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Hi!

Ich bin seit einigen Wochen in Therapie, aber mit jeder Sitzung wird meine Therapeutin mir unsympatischer.
Zum Anfang der Therapie verlangte sie eine vollständigen Gesundheitscheck, mit Ekg, Blutabnahme, Urinprobe, Ultraschall Nieren, Schildrüse etc.
Habe aber gehört, dass das verlangt wird, um körperliche Ursachen auszuschließen. Ist da was dran?
Mein Hausarzt meinte dann, das sei völliger Blödsinn, nahm mir Blut ab und meinte, das reichte.
Sie machte sich dann nicht einmal die Mühe, sich die Ergebnisse durchzulesen, drückte mir den Zettel mit den unfreundlichen Worten: Meiner Meinung nach genügt das nicht!, wieder in die Hand.
Sie hat so eine aufgesetzte, freundliche Art, aber manchmal fällt die Maske und lässt etwas erkennen, das mir so gar nicht gefällt.
Ich weiß nicht einmal, ob ich mir das nur einbilde oder ob es tatsächlich so ist. Auf jeden Fall fühle ich mich von Mal zu Mal unwohler.
Inzwischen habe ich schon Alpträume von ihr und nach jeder Sitzung geht es mir erst einmal total dreckig.
Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass sie bei mir im Trüben fischt, manchmal wirkt sie etwas ratlos und die Gespräche drehen sich teilweise im Kreis und außerdem Zweifel an ihrer Kompetenz.
In meiner Kindheit habe ich zu gleichen Teilen Gewalt durch meine Eltern erlebt, die Demütigungen von Seiten meiner Mutter jedoch immer als schlimmer empfunden, mein Vater war zwar nicht ohne, aber meine Mutter war eine wirkliche Furie.

Kann meine Abneigung gegen diese Frau daran liegen, dass Frauen mir sehr geschadet haben? Wechseln kann ich momentan nicht, da kein Therapeut freie Termine hat. Erst in einem halben Jahr oder Jahr...


Lg Sally

30.05.2011 16:48 • 04.06.2011 #1


4 Antworten ↓


ich würde auf die eigene Wahrnehmung vertrauen und weniger darüber einen Kopf machen, ob die Kritik an ihr in der Kindheit zu suchen ist.

Nehme an, sie ist Psychologin? Körperliche Ursachen auszuschließen ist sicherlich angemessen, aber kann sie die Ergebnisse der Befunde als Psychologin fachlich medizinisch interpretieren?

Vielleicht hätte sie ja lieber Medizin studiert? Vielleicht fühlt sie sich den Medizinern gegenüber benachteiligt? All das ist möglich und dann ihr Problem.

Rede doch mal mit deinem Hausarzt darüber.

30.05.2011 17:54 • #2



Therapeutin ist mir unsympatisch und ich weiß nicht wieso.

x 3


Nayla
Du musst mit ihr klar kommen, mit ihr arbeiten können. Wenn das nicht geht, musst du dir wohl oder übel eine Andere suchen. Du sollst dich bei ihr wohl fühlen.

30.05.2011 22:43 • #3


Hallo,
also zum Glück muss ich jetzt mal sagen bin ich Ergotherapeutin und in meinem Beruf arbeiten wir auch mit Ärzten und Psychologen zusammen. Kein Psychologe oder Therapeut hat jemals ein Krankheitsbefund verlangt. Wenn das so ist das evtl. Körperliche gegebenheiten eine Rolle spielen doch es ist wirklich in den seltesten Fällen der Fall.

Höre auf deine Innere Stimme, sie täuscht dich nicht. Ein Therapeut muss mir persönlich schon sympatisch sein oder mit mir auf einer Wellenlänge liegen, denn ich erzähle diesem ja sehr private Dinge. da sollte das schon Stimmig sein.
Von daher mein rat wenn möglich den Therapeuten wechseln, passiert in der Ergotherapie ggf. auch. Das patient und Therapeut auf keinen gemeinsamen nenner kommen das ist kein Problem.
Viel glück und alles gute.
Serenity

04.06.2011 21:29 • #4


Christina
Zitat von Sally89:
Zum Anfang der Therapie verlangte sie eine vollständigen Gesundheitscheck, mit Ekg, Blutabnahme, Urinprobe, Ultraschall Nieren, Schildrüse etc.
Habe aber gehört, dass das verlangt wird, um körperliche Ursachen auszuschließen. Ist da was dran?
Mein Hausarzt meinte dann, das sei völliger Blödsinn, nahm mir Blut ab und meinte, das reichte.
Sie machte sich dann nicht einmal die Mühe, sich die Ergebnisse durchzulesen, drückte mir den Zettel mit den unfreundlichen Worten: Meiner Meinung nach genügt das nicht!, wieder in die Hand.
Das finde ich korrekt von ihr und schade, dass ein gründlicher Gesundheitscheck zu Beginn vieler Therapien zur bloßen Formsache verkommt, bei der man sich mit einem Blutbild zufrieden gibt. Zum Ausschluss von Schilddrüsenerkrankungen (die die ganze Palette psychischer Symptome auslösen können) reicht das nämlich schon mal nicht und es gibt noch ein paar gesundheitliche Probleme, die mit psychischen Symptomen einhergehen und aus dem Blutbild nicht ersichtlich sind. Es spricht m.E. für ihre Kompetenz, nicht automatisch alles bei der Psyche zu vermuten und dich zwecks organischer Untersuchung zum Arzt zu schicken. Dass der dann seinen Job nicht macht, ist was anderes...

Aber davon ab: Vertrau' deiner Wahrnehmung. Wenn die Chemie nicht stimmt, sind die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie nicht groß - ganz egal, was die Ursachen deiner Abneigung sind.

Liebe Grüße
Christina

04.06.2011 22:09 • #5




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