Mrs_Jo
Hallo an Alle,

brauche mal euren Rat.

Mir geht es in den letzten Wochen / Monaten zunehmend schlechter und das mit dem schlafen auch.

Gestern hat mir mein Psychiater Quetiapin verordnet. Ich soll das Mirtazapin weglassen und dafür eben das neue Medikament nehmen. Damit soll ich besser schlafen können.

Also habe ich gestern Abend 25 mg genommen, er meinte auch, ich muss mich ran tasten und erstmal mit einer Tablette anfangen, bis zu vier waren möglich.

Mir ging es die Nacht damit aber wirklich schlecht. Positiv war allerdings, dass ich gut schlafen konnte. Aber ich habe im Traum meine aktuellen Symptome widergespiegelt. Duselig, schwindelig, als würde sich alles drehen, merkwürdige Zuckungen ect.
Mir ist immernoch etwas mulmig und duselig und nun habe ich Angst, es weiter einzunehmen.

Ob ich lieber wieder Mirtazapin nehme und das Quetiapin weglasse? Die Tabletten sind auch so klein, dass ich sie wahrscheinlich nicht geteilt bekomme, sodass ich erstmal nur 12,5 mg nehme.

Dieses Gefühl, es dreht sich alles war wirklich eklig und unangenehm. Als ich das erste mal aufgewacht bin musste ich meinen Blick erstmal sammeln weil alles "verdreht" und ganz komisch war.

Wahrscheinlich sind diese Nebenwirkungen völlig normal aber ich werde dadurch immer so unsicher und weiß nicht, ob das wirklich richtig ist.

Wollte auch eigentlich wegkommen von den ganzen Tabletten, frühs/mittags Venlafaxin und abends Mirtazapin bzw. jetzt Quetiapin, aber scheinbar soll es nicht sein.
Die Depression und die Einsamkeit bekomme ich aber einfach nicht in den Griff... Und irgendwann kann ich bestimmt nicht mehr.

Bin ganz schön am Ende und das mit den neuen Tabletten macht mir zusätzlich große Angst.

Danke fürs zuhören und eure Hilfe.

LG MrsJo

19.06.2018 07:46 • 19.06.2018 #1


7 Antworten ↓


la2la2
Hey,
wieviel mg Mirtazapin hast du denn genommen?

Zitat von Mrs_Jo:
Ob ich lieber wieder Mirtazapin nehme und das Quetiapin weglasse? Die Tabletten sind auch so klein, dass ich sie wahrscheinlich nicht geteilt bekomme, sodass ich erstmal nur 12,5 mg nehme.

Hast du schon Melatonin ausprobiert? Ist das natürliche Schlafhormon, dass auch vom Körper gebildet wird. Das hat im Gegensatz zu dem ganzen Psychopharmaka Zeugs KEINE nennenswerten Nebenwirkungen.
Zu verlieren hast du nichts (außer 5-15Euro), gewinnen kannst du jedoch mit etwas Glück eine sehr gute Schlafqualität......

Gibt in Apotheken (und Internet) Tablettenteiler zu kaufen. Mit denen bekommst du so gut wie jede Tablette geteilt......


Zitat von Mrs_Jo:
Die Depression und die Einsamkeit bekomme ich aber einfach nicht in den Griff... Und irgendwann kann ich bestimmt nicht mehr.

Gefühlte Einsamkeit oder echte Einsamkeit durch mangelnde soziale Kontakte?

19.06.2018 10:52 • #2


Mrs_Jo
Hallo la2la2,

Zitat:
wieviel mg Mirtazapin hast du denn genommen?


Ich bin mir gerade zwar nicht ganz sicher, aber ich meine es sind 30 mg die ich abends immer eingenommen habe.

Melatonin habe ich noch nicht probiert. Danke für den Tipp.
Ist jetzt nur die Frage, ob ich dann wieder mein Mirtazapin nehme und zusätzlich Melatonin?
Weil einfach absetzen kann ich das nicht. Bin seit 2015 darauf eingestellt.

Vielleicht rufe ich den Psychiater morgen früh einfach nochmal an und Frage ihn. Denn dieses eklige Gefühl vom Quetiapin möchte ich nicht haben. Aber gut schlafen möchte ich eben trotzdem gern...

Zitat:
Gefühlte Einsamkeit oder echte Einsamkeit durch mangelnde soziale Kontakte?


Ein bisschen von beidem.
Bis 2016 war es nur die gefühlte Einsamkeit, ab da kam die "echte" dazu weil meine Beziehung in die Brüche ging und er mein einziger halt gewesen ist.
Meine Schwester ist zwar 2 - 3 x im Jahr hier zu Besuch und ich öfter mal bei ihr, aber das ändert ja leider nichts an dem Gefühl.
Es ist halt dieses Grundgefühl einsam zu sein. Ich hab niemanden mit dem ich über meine Probleme oder auch allgemein mal reden kann.

Ich habe glaube einfach den Anschluss verloren und es wird halt immer schwieriger dieses wiederzufinden.

Danke für Deine Antwort und Hilfe!

19.06.2018 13:09 • #3


la2la2
Zitat von Mrs_Jo:
Ich bin mir gerade zwar nicht ganz sicher, aber ich meine es sind 30 mg die ich abends immer eingenommen habe.

WTF und die will der einfach so auf 0 setzen von einem Tag auf den anderen und stattdesse Quetiapin?
Da wirst du mit etwas Pech im Laufe der Tage bis Wochen schwere Entzugserscheinungen bekommen bei so einer radikalen Reduktion von Mirtazapin. Nur so als Info, damit du dich nicht wunderst, wenn es dir in den nächsten Wochen deutlich schlechter geht.

Zitat von Mrs_Jo:
Melatonin habe ich noch nicht probiert. Danke für den Tipp.
Ist jetzt nur die Frage, ob ich dann wieder mein Mirtazapin nehme und zusätzlich Melatonin?

Eigentlich wäre der richtige weg zuerst Melatonin etc. pp. auszuprobieren. Erst wenn die ganzen harmlosen Mittelchen nicht wirken, den Chemiekram vom Arzt auszuprobieren.......

Zitat von Mrs_Jo:
Es ist halt dieses Grundgefühl einsam zu sein. Ich hab niemanden mit dem ich über meine Probleme oder auch allgemein mal reden kann.

In solchen Fällen kann es nicht schaden mal zum Psychologen zu tingeln. Der darf dir garnichts verschreiben, dafür kannst du im Rahmen der Schweigepflicht deine Seele "auskotzen"

19.06.2018 13:49 • #4


Mrs_Jo
Zitat:
WTF und die will der einfach so auf 0 setzen von einem Tag auf den anderen und stattdesse Quetiapin?


Ja. Also er hat gesagt ich soll es ganz weglassen und nur Quetiapin nehmen. Und ich soll selbst variieren ob 1 Tablette oder 4. Soll mich halt ran Tasten.
Bloß ich hab nur nach einer Tablette heute den ganzen Tag schon Probleme. Kloß im Hals, mulmiges unruhiges Gefühl. Eigentlich habe ich echt Angst die nächste zu nehmen. Bloß beides einfach weg lassen will ich auch nicht.

Zitat:
In solchen Fällen kann es nicht schaden mal zum Psychologen zu tingeln. Der darf dir garnichts verschreiben, dafür kannst du im Rahmen der Schweigepflicht deine Seele "auskotzen"


Also der Psychiater hat mir das verschrieben.
Psychologen habe ich derzeit keinen. Habe im Februar die Therapie abgebrochen weil ich mich mit dem Therapeut nicht mehr verstanden habe und seitdem suche ich jemand neues.

Also ich rufe ihn trotzdem morgen an und sage ihm wie es mir geht und ob das normal ist. Und ob das richtig ist das Mirtazapin komplett wegzulassen.

Dankeschön nochmal.

19.06.2018 17:56 • #5


la2la2
Zitat von Mrs_Jo:
Bloß beides einfach weg lassen will ich auch nicht. :-

So war das auch nicht gemeint, sondern ERST Mirtazapin über Wochen (bis Monate) langsam ausschleichen und erst DANN was neues anfangen.
Weil so hast du 0 Ahnung, ob die Symptome Entzugserscheinungen vom Mirtazapin sind oder Nebenwirkungen vom Quetiapin - vor allem in den nächsten Wochen, wenn du diesen abrupten Wechsel weiter durchziehst....

19.06.2018 18:05 • #6


Mrs_Jo
Okay, dann habe ich es jetzt verstanden.

Werde heute Abend das Mirtazapin wie gewohnt nehmen und morgen erst nochmal abklären ob das wirklich so gewollt ist und ob es normal ist das es mir so geht.

Bin bei sowas leider völlig überfordert, da man ja darauf vertraut, das der Psychiater weiß was er tut...

19.06.2018 18:09 • #7


Hallo!
Ich habe 6 Monate seroquel (quetiapin) genommen. Jeden Abend 200 mg (retard).
Ich habe sie allerdings nicht alleine sondern als wirkverstärker zu cipralex und trittico genommen.
Hat gut funktioniert, habe leider sehr viel zugenommen und konnte seroquel zum Glück nach 6 Monaten absetzen, weil die ADs alleine gewirkt haben.
Liebe grüße

19.06.2018 19:59 • #8




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