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... als die guten.

Nach letzter Nacht mit wahnsinniger Panik, welche mal wieder in einem Klinikbesuch endete frage ich mich, warum uns die schlechten Tage mehr beeinflussen, als die guten. Warum bin ich nicht in der Lage auf die Tage zurückzublicken, an denen so vieles super geklappt hat.

Meine Therapeutin hat mir zur Aufgabe gegeben, ein Büchlein zu führen, in welches ich jeden Tag mindestens 3 positive Dinge schreiben, die mir am Tag passiert sind. Diese soll ich mir durchlesen, wenn es mir mal wieder schlecht geht. Dann passieren solche Nächte wie gestern und ich denke kein bischen daran, dass es in anderen Nächten auch ohne Arzt geklappt hat, dass nichts war und es irgendwann vorbei ging.

Man hat einmal in irgend einer Situation ne PA und schon beim nächsten mal denkt man nur noch an diese. Ich fahre 7 Tage die Woche Auto, 6 Tage klappt es super, der 7. ist sch... und ich denke nur noch an diesen Tag.

Das macht mich so traurig und ich weis gar nicht. Schafft Ihr es während der Angst an die positiven Erlebnisse zu denken und hilft euch das?

LG Suse

29.01.2014 13:41 • 29.01.2014 #1


13 Antworten ↓


Tja da schlaegt uns unser Hirn ein Schnippchen das sind halt Urinstinkte

meide die Gefahr nur das wir halt Dinge als Gefahr ansehen die es vorher nicht waren
ausgeloest durch Traumen Stress usw....
Es ist immer wieder ein harter Kampf aber solang die guten Tage mehr werden ist doch gut.

29.01.2014 13:56 • #2



Warum beeinflussen uns die schlechten Tage mehr

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Zitat von suse74:
... als die guten.

Nach letzter Nacht mit wahnsinniger Panik, welche mal wieder in einem Klinikbesuch endete frage ich mich, warum uns die schlechten Tage mehr beeinflussen, als die guten. Warum bin ich nicht in der Lage auf die Tage zurückzublicken, an denen so vieles super geklappt hat.


Weil du es dir so angewöhnt hast. Und weil wir Menschen im Allgemeinen dazu neigen, dass Schlechte überzubewerten.
Das ist aber wirklich etwas, dass wir langfristig ändern können. Den Rat deiner Psychologin finde ich super!
Meistens finden wir auch an schlechten Tagen mehr als drei positive Dinge, sind nur nicht in der Lage, sie in Relation zu dem Schlechten zu setzen, deshalb müssen wir sie uns bewusst machen. Das schärft langfristig den Blick für das Gute und das Schöne, das uns jeden Tag passiert! Und wichtig ist es auch, uns selbst gut zu tun um einen bewussten Gegensatz zu schaffen, zu den vielen Dingen, die uns nerven, wir aber nicht ändern können.

Das ist ein Prozess, eine Reise. Von heute auf morgen klappt das nicht, aber das Ziel lohnt sich!

29.01.2014 14:06 • #3


Und als erstes fuer diesen Tag an positivem
das AJ psychic hier heute mit so vielen liebevollen aufmunterten Ratschlaegen zuf Seite steht
dafuer herzlichen Dank.

Und als zweites ein schoenes nettes Telefonat.....

und als drittes mal seh was der Tag noch bringt...

29.01.2014 14:18 • x 1 #4


Zitat von cooky45:
Und als erstes fuer diesen Tag an positivem
das AJ psychic hier heute mit so vielen liebevollen aufmunterten Ratschlaegen zuf Seite steht
dafuer herzlichen Dank.

Und als zweites ein schoenes nettes Telefonat.....

und als drittes mal seh was der Tag noch bringt...



Danke! Das ist ja lieb!
Ist doch ein geben und ein nehmen. Ich wurde auch schon mit sehr guten Ratschlägen versorgt und aufgemuntert!

29.01.2014 14:39 • #5


Ich glaub, so ist der Mensch gestrickt....
die Idee mit dem "Tagebuch", täglich 3 Dinge aufschreiben, die positiv waren, die finde ich klasse !

Mein Teamcoach hat mir das auch empfohlen... und es ging mir wesentlich besser, als ich es gemacht hab.... (wobei mir nun gerade einfällt, wieso fang ich nich wieder an ?! ).

Der innere Schweinehund ist der, der uns oft immer wieder rumkriegt. Positiv zu bleiben ist schwierig, aber machbar !
Bleib am Ball !

LG,

Dani

29.01.2014 14:43 • #6


Genau das fällt mir im Moment sehr schwer, das Gute zu sehen, obwohl es mir schlecht geht. Die Ärztin erklärte mir gestern sehr ausführlich, dass meine Atembeschwerden muskuläre Ursachen haben und nun sitze ich hier, kann schlecht Ateme und denke darüber nach, wass gleich alles passieren könnte. Meine Tochter ist nach der Schule zu mir gekommen und ich muss sie gleich in den Reitstall fahren. Statt mich zu freuen, dass sie hier ist und dass wir gleich was gemeinsam unternehmen sorge ich mich, ob ich dass schaffe oder ob ich vorher oder unterwegs noch zusammen breche und sie dann mit der Situation allein ist.

Warum können diese sch.. Schmerzen und die Atemnot nicht einfach verschwinden. Habe jetzt schon die Schmerzmittel genommen, die ich in der Klinik bekommen habe, aber alles bleibt wie es ist. Ich will das nicht, habe mein Büchlein schon mehrfach gelesen (ist noch nicht sehr voll, da ich erst seit 2 Wochen führe), aber es bringt nichts. Der Kopf will mir nur Böses....

Morgen habe ich wieder Therapiesitzung, hoffe dass ich dann wieder etwas Zuversicht bekomme. Bis dahin muss ich euch nerven

LG Suse

29.01.2014 14:53 • #7


Suse, die Zuversicht kommt aus dir und die ist da. Du hast sie nur verbuddelt.

Verbiete dir das Katastrophisieren. Denk an weiche Pferdenasen, die so lustig in die Winterluft pusten und freu dich auf den kühlen Wind, der dir um die Ohren weht.

Und gegen deine Schmerzen... Entspannung ist das Zauberwort.
Du schaffst das!

29.01.2014 15:33 • #8


Hallo AJ,
sehr süßer Gedanke, die Pferdenase. Pferdenasen sind toll und Pferde lieben es, daran gegrault zu werden. Morgen darf ich wieder zu meiner Pferdenase...

Die Schmerzen sind schon blöd und haben mir den ganzen Mist eingebrockt. Ich habe ja letzte Woche wieder mit dem Reha-Sport angefangen. Gestern hatte ich wieder Gymnastikkurs. Die Trainerin ist super, die fordert richtig. Wir haben 45 Minuten lang Übungen mit dem Terraband gemacht. Besonders auch übungen für den oberen Rücken und Schultergürtel, genau da wo mein Problem liegt und die Muskeln wachsen müssen. Aber ich glaube, da habe ich mich etwas übernommen und deshalb waren die Schmerzen dann Nachts so schlimm. Neu war ebend, dass sie auch rechts aufgetreten sind, obwohl ich bisher nur links die Probleme hatte. Trainiert wurde natürlich der gesamte Oberkörper und dann an die andere Seite auch gemuckt.

Nehme auf Anraten der Physiotherapeuten jetzt Magnesium. Sie sagt, dass das gut gegen Muskelschmerzen ist und mir auf dauer helfen könnte. Muss halt jetzt dran bleiben, auch wenn ich wahrscheinlich jedes mal vor dem Sport Angst vor den Schmerzen danach habe. So ist das ebend, wenn man jahrelang seinen Körper vernachlässigt.

Gestern Abend habe ich noch autogenes Training gemacht und bin dann auch gegen 10 entspannt ins Bett. Als ich dann wach geworden bin, war das Level schon so hoch, dass ich mich nicht mehr auf das autogene Training oder eine andere Entspannung konzentrieren konnte. Ich muss irgend etwas finden, was mich erstmal aus der schlimmsten Panik runter bringt, damit ich dann Entspannung machen kann.

LG Suse

29.01.2014 15:45 • #9


Klingt blöd, aber aus der schlimmsten Panik hat mir oft singen gut herausgeholfen. Irgendwas, was mir so durch den Kopf ging. Während des Singens verändert sich der Atem und das hilft sehr gut gegen die schlimmste Panik.

Und ja, der Sport ist gut! Toll, dass du das machst! Bleib dran, auch wenn dir zu Anfang alles weh tut. Sei streng mit dir. Das hilft. Mir hat es zu Anfang an den verrücktesten Stelle wehgetan, aber das gibt sich mit Magnesium und dem kontinuierlichen Muskelaufbau.

Ich bin mit Pferden aufgewachsen, bin aber schon ewig nicht mehr geritten. Allerdings habe ich um die Ecke einen Reiterhof, an dem ich oft vorbei laufe, wenn ich mit dem Hund gehe. Ich mag es, wenn die Pferdenasen mir in die Hand pusten. Das heitert mich augenblicklich auf.

29.01.2014 15:52 • #10


Hallo AJ,
ich habe erst vor 4 Jahren mit dem Reiten angefangen. Aber es gibt mir so viel Ruhe. Schon allein das Putzen/Misten vor der Reitstunde holt mich runter. Manchmal habe ich vorher wirklich Panik, auch wegen dem Weg zum Hof. Das Pferd, das ich reite ist ein wenig zickig. Aber wir reden dann miteinander, kuscheln, sie bekommt eine ordentliche Fellpflege von mir und wir werden beide ruhiger. Beim Reiten bin ich auch eher von der vorsichtigen Sorte. Mir liegt die "Kleinarbeit" mehr als das wilde Galoppieren. Ich freue mich immer über erfolge, wenn ich das Pferd richtig stellen kann und sie dann loslässt und gut mitarbeitet. Wenn man gelernt hat, dass kleine Hilfen ankommen und funktionieren ist das für mich das Größte. Ach ja, morgen wieder.

Danke für deine aufbauenden Wort. Weis gar nicht, wie du das immer machst.

LG Suse

29.01.2014 15:58 • #11


Ja, das hast du schön beschrieben, es geht beim Reiten wirklich nicht ums galoppieren. Mir auch nicht. Und so eine Beziehung zu einem Tier, ist etwas schönes, auch frei von einem Erwartungsdruck, der sich mit Menschen oft aufbaut.
Vielleicht würde dir ein Haustier gut tun? Eine kuschelige Katze, die deine Panik wegschnurrt oder ein Hund, so wie meiner, der dir in den schlimmsten Augenblicken einen angesabberten Kauknochen vor die Füße trägt und erwartungsvoll wedelt?
Das ist ein schöner Ansporn, eine tolle Aufmunterung und vor allem auch viel Ablenkung.

Ich habe selbst durch, was du beschreibst. Nächte in Notaufnahmen, sogar Angst vor meinem Wasserhahn hatte ich eine Weile lang. Ich erkenn mich in so vielem wieder und denke, du gehst den Weg, den ich auch gegangen bin. Vielleicht muntert das ja schon auf.

29.01.2014 16:04 • #12


Es ist immer schön von jemanden zu höhren, der es geschafft hat.

Über ein Haustier habe ich auch schon nachgedacht, aber nicht das richtige gefundne. Hund geht nicht, da der dann mindestens 8 Stunden allein sein muss und das möchte ich ich nicht.

Katze geht nicht, da meine Tochter allergisch ist.

Eigenes Pferd fänd ich toll, meine Tochter auch, aber dafür reicht das Geld nicht.

Möchte auch momentan noch nicht die Veranwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen. Muss ja erstmal mit mir selbst klarkommen.

Mein Papa hatte immer ein Aquarium. Das fand ich toll. Schon als Kind saß ich da davor und konnte die Fische stundenlang beobachten. Aber mehr kann man mit denen auch nicht machen. Vieleicht schaffe ich mir in Zukunft auch mal eins an.

LG Suse

29.01.2014 16:11 • #13


Finde die Worte von AJpsychic sehr ermutigend und überhaupt, was dir deine Therapeutin aufgegeben hat ist sehr sinnvoll. Das mache ich auch schon seit längerer Zeit, was ich mir vornehme und arbeite das ab und welche positiven Erlebnisse ich täglich habe, aufzuschreiben.

Außerdem geben mir meine Kinder weiterhin viel Kraft im täglichen Leben das Positive zu sehen und noch viles mehr, auch wenn es mir nicht immer so gut ging/geht.

Liebe Grüße

29.01.2014 16:22 • #14



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