Zitat von Icefalki:Eines darf man dabei nicht vergessen, bei seinen Ängsten hatte er bisher immer ein Publikum, das zugehört hat. Und bekam dadurch die volle Aufmerksamkeit und Zuwendung. Interessant ist ja auch, seine Krankheitsängste haben ihn trotzdem beruflich funktionieren lassen.
Ja, aber dieses Publikum war jetzt auch zunehmend genervt. Erst vorhin hat sein Physio zu mir gesagt, das er bei ihm nicht mehr jammern darf.
Und das berufliche hat die letzte Zeit auch arg gewackelt, weil er statt seine Arbeit zu machen rumgerannt ist um sich zu kontrollieren oder den anderen die Ohren vollzujammern. Und sein Gegenmeister hatte auch schon die Nase voll, weil ihm immer mehr Arbeit aufgebrummt wurde.
Hat mir gestern unser Freund erzählt.
Am Dienstag hat er dann mal zu ihm gesagt, jetzt ist Schluss, geh das Lager aufräumen, was der Chef schon länger verlangt. Und seiner eigenen Aussage nach hat ihm das gut getan.
Er hatte nur Angst seine Augen würden ihn im Stich lassen, wenn er die Regalbeschriftung nicht mehr lesen kann.
Zitat von Icefalki:Mich wundert nur, dass ein Therapeut hier nicht schon lange eingegriffen hat. Die Hintergrundsproblematik ist diese Vorstellung, nein, die Überzeugung, krank -kümmern, wahrgenommen werden, Gefühl, ich bin wichtig, ich werde geliebt. Hier liegt meiner Meinung der Knackpunkt.
Das habe ich vorhin auch zu meinem Mann gesagt.
Warum hat er dann nicht konsequent durchgegriffen?
Er hatte ja heute Nachmittag seinen Termin beim Psychologen und hat gesagt, so geht es nicht weiter, er braucht eine konstante Therapie alle 2 Wochen reicht ihm nicht mehr, er will stationär aufgenommen werden.
Die Antwort vom Psychologen:
Er merkt seit
einem Jahr, das mein Mann sich konsequent gegen seine Hausaufgaben und Mitarbeit sträubt und er hatte das Gefühl das seit er diesen Symptome Katalog erstellen sollte, er ihm irgendwie beweisen wolle, und es ist doch organisch.
Er hat ihm aber eine Klinik vorgeschlagen, bei der er sich melden und sich ansehen soll ob sie ihm zusagt. Das sollte er bis zum nächsten Termin bei ihm am 23.06. hinkriegen. Und dann wird er das für ihn in Wege leiten, das er dort aufgenommen wird.
Mein Mann möchte morgen eine E-Mail an diese Klinik schreiben, mit der Bitte um einen Termin, er möchte den Therapeuten und mich dabei und CC nehmen.
Der Psychologe meinte anscheinend noch, ich soll aber keine Wunder erwarten, die Hauptarbeit würde weiterhin bei meinem Mann liegen.
Als ob mir das nicht bewusst wäre...
Und ich soll nicht meinen mich als CO Therapeutin aufzuspielen. Das war die letzten Jahre vielleicht so, aber die letzte Zeit habe ich auch durch euch doch wirklich gelernt, mich abzugrenzen, oder nicht?
Schade, das ich nicht dabei war
Ich möchte jetzt bitte nicht hören, so wird das nie was.
Mein Mann muss jetzt beweisen, das er das wirklich durchziehen will und es nicht leere Versprechungen sind.
Aber Wunder geschehen nun mal nicht von heute auf morgen.
Er beteuert, das er das wirklich möchte und nicht nur, weil er von uns den Druck hat, sondern weil er selbst nicht mehr so weiter machen möchte.
Er hätte gestern vor sich selbst Angst bekommen.
Ach und nächste Woche hat er dann seinen Termin beim neuen Hausarzt, weil dieser die restliche Woche auf Lehrgang ist.