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Miami
Zitat von kritisches_Auge:
Bitte denkt nicht, dass Asperger-Autisten keine Gefühle kennen, sie sind unter sich so unterschiedlich wie andere Menschen auch. Die Gefühle zeigen sich vielleicht anders und werden anders ausgelebt aber sie können vorhanden sein. Ihr Problem besteht darin diese nicht ausdrücken zu können.

Danke für die Richtigstellung!

13.11.2019 22:25 • #221


kritisches_Auge
Das alles ist sehr schwierig und gehört hier auch nicht unbedingt zum Thema. Es gibt auch Menschen die durchaus mitfühlend sein könnten, dies aber ganz tief verdrängten.

13.11.2019 23:10 • #222


Zitat von kritisches_Auge:
Du nicht, aber Emilieerdbeer erwähnte es.


Ich hab nen Asperger zu Hause. Ja er kennt Gefühle er ist auch total empathisch sprich wahnsinnig mitfühlend mit anderen. Trotzdem ist seine Gefühlswelt und sein Gefühlserleben, nachdem was ich aus Gesprächen mit ihm weiß ich Steck ja nicht drin, völlig unterschiedlich zum Rest der Welt. Was ich damit ausdrücken wollte war dass das, was angesprochen wurde, nämlich dass jemand anders reagiert als man das erwartete pathologische Gründe haben KANN und nicht immer damit zu erklären ist dass derjenige halt einfach ein Klotz ist oder jemanden nicht leiden kann. Es ging mir darum dass unerklärliches Verhalten nicht immer auf einer persönlichen Befindlichkeit basiert sondern manchmal eben andere Gründe hat. Sorry wenns, vermutlich wegen der Kürze meines Beitrags, falsch rüber kam. So war es nicht gemeint.

14.11.2019 08:36 • x 1 #223


kritisches_Auge
Ähnliche Erfahrungen machte ich auch, aber ich möchte noch kurz die positiven Seiten vieler Asperger erwähnen, die Unfähigkeit sich zu verstellen, die Eigenständigkeit und noch vieles andere.

Ich finde es gut, dass du darauf aufmerksam machtest, dass es andere Gründe haben kann als man zunächst denkt wenn jemand anders reagiert als erwartet.

14.11.2019 08:45 • x 1 #224


Oktewia
Wie sieht es in der Arbeitswelt aus? Wieviel Verständnis sollte ein Arbeitsnehmer haben?
Wenn ich mich wegen meiner Angststörung krankschreiben lasse, habe ich immer das Gefühl nicht ernst genommen zu werden ... als wäre eine Angststörung kein Grund um sich krankschreiben zu lassen... ich fühle mich dadurch sehr schlecht und traue mich nicht mich krankschreiben zu lassen, obwohl ich so viel Ängstlichen Ballast mit mir rumschleppe 24/7 !

14.11.2019 15:19 • #225


Schlaflose
Zitat von Oktewia:
Wieviel Verständnis sollte ein Arbeitsnehmer haben?

Meinst du wirklich Arbeitnehmer oder nicht doch Arbeitgeber?

14.11.2019 15:41 • x 1 #226


Oktewia
Sorry natürlich meine ich Arbeitgeber

14.11.2019 16:26 • #227


Hallo,
Ich war ja letzte Woche beim Hausarzt und die Ergebnise habe ich am Montag bekommen. Alles ist soweit in Ordnung allerdings kommt jetzt der Druck innerhalb des freundeskreises wie: Du bist doch gesund, wieso gehst du nicht einkaufen? ... Ja Körperlich bin ich Gesund aber Seelisch dauert es noch etwas. Wieso verstehen sie es nicht?

15.11.2019 02:25 • x 1 #228


ladyamalia78
Also mir geht das sehr nah und ich ziehe mich durch sowas noch mehr zurück.Ist einfach verletzend wenn man merkt das sie es einfach nicht verstehen wollen obwohl man es erklärt was mit einem los ist.

15.11.2019 05:11 • x 1 #229


Abendschein
Zitat von ladyamalia78:
Also mir geht das sehr nah und ich ziehe mich durch sowas noch mehr zurück.Ist einfach verletzend wenn man merkt das sie es einfach nicht verstehen wollen obwohl man es erklärt was mit einem los ist.

Die Frage ist, warum muß ein Arbeitgeber Verständnis haben? Aus der Sicht des Arbeitgebers, der meist nur darauf bedacht ist, das alle Arbeiten und gesund sind,. Kaum ein Arbeitgeber hat Verständnis für irgendwelche Krankheiten.

Ich hatte mal einen Krankenschein, da hatte ich eine fast Lungenentzündung, da hat er gemeckert und danach hatte er einen Krankenschein, wegen ein bißchen Bluthochdruck.

Kein Arbeitgeber von mir, wußte das ich die Angst und Panik Attacken hatte, wozu auch? um mir nachher anhören zu müssen,
das man bei mir aufpassen muß, weil ich einen an der Klatsche habe? Nein. Ich habe nie etwas gesagt.

15.11.2019 08:19 • x 2 #230


Oktewia
Dazu gibts eine gute Serie auf Amazon Prime ! Schaut euch mal unbedingt die Serie modern Love die folge 3 an ! Da wird gezeigt wie es ist wenn man seine psychische Krankheit verschweigt ... und wie erleichtern es auch sein kann wenn man sagt und zeigt wer man ist . Die Folge ist mit der Schauspielerin Anne Hathawa, die Serie geht auch nur 30 min .... aber die Folge sagt einiges aus wenn man seine Krankheit was es nun eben ist , versteckt hält bzw es vertuscht in der Liebe so wie auch in der Arbeitswelt

15.11.2019 09:56 • #231


soleil
Ohne die Sendung jetzt gesehen zu haben, behaupte ich, dass man psychische Krankheiten in der Arbeitswelt verschweigen sollte. Die Stigmatisierung ist nachwievor gross. Auch im privaten Umfeld sei Vorsicht geboten. Nur meine engsten Freunde wissen davon. Ich hänge das nicht an die grosse Glocke.
Bei körperlichen Krankheiten ist es so ähnlich. Wozu sollte ich es öffentlich machen, worunter ich leide? Aber das muss jeder mit sich selber ausmachen. Meine Meinung.

15.11.2019 10:03 • x 1 #232


ladyamalia78
Ich finde auch man sollte damit nicht hausieren gehen nur wirklich entweder jemanden erzählen der das auch hat und versteht oder mit Obacht nur den engstem Kreis.Meine Erfahrung damit ist einfach das ich so damit besser fahre und nicht an Menschen gerate die mich noch mehr runterziehen und es mir dann nur noch schlechter geht.Leider ist es in dieser Gesellschaft immer noch so gut wie ein Tabu Thema.Man muss funktionieren.Tut man das nicht wird man ausgegrenzt und gilt als Schwach,oder man ist dann die die ja einen an der Klatsche hat.Ich hab dadurch auch viel Mobbing erlebt.

15.11.2019 10:13 • #233


Oktewia
Schade das ihr da noch keine guten Erfahrungen gemacht habt. Ich allerdings schon . Ich hatte mich vor 3 Jahren immer wieder mal krankgeschrieben ... weil es mir Psychisch nicht gut ging . Und als ich bei meinem Chef mit der Wahrheit rausgerückt habe das ich an einer angst Störung leider hat er mir sogar geraten lieber in einer Klinik zu gehen was ich auch getan habe ... obwohl mein Chef auch jemand ist der eigl diese psychischen Krankheiten schwer nach vollziehen kann. Aber ich arbeite auch in einem kleinen Betrieb ... und bei uns ist alles sehr familiär.
Ich Posaune das jetzt nicht der ganzen Welt ... aber ich hab damit eben mehr Verständnis bekommen auch wenn ich Treffen oder Termine mal absagen musste usw .
Ich denke auch , jeder muss das für sich selbst wissen . Nur für mich selbst ist es iwo auch eine Erleichterung zu wissen das der gegenüber sei es Freunde , Kollegen Bescheid wissen , weil ich dann nicht so tun muss als ob

15.11.2019 10:19 • #234


soleil
Es gibt eine Ausnahme, das ist mein Zahnarzt. Er weiss von meiner ZA-Phobie und hat sich darauf eingestellt. Aber sonst still ruht der See. Ich habe einmal den Fehler gemacht und habe einem früheren Hausarzt von meiner Angststörung erzählt. Einmal und nie wieder. Der hat dann alle Symptome, die er sich nicht erklären konnte, auf die AS geschoben.

15.11.2019 10:24 • x 1 #235


kritisches_Auge
Ich würde mir zwei Fragen stellen, welchen Nutzen habe ich davon es zu erzählen und wie geht der Empfänger der Mitteilung damit um?

15.11.2019 10:31 • #236


juwi
Letzteres lässt sich nicht vorhersehen, daher halte ich mich auch stets bedeckt.

15.11.2019 10:32 • #237


ladyamalia78
Es hat halt auch nicht jeder ein verständnisvolles Umfeld.

15.11.2019 10:45 • #238


Oktewia
Natürlich hat nicht jeder Verständnis dafür, muss ja auch nicht..... aber ab dem zeitpunkt wenn ich es jemand schilder und er es nicht versteht , ist das nicht mein Problem, hauptsache ich fühle mich besser warum ich was absage oder nicht durchführen kann wenn akute Angsstörungen mir irgendwas erschweren.
Hauptsächlich wissen es meine engsten Freunde, mein Lebensgefährte und meine Kollegen auf der Arbeit...
Natürlich laufe ich nicht durch die Straßen und sage : Hey leute, ich bin X und habe eine Angststörung. aber ich denke ihr wisst wie ich das meine..

15.11.2019 11:52 • #239


soleil
Zitat von Oktewia:
Natürlich hat nicht jeder Verständnis dafür, muss ja auch nicht..... aber ab dem zeitpunkt wenn ich es jemand schilder und er es nicht versteht , ist das nicht mein Problem, hauptsache ich fühle mich besser warum ich was absage oder nicht durchführen kann wenn akute Angsstörungen mir irgendwas erschweren. Hauptsächlich wissen es meine engsten Freunde, mein Lebensgefährte und meine Kollegen auf der Arbeit... Natürlich laufe ich nicht durch die Straßen und sage : Hey leute, ich bin X und habe eine Angststörung. aber ich denke ihr wisst wie ich das meine..

In erster Linie muss jeder selbst entscheiden, WAS er WEM WARUM sagt. Wenn du den für dich richtigen Weg gefunden hast, ist das doch prima.

15.11.2019 12:00 • x 2 #240




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