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Hey,

ich habe gerade einen Mega-Streit mit meinem Freund... Folgendes ist passiert:

Für nächstes Wochenende ist ein Besuch bei der Mutter von meinem Freund geplant (von Freitag bis Sonntag). Diese Besuche sind immer sehr anstrengend für mich, weil die Mutter eine hyperaktive, überfürsorgliche Person ist. Zudem kommt hinzu, dass ich mich in Umgebungen, die nicht mein Zuhause sind, sehr unwohl fühle. Selbst bei dem Gedanken an den bevor stehenden Aufenthalt wird mir schon anders. Kurzum ich bin dann dauergestresst, was ich mir aber versuche nicht anmerken zu lassen, also eine sehr angespannte Situation.
Heute rief seine Mutter an. Ich habe den Raum verlassen, weil mich die Gespräche nicht interessieren. Nach einer Stunde bin ich zurück zu meinem Freund, der immer noch mit seiner Mutter telefonierte. Ich war schon leicht gereizt deswegen, weil wir eigentlich schon lange essen wollten, außerdem blockierte er das Wohnzimmer, weil er dort telefoniert hat und ich dann nebenbei nicht Fernseh gucken kann.
Als er mich dann ansprach - seine Mutter war noch am Telefon - und den Satz begann mit Wegen nächstem Wochenende fragt Mama..., verdrehte ich genervt die Augen. Das führte dazu, dass mein Freund augenblicklich explodierte und mir allerlei Kram an den Kopf warf. Unter anderem, dass ich doch Zuhause bleiben soll und er eh keinen Bock auf mein Gejammer hat und so weiter. Als er dann das Gespräch mit seiner Mutter beendet hat, habe mich sofort entschuldigt und gesagt, dass es mir Leid tut. Auf die Frage Was dieses genervte Getue sollte? wusste ich keine Antwort, die nicht wie eine Ausrede geklungen hätte. Deswegen habe ich nur gesagt, dass falsch von mir war und wiederholt, dass es mir Leid tut. Er hat dann nur noch erwidert Das hoffe ich auch. Lass mich heute Abend in Ruhe.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht wie ich mich verhalten soll. Ich muss dazu sagen, dass ich eh schlecht mit Gefühlen umgehen kann und schnell überfordert bin, wenn Situationen emotional werden. Auch dieses Warten, was jetzt passiert... Er hat ja gesagt, ich soll ihn heute Abend in Ruhe lassen. Weiß einfach nicht, was ich machen soll... Warum habe ich das nur gemacht? So ne dumme Sache... Danke fürs Lesen.

30.11.2014 20:40 • 09.12.2014 #1


28 Antworten ↓


Wohnt ihr denn dann bei der Mutter? Das stelle ich mir auch absolut schrecklich vor.
Ich würde vielleicht einen Kompromiss vorschlagen. Ihr wohnt für die zwei Nächte (falls es finanziell möglich ist) in einem Hotel. Dann habt ihr einen Rückzugsort. Ich verstehe, dass dein Freund seine Mutter sehen will, aber vielleicht kannst du dich ja auch mal ausklinken und einen Ausflug alleine machen.
Du solltest auf jeden Fall immer an erster Stelle für deinen Freund kommen. Er sollte auf deine Sorgen und Bedürfnisse eingehen.

30.11.2014 20:46 • #2



Streit mit Partner wegen "Augen verdrehen"

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Ja wir wohnen dann auch bei ihr. Seine Mutter hat ein großes Haus mit Gästezimmer. Sie wäre sicherlich sehr beleidigt, wenn wir nicht dort übernachten...
Wir fahren so drei bis vier Mal im Jahr dort hin. Etwa 2 Stunden Fahrt sind es dahin.
Für mich ist das jedes Mal der Horror, weshalb er hin und wieder auch alleine fährt. Habe ihm schonmal versucht zu klären, wie es mir damit geht. Aber wirklich verstehen kann er es nicht.

Ich kann verstehen, dass ihn mein Augenverdrehen gekränkt hat, aber irgendwie bin ich auch ein bisschen geknickt, weil er überhaupt nicht auf mich eingeht... Ich soll wieder total zurück stecken und mich da durch quälen. Weiß aber nicht wie ich ihm das verständlich machen kann.

30.11.2014 20:55 • #3


hallo Morticia,

ich kann dich auch gut verstehen und finde deine Reaktion mit dem Augen verdrehen auch nicht so schlimm.
Du warst halt auch schon generft weil dein Freund so lange telefonierte.
Du hast dich dafür entschuldigt und das war gut so.
Ich finde den Umgangston von deinem Freund aber schon etwas merkwürdig.
Er ist jetzt, meiner Meinung nach, am Zug und sollte auf dich zu kommen.
Lass ihn einfach mal zappeln.

30.11.2014 21:07 • #4


Zitat:
ich kann dich auch gut verstehen und finde deine Reaktion mit dem Augen verdrehen auch nicht so schlimm.
Du warst halt auch schon generft weil dein Freund so lange telefonierte.
Du hast dich dafür entschuldigt und das war gut so.
Ich finde den Umgangston von deinem Freund aber schon etwas merkwürdig.
Er ist jetzt, meiner Meinung nach, am Zug und sollte auf dich zu kommen.
Lass ihn einfach mal zappeln.




Voll und ganz richtig, du hast durch die Entschuldigung deinen Beitrag geleistet, obwohl ein Augenrollen meiner Meinung nach keine Entschuldigung bedarf, dein freund ist wohl sehr überempfindlich, was seine Mutter betrifft.

Den nächsten Schritt sollte dein Freund machen, zieh dich einfach inzwischen zurück...., gib ihm aber nicht den Anschein, dass du ihm nachläufst.

LG

Gerd

30.11.2014 21:12 • #5


Danke euch beiden.

Es beruhigt mich etwas, dass ihr das Augen verdrehen als nicht so schlimm empfindet. Aufgrund der Reaktion meines Freundes hat es sich wie ein riesiger Fehler angefühlt...
Ich werde jetzt abwarten und gucken, was als nächstes passiert...

30.11.2014 21:18 • #6


Zitat von Morticia:
Als er mich dann ansprach - seine Mutter war noch am Telefon - und den Satz begann mit Wegen nächstem Wochenende fragt Mama..., verdrehte ich genervt die Augen. Das führte dazu, dass mein Freund augenblicklich explodierte und mir allerlei Kram an den Kopf warf. Unter anderem, dass ich doch Zuhause bleiben soll und er eh keinen Bock auf mein Gejammer hat und so weiter.

Also das finde ich schon ein starkes Stück und ich finde ein banales Augen verdrehen rechtfertigt jetzt auch nicht diese Reaktion. Hätte mein Freund so reagiert, hätte ich gesagt, gut ich komme nicht mit. Und er wüsste ganz genau, dass ich dann tatsächlich nicht mitgehen würde. Ich bin in manchen Dingen unfassbar stur, aber nur so kann man manchmal Grenzen aufzeigen Ich persönlich finde, dass durch diese Aussagen deine Ängste und Bedürfnisse nicht für voll genommen werden und das kann es nicht sein. Ich selbst weiß, wie es ist einen Mamasuckel zu haben. Ist jetzt wirklich nicht negativ gemeint der Ausdruck, aber ich empfinde das als sehr anstrengend und da wird vieles gleich furchtbar emotional

01.12.2014 15:03 • #7


Hi Morticia,

ich war bei der Situation nicht dabei, aber wenn es so ablief, wie du es beschreibst, dann hat dein Freund schlicht überreagiert. Finde es traurig, dass Männer wegen so einem Blödsinn gleich explodieren müssen. Soll er halt mit seiner Mama wohnen, wenn er nicht weiß, was er an dir hat.

Ok, jetzt bin ich scheinbar ganz schön genervt
Jedenfalls: Ich glaube du hast recht mit deiner Reaktion (auch wenn Augen verdrehen nicht gerade positiv rüberkommt), da du schließlich auch etwas Aufmerksamkeit bekommen möchtest. Allein schon, dass euer Essen wegen eines Telefonats mit Mami aufgeschoben werden musste, erscheint mir etwas schräg. Er kann doch auch nachm Essen meinetwegen im Schlafzimmer so viel mit ihr reden, wie er will und dich in Ruhe TV schauen lassen, oder?^^

Sorry, wollte wohl nur meine Meinung loswerden und dir sagen, dass du nichts falsch gemacht hast. Er könnte auch mal rücksicht auf dich nehmen und nicht immer nur Rücksicht von dir verlangen.

01.12.2014 15:49 • #8


Liebe Morticia (schön, dich zu lesen )

Ich denke, man sollte die Situation aus beiden Perspektiven sehen.

Zum einen kann ich mehr als verstehen, dass du diese Situation, bei der Mutter deines Freundes zu übernachten, als belastend und maximal stressig empfindest; das würde mir genau so gehen.
Auch finde ich die Reaktion deines Freundes (es war ja wirklichnur ein Augen verdrehen und sonst nichts..) ebenfalls übertrieben.

Aber : Ich denke, auch seine Reaktion hat eine Vorgeschichte, die man bei allen Ratschlägen berücksichtigen sollte.
Und ich halte es auch für kontraproduktiv, ohne bei der Sache dabei gewesen zu sein, jetzt nur auf deinen Freund einzuhauen...
Er steht quasi immer zwischen den Stühlen Du/seine Mutter und das ist für ihn sicher auch unangenehm.
Hinzu kommt, dass er es sicher jedes Mal schon erwartet, dass es wieder Theater gibt, wenn ein Besuch bei seiner Mutter ansteht und er deshalb überreagiert, wenn sich diese Ahnung für ihn wieder einmal bestätigt.

Hast du ihm denn schon einmal in ruhigen Worten versucht, klarzumachen, WARUM die Besuche bei seiner Mutter für dich so anstrengend und kräftezehrend sind ?
Das solltest du ihm vielleicht einmal in aller Ruhe erklären, aber wenn möglich, OHNE die Art seiner Mutter als Grund für dein Unbehagen anzuführen, denn das würde ihn nur wieder in eine Verteidigungsposition drängen.
Sprich einfach nur von dir und mache ihm klar, was der Grund für deine ablehnende Haltung ist.

Und zu der konkreten Situation gestern: Du warst genervt, weil 1. seine Mutter am Telefon war, 2. du längst essen wolltest und 3. er das Wohnzimmer blockiert hat.
Mit anderen Worten: du warst INSGESAMT ganz schön abgenervt und das hat er sicher auch gespürt und bemerkt, oder ?

Und über dieses Verhalten von dir schien er eben dann auch eingeschnappt zu sein.
In dieser Form zwar leicht übertrieben, aber auch ein kleiiiin wenig verständlich, oder ?
Er hat sicher keinen Bock darauf, sich in irgend einer Form schuldig fühlen zu müssen, wenn er mit seiner Mutter telefoniert und da er -typisch Mann halt - das dir gegenüber nicht anders verbalisieren kann, hat er dir eins auf den Deckel gegeben, auch wenn er da ganz klar übertrieben hat.

Ich weiß ja nicht, wie die Situation inzwischen ist, aber wäre es nicht eine Möglichkeit, wenn du mal zu ihm gehst, deine Beweggründe noch einmal erklärst und ihm auch mitteilst, dass du auch seine Reaktion übertrieben fandest ?
Und das ganze dann aber nicht in einer Endlosdiskussion ausarten lassen, sondern gemeinsam für die Zukunft nach einem Kompromiss suchen, der euch allen gerecht wird ?

Wie stehen da die Chancen ?

01.12.2014 15:56 • #9


Zitat von tanilein:

Ich weiß ja nicht, wie die Situation inzwischen ist, aber wäre es nicht eine Möglichkeit, wenn du mal zu ihm gehst, deine Beweggründe noch einmal erklärst und ihm auch mitteilst, dass du auch seine Reaktion übertrieben fandest ?
Und das ganze dann aber nicht in einer Endlosdiskussion ausarten lassen, sondern gemeinsam für die Zukunft nach einem Kompromiss suchen, der euch allen gerecht wird ?

Wie stehen da die Chancen ?


Hallo tanilein,

danke für deine ausführliche Antwort. Die Situation scheint im Moment aus dem Ruder zu laufen. Er hat heute morgen wortlos das Haus verlassen und obwohl er meist gegen 16 Uhr zuhause ist, ist er bislang nicht wieder aufgetaucht... Weiter ist nichts passiert.

Ansonsten muss ich dir natürlich recht geben, es gibt dazu natürlich eine lange Vorgeschichte... Sicherlich war es für ihn auch immer eine blöde Situation, wenn ich bei den Mama-Besuchen immer sehr gereizt war. Wenngleich ich finde, dass ich mir immer große Mühe gebe, mich so gut wie möglich drauf einzustellen und es ist auch nicht so, dass ich jedes Mal schon Tage vorher rumjammere, dass es schlimm wird. Ganz im Gegenteil, ich lasse es auf mich zu kommen. Aber meist überfordert mich das dann doch alles wieder und es ist mir einfach zu viel. Mein Problem ist dann, dass er in diesen Momenten überhaupt nicht auf mich eingeht... Ich sage ihm, dass mir alles zu viel wird und er nimmt sich dann nicht mal kurz Zeit und lässt mich in der Situation mit dem Problem allein. Ich frage mich dann immer, ob es egoistisch von mir ist, zu erwarten, dass er sich etwas um mich kümmert, obwohl wir ja da sind um Zeit mit seiner Mutter zu verbringen.

Ich habe schon versucht zu erklären, wo meine Probleme liegen, aber es fällt mir schwer das richtig in Worte zu fassen. Da er selber solche Probleme anscheinend nicht kennt, kann er es wohl nicht nachvollziehen und für ihn stellt es sich so dar, als würde ich seine Mutter total nervig finden.

Ansonsten bin ich gerade sehr enttäuscht, dass es wohl okay zu sein scheint, dass er mich runter macht, aber mir noch nicht mal ein bescheuertes Augen verdrehen verziehen wird...

@Adama: Ich werde dieses Wochenende wohl auch nicht mitfahren. Zumal er ja auch während des Telefonats explodiert ist und seine Mutter alles mitbekommen hat. Das wäre mir zu all dem noch sehr unangenehm...

@Karlske: Das finde ich eigentlich auch. Und genau diese Rücksicht ist es auch, die mir in diesem Moment gefehlt hat. Okay, war zwar blöd meinen Unmut durch so eine kindische Geste zum Ausdruck zu bringen. Aber wenn er explodieren darf, darf ich auch mal Augen verdrehen...!

01.12.2014 17:03 • #10


Hallo Morticia,

wie ging es denn gestern Abend weiter ? Hat er sich wieder eingekriegt ?

Ich muss sagen, ich kann mir vorstellen, was gerade bei euch das Problem ist.

Du auf der einen Seite leidest du unter massivem Druck und innerer Anspannung, wenn du zu seiner Mutter fahren musst (ich kenne das, mir würde das genau so gehen).
Und obwohl du dir alle Mühe gibts, kooperativ zu sein und soweit wie möglich über deinen Schatten zu springen, reicht das für ihn noch immer nicht und er wünscht sich weitere Rücksichtnahme durch dich.
Ein Teufelskreis.

Ich denke, es ist ihm einfach nicht in letzer Konsequenz klar, WIE anstrengend und kraftraubend diese Besuche für dich sind.
Für ihn ist es einfach nur ein Besuch bei seiner Mutter und er kann sich sicher nicht vorstellen, warum in aller Welt man sich da nur so anstellen kann.

Menschen mit Angsterkrankungen sind nun aber meist viel weniger belastbar als gesunde Menschen; für sie sind manchmal schon kleine alltägliche Begebenheiten eine riesen Hürde, die es zu nehmen gilt.
Das verstehen Gesunde oft nicht.

Deshalb gibt es wahrscheinlich nur einen Weg: du solltest ihn einmal beiseite nehmen und ihm in aller Ruhe aber auch aller Deutlichkeit versuchen, klarzumachen, dass du diese Besuche nicht deswegen torpedierst, weil du eine Zicke bist, die seine Mutter nicht leiden kann, sondern weil es für dich wirklich eine enorm anstrengende und belastende Sache ist.
Du solltest auch verdeutlichen, dass der Grund dafür nicht darin liegt, dass du ihn oder seine Mutter boykottieren willst, sondern einfach nur, dass es aufgrund deiner persönlichen und charakterlichen Konstellation eben so ist und du dafür nichts kannst, aber bereits so viel, wie dir möglich ist, dafür tust, um ihm entgegen zu kommen.

Ich selbst musste das auch lernen.
Nach meiner Krebserkrankung dachte jeder : die sieht wieder aus wie immer; die ist wieder gesund.
Dass ich aber eine enorme psychische Macke durch diese Krankheit davongetragen habe, die eben dazu führt, dass ich NICHT mehr so belastbar bin wie früher, dass ich Alltagsdinge als enorm kräfteraubend empfinde, das musste ich den Menschen immer und immer wieder klar machen.

Du musst versuchen, ihm klarzumachen, dass du auch auf sein Verstädndis angewiesen bist, aber dass dein Verhalten nicht auf einem Fehler seinerseits oder seitens seiner Mutter beruht.

Dafür müsste er doch eigentlich offen sein, oder ?!

02.12.2014 08:34 • #11


Hey tanilein,

der Abend war noch sehr turbulent. Er kam irgendwann gegen 19 Uhr mies gelaunt nach Hause und war auch nicht gewillt mit mir zu reden.
Zu allem Überfluss rief dann wieder seine Mutter an und hat ihre Einladung für nächstes Wochenende zurückgezogen. Selbst als mein Freund gesagt hat, dass er ohne mich trotzdem kommen möchte, hat die Mutter das abgelehnt. Da sie am Telefon war als mein Freund ausgerastet ist, hat sie 1 und 1 zusammen gezählt und daraus interpretiert, dass ich keinen Bock auf sie habe.
Und mit der Begründung, dass sie nicht zwischen uns stehen will und sie mich sowieso für unehrlich hält, hat sie meinen Freund - ihren eigenen SOHN! - ausgeladen. Ich muss das so betonen, weil ich es total bescheuert finde.

Mein Freund war richtig sauer, weil er sich schon auf den Besuch gefreut hatte und außerdem wollten sie gemeinsam Kekse zu Weihnachten backen. Könnte mich nach wie vor selbst dafür ohrfeigen, dass ich mich nicht besser unter Kontrolle hatte. Der Montagabend war damit auch gelaufen.

Gestern haben wir uns dann aussprechen können. Habe ihm gesagt, dass es mir furchtbar Leid tut, dass es jetzt so gekommen ist. Jeder konnte nochmal die Geschichte aus seiner Sicht erzählen und geradeheraus sagen, was er/sie blöd findet und sich in Zukunft wünscht.
Es bleibt bei mir aber irgendwie nach wie vor die Befürchtung, dass er es eben doch nicht richtig versteht, was das Problem ist. Jetzt ist es wahrscheinlich erstmal wieder eine zeitlang gut, bis es das nächste Mal überkocht.

Habe auf jeden Fall nochmal stark betont, dass mein Verhalten in mir selbst begründet liegt und in niemand anderen! Hatte auch die ganze Zeit deine Krebserkankung im Hinterkopf, weil ich finde, dass es ein sehr gutes Beispiel ist, was sich in meinem Menschen gefühlsmäßig ändert und das lässt sich eben auch nicht rückgänig machen. Meine Angsterkankung hat bei mir einfach ein Stück Belastbarkeit und Selbstvertrauen in meinen Körper zerstört. Das habe ich mir mühsam wieder aufgebaut, aber so wie vorher ist es nicht mehr.

Diese Streitsituation mit der Mutter liegt mir jetzt schwer im Magen... Was denkt die denn jetzt von mir?... Mein Freund meinte, ich soll es nicht überbewerten, seine Mutter würde wohl auch dazu neigen, überzureagieren... Schlimme Eigenschaften!

03.12.2014 06:38 • #12


Hallo Morticia,

da liest sich doch im Moment halbwegs gut. Zumindest, was die Situation zwischen dir und deinem Freund angeht - und darauf kommt es ja letztlich an.
Wenigstens habt ihr mal ordentlich miteinander kommuniziert.
Da Männer im allgemeinen ( Ausnahmen bestätigen die Regel ) schlecht bis gar nicht über Probleme (schon gar nicht in der Partnerschaft ) reden können/wollen, ist das schon ein riesen Schritt in die richtige Richtung gewesen mit eurem Gespräch

Auch finde ich richtig, dass du da keine Schuldzuweisung betrieben hast, sondern erklärt hast, dass die Ursache, warum du solche an sich normalen Besuche als enorm belastend empfindest, im wesentlichen bei dir liegt.

Ich werde auch nicht müde, den Menschen in meiner Umwelt immer und immer wieder zu erklären, dass eine Angsterkrankung alles andere als ein Zuckerschlecken ist, sondern eine enorme Belastung im Leben.
Und zwar gerade deshalb, weil man sie nicht sieht.
Auf einen Menschen mit einem gebrochenen Bein wird Rücksicht genommen; er muss nichts tun, was er mit seinem gebrochenen Bein nicht kann.
Angsterkrankte sollen aber ständig Dinge tun, die sie mit ihrer Erkrankung eigentlich nicht können.
Und das sehe ich nicht mehr ein.
Man kann den Menschen ja nicht vorwerfen, dass sie in den meisten Fällen wenig Rücksicht nehmen, denn man kann sich ja gegenseitig nunmal nur VOR die Stirn schauen.
Aber gerade deshalb muss man es den Leuten auch sagen.

Und gerade deshalb solltest du bei deinem Freund - auch in Zukunft in solchen Situationen - für Verständnis für dich und deine Situation werben.
Wenn du ihm immer wieder bei passender Gelegenheit klarmachst, dass du unter dieser Situation mit deiner Angsterkrankung ja am meisten leidest und du gerne auch unbekümmerter und freier wärst, weil dann auch DEIN Leben einfacher verlaufen würde und du NICHT die überspannte Schwiegertochter bist, die einfach nur alles boykottiert, was mit seiner Mutter zusammen hängt, dann sollte er eigentlich Verständnis fü dich aufbringen - jedenfalls mittelfristig.

Ich weiß ja nicht, wie dein Verhältnis zu seiner Mutter ist und ob es dir das wert ist, aber wäre es eine Möglichkeit, ihr mal einen Brief zu schreiben, in dem du ihr deine Lage erklärst ?
So, wie du es inzwischen mit deinem Freund getan hast ?
Wäre das eine Möglichkeit ?

Ansonsten könntest du ja auch deinen Freund bitten, ihr mal deine Lage zu erläutern.
Ich bin mir sicher, da würde er auch hinter dir stehen, jetzt, wo ihr euch mal aussprechen konntet....

03.12.2014 08:07 • #13


Zitat von tanilein:
Auf einen Menschen mit einem gebrochenen Bein wird Rücksicht genommen; er muss nichts tun, was er mit seinem gebrochenen Bein nicht kann.
Angsterkrankte sollen aber ständig Dinge tun, die sie mit ihrer Erkrankung eigentlich nicht können.
.


Ich finde psychische Erkrankungen sind natürlich genauso schlimme Erkrankungen wie körperliche und sind leider in der Gesellschaft noch nicht ganz akzeptiert.
Allerdings finde ich deine Aussage relativ zwiespältig. Wenn man ein gebrochenes Bein schont, dann wird es wieder gesund. Bei einer Angsterkrankung muss man sich aber den Ängsten stellen und eben Dinge tun, die einem Ängste bereiten, sonst wird man nicht gesund. Somit ist der Heilungsweg bei einer psychischen Erkrankung schwieriger und komplexer als bei einer körperlichen.


@Mortica: Ich finde es gut, dass ihr darüber gesprochen habt, das ist der Schritt in die richtige Richtung! Aber dennoch bleibt da ein fahler Beigeschmack, was meinst du, wenn du sagst, dass seine Mutter dich als unehrlich bezeichnet? Das finde ich ist eine sehr unverschämte Aussage. Dein Freund muss lernen, dass er sich abnabeln muss und seine Mutter muss das ertragen können.

03.12.2014 10:25 • #14


Islandfan, ich denke schon, dass du weißt, wie meine Aussage gemeint war.

Kern der Aussage ist und bleibt, dass Menschen mit einem gebrochenen Bein tendenziell ohne weitere Erläuterungen auf Rücksicht anderer Menschen hoffen können.
Bei Angsterkrankten ist das schwieriger, weil man ihnen die Erkrankung nunmal eben nicht ansieht.
Wofür ja auch die Menschen nichts können.
Deshalb erwartet man von Angsterkrankten, dass sie wie Gesunde funktionieren und deutet ihre (stressbedingten) Reaktionen daher oft fehl.
Und neben der Konfrontation mit der Angst ist auch die Stressreduktion im Alltag ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Angsterkrankungen.

Und, zumindest habe ich das so verstanden, ist bei Morticia nicht ANGST vor den Besuchen bei der Mutter das Problem, sondern die Tatsache, dass ihr diese Besuche maximalen Stress bereiten und sie daher in die Enge treiben.

Und in dieser Situation ist es legitim, nach Möglichkeiten zu suchen, diesen Stress zu reduzieren.

Und der erste Schritt hierbei ist nunnmal, sein Problem zu kommunizieren, wenn es sein muss, immer wieder.

Und damit fängt Morticia ja nun gerade an ...

03.12.2014 10:36 • #15


Ich weiß schon, wie du das gemeint hast, Tanilein, es ist schade, dass psychische Erkrankungen von vielen nicht ernst genommen werden. Ich denke mal, dass es auch daran liegt, dass auch gesunde Menschen ab und zu Ängste und Stimmungsschwankungen haben und dann nicht differenzieren können, wenn jemand an einer Angsterkrankung oder an Depressionen leidet. Für viele ist es leider immer noch so, dass sie davon nicht viel wissen.

Aber dennoch muss man auch sagen, dass es immer wieder ein Kampf ist, den man aufnehmen muss, denn ich finde es schade, wenn man sich hinter seiner Erkrankung versteckt und sie (manchmal) auch als Ausrede benutzt um nicht aktiv werden zu müssen.

Das bezieht sich aber in keinster Weise auf Mortica hier! Von daher back to the topic:

Ich verstehe es, dass man sich abgrenzen muss und ich finde die Idee, das nächste Mal im Hotel zu übernachten, am besten. Mein Mann und ich machen es auch so, wenn wir unsere Familie besuchen, obwohl wir bei den verschiedensten Verwandten wohnen könnten. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man sich auch mal zurückziehen kann.


Mortica, darf ich mal fragen, wie alt dein Freund ist? Ich finde es irgendwie ungewöhnlich, dass er mit seiner Mutter Plätzchen bäckt.

03.12.2014 11:06 • #16


Zitat von Morticia:
Ich habe den Raum verlassen, weil mich die Gespräche nicht interessieren. Nach einer Stunde bin ich zurück zu meinem Freund, der immer noch mit seiner Mutter telefonierte. Ich war schon leicht gereizt deswegen, weil wir eigentlich schon lange essen wollten, außerdem blockierte er das Wohnzimmer, weil er dort telefoniert hat und ich dann nebenbei nicht Fernseh gucken kann.
Als er mich dann ansprach - seine Mutter war noch am Telefon - und den Satz begann mit Wegen nächstem Wochenende fragt Mama..., verdrehte ich genervt die Augen. Das führte dazu, dass mein Freund augenblicklich explodierte und mir allerlei Kram an den Kopf warf. Unter anderem, dass ich doch Zuhause bleiben soll und er eh keinen Bock auf mein Gejammer hat und so weiter. Als er dann das Gespräch mit seiner Mutter beendet hat, habe mich sofort entschuldigt und gesagt, dass es mir Leid tut. Auf die Frage Was dieses genervte Getue sollte? wusste ich keine Antwort, die nicht wie eine Ausrede geklungen hätte. Deswegen habe ich nur gesagt, dass falsch von mir war und wiederholt, dass es mir Leid tut. Er hat dann nur noch erwidert Das hoffe ich auch. Lass mich heute Abend in Ruhe.


Leider kann ich meinen Vorrednern hier nicht zustimmen. Ich finde eher dass Du derjenige bist der sich hier etwas anstellt. Also Du sagst Du konntest kein TV gucken weil er im Wohnzimmer telefonierte und Ihr wolltet auch schon essen. Was genau hat Dich jetzt gehindert allein zu essen ? Oder etwas anderes zu machen als zu telefonieren ?
Die Augen genervt zu verdrehen weil er mit seiner Mutter telefoniert ist sicherlich nicht angebracht, seine Reaktion darauf aber auch nicht.
Ich kann mir seine Reaktion nur so erklären dass dieses Augen verdrehen nur der letzte Tropfen war der das fass zum überlaufen gebracht hat. Lag denn sonst noch irgend ein anderer unausgesprochener Konflikt in der Luft ? War die Gesamtsituation an dem Tag angespannt oder eher locker ?
Und wenn Dich der Besuch bei seiner Mutter/Familie doch so sehr stresst, warum tust Du Dir das an und bleibst nicht einfach zuhause ? Ich hab mich zwar immer mit den Familien meiner bisherigen Beziehungen sehr gut verstanden, aber habe immer wert darauf gelegt dass das nicht so eng ausgelebt wurde weil ich da einfach kein Interesse dran habe. Du hast ja noch ein eigenes Leben und Du darfst mit zu seiner Familie - aber Du musst nicht !

04.12.2014 07:37 • #17

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Hey tanilein islandfan

Zitat von tanilein:
Ich weiß ja nicht, wie dein Verhältnis zu seiner Mutter ist und ob es dir das wert ist, aber wäre es eine Möglichkeit, ihr mal einen Brief zu schreiben, in dem du ihr deine Lage erklärst ?
So, wie du es inzwischen mit deinem Freund getan hast ?
Wäre das eine Möglichkeit ?

Ansonsten könntest du ja auch deinen Freund bitten, ihr mal deine Lage zu erläutern.
Ich bin mir sicher, da würde er auch hinter dir stehen, jetzt, wo ihr euch mal aussprechen konntet....


Also ehrlich gesagt, ist mir das Verhältnis zu seiner Mutter nicht viel wert. Mir ist nur wichtig, dass wir uns halbwegs verstehen, aber an einer freundschaftlichen Beziehung bin ich nicht (mehr) interessiert. Dafür habe ich einfach oft genug mitbekommen, dass sie hinter meinem Rücken schlecht über mich redet. Diese Rederei reduziert sich leider nicht nur auf mein manchmal nach außen vielleicht merkwürdiges Verhalten, wenn wir bei ihr zu Besuch sind, sondern sie behauptet immer wieder, dass ich meinen Freund nicht genügend unterstütze, ihn oft alleine lasse, den Haushalt nicht anständig mache und so weiter.

Nach dem ganzen Streit letzte Woche habe ich diese Punkte bei meinem Freund nochmal angesprochen und gefragt, wie er es denn sieht. Also ob er sich allein gelassen fühlt und so weiter. Und er hat alles verneint und gesagt, dass er es nicht so empfindet. Ich habe ihn gebeten, dass auch nochmal seiner Mutter zu verdeutlichen. Das sind einfach ungerechtfertige Unterstellungen und solange sie mich so sieht, weil ich einfach keinen übermäßigen Kontakt mit ihr.

Zitat von islandfan:
@Mortica: Ich finde es gut, dass ihr darüber gesprochen habt, das ist der Schritt in die richtige Richtung! Aber dennoch bleibt da ein fahler Beigeschmack, was meinst du, wenn du sagst, dass seine Mutter dich als unehrlich bezeichnet? Das finde ich ist eine sehr unverschämte Aussage. Dein Freund muss lernen, dass er sich abnabeln muss und seine Mutter muss das ertragen können.

Richtig, ein fahler Beigeschmack bleibt mal wieder. Wenn wir uns gerade nicht gemeinsam finanziell an ein Haus gebunden hätten, wäre der Streit vielleicht auch anders ausgegangen.
Ich weiß nicht genau, worauf sie diese Aussage bezieht. Sie neigt dazu, mich in ein schlechtes Licht zu stellen. Wobei ich mittlerweile nicht mehr glaube, dass es ausschließlich an mir liegt, sondern sie einfach so ein negativer Typ. Sie redet andauernd schlecht von anderen Menschen. Sie hat sogar schon mal mir gegenüber schlecht über meinen Freund, also ihren Sohn geredet, als er nicht dabei war. Frage mich bis heute, was sie sich dabei gedacht hat.

Zitat von islandfan:
Mortica, darf ich mal fragen, wie alt dein Freund ist? Ich finde es irgendwie ungewöhnlich, dass er mit seiner Mutter Plätzchen bäckt.

Mein Freund ist Ende zwanzig. Das Kekse backen ist seit einigen Jahren zu so ein gemeinsames Event vor Weihnachten geworden. Ich muss dazu noch sagen, dass mein Freund lange Zeit überhaupt keinen Kontakt zu seiner Mutter hatte. Das fing an lange bevor wir zusammen kamen. Nachdem wir etwa zwei Jahre zusammen waren, haben sich die beiden wieder angenähert. Diese gemeinsamen Treffen sind also schon irgendwie was besonderes für die Beiden. Aber mittlerweile habe ich einfach das Gefühl, dass ich der Mutter im Weg stehe. Sie hat auch die ganze Zeit immer davon geredet, dass wir zu ihr ins Dorf ziehen sollen und hat andauernd Kaufangebote für Häuser in ihrer Nähe gezeigt. Habe mehrfach mehr als deutlich gesagt, dass ich nicht so weit aus meiner Heimatregion wegziehen werde, aber das hat sie komplett ignoriert. Erst als mein Freund und ich nun tatsächlich bei uns in der Nähe und nicht bei ihr in der Nähe Eigentum gekauft haben, hat sie wohl begriffen, dass es nichts wird mit ihr. Vielleicht liegt da ja auch irgendwo das Problem.

Zitat von JazzTown:
Leider kann ich meinen Vorrednern hier nicht zustimmen. Ich finde eher dass Du derjenige bist der sich hier etwas anstellt. Also Du sagst Du konntest kein TV gucken weil er im Wohnzimmer telefonierte und Ihr wolltet auch schon essen. Was genau hat Dich jetzt gehindert allein zu essen ? Oder etwas anderes zu machen als zu telefonieren ?
Die Augen genervt zu verdrehen weil er mit seiner Mutter telefoniert ist sicherlich nicht angebracht, seine Reaktion darauf aber auch nicht.
Ich kann mir seine Reaktion nur so erklären dass dieses Augen verdrehen nur der letzte Tropfen war der das fass zum überlaufen gebracht hat. Lag denn sonst noch irgend ein anderer unausgesprochener Konflikt in der Luft ? War die Gesamtsituation an dem Tag angespannt oder eher locker ?
Und wenn Dich der Besuch bei seiner Mutter/Familie doch so sehr stresst, warum tust Du Dir das an und bleibst nicht einfach zuhause ? Ich hab mich zwar immer mit den Familien meiner bisherigen Beziehungen sehr gut verstanden, aber habe immer wert darauf gelegt dass das nicht so eng ausgelebt wurde weil ich da einfach kein Interesse dran habe. Du hast ja noch ein eigenes Leben und Du darfst mit zu seiner Familie - aber Du musst nicht !


Hallo JazzTown,
Das Problem war einfach, dass er immer riesigen Wert auf das gemeinsame Essen legt und ich daher warte. Darüber hinaus ist die Wohnung leider nicht so groß, dass man viel Ausweichmöglichkeiten hat. Wie gesagt, eine Stunde lang habe ich mich im Schlafzimmer beschäftigt mit Sport... aber das Gespräch dauerte noch länger.
Der unausgesprochene Konflikt war wahrscheinlich, dass ich im Vorfeld schon gesagt hatte, dass ich kein großes Interesse am Kekse backen habe und mir daher ein Buch mitnehmen werde. Zumindest seiner Mutter wird das schon übel aufgestoßen sein.
Ansonsten sehe ich es eigentlich wie du, also dass es kein Muss sein sollte zur Familie mitzugehen, aber seine Mutter hat da ganz komische Vorstellungen. Da sie sowieso schon immer sagt, dass ich ihren Sohn zu viel allein lasse, wird sie es noch mehr in den falschen Hals kriegen, wenn ich zu den Besuchen nicht mehr mitfahre... Das ist auf jeden Fall eine Situation und Konstellation, die mir überhaupt nicht behagt. Einfach weil ich mich ständig so verbiegen muss, um da rein zu passen. Habe meinem Freund während der Aussprache nun auch gesagt, dass ich es nicht mehr mitmache. Ich will diese Besuche nicht mehr und schon gar nicht über das gesamte Wochenende und jetzt muss sich da mal nach mir gerichtet werden bzw. kann mir die Meinung seiner Mutter gestohlen bleiben. Soll sie denken, was sie will...

08.12.2014 15:44 • #18


Was spricht dagegen, wenn ein Sohn mit seiner Mutter Plätzchen backt? Was hat das Alter damit zu tun? Ich bin 43 und backe jederzeit gerne mit meiner Mutter einen Kuchen oder wir kochen zusammen. Heißt das jetzt, ich habe mich nicht abgenabelt? Alter Verwalter.... was für strange Ansichten hier manchmal zutagetreten.
Und müssen tut Ihr Freund mal gar nichts, genauso wie Morti nichts muss. Wir müssen vielleicht mal sterben, das wars dann auch.

Nur kurz und meine Einschätzung: Wenn Dir Du nicht kein Verhältnis zu der Mutter Deines Freundes möchtest oder es Dir nichts wert ist, dann kann keine Macht der Welt von Dir verlangen, dass Du da hin musst. Das muss auch Dein Freund einsehen. Wenn er ein Problem damit hat, dann muss er für sich eine Lösung suchen, aber mit Sicherheit nicht verlangen, dass Du seine Ansicht teilen musst.
Was das Augenverdrehen betrifft... tja.. ist alt eine Mimik, die eine klare Aussage zeigt. Ist legitim, aber hier würde ich an Deiner Stelle einfach mal ein wenig Selbstdisziplin an den Tag legen und beim nächsten Mal darauf achten, dass der Affekt nicht so deutlich zu Tage tritt. Und wenn er telefonieren möchte und halt gerne sein Essen kalt geniessen will, haja... dann lass ihn halt.

08.12.2014 18:15 • x 1 #19


Zitat:
Was spricht dagegen, wenn ein Sohn mit seiner Mutter Plätzchen backt? Was hat das Alter damit zu tun? Ich bin 43 und backe jederzeit gerne mit meiner Mutter einen Kuchen oder wir kochen zusammen. Heißt das jetzt, ich habe mich nicht abgenabelt? Alter Verwalter.... was für strange Ansichten hier manchmal zutagetreten.


Ich finde, dass da gar nichts dagegen spricht.

Es ist nur, wenn man eine eigene Familie hat, gibt es in der Vorweihnachtszeit genügend in der eigenen Familie zu tun, auch Mann soll seine Frau zu Hause unterstützen und Kekse backen helfen.
So wie es in diesem Fall ist, ist es ja nicht so, dass Mama neben wohnt, es vergeht ja schon eine Menge Zeit um dahin zu kommen.

Zitat:
Heißt das jetzt, ich habe mich nicht abgenabelt?


Nein, das würde ich auf keinen Fall sagen, aber es ist halt ein Unterschied, ob man alleine ist oder ob man Familie hat, hier ist das Zeitproblem ausschlaggebend!

Zitat:
aber hier würde ich an Deiner Stelle einfach mal ein wenig Selbstdisziplin


Mensch, das hat meiner Meinung nach mit Selbstdisziplin nichts zu tun, ihr Freund ist ja keine Mimose, Augenrollen ist doch keine Tragödie, wer dass noch nie gemacht hat......

LG

Gerd

08.12.2014 18:31 • #20



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