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Sonnenblume216

Sonnenblume216
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Hallo Leute!
Ich habe mal eine Frage. Ich habe jetzt seit 5 Wochen eine neue Arbeit. Am Anfang war alles super. Der Job ist in der Gastronomie und macht mir Spaß... aber ich komme im Moment mit dem vielen Kundenkontakt nicht klar. Immer wenn ich nach Feierabend nach Hause komme habe ich zu nichts mehr Lust. Keine Gute Laune, kein Reden, keine Kraft oder Motivation noch irgendetwas zu machen.
Kennt das zufällig noch jemand? Wie kann ich damit umgehen? Das ist doch kein Zustand. Ich hab das Gefühl ich "kämpfe" jedes Mal wenn ich auf Arbeit bin gegen meinen Charakter an. Ich gewinne zwar fast immer, aber es ist verdammt anstrengend. Ich weiß nicht ob das nochmal besser wird, ob das so bleibt oder wie es weiter geht.

Hoffe ich könnt mir dazu vielleicht was sagen.

03.08.2017 #1


46 Antworten ↓
B

Blumen
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Der Schweregrad wird nach ICD-10 gemäß der Anzahl Symptome eingeteilt:

Leichte Depression: zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome

Mittelschwere Depression: zwei Hauptsymptome und drei bis vier Zusatzsymptome

Schwere Depression: drei Hauptsymptome und fünf oder mehr Zusatzsymptome

Die Hauptsymptome sind:
1.Gedrückte, depressive Stimmung: Die Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung oder bei einer schweren Depression dem „Gefühl der Gefühllosigkeit“ bzw. dem Gefühl anhaltender innerer Leere.
2.Interessensverlust und Freudlosigkeit: Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, das heißt, die Stimmung des Patienten ist durch Zuspruch nicht aufzuhellen
3.Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit: Ein weiteres typisches Symptom ist die Antriebshemmung. Bei einer schweren depressiven Episode können Betroffene in ihrem Antrieb so stark gehemmt sein, dass sie auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten können.

Die Zusatzsymptome sind:
1.verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
2.vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
3.Schuldgefühle und Gefühle von Minderwertigkeit
4.negative und pessimistische Zukunftsperspektiven: Charakteristisch sind übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen übertriebene Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der Hilflosigkeit oder tatsächliche Hilflosigkeit
5.Suizidgedanken oder -handlungen: Schwer Betroffene empfinden oft eine völlige Sinnlosigkeit ihres Lebens. Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität.
6.Schlafstörungen
7.verminderter Appetit

Ferner kann zusätzlich noch ein somatisches Syndrom vorliegen:
Interessenverlust oder Verlust der Freude
mangelnde Fähigkeit, emotional auf die Umwelt zu reagieren
frühmorgendliches Erwachen: Der Schlaf ist gestört in Form von vorzeitigem Erwachen, mindestens zwei Stunden vor der gewohnten Zeit. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stunden-Rhythmus. Die Störung des chronobiologischen Rhythmus ist ebenfalls ein charakteristisches Symptom.
Morgentief: Häufig geht es dem Kranken vormittags besonders schlecht. Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, das heißt, die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit: Die Hemmung von Bewegung und Initiative geht häufig mit innerer Unruhe einher, die körperlich als ein Leidgefühl wahrgenommen wird und sehr quälend sein kann (stumme Exzitation, lautlose Panik).
deutliche Appetitlosigkeit,
Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“),
Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust).

mehrere Wochen ..

27.07.2017 13:19 • x 1 #32


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A


Zu viel Kundenkontakt auf Arbeit-keine Kraft mehr dazu

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Luna70

Luna70
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Ich kenne das mit dem Perfektionismus. Leider tun wir uns damit keinen Gefallen, sondern überfordern uns oft genug damit. Wenn ich dich richtig verstehe, würdest du ja grundsätzlich gerne bei diesem Unternehmen bleiben, nur würdest du lieber intern in einen anderen Job wechseln. Das ist doch schon mal ein Plan und wenn du das wirklich mit Energie verfolgst, schaffst du es bestimmt auch.

Du musst "nur" beweisen, dass dein Chef sich auf dich verlassen kann und dass du belastbar bist. Wenn du an deinem jetzigen Platz statt 100 % nur 80 % gibst (zum Beispiel), dafür aber durchhalten kannst, ist das besser als 100 % geben und immer wieder krankheitsbedingt ausfallen, weil du dich überlastet hast.

Klar, im Kundenkontakt muss man freundlich und höflich sein. Es gibt aber Kunden, die sind zufrieden wenn sie einfach nur professionell bedient werden, die legen gar keinen großen Wert auf ständiges Lächeln und besondere Freundlichkeit. Die beachten das Service-Personal gar nicht groß, solange es nicht negativ auffällt. Dort gibst du weniger Gas, das spart Energie. Bei denen, die erkennbar ein bisschen mehr betüttelt werden wollen, gibst du halt mehr an Freundlichkeit. Das sind aber ja nicht alle.

Wenn du kannst, ziehe ich zwischendrin mal kurz zurück zum Durchatmen, wo dich keiner beobachtet und tanke wieder Kraft.

25.07.2017 10:27 • x 1 #23


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Luna70
In der Gastronomie hast du nun mal Nonstop Kundenkontakt, zumindest im Service. In der Küche ist das anders, aber offenbar arbeitest du ja als Service-Kraft. Ich habe es dir ja schon mal geschrieben, du solltest dir grundsätzlich überlegen, wo dein beruflicher Weg hinführen soll. Wenn du gegen deinen Charakter ankämpfen musst, ist es ja wohl der falsche Job und etwas mit weniger Kundenkontakt wäre besser für dich.

Das scheint bei dir ein schmaler Grad zwischen Langeweile und Überforderung zu sein. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hast du die Ausbildung abgebrochen, weil es dir zu eintönig war.

Wäre es eine Option, dass du einen Teil der Arbeitszeit in der Küche verbringst und dort vorbereitende Sachen machst? Dafür gibt es in den Restaurant-Küchen doch oft neben den Köchen auch ungelernte Kräfte.

#2


Miral
Hallo Sonnenblume

Meiner Meinung nach ist es der Neubeginn. Anfangs steckt man ein vieles seiner Energie in die Arbeit. Es gibt noch keine Routinen, Du möchtest sicherlich einen guten und kompetenten Eindruck machen und nicht zuletzt gibt es ja auch eine Probezeit, die an den Nerven zerrt.
Wenn Du noch vielleicht zu den Menschen gehörst, die "von Natur aus" gerne viel geben, ist es sicherlich noch schwieriger kleine Energiereserven zu bilden.

Achte gut auf Dich, denn das macht sonst niemand Freunde .
Vielleicht mit kleinen Dingen, die Dir Freude bereiten. Ein Fußbad, ein gutes Buch, ein leckeres Essen, Musik, die Dir gut tut, ....

Vielleicht schaffst Du es auch nicht Dein ganzes Wesen in die Arbeit zu stecken. Sei professionell freundlich und gib 50% statt 100%. Damit habe ich die besten Erfahrungen bezüglich Energieeinsparung gemacht. habe eine Idee

x 1 #3


Sonnenblume216
Zitat von Luna70:
In der Gastronomie hast du nun mal Nonstop Kundenkontakt, zumindest im Service. In der Küche ist das anders, aber offenbar arbeitest du ja als Service-Kraft. Ich habe es dir ja schon mal geschrieben, du solltest dir grundsätzlich überlegen, wo dein beruflicher Weg hinführen soll. Wenn du gegen deinen Charakter ankämpfen musst, ist es ja wohl der falsche Job und etwas mit weniger Kundenkontakt wäre besser für dich.

Das scheint bei dir ein schmaler Grad zwischen Langeweile und Überforderung zu sein. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hast du die Ausbildung abgebrochen, weil es dir zu eintönig war.

Wäre es eine Option, dass du einen Teil der Arbeitszeit in der Küche verbringst und dort vorbereitende Sachen machst? Dafür gibt es in den Restaurant-Küchen doch oft neben den Köchen auch ungelernte Kräfte.


Da müsste ich dann mal mit meinem Chef drüber sprechen...
Ich hatte ja den perfekten Job...mein Aushilfsjob (den ich auch schon mal 2 Jahre Hauptberuflich gemacht habe), aber da will mich mein jetziger Vorgesetzter nicht fest anstellen aufgrund meiner Krankengeschichte von damals. Das sagt er zumindest. Ich glaube es ist etwas persönliches. Ich weiß allerdings nicht was. Er müsste eigentlich wissen das er sich auf mich verlassen kann. Ich mache diese Arbeit seit 2010 ( mit 2 Jahren Unterbrechung). Das wäre der perfekte Job für mich. Da ist zwar auch Kundenkontakt, aber nicht so viel und mir Unterbrechung...

#4


Sonnenblume216
Zitat von Miral:
Hallo Sonnenblume

Meiner Meinung nach ist es der Neubeginn. Anfangs steckt man ein vieles seiner Energie in die Arbeit. Es gibt noch keine Routinen, Du möchtest sicherlich einen guten und kompetenten Eindruck machen und nicht zuletzt gibt es ja auch eine Probezeit, die an den Nerven zerrt.
Wenn Du noch vielleicht zu den Menschen gehörst, die "von Natur aus" gerne viel geben, ist es sicherlich noch schwieriger kleine Energiereserven zu bilden.

Achte gut auf Dich, denn das macht sonst niemand Freunde .
Vielleicht mit kleinen Dingen, die Dir Freude bereiten. Ein Fußbad, ein gutes Buch, ein leckeres Essen, Musik, die Dir gut tut, ....

Vielleicht schaffst Du es auch nicht Dein ganzes Wesen in die Arbeit zu stecken. Sei professionell freundlich und gib 50% statt 100%. Damit habe ich die besten Erfahrungen bezüglich Energieeinsparung gemacht. habe eine Idee


Ja natürlich möchte ich einen guten Eindruck machen, zumal ich schon 4 Tage krank geschrieben war wegen meiner Nervenreizung an der Rippe. Mein Problem ist das ich jeden Tag mit einem praktisch nicht vorhandenen Selbstwertgefühl rumlaufe. Das macht es noch schwerer. Ich meine wenn ich nicht mal von mir überzeugt bin, wieso sollte es dann jemand anderes sein?

#5


Schlaflose
Zitat von Sonnenblume216:
Kennt das zufällig noch jemand?


Ja, das kenne ich sehr gut. Als Lehrerin habe ich mich 20 Jahre lang mit "Kundschaft" herumgequält. Seit 6 Jahre arbeite ich in einem Verwaltungsjob im Büro und habe kaum Publikumsverkehr. Mir geht es damit sehr gut.

Als Bedienung könnte ich niemals arbeiten, schon allein wegen dem Abkassieren.

x 1 #6


Luna70
Zitat von Sonnenblume216:
Ich hatte ja den perfekten Job...mein Aushilfsjob (den ich auch schon mal 2 Jahre Hauptberuflich gemacht habe), aber da will mich mein jetziger Vorgesetzter nicht fest anstellen aufgrund meiner Krankengeschichte von damals.


Ich kapiere es gerade nicht. Dieser perfekte Job, ist der beim selben Arbeitgeber, nur in einer anderen Position? Oder sind das zwei verschiedene Chefs in zwei verschiedenen Firmen? Und wenn er perfekt war, warum hast du dann aufgehört?

#7


Sonnenblume216
Zitat von Luna70:

Ich kapiere es gerade nicht. Dieser perfekte Job, ist der beim selben Arbeitgeber, nur in einer anderen Position? Oder sind das zwei verschiedene Chefs in zwei verschiedenen Firmen? Und wenn er perfekt war, warum hast du dann aufgehört?

Ja sorry das sollte ich mal näher erklären. Also ich arbeite jetzt in einer anderen Filiale. Aber mein jetziger Vorgesetzter war damals auch Mitarbeiter in der anderen Filiale, allerdings nicht als Chef. Ich musste damals aufhören aufgrund der Panikattacken und eines Burnouts.

#8


kleinerIgel
Zitat von Sonnenblume216:
Ich musste damals aufhören aufgrund der Panikattacken und eines Burnouts.
Weisst du durch was der Burnout ausgelöst wurde? Wenn die Arbeit auch daran beteiligt war, war es vielleicht doch nicht der ganz perfekte Job für dich!?

#9


Sonnenblume216
Zitat von kleiner Igel:
Weisst du durch was der Burnout ausgelöst wurde? Wenn die Arbeit auch daran beteiligt war, war es vielleicht doch nicht der ganz perfekte Job für dich!?


Nein der Job war nicht schuld. Ich wusste damals noch nicht das ich so viele Unverträglichkeiten (Weizen, Histamin, Laktose und Fructose) habe und konnte kaum noch was essen. Und außerdem hatte ich damals noch eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion...

#10


Sonnenblume216
Ich werde mal noch bis nächste Woche schauen wie es sich weiter verhält und wenn es nicht besser wird dann spreche ich mal mit meinem Chef was man machen kann oder ob ich auf 30 Stunden runter gehen kann.

#11


Sonnenblume216
Ich bin echt verzweifelt am überlegen was ich morgen mache. Ich müsste eigentlich arbeiten, aber meine Verfassung ist immer noch die selbe. Bin völlig fertig körperlich und habe Angst das es irgendwann wieder in einem Zusammenbruch endet wie vor 3 Jahren. Aber ich kann mich ja auch nicht einfach krank melden, bin ja erst seit 5 Wochen da und war schon mal 4 Tagen krank...
Was mache ich nur?!

#12


B
Also für mich ist ein job mit kundenkontakt nichts. Obwohl ich nur telefonischen Kundenkontakt habe muss ich sagen dass die Dummheit mancher Menschen grenzenlos ist. Der rest ist meistens beschämend unfreundlich.

#13


Sonnenblume216
Ich werde heute mal bewusst versuchen auf Arbeit nicht 100% oder mehr zu geben. Mal sehen ob mir das gelingt.

#14


B
bin gespannt wie es dir heute geht

#15


Sonnenblume216
Also bis jetzt fällt es mir nicht schwer keine 100% zu geben. Mir geht's nicht so gut heute. Bin schlecht drauf und laufe Rum wie Falschgeld. Am liebsten wäre ich zu Hause geblieben...

#16


B
und geht es dir jetzt dadurch besser oder kannst du das nicht feststellen weil die Grundstimmung schon nicht gut ist?

#17

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Sonnenblume216
Endlich zu Hause Mr. Green
Da geht es mir erstmal ein bisschen besser. Jetzt muss ich nicht mehr dauernd lächeln.

Zitat von Blumen:
und geht es dir jetzt dadurch besser oder kannst du das nicht feststellen weil die Grundstimmung schon nicht gut ist?


Also heute ging es mir dabei nicht besser. Wahrscheinlich wirklich wegen der Grundstimmung, aber selbst wenn es mir besser gehen würde würde ich mich dabei nicht besser sondern vermutlich eher schlechter fühlen. Da würde dann mein Perfektionismus wieder anklopfen und die innere Stimme sagen: Du bist aber schlecht das du heute so wenig machst oder sowas wie was sollen die anderen von dir denken? Die arbeiten schließlich auch so viel wie du und denen geht es gut dabei.
Ich weiß das ich mich nicht mit anderen vergleichen soll, aber das ist leider gar nicht so leicht umzusetzen.

#18


Sonnenblume216
So und jetzt geht es mir wieder schlechter. Könnte einfach nur heulen gerade. seufzen weinen
Das macht Alles keinen Spaß, man kommt zu Nichts. Alles bleibt liegen und ich habe auch keine Zeit für mich. Und dann ist diese Woche auch noch die Tochter meines Freundes da das heißt keine Ruhe nach der Arbeit.

#19


B
Hast du denn Zuhause auch den Perfektionismus? beim Putzen und so

#20


A


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