Wow ganz schön viele Antworten ^^
Eigentlich habe ich vor allem früher nie mit Politik beschäftigt und gucke auch sehr selten Nachrichten, was auch vielleicht aufgrund meines Alters liegt, aber in den letzten zwei Jahren ist es doch mehr geworden und leider kann ich mich auch nicht wirklich richtig dazu äußern, weil ich wie gesagt nicht viel Ahnung von der Thematik habe und ich mich vorsichtig versuche zu äußern. Obwohl...ich habe ja den Thread eröffnet

Seit Donnerstag beschäftige ich mich auch wieder mehr mit Terroranschlägen, auch die von früher, mit den ganzen Kriegen etc. Ich habe auch ziemlich dolle Angst wie es in Zukunft weitergehen soll. Ich lebe zwar nicht lange, deswegen kann ich mich auch nicht zu 100 % äußern, wie es vor der ganzen Flüchtlingsthematik etc. war und ich die Welt davor zumindest als immer sicher empfunden habe. Wieso sollte ich mich auch im kindesalter damit beschäftigen, was für grausame Taten es auf der Welt gibt, wo ich hier doch in Deutschland lebe und sowas nie passieren wird, das klang auch damals für mich sowas wie Science Fiction mäßig, aber auch ich bin ja ein bisschen älter geworden und doch so einige Sachen haben sich doch schon für mich verändert bzw. ich spüre es mehr, da ich ja zumindest auf dem Papier jetzt erwachsen bin und mehr "Freiheit" genießen kann.
Ich muss gestehen, dass ich mich auch nicht sonderlich wohl fühle, wenn eine Gruppe junger afrikanischer Männer auf mich zukommen, mir hinterherschauen und mir hinterherpfeifen oder mich mit "hübsches Mädchen/Frau" ansprechen. In der Silvesternacht 2015/16 und Silvester 16/17 hatte ich mich nicht wohlgefühlt und es hat sich unsicher angefühlt, obwohl ich jetzt auch nicht in so einer Riesenstadt wie Berlin oder Hamburg lebe, aber auch da wurden wir (meine Freundinnen und ich) von so einer Gruppe belästigt. Sie uns hinterher gegangen und einer hat sogar einen Knallkörper zu uns geworfen. Soll es wirklich so weitergehen? Am liebsten möchte ich dieses Jahr Silvester nicht in der Stadt verbringen, sondern Zuhause wie früher mit meiner Familie, aber ich habe keine Lust mich so einschränken zu lassen, vor allem weil ich so jung bin und meine ersten Silvester, das ich alleine mit Freunden, ohne Eltern oder anderen Angehörigen, verbringen konnte, so anfingen.
Mir geht auch sowas sehr nah mit den ganzen Anschlägen und Kriegen. Überall Verlust, Familien werden auseinandergerissen. Warum ticken manche so schlimm im Kopf? Wenn ich mal lese, dass der und der Terrorist selber eine Familie und kinder hat, da finde ich gerade keinen Kommentar dazu... ich kann mich auch noch erinnern, als ich im Juni in St. Peterburg war, da war ja auch im April ein Anschlag, war während eines Ausflugs ein Knall zuhören und da dachte ich auch "das wars jetzt". Ich war echt bereit wegzurennen.
Ok das widerspricht jetzt meinen einen Satz, dass ich mich nicht einschränken lassen möchte, aber trotzdem denke ich mir, dass ich am liebsten nicht in andere Großstädte reisen möchte, weil zumindest die Medien einen das Gefühl geben, dass alle paar Minuten hier ein Anschlag passieren, aber man kann es doch nicht verleugnen oder? Die Anschläge häufen sich doch immer mehr, fernab von den Medien, die alles thematisieren. Statistiken beruhigen mich persönlich nicht wirklich. Klar, kann man sagen, die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Anschlages beträgt (jetzt irgendeine Zahl genommen) 0,0001 %, aber so fühlt es sich gar nicht an! Es fühlt sich für mich immer so an, als ob die Wahrscheinlichkeit ca. 70% beträge. Mir ist irgendwie aufgefallen, dass wenn ein großer Anschlag passiert, in den Tagen danach mehrere kleinere passieren. Wie jetzt z.B. in Barcelona und paar Tage danach fährt schon wieder einer mit Auto irgendwo rein, wo es dann vielleicht "nur" einen Toten gibt, obwohl ein Toter ja auch schon zu viel ist. Klar, jetzt in Marseille kann man noch sagen, ob dieser Vorfall einen terroristischen Hintergrund hat, aber mein Gefühl sagt mir, dass es das genau ist.
Irgendwie merke ich schon wie sehr mich das alles beeinflusst und es ist schwer sich damit anzufreunden und ich kann naürlich auch nicht sagen, ob ich hier in Zukunft leben werde, ich denke, das wird sich auch in den nächsten 10 Jahren entscheiden, man weiß es nicht...
So genug geschrieben, ich hoffe es ist verständlich war ich geschrieben habe. Man merkt halt, dass ich noch nicht so lange lebe und ich nicht beurteilen kann wie es davor war als Erwachsener hier zu leben, denke ich.