliche das Theater bei meinen "ach so sehr perfekten" Eltern mitbekommen. Meine Mutter hat das nicht wirklich überwunden.

Ich habe mir geschworen, dass mir das nie passieren würde. Ok, bisher hat das auch funktioniert.

Jetzt zu dir. Dir ist es passiert und es geht um Vertrauensmissbrauch. Eine wirklich hässliche Sache, da das in jede Faser deines Seins eindringt und man das gar nicht wirklich "fassen" kann.

Rein sachlich und von aussen betrachtet, kann man sagen, dein Mann bereut, hat kapiert, dass das Mist war, und würde alles tun, damit das Thema vom Tisch kommt. Oder?

Nur in dir ist etwas kaputt gegangen. Jetzt stellt sich eben die Frage, ob man dieses Problem als Chance wahrnimmt, um auch neue Erfahrungen zu sammeln, oder man am bekannten Terrain festhält, um langfridtig die Beziehung fester und schöner zu gestalten.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du jetzt in der Depriphase keine Entscheidung triffst, aber durchaus versuchst, mal alles mit verschiedenen "Brillen" zu betrachten. Alles kann, nichts muss.

Dir alle Möglichkeiten vorstellst, dir alles offen lässt, und dann kommt irgendwann auch die Lösung für dich.

x 3 #2


Phoebe2022
@Icefalki mir tut es ebenfalls leid, das du es durchmachen musstest...
Ich habe es geschafft, die Fassade aufrecht zu erhalten für die Außenwelt und niemand bemerkte den Sturm in meinem Inneren.... das kostete so unglaublich viel Kraft, das ich jetzt eben genau da bin, wo ich nie hinwollte...
Ich bin realistisch und weiß auch, das ich meinen Teil dazu beigetragen habe, ihn von mir zu entfernen...

Aber er hätte mit mir reden müssen, nicht mit einer anderen ....

Ja, er bereut es zutiefst und das glaub ich ihm auch Aber es ist, wie du sagtest: in mir ist irgendwas kaputt gegangen und ich bekomme es nicht repariert....

Verschiedene Perspektiven/ Brillen hab ich immer wieder in den letzten Monaten versucht, aber ich komm zu keinem Ergebnis....

Eine Auszeit wird von ihm wehement abgelehnt und unter Tränen wurde gebetteltlt.... aber ich habe in unseren 19 Jahren so unglaublich viel und oft zurück gesteckt, Kompromisse gefunden und geopfert... und dennoch hat er mich so zum Narren gemacht....
Ob ich da jemals drüber hin weg komm?

#3


Moelli80
Eine Affäre/Betrug, bekommt man nie wieder ganz raus.
Selbst bei einer neuen Beziehung hat man es immer im Hinterkopf.

Ja, habe sowas auch schon durch gemacht.
Bzw. Habe selbst heute noch Gedanken deswegen und manchmal Ängste.
Früher war ich auch nie eifersüchtig, bis es dazu gekommen ist.

#4


Islandfan
Liebst du ihn denn noch? Es gibt im Grunde genommen nur zwei Optionen, entweder wirklich verzeihen und dann nach vorne blicken ohne ihm es immer wieder aufzutischen, oder sich trennen.
Meine persönliche Meinung ist, dass wenn ich in einer langjährigen Beziehung noch glücklich wäre, ich den Fehltritt verzeihen würde.
Jeder macht mal Fehler, sicherlich ist Fremdgehen blöd, aber er bereut es und zeigt Einsicht. Ihr habt jetzt die Chance, gemeinsam weiterzumachen, oder eben einen harten Schnitt zu vollziehen.

x 1 #5


Phoebe2022
@Moelli80 das tut mir leid für dich... es ist so unbeschreiblich, wie man sich fühlt... und ja,man wird vorsichtiger...
Die Risse sind da und manchmal schafft man, daraus zu lernen und gemeinsam eine neue Route anzusteuern... so wie wir eben...
Aber es ist auch immer wieder ein Kampf und dies kostet Kraft, Kraft die ich anscheinend nicht mehr habe....

x 1 #6


E
@Phoebe2022

Tut mir sehr sehr leid, dass Du das durchmachen musst.
Es ist total nachvollziehbar, dass Deine Psyche das nicht verkraftet.

Ich sehe es ähnlich wie Icefalki:
Zitat von Icefalki:
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du jetzt in der Depriphase keine Entscheidung triffst,

x 2 #7


Icefalki
Zitat von Phoebe2022:
Ob ich da jemals drüber hin weg komm?


Nur, wenn du das tust, was du wirklich willst. Ich lese bei dir raus, dass du ne Auszeit brauchst, dass du auch bestrafen möchtest, saumässig zornig bist und nach wie vor sehr viel in dich rein frisst.

Ändere das. Tu das, was du für richtig hältst, egal was.

Begreife, dass auch du das Recht hast, deine Entscheidungen treffen zu dürfen und dabei auch Fehler machen darfst. Tat er ja auch.

Ich handle schon lange dementsprechend: Entscheidungen treffen, aber auch bereit sein, die Konsequenzen dafür zu tragen.

Und dabei aber nichts überstürzen, du hast die Wahl, die Zeit, und darfst dabei sogar Fehler machen. Tu das, was für dich ok ist.

x 1 #8


Phoebe2022
@Islandfan und genau das ist der Punkt! Ja ich liebe ihn, sonst hätte ich nicht bis dato mit gekämpft... aber reicht das? Ich steh immer wieder vor dieser Frage...
Glücklich bin ich schon sehr lange nicht mehr, aber das sind wie gesagt ganz paar Faktoren die aufeinander trafen....
Ja, er begang Fehler aber wir sind alles nur Menschen und Menschen machen Fehler.. das ist mir bewusst und von daher möchte ich verzeihen und vergeben aber anscheinend kann ich es trotz aller Bemühungen nicht....

x 1 #9


Phoebe2022
@Hicks und auch hier bist du dabei .. ich danke dir...
Genau das ist es, ich setze mich unter Druck eine Entscheidung treffen zu müssen um wieder klarer zu kommen

x 1 #10


Phoebe2022
@Icefalki du hast mich in der kurzen Zeit direkt durch schaut... ja ich fresse viel zu viel in mich rein und stelle mich nicht an erster Stelle..
Vielleicht sollte ich da den ersten festen Schnitt machen und mir die Pause einfordern....

x 1 #11


Islandfan
Dass du ihn noch liebst, ist ja erst mal ein gutes Zeichen. Dass du aber unglücklich bist, ist nicht gut.
Ich hoffe, ich stoße dir nicht vor den Kopf, wenn ich folgendes sage.
Ja, er hat mit dem Fremdgehen einen großen Fehler gemacht. Er bereut es und kann es nicht ändern und Fehler machen wir alle.
Dass du ein Recht darauf hast, verletzt zu sein, ist klar. Aber wenn du ihm verzeihst und ihr beide nach vorne blickt, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem er nichts mehr dafür kann, dass du deinen Frieden damit nicht findest. Dann wäre es fairer sich zu trennen.
Ich bin da generell lockerer, würde einem Partner das Fremdgehen wahrscheinlich verzeihen, wenn ich noch eine Chance für eine gute Beziehung sehe.
Was mir persönlich viel mehr weh täte als dass mein Partner Sex mit einer anderen hätte, wäre, wenn er sich auf der Gefühlsebene in eine andere verlieben würde. Das eine könnte ich als körperliche Lust abhaken, das andere täte mir verdammt weh.

#12


Phoebe2022
Vielleicht sollte ich erwähnen, das wir vor 5 Jahren schon mal eine Krise durchmachen mussten... da war eben genau das eingetreten was du als letztes geschrieben hast... 2018 hatte er sehr viel intimen Kontakt mit einer anderen (nicht die Person aus der Gegenwart) wo es eben nicht ums körperliche ging, sondern die emotionale schiene gefahren wurde...

Eigentlich wollte ich in diesem post nicht so weit ausholen aber es ist anscheinend unumgänglich... 2018 fiel ich ebenfalls verdammt tief und eine Fehlgeburt (die 4. Insgesamt) krönte mein damaliges tief.....

Aber irgendwie schafften wir es gemeinsam da wieder raus und 2 Jahre später heirateten wir sogar...

Bis heute habe ich viele Details im Kopf, die ich löschen möchte aber bis zum knall letztes Jahr kam ich gut mit den geschlossenen Schubladen klar...

Aber mit der Aktion gab es eine Explosion in mir die vieles zerstörte, aber im gleichen Atemzug auch die ganzen fiesen Schubladen wieder öffnete...

Ich hab ihm offen und ehrlich gesagt das es ihm gegenüber nicht fair ist, wenn ich selbst nicht mehr kann....

Er will von allem nichts hören, hält mich mit aller kraft fest....

#13


Icefalki
Zitat von Phoebe2022:
sollte ich da den ersten festen Schnitt machen


Warum nicht? Auch du darfst dich da mal ausprobieren. Und wenn ich jetzt gelesen habe, dass dein Mann nun schon zum zweiten Mal eure Beziehung auf die Probe gestellt hat......

Was Fehlgeburt bei Frauen ausrichtet, kenne ich auch. Man fühlt sich dadurch minderwertig , zusätzlich zu aller Trauer und Enttäuschung.

Ich bin dafür, dass du dich nimmer ständig zurücknimmst und für deine Belange einstehst, egal, welche das jetzt sind.

Du entscheidest.

x 2 #14


Phoebe2022
@Icefalki dafür bin ich auch..... nur Praxis und Theorie ergeben für mich einen riesen Unterschied zumal er nicht kampflos das Feld räumen wird....

#15


Icefalki
Zitat von Phoebe2022:
@Icefalki dafür bin ich auch..... nur Praxis und Theorie ergeben für mich einen riesen Unterschied zumal er nicht kampflos das Feld räumen wird....


Dann eben Kampf. Ich habe bei mir festgestellt, wenn ich in den Aktivmodus wechseln kann, wird alles viel besser.

Meine Angst lähmt mich. Andere haben den Fluchtmodus.

Ich erstarre zu Beginn immer. Brauche dann meine Zeit um ins Handeln zu kommen. Wenn ich diesen Modus dann erreicht habe, ziehe ich alles rigeros durch und gut ist.

Ist immer dasselbe Muster bei mir. Gelähmt und unfähig etwas zu ändern, dabei tot unglücklich, ängstlich, panisch und neben der Spur.

Bis zum Tag x, dann steige ich wie Phönix aus der Asche und zieh alles durch. Super konsequent, und wenn es andere Menschen betrifft, auch immer mit Ansage.

Aber ich brauche dazu meine Zeit.

x 3 #16


Phoebe2022
@Icefalki bei mir dauert es auch sehr lange und ich vergebe viele (zu viele) Chancen ..... so richtig der große knall war bei mir nur 3 mal im Leben.... ansonsten wurden immer Kompromisse und Lösungen gefunden...

Aber bei meinem Mann ist es wirklich ein ganz anderes pflaster .....

Ich bekomm es nicht durchgezogen, da er kämpft und das teilweise mit unfairen Mitteln (zb emotionale erpressung).... als es letztens doch recht hart auf hart kam, wurde er auch laut und aggressiv! Nein, keine körperlichen Misshandlungen aber pulvert durch und durch und jammert....

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich habe weder Kraft noch den Willen weiter zu kämpfen, weil sich grundlegende Dinge sowieso nicht ändern werden...

Aber auch nur den Kampf: "Auszeit" schaffe ich nervlich nicht.....

x 1 #17

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Icefalki
Zitat von Phoebe2022:
Ich habe weder Kraft noch den Willen


Schau, das ist doch jetzt deine Erkenntnis. Im Moment kannst du weder vor noch zurück. Das ist doch ok so.

Es geht doch nur darum, dass man versteht, warum man so handelt, so reagiert, wie man es eben tut. Und du bist im Moment noch im Erstarrungsmodus. Da geht mal gar nix.

Dann heisst es, dass du das jetzt so mal annimmt und akzeptierst.

Deine Zeit zur Klarheit kommt eben noch. Seit ich weiss, dass ich immer wieder in Überforderungen auch so reagiere, weiss ich, da muss ich jetzt irgendwie durch.

Klar, leidet man, klar, will man das nicht, weiss aber auch, dass der Zeitpunkt zum Handeln im Moment einfach zuviel ist.

Die Zeit arbeitet dann für einen und eines Tages weiss man dann, jetzt ist der Zeitpunkt richtig, oder man muss gar nicht mehr handeln.

x 1 #18


Islandfan
Und wenn du dir erst mal eine kleine Auszeit gönnst, irgendwo ein oder zwei Wochen allein hinfährst und mal schaust, was du eigentlich willst.
Vielleicht machst du eine Liste. Vielleicht reicht es nicht mehr, dass du ihn liebst, denn irgendwas tobt da ja in dir, was dich unglücklich macht. Oder ist es die Angst vor einem Neuanfang? Wenn man so lange zusammen ist, dann ist vieles manchmal nur noch Gewohnheit.
Und vielleicht siehst du nach der kleinen Auszeit vieles auch nüchterner. Ich finde, das ist einen Versuch wert und wenn er dich liebt, dann gönnt er dir diese Auszeit.
Für mich hört sich das so an, dass er Angst hat, dass er die Kontrolle verliert, wenn du für dich und deine Bedürfnisse einstehst, daher auch das aggressive Verhalten.

x 1 #19


l80lAdMiN
Guten Abend zusammen,
Ich bin männlich und habe auch meine Liebe betrogen. Ich schäme mich so heftig und bereue alles von Herzen. Wär Interesse hat an meiner Geschichte kann sich gerne melden .

#20


A


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