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heimlich_nett

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Guten Morgen,

ich frage mich zur Zeit, aus welchem Grund ich nicht von Süßkram lassen kann, obwohl es mir nicht gut tut, ich meistens einen ziemlichen Blähbauch davon bekomme, manchmal sogar Bauchschmerzen.

Da ich seit vielen Jahren keinen Zucker mehr vertrage, bin ich umgestiegen auf Ersatz - Erythrit, Xylit, Allulose. Ich ernähre mich seit etwa 1,5 Jahren streng lowcarb und habe recht schnell Keto-Süßigkeiten für mich entdeckt 🙈
Also hochverarbeitetes Zeug mit allerlei Zusatzstoffen. Ich esse täglich davon. Seit Monaten. Ich kann es nicht lassen, da der Druck nach etwas Süßem nach dem Essen zu stark ist und ich mich kaum davon ablenken kann.

Was ich mich frage, ist nun: hat das schon was mit selbstschädigendem Verhalten zu tun? Ist das eine Art Sucht geworden? Oder nur eine blöde Angewohnheit/Verknüpfung in meinem Hirn, die so eingebrannt ist, dass es mir kaum möglich ist, das zu durchbrechen? Oder kompensiere ich damit einiges, was mir in meinem Leben fehlt und kann das nicht lassen, weil ich dann quasi "nicht mal mehr das" habe?

Kennt ihr das oder habt Erfahrungen?

07.08.2026 x 1 #1


33 Antworten ↓
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Zitat von Sentinel2003:
Mir hat mal vor ein paar Wochen jemand gesagt, der sich in Ernährung gut auskennt, müßte ICH selbst erstmal sowas wie eine Entziehungs Kur machen, praktisch wie von Dro., damit mein Körper sich vom Zucker entzieht! Dadrauf habe ich aber momentan null Bock

Das habe ich auch schon oft gehört und wird tatsächlich empfohlen, ist aber nicht zwingend, was auch helfen kann ist, wenn man eine gewisse Ernährunfsform die einem Zusagt Konsequenz 60 Tage durchhält, das Gehirn wird dann in dieser Zeit umprogramiert auf die neue Ernährungsform und um so länger man drann bleibt um so leichter wird es, man muss keinen Zuckerentzug machen wenn man weiss dass man damit Mühe hat, es reicht eine Gute langfristige Ernährung für sich zu finden und es gibt durchaus welche wo Süsskram auch platz hat in der Täglichen Ernährung, halt nicht in der große Menge, aber wenn man ein Halbes Stück Kuchen nimmt, weder ein ganzes Stück und zu vor Gemüse und Obst zu sich nimmt oder alles zusammen auf einen Teller, so wie man möchte, sind das eben so tricks die man anwenden kann und die sind noch gesund, den Kaffe mit 1.5% Milch anteil, also allgemein Magere Milch Produkte, die machen aber auch Satt.

06.08.2026 10:55 • x 3 #29


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A


Selbstschädigendes Verhalten - Gewohnheit oder Kompensation?

x 3


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Ich kann nur jedem nahe legen der sich orientierungslos fühlt mit seiner Ernährung und vielleicht noch nicht das passende für sich gefunden hat, es mal mit der Teller Methode zu versuchen, es ist auch eine Umstellung und auch da muss man Disziplin aufbringen, doch man muss nicht verzichten, nicht mal auf Pommes oder Pizza wenn einem der Verzicht schwer fällt.

Das ist ein Modell was aus der Medizinische Ernährungsberatung kommt, also getestet geforscht.

Es ist sehr einfach, denn im Grunde genommen deckt es alles ab, was der Körper benötigt.

Man teilt den Teller auf, einmal in eine Hälfte und in dieser Hälfte 50% kommen Gemüse und Früchte drauf( Ballaststoffe ),
die andere Hälfte des Tellers wird in zwei Hälfte aufgeteilt, in die eine Hälfte25% kommen die ( Kohlenhydrate) , Nudeln, Reis, Kartoffeln, Getreide arten wie Hirse Gerste, Haferflocken usw, und eben wer will auch Pommes oder Pizza, wenn man es gesund haben möchte dann Vollkornprodukte, auch das Brot hat dort seinen Platz. Auf die andere Hälfte 25%Dann ( Proteinen) , wie Eier, Käse, Tofu, Fleisch, Fisch, Milchproduckte, Hülsenfrüchte. Und in der Mitte des Tellers sind die Gesunden fette und Öle, wie Nüsse, Leinöl, Olivenöl usw, samen.

Leinsamen, Avocado, Nussmus Erdnussmus Mayo Rahm usw gehören zu den Topics rund um das Essen
( ein kleiner Mittelkreis im Teller Modell ) Mit so was kann man den Teller aufpeppen.

Es gibt natürlich viel mehr, aber so gesehen, kann man auch Fastfood in die 25% rien legen wer es sehr schwer hat darauf zu verzichten, somit ist es aber immer noch im grünen Bereich und natürlich ist es einiges weniger wie wenn man einen ganzen Teller da von essen tut, doch es reicht im Grunde total aus weil es abwechslungsreich ist.

Aber wie gesagt man muss sich gut darüber informieren und es ist deswegen nicht ein Spaziergang aber es macht es schon etwas leichter, und man ist immer gut gesättigt wenn man sich daran hält. Und wichtig sind eben schon auch die Proteinen und sollten nicht weggelassen werden.
Und das Frühstück, Mittagessen und Abendessen wird das Tellermodell angewendet und für Snacks könnte man es eben zum Teil auch anwenden in dem man die eine Hälfte mit Obst und Gemüse ( Rohkost )( etwas Nüsse ) anreichert und eine kleine Portion Naschzeugs, weniger als man sonst zu sich nimmt.

Somit hat man ein sehr einfaches Modell der Ernährung ohne Aufwand. Mann kann auch solche Teller kaufen als Abmessung wenn man will oder man nimmt gleich so einen Teller für den Anfang bis man das Augenmaß hat.

05.08.2026 19:54 • x 3 #22


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T
Guten Morgen, ich habe auch Probleme davon runter zukommen bzw. es zu minimieren auch wenn ich mich doch als sehr diszipliniert sehe…Aber Zucker hat ein hohes Sucht Potenzial..hinzu kommt die Gewöhnung da man es über Jahrzehnte kennt…und vielleicht sogar gewisse Rituale…wie die schokolade auf der Couch abends zum Feierabend…leider seeeeehr schwer dauerhaft von wegzukommen. Darf ich fragen was du isst? Gibt Lebensmittel die den Drang nach was süßem verstärken

x 2 #2


E
Hängt davon ab: Schädigt es euch? Verdauungsprobelme? Übergewicht?

#3


heimlich_nett
Zitat von Ttl23:
Darf ich fragen was du isst?

Du meinst generell? Grob gesagt Fleisch, Fisch, Eier, Ricotta, Hüttenkäse, Beeren, Gemüse. Reihenfolge zufällig 😉
Ich schau, dass ich unter 40-50g KH bleibe.


Zitat von SandyBrandy:
Hängt davon ab: Schädigt es euch? Verdauungsprobelme? Übergewicht?


Ich habe Verdauungsprobleme und fühle mich allgemein müde und schwer nach dem Essen. Ich esse auch zu große Portionen. Ich bin im oberen Normalgewicht, weil es mir peinlich wäre, offensichtlich zuzunehmen.

x 1 #4


User_0815_4711
Zitat von heimlich_nett:
Ich habe Verdauungsprobleme und fühle mich allgemein müde und schwer nach dem Essen. Ich esse auch zu große Portionen.

Der Körper ist für diese Zuckerersatzstoffe nicht gebaut. Kein Wunder, dass sie in großen Mengen Probleme machen.

Zu große Portionen - halbieren, auch FdH genannt.

x 1 #5


User_0815_4711
Zitat von heimlich_nett:
allgemein müde und schwer nach dem Essen

Wie schaut dein Blutzucker nach dem Essen aus?

#6


heimlich_nett
Zitat von User_0815_4711:
Zu große Portionen - halbieren, auch FdH genannt.


Guter Tipp, wenn ich ihn umsetzen könnte. Hätte ich kein Thema mit Essen, würde ich das sicher anders handhaben.


Zitat von User_0815_4711:
Wie schaut dein Blutzucker nach dem Essen aus?


Gut und kaum beeinflusst.

x 1 #7


User_0815_4711
Zitat von heimlich_nett:
Guter Tipp, wenn ich ihn umsetzen könnte.

Ausprobieren.
Vielleicht verschwindet dadurch auch das Völlegefühl nach dem Essen. Das würde zusätzlich motivieren.

#8


E
Zitat von heimlich_nett:
Du meinst generell? Grob gesagt Fleisch, Fisch, Eier, Ricotta, Hüttenkäse, Beeren, Gemüse. Reihenfolge zufällig 😉 Ich schau, ...

Na mit 40 bis 50kg kannst du nicht Übergewicht haben, außer du bist sehr klein.

#9


heimlich_nett
Zitat von SandyBrandy:
Na mit 40 bis 50kg kannst du nicht Übergewicht haben, außer du bist sehr klein.

Wie kommst Du auf diese Zahlen? Der Bereich 40 bis 50g bezog sich auf die Kohlenhydrate in g, die ich täglich konsumiere.

x 1 #10


E
Zitat von heimlich_nett:
Wie kommst Du auf diese Zahlen? Der Bereich 40 bis 50g bezog sich auf die Kohlenhydrate in g, die ich täglich konsumiere.

Nicht richtig gelesen/verstanden. Sorry.

x 1 #11


Schlaflose
Zitat von Ttl23:
Aber Zucker hat ein hohes Sucht Potenzial..

Zucker schon, aber soweit ich verstanden habe, isst der TE gar keinen Zucker, sondern Süßigkeiten aus künstlichen Süßstoffen. Und die wirken größeren Mengen blähend und abführend.

#12


Gaulin
Ich persönlich denke, dass es Gewohnheit ist. Ich selbst kenne es zu gut und litt stark unter Binge eating, war aber nie übergewichtig. Dennoch bin ich immer unzufrieden mit meinem Körper und setze mich da oft sehr unter Druck. Psychologisch gesehen ganz klar ein Problem. Süßes ist für mich auch sehr verlockend. Phasenweise könnte ich es in mich stopfen, dann aber wieder bin ich sehr diszipliniert. Somit kann ich es gut ausgleichen. Schon immer. Eigentlich sollte es raus ausm Kopf, solange es nicht wirklich ein Problem darstellt. Ist schon zwanghaft irgendwie. Anerzogen, antrainiert...

Ich kenne deine Situation bestens. Schaue auch, dass ich nicht zu viele KH zu mir nehme, dafür mehr Eiweiß und Ballaststoffe in Form von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte zb.
Ich nutze dafür phasenweise Yazio, um zu schauen wie es tatsächlich aussieht. (Kontrolle). Aber alles immer nur phasenweise.

Ich dachte oft schon über ne Art körperbasierte Therapie nach, nur gibt es hier in meiner Gegend kaum etwas, was richtig ansetzt.

In meiner Verhaltenstherapie ging es dann eher darum andere Entspannungsmethoden zu finden, weg vom Essen. Leichter gesagt, als getan. TV dazu ist ein zusätzliches Problem, deswegen habe ich auch das extrem eingeschränkt bzw bereite mir gesündere Alternativen zum Knabbern zu. Wenn extrem Appetit auf Süßes kommt, gebe ich dem nach und da ist ne Packung verschwunden. Zum Glück habe ich das nicht allzu oft. Weihnachten ist dabei die schlimmste Zeit...

x 2 #13


heimlich_nett
Danke @Gaulin 🤗

Ich denke, dass es zum Einen eine Gewohnheit geworden ist, die sich aber ganz schön etabliert hat - wenn ich zB im Urlaub bin, kann ich das sehr gut "vergessen". Dann bin ich unterwegs, abgelenkt, andere Umgebung usw. und es läuft. Habe vor nicht allzu langer Zeit mal 14 Tage ohne Süßkram geschafft. Und dann kamen die Tage vor der Mens und ich war einkaufen 🙄 Zum Anderen kompensiere ich mit Essen schon seit Jahrzehnten nahezu alle Gefühle. Ich wüsste gar nicht, was ich stattdessen machen könnte, was ein ähnliches Gefühl in mir auslöst.

Was mich nur nachdenklich macht, ist dieses nicht lassen können, obwohl es spürbar nicht gut tut...

x 1 #14


Gaulin
Zitat von heimlich_nett:
Was mich nur nachdenklich macht, ist dieses nicht lassen können, obwohl es spürbar nicht gut tut...

Ich weiß was du meinst. Dort wirst du allerdings nur mit Disziplin weiterkommen. Vielleicht auch mit dem Gedanken, dass es ja nicht für immer so sein muss. Zu stark verbieten bringt ja auch nix. Eben nicht als Hauptbestandteil, sondern als Ausnahme zu sehen. Klappt auch bei mir mal mehr und mal weniger gut. Aber das ist ok so. Hast du Gewichtsprobleme deswegen oder andere auffällige Werte?

x 1 #15


heimlich_nett
Zitat von Gaulin:
Hast du Gewichtsprobleme deswegen oder andere auffällige Werte?

Mein Körper und natürlich allem voran das Gewicht ist für mich ein Thema, seit ich denken kann traurig Ich schwanke immer, habe aber seit vielen Jahren (oberes) Normalgewicht, allerdings viel Körperfett, das zusätzlich ungünstig verteilt ist. Was mich zusätzlich belastet ist, dass der Körper sich jetzt irgendwie umbaut, Wechseljahre... 🙄

Die Werte weiß ich nicht, ich vermeide es, zum Arzt zu gehen, wenn es sich irgendwie verhindern lässt. Obwohl mich viele Werte interessieren würden, aber die werden eh nicht übernommen, also könnte ich theoretisch auch direkt in ein Labor gehen.

x 1 #16


sandracookie
Zitat von heimlich_nett:
Ich ernähre mich seit etwa 1,5 Jahren streng lowcarb und habe recht schnell Keto-Süßigkeiten für mich entdeckt
Also hochverarbeitetes Zeug mit allerlei Zusatzstoffen. Ich esse täglich davon. Seit Monaten. Ich kann es nicht lassen, da der Druck nach etwas Süßem nach dem Essen zu stark ist und ich mich kaum davon ablenken kann.

Zitat von heimlich_nett:
Ich schau, dass ich unter 40-50g KH bleibe.

Wenn ich das so lese, wundert es mich nicht, dass dein Körper nach Süßem verlangt.
40-50 g KH sind wirklich (zu) wenig und das über langem Zeitraum hinweg und auch noch viele Süßstoffe, die - wie bereits von anderen erwähnt - die Verdauung auch belasten können.
Ich denke es würde dir gut tun in kleinen Schritten den Kohlenhydratanteil wieder zu erhöhen, das geht ja auch mit gesunden Lebensmitteln und dann beobachten, ob das Verlangen nachlässt.
Dieses ständige Verlangen nach Süßem kann nämlich auch ein Signal des Körpers sein, dass insgesamt zu wenig Energie (Kalorien und KH) übers Essen kommt und da ist die Lust auf Süßes dann sogar eine sinnvolle Botschaft.
Ansonsten ja, das Thema Essen und Gewicht/Aussehen ist sehr eng mit den Emotionen und der Psyche verknüpft und hat oftmals auch dort die Ursachen, das muss man dann aber am besten mit therapeutischer Unterstützung angehen, weil sich solche Muster nicht von heute auf morgen erkennen/ändern/lösen lassen.

x 3 #17

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-juli
Ich persönlich habe immer wieder Probleme mit Entzündungen in meinem Verdauungssystem und kann an den Süßigkeiten mit Süßstoffen nichts finden, da ich sie auch dann nicht vertrage, wenn es mir nicht gut geht. Ich kann aber grundsätzlich nicht die Finger von Süßem lassen. Ich esse zwar nicht so viel, aber ich freue mich tendenziell eher auf den Nachtisch als auf das, was ich sonst so esse. Ich sollte theoretisch vermutlich weniger Zucker essen, aber bekomme das nicht hin. Ich vermute, dass es was mit meinem ADHS zu tun hat, weil ich den Eindruck habe, dass es mir einen Dopamin-Kick gibt und ich deshalb meine Süßigkeiten über den Tag verteile. Mich interessieren auch nur Schokolade, Kekse, Eis und Kuchen. Gummibärchen kann ich beispielsweise nicht ausstehen. Vermutlich müsste ich mir keine Gedanken machen, aber mich nervt es, dass ich es nicht schaffe, das mal wegzulassen...

x 4 #18


Sentinel2003
Zitat von -juli:
Ich persönlich habe immer wieder Probleme mit Entzündungen in meinem Verdauungssystem und kann an den Süßigkeiten mit Süßstoffen nichts finden, da ich sie auch dann nicht vertrage, wenn es mir nicht gut geht. Ich kann aber grundsätzlich nicht die Finger von Süßem lassen. Ich esse zwar nicht so viel, aber ich ...

Wenn ich könnnte, würde ich nUR noch Schoki und Kuchen zu mir nehmen und Osaft 😇 ....dann würde ich aber spätestens in einem Jahr doppekt oder dreifach soviel auf den Rippen haben, wie momentan... 🤨

x 4 #19


-juli
@Sentinel2003 jepp, ich habe glücklicherweise auch einen gesünderen Umgang damit gefunden… Als Kind war ich da krasser, aber ich habe inzwischen das Bewusstsein, auf eine ausgewogene oder zumindest halbwegs ausgewogene Ernährung achten. Ganz verzichten kann ich aber nicht…

x 1 #20


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