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Lingu
Huhu ihr Schlaflosen!👋
Mich hat es im Moment auch erwischt, leide nach einer Erkältung und einem schweren Verlust seit ca. 7 Wochen an Hyperarousal und schlafe nur ca. 45 Minuten bis 1,5 Stunden im liegen. Meist wache ich stündlich auf, wenn ich dann überhaupt mal im liegen eingeschlafen bin.
Länger durchschlafen und besser einschlafen kann ich nur im sitzen aber auch da geht es nur bis zu ca. 4-5 Stunden am Stück, da ich sonnst Wasserprobleme in den Beinen bekomme.

Den Druck mache ich mir selbst und eigentlich ist mir vieles "was falsch läuft" auch selbst bewusst. Ich versuche mir selbst den Druck zu nehmen, rede mir gut ein, lenke meine Gedanken so gut ich kann positiv und versuche vieles um runter zu kommen. Trotzdem ist mein Körper direkt im Alarmmodus und kommt nur schwer da raus.
Mal ist es besser und ich konnte die 1,5 Stunden im liegen durchschlafen, mal geht es überhaupt nicht und ich brauche viele Anläufe und kann erst nach dem ich saß, 2-3 mal für ne Stunde im liegen schlafen.

Ich hatte schon mehrmals solche Schlafprobleme und auch nach meiner ersten Panik Attacke konnte ich Tage und danach durch anhaltende Angstzustände - überhaupt nicht (weder im liegen noch im sitzen) einschlafen. Kenne mich also mit dem selbst Druck machen aus und hab das auch schon mehrmals überwunden gehabt.

Daher geht es mir Psychisch allgemein wenn ich wach bin "recht gut" damit, jedenfalls besser als ich gedacht hätte!🙂
Ich denke ja nicht einmal wirklich negativ, setze mich so wenig es geht unter Druck, versuche es als Erholung und/oder Entspannung zu sehen und das Einschlafen klappt ja sogar (bisher) täglich auch sehr schnell, denn wenn es klappt bin ich schnell weg > aber trotzdem, nicht wenn ich aber schlafen möchte oder es vor habe...

Dabei sind die Gründe diesmal bei mir so "banal"... Es ist keine Angst mehr.
Ich würde so gerne einen geregelten Schlafrhythmus haben, da ich Jahre lang alles "verpennt" hatte. Habs mir zu gut gehen lassen mit dem Schlafen. Ich möchte den Morgen nicht mehr verpassen und am Tage wach sein. Nicht nur immer Abends oder Nachts - vor allem nicht jetzt mehr (die Dunkelheit schlägt härter zu). Ich möchte wieder mehr erleben und nicht ständig schlafen gehen sobald ich gelangweilt oder müde bin. Wie Skip-den Tag.

Ich weiß, ich schaue zu oft auf die Uhr, realisiere dann wie schnell es zurzeit dunkel wird und der Tag zu Ende geht - es ist für mich gefühlt immer 16-20Uhr und "der Tag" ist vorbei und in meinem Kopf ist es Abendzeit, es ist wieder mal dunkel und nix mehr los. Ich war es eher gewohnt immer Nachts sehr lange wach zu sein.

Ich habe bisher auch alles allein verarbeitet und kam langsam damit klar, indem ich mich drüber informiert habe und angefangen habe mich besser und meine Psyche so zu "akzeptieren". Ich habe versucht Wege und Mittel zu finden mit allem besser klar zu kommen.
Ich versuche mich und mein Leben positiv zu verändern, es alles besser zu machen, mir mehr Mühe zu geben und auf mich zu achten.

Nun ist daraus sogar unterbewusst ein Druck geworden und es ist schwer abzustellen, ich wache zitternd so sogar auf ohne was vorher gedacht zu haben.
(Dabei freue ich mich jedes mal geschlafen zu haben)

Versuche alles. Neben halb-sitz und liege Posen, zur Entspannung, Atemübungen, Schlaftechniken, mit Musik, Tees - Melatonin, Melatonin-Tabletten, Baldrian, ohne Druck/mit gut Einreden, mit überziehen und übermüdet sein, mit entspannendem Rauchen, mit Ablenkung bis zum stark müde sein - Mein Körper will einfach nicht durchschlafen.

Blöder Fragmentierter Schlaf! Blöde Psyche!🤬

Hat jemand vielleicht noch Tipps? Bin für jede Hilfe dankbar!

#41


Schlaflose
Zitat von Lingu:
Versuche alles. Neben halb-sitz und liege Posen, zur Entspannung, Atemübungen, Schlaftechniken, mit Musik, Tees - Melatonin, Melatonin-Tabletten, Baldrian, ohne Druck/mit gut Einreden, mit überziehen und übermüdet sein, mit entspannendem Rauchen, mit Ablenkung bis zum stark müde sein - Mein Körper will einfach nicht durchschlafen.

Ich rate zu schlafanstoßenden Antidepressiva. Das ist das einzige, was mir hilft.

x 1 #42


A


Schlafstörungen - kann nicht durchschlafen / wache auf

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Lingu
Zitat von Schlaflose:
Ich rate zu schlafanstoßenden Antidepressiva. Das ist das einzige, was mir hilft.

Hat dir das direkt geholfen oder musstest du dich erst einmal drauf einstellen?

Vor ca. 10 Jahren hatte ich schon einmal Antidepressiva für eine längere Zeit genommen (ca. 2 Jahre) aber es hat nicht gewirkt. Kam mir vor wie ein Placebo und ich hatte es dann nach längerer Zeit einfach von selbst abgesetzt gehabt. Hatte sich auch nichts verändert, obwohl mein Therapeut meinte ich müsste es für die nächsten 6 Jahre nehmen, sonst würde es mir "wieder schlechter" gehen. (Therapeut war nicht gut und wollte mich eigentlich auch nicht behandeln)

#43


Schlaflose
Zitat von Lingu:
Hat dir das direkt geholfen oder musstest du dich erst einmal drauf einstellen?

Sicher. Die schlafanstoßende Wirkung dieser ADs setzt sofort ein. Für die antidepressive/stimmungsuafhellende Wirkung muss sich erst ein Spiegel bilden, was 3-4 Wochen dauern kann.


Zitat von Lingu:
Vor ca. 10 Jahren hatte ich schon einmal Antidepressiva für eine längere Zeit genommen (ca. 2 Jahre) aber es hat nicht gewirkt. Kam mir vor wie ein Placebo und ich hatte es dann nach längerer Zeit einfach von selbst abgesetzt gehabt. Hatte sich auch nichts verändert, obwohl mein Therapeut meinte ich müsste es für die nächsten 6 Jahre nehmen, sonst würde es mir "wieder schlechter" gehen. (Therapeut war nicht gut und wollte mich eigentlich auch nicht behandeln)

Welches AD hast du damals genommen? Nicht jedes schlägt bei jedem an. Mein erstes war Amitriptylin, das sofort gut anschlug. Nach einigen Jahren ließ die Wirkung nach und ich habe mehrere durchprobiert, aber nur Doxepin wirkte. Das nehme ich seit 2008.

x 1 #44


Lingu
Zitat von Schlaflose:
Welches AD hast du damals genommen? Nicht jedes schlägt bei jedem an. Mein erstes war Amitriptylin, das sofort gut anschlug. Nach einigen Jahren ließ die Wirkung nach und ich habe mehrere durchprobiert, aber nur Doxepin wirkte. Das nehme ich seit 2008.

Oh, ehrlich gesagt weiß ich das leider nicht mehr. Ich habe mich damals dafür nicht interessiert und habe selbst an vieles nicht geglaubt gehabt. Erst nachdem alles ausgebrochen ist, leider viel zu Spät - realisiert man es auf die harte Tur. Mein Therapeut hat damals auch nie etwas erzählt oder mit mir geredet, ich sollte es einfach nehmen.

Habe aber bald wieder Termine und werde mich mal drüber schlau machen. Danke! Smile

#45


S
@Lingu
Darf ich fragen ob du auch einen erhöhten Puls hast beim erwachen in der Nacht? Ist bei mir seit 3-4 Wochen so, nicht immer aber manches erwachen was mir Sorgen macht... Schlafe auch die ersten 1-2 Stunden gut aber dann geht es los mit fast stündlichem Augen öffnen mit Problemen... Träume auffällig viel über Dinge die mich im Alltag "nerven" usw. und erwache schnell wieder. Oftmals schlafe ich schwer wieder ein, vorallem wenn der Puls erhöht war(90-100 Puls) und dementsprechend ist dann der Tag... Entspannungsmusik über kleine Kopfhörer helfen in der Not, möchte ich aber nicht permanent nutzen. Der Schlaf fühlt sich oberflächlich und nicht erholsam an, wenn man Schlaf bekommt... Hausarzt riet mir zu Mirtazapin, hab aber erstmal "nur" was pflanzliches(Lunalaif) was aber nur am Anfang/Abend schläfrig macht, aber das Einschlafen ist nicht mein Problem...

Danke

#46

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Lingu
Zitat von Stolper_Hannes:
Darf ich fragen ob du auch einen erhöhten Puls hast beim erwachen in der Nacht?

Direkt den Puls habe ich noch nicht kontrolliert, ich halte das nicht für ratsam aber es kann gut möglich sein, weil ich zurzeit immer mit Zittern aufwache (leichtes Zittern den ganzen Tag anhält) und kurz nach dem Schlafen gefühlt auch etwas schneller/aufgeregter (oder flacher/kürzer) atme. Ich merke dann auch mein Herzschlag, bin auch extrem gereizter und gestresster nach dem Aufstehen. Alles Negaitve würde mich direkt stressen und hibbelig machen.

Ich würde es nicht beschreiben wie aufschrecken oder so, es begleitet mich irgendwie im Hintergrund, weil ich mich zu sehr darauf fixiere. "Schlaf, Schlaf, Schlafprobleme..."

Vielleicht hast du das mit dem Puls einfach zu sehr im Kopf und es lässt dich nicht los? Der Körper reagiert dementsprechend auch.
Vor ein paar Wochen hatte ich schon 3 Stunden durchschlafen im liegen geschafft aber ein negatives Ereignis hat mich wieder auf 40min katapultiert. Heute habe ich wieder 1,5 Stunden geschafft - je nachdem wie ich mich fühle und wie sehr ich fixiert auf das Thema bin.

x 1 #47


S
@Lingu ja bin schon auf den Puls fixiert, dass stimmt! Liegt aber an den vielen erlebten Ereignisse mit schnellem Puls / Panikattacken in der Nacht... hab eine Schlafapnoe die zwar therapiert wird aber mich trotzdem noch beschäftigt

#48


Lingu
Zitat von Stolper_Hannes:
ja bin schon auf den Puls fixiert, dass stimmt! Liegt aber an den vielen erlebten Ereignisse mit schnellem Puls / Panikattacken in der Nacht...

Kenne ich mit den schlechten Erfahrungen, habe in letzter Zeit auch viele durchmachen müssen.
Wünschte, ich hätte solche Gefühle und so ein Zustand auch nie kennengelernt.

Jetzt erinnert sich Kopf und Körper daran zu stark und ist direkt in Alarmstufe.
Je mehr man sich damit beschäftigt, deso mehr Kraft gibst du der Sache sich auszubreiten.

"Der Puls darf auch mal für ein Moment schneller sein." oder "Das kommt von mir selbst, komme erst einmal wieder runter."

Nimm deiner Angst ihre Kraft und versuche dich zu beruhigen.
Je mehr man etwas als Problem sieht, desto schwieriger wird es davon wieder los zu kommen.

x 2 #49


A
@Stolper_Hannes

Hat Lunalaif dir geholfen?

#50


A

B
Zitat von Athiina:
Habt ihr Tipps, was man dagegen tun kann?

Ich bin irgendwann drauf gekommen, das mir ein Leck-mich-am-Arsch, also so ein "ist-mir-egal"-Gefühl bzw. Gedanken am besten helfen. Leider bin ich da erst sehr spät drauf gekommen und nicht in meiner schlimmsten Zeit, als ich wochenlang nicht schlafen konnte, bis ich am Ende war.

"ist-mir-egal"-Gefühl in dem Moment, also nicht allgemein immer. Egal welche Gedanken mir durch den Kopf gehen und mich wachhalten, in dem Moment will ich nichts davon wissen und mache mir das mental auch deutlich. Egal wie bescheuert und angsteinflößend oder sonstwie aufregend: Ist mir alles egal! Lass mich in Ruhe. Ich will schlafen. Und wenn die Welt untergeht: Ist mir egal. egal, egal, egal. Ist mir alles egal.

x 1 #52


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