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Der Schweregrad wird nach ICD-10 gemäß der Anzahl Symptome eingeteilt:
Leichte Depression: zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome
Mittelschwere Depression: zwei Hauptsymptome und drei bis vier Zusatzsymptome
Schwere Depression: drei Hauptsymptome und fünf oder mehr Zusatzsymptome
Die Hauptsymptome sind:
1.Gedrückte, depressive Stimmung: Die Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung oder bei einer schweren Depression dem „Gefühl der Gefühllosigkeit“ bzw. dem Gefühl anhaltender innerer Leere.
2.Interessensverlust und Freudlosigkeit: Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, das heißt, die Stimmung des Patienten ist durch Zuspruch nicht aufzuhellen
3.Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit: Ein weiteres typisches Symptom ist die Antriebshemmung. Bei einer schweren depressiven Episode können Betroffene in ihrem Antrieb so stark gehemmt sein, dass sie auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten können.
Die Zusatzsymptome sind:
1.verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
2.vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
3.Schuldgefühle und Gefühle von Minderwertigkeit
4.negative und pessimistische Zukunftsperspektiven: Charakteristisch sind übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen übertriebene Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der Hilflosigkeit oder tatsächliche Hilflosigkeit
5.Suizidgedanken oder -handlungen: Schwer Betroffene empfinden oft eine völlige Sinnlosigkeit ihres Lebens. Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität.
6.Schlafstörungen
7.verminderter Appetit
Ferner kann zusätzlich noch ein somatisches Syndrom vorliegen:
Interessenverlust oder Verlust der Freude
mangelnde Fähigkeit, emotional auf die Umwelt zu reagieren
frühmorgendliches Erwachen: Der Schlaf ist gestört in Form von vorzeitigem Erwachen, mindestens zwei Stunden vor der gewohnten Zeit. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stunden-Rhythmus. Die Störung des chronobiologischen Rhythmus ist ebenfalls ein charakteristisches Symptom.
Morgentief: Häufig geht es dem Kranken vormittags besonders schlecht. Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, das heißt, die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit: Die Hemmung von Bewegung und Initiative geht häufig mit innerer Unruhe einher, die körperlich als ein Leidgefühl wahrgenommen wird und sehr quälend sein kann (stumme Exzitation, lautlose Panik).
deutliche Appetitlosigkeit,
Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“),
Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust).
mehrere Wochen ..
27.07.2017 13:19 •
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