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Draynur
Hallo ihr Lieben,

Ich wollte kurz was loswerden und mal eure Hilfe erbitten...ich bin in einer Zwickmühle.

Wie der Titel schon sagt, habe ich Probleme wenns darum geht mich zu bewerben bzw. wieder ins Arbeitsleben einzusteigen.
Ich hab jetzt seit 2 Jahren eine Angststörung mit Panikepisoden und bin seitdem arbeitslos. Nun bin ich an dem Punkt angelangt wo ich wieder arbeiten möchte und meinen Traum verwirklichen möchte: ich möchte eine Lehre zum Konditor anfangen. Nun das Problem: ich traue mich einfach nicht. Ich kann das einfach nicht, es ist wie als blockiert mich etwas. Eigentlich fände ich es nicht schlimm wenn ich die Bewerbungen abschicken würde, nur eine Bewerbung soll ich, laut vieler Meinungen hier in der Familie, lieber persönlich abgeben. Wenn ich daran denke das ich die Bewerbung persönlich abgeben soll...ich würde am liebsten in die Erde versinken. Ich hab so eine Panik davor, das etwas schief laufen würde. Es wäre auch kein problem wenn ich noch Zeit hätte, die meisten Dinge muss ich eben langsam angehen lassen und dann klappt das definitiv. Nur wir haben schon April..und jeder macht mir so einen enormen Druck. Sätze wie Du bist gesund, du hast nichts also geh dich bewerben! oder Du bist 20 und hast noch keine Ausbildung, willst du dein ganzes Leben lang so weiter machen? höre ich fast täglich. Und irgendwie haben die ja Recht aber das bringt mich einfach noch mehr zum verzweifeln... und ein weiteres Problem ist das ich jetzt gezwungen werde zu arbeiten, weil ich kein AG1 bzw. AG2 bekomme und ich so meine Musikschule/Geige nicht zahlen kann, und ohne meine Geige wäre ich ein Wrack. Meine Geige hat mir so sehr geholfen durch meine frühere Depri-Phase zu kommen, ws ist wie eine Seelentherapie füe mich...und wenn ich mir vorstelle das ich das nicht mehr haben werde...undvorstellbar. meine eltern wollen das ebenfalls nicht bezahlen weil das ja angeblich zu teuer ist - die müssen fast alles von meinem bruder zahlen da er studiert. Und arbeiten...eigentlich keine schlechte Idee, nur fühle ich mich so gar nicht bereit dazu. Ich bin kurz davor aber noch nicht an diesem Punkt angelangt an den ich sagen kann ich werde jetzt arbeiten!.
Ich fühle mich wie ein Luftballon der kurz davor ist zu platzen...und ich weiß nicht weiter.

Was würdet ihr tun? Denkt ihr ich überreagiere? Ich meine ich möchte unbedingt wieder arbeiten aber ich fühle mich einfach nicht bereit.

Ich danke euch für jegliche Art von Unterstützung!

Mfg, Drayne~

10.04.2017 12:13 • 27.04.2017 #1


15 Antworten ↓


F
Hey,
Also ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es böse in die Hose gehen kann, wenn man zu überstürzt handelt. Ich werde 25, habe auch noch nichts gelernt und ich hatte durchaus auch lange ein Problem damit, weil es einem eben schon Angst macht, gar nicht mehr zu Potte zu kommen. Ich bin seit 2013 erwerbsunfähig und hab lange und viel an meiner Problematik gearbeitet (ebenfalls Angststörung mit Panikattacken). Seit September 2016 arbeite ich überhaupt das erste mal richtig und es war gut, dass ich gewartet hab, bis ich tatsächlich stabil genug war. Es ist nur ein Minijob, aber es ist genau richtig für mich. An eine Ausbildung hätte ich mich auch noch nicht rangewagt.
Lass dir von deinen Eltern nicht solche Angst machen. Die scheinen irgendwie so gar nicht zu verstehen, was mit dir los ist. Du bist erwachsen, du kannst das ganz alleine entscheiden was du machst und was du nicht machst.
Wenn dir die Ausbildung noch zu große Angst macht oder du überhaupt für Vollzeitbeschäftigung noch nicht bereit bist, wäre ein Minijob eine Option? Sozusagen als Einstieg, um überhaupt wieder reinzukommen. So mache ich das auch, ist jedenfalls der Plan. Die Tage hab ich erst mit meinem Chef darüber gesprochen, ob es möglich wäre, meine Stundenzahl zu erhöhen, wenn ich mich fit genug dafür fühle. Der ist da zum Glück absolut entgegenkommend
Also mein Rat wäre wirklich, kleine Schritte zu machen. Die großen laufen schnell Gefahr, einen total zu überfordern. Hängt natürlich mit deiner allgemeinen Verfassung zusammen, aber soweit ich das rauslesen kann, bist du in einer ähnlichen Lage, wie ich damals. Man will unbedingt, aber alles schreit in einem, dass man nicht bereit ist.

10.04.2017 12:23 • x 1 #2


A


Probleme mit Bewerbung und Selbstpräsentation

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kl Schnecke
Hallo!
1. du musst keine Bewerbung persönlich abgeben wenn du es nicht willst, schick sie doch mit der Post.
2. aus welchem Grund sollst du sie denn persönlich abgeben
3. was hast du denn bisher gearbeitet
4. machst du Therapie, was sagt dein Therapeut zum Thema bewerben?

Gruß kl. Schnecke

10.04.2017 12:30 • #3


Draynur
Zitat von fml:
Hey,
Also ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es böse in die Hose gehen kann, wenn man zu überstürzt handelt. Ich werde 25, habe auch noch nichts gelernt und ich hatte durchaus auch lange ein Problem damit, weil es einem eben schon Angst macht, gar nicht mehr zu Potte zu kommen. Ich bin seit 2013 erwerbsunfähig und hab lange und viel an meiner Problematik gearbeitet (ebenfalls Angststörung mit Panikattacken). Seit September 2016 arbeite ich überhaupt das erste mal richtig und es war gut, dass ich gewartet hab, bis ich tatsächlich stabil genug war. Es ist nur ein Minijob, aber es ist genau richtig für mich. An eine Ausbildung hätte ich mich auch noch nicht rangewagt.
Lass dir von deinen Eltern nicht solche Angst machen. Die scheinen irgendwie so gar nicht zu verstehen, was mit dir los ist. Du bist erwachsen, du kannst das ganz alleine entscheiden was du machst und was du nicht machst.
Wenn dir die Ausbildung noch zu große Angst macht oder du überhaupt für Vollzeitbeschäftigung noch nicht bereit bist, wäre ein Minijob eine Option? Sozusagen als Einstieg, um überhaupt wieder reinzukommen. So mache ich das auch, ist jedenfalls der Plan. Die Tage hab ich erst mit meinem Chef darüber gesprochen, ob es möglich wäre, meine Stundenzahl zu erhöhen, wenn ich mich fit genug dafür fühle. Der ist da zum Glück absolut entgegenkommend
Also mein Rat wäre wirklich, kleine Schritte zu machen. Die großen laufen schnell Gefahr, einen total zu überfordern. Hängt natürlich mit deiner allgemeinen Verfassung zusammen, aber soweit ich das rauslesen kann, bist du in einer ähnlichen Lage, wie ich damals. Man will unbedingt, aber alles schreit in einem, dass man nicht bereit ist.


Hallo fml, ich danke dir für deine hilfreiche Antwort!
Und du hast Recht, es geht mir ähnlich. Ich wollte eigentlich dieses jahr gar keine Ausbildung anfangen, sondern mit einem Nebenjob anfangen um wieder ins Arbeitsleben reinzukommen. Nur meine Familie meint das ich spät dran bin und mit 23-25 erst eine Ausbildung zu haben ist sehr spät..oder so ähnlich haben dies aufgefasst. Auf jeden Fall gibt es dazu auch noch probleme. Erstmal muss ich erwähnen, das ich die Motivation, dieses Jahr eine Ausbildung anzufangen, verloren habe, weil ich einfach merke wie überfordert ich mich fühle, obwohl ich vor ein paar Tagen noch total motiviert war. Das große Problem: meine Eltern wollen keine Arbeitslosigkeit im Haus. Mein Vater hat schon seeehr oft gemeint, er toleriert jahrelange Arbeitslosigkeit nicht mehr, und das war ganz klar eine Art Drohung, das er mich raus schmeißen würde. Und es gab auch ein paar Male wo er es deutlich gesagt hat. Die halten nichts von Nebenjobs, für die gibt es nur Ausbildung, nichts anderes. Und selbst wenn ich meiner Familie erkläre, dass ich sehr wohl irgendwann, wenn ich wieder richtig stabil bin, eine Ausbildung anfangen möchte, glauben die mir nicht. Ich hab eben erst vor kurzem gelernt, richtig mit meiner Angst umzugehen. Nur grade bin ich einfach überfordert, der Druck ist einfach viel zu hoch.
Desweiteren habe ich Angst, ein Nebenjob anzufangen. Zumindest nur, wenn es irgendwo ist, wo sich viele Menschen rumtreiben, zum BEispiel im Supermarkt. Wir haben Läden hier wo Nebenjobber gesucht werden, nur die Vorstellung, dass ich in einem Laden arbeite....an der Kasse? Davor hab ich die meiste Panik. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen muss wenn ich Menschen sehe die ich am Liebsten nie mehr sehen würde, aber das ist eine andere Geschichte (Mobbing in der Schule etc.)
Wenn ich nun meiner Familie erkläre, erst ein Nebenjob machen zu wollen und dieses Jahr noch keine Ausbildung anzufangen, tja...der Teufel wäre hier los, das könnt ihr mir glauben. Meine Familie ist bei sowas total streng. Und ich wohne eben hier im Elternhaus, da kann ich mir auch nicht alles erlauben, wenn es um meine Zukunft geht, so wie es scheint, da man mich ja sonst rausschmeißt.

Zitat von kl Schnecke:
Hallo!
1. du musst keine Bewerbung persönlich abgeben wenn du es nicht willst, schick sie doch mit der Post.
2. aus welchem Grund sollst du sie denn persönlich abgeben
3. was hast du denn bisher gearbeitet
4. machst du Therapie, was sagt dein Therapeut zum Thema bewerben?

Gruß kl. Schnecke


Hallo kl. Schnecke. Genau das ist es: Ich wohne nur 5 Minuten zu Fuß von der Konditorei entfernt, und wenn ich die per Post schicke könnten die vielleicht denken Ehm, der wohnt um die Ecke, wie faul ist der denn bitte? oder sowas.
Ich habe vor 2 Jahren noch eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer gemacht, die ich dann wegen Panikattacken abbrechen musste. Und seitdem bin ich arbeitslos.
Ich mache außerdem seit einigen Monaten Gesprächstherapien, die helfen mittlerweile auch gut. Ich bin zwar nicht komplett stabil, aber ich fühle mich besser als früher.

10.04.2017 13:08 • #4


F
Zitat von Draynur:
Desweiteren habe ich Angst, ein Nebenjob anzufangen. Zumindest nur, wenn es irgendwo ist, wo sich viele Menschen rumtreiben, zum BEispiel im Supermarkt. Wir haben Läden hier wo Nebenjobber gesucht werden, nur die Vorstellung, dass ich in einem Laden arbeite....an der Kasse? Davor hab ich die meiste Panik. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen muss wenn ich Menschen sehe die ich am Liebsten nie mehr sehen würde, aber das ist eine andere Geschichte (Mobbing in der Schule etc.)

Du, GENAU DAS habe ich auch gedacht, als ich mit dem Gedanken gespielt hab, im Supermarkt anzufangen. Viele Menschen und so, das hat mir auch immer Probleme gemacht. Aber ich habs trotzdem probiert und siehe da, es juckt mich überhaupt nicht. Ich verräume Ware, mit Kasse hab ich nix am Kopp. Ist aber wiederum eine Option, wenn ich mehr machen kann/will laut meinem Chef.
Ich arbeite 3 Tage die Woche für je 2-4, höchsten 6 Stunden, selten sind es aber tatsächlich mehr als 4.
Du hast eben den Vorteil, dass du abgelenkt bist. Klar, man macht sich vorher total die Platte von wegen viele Leute usw, aber im Prinzip merkt man davon gar nichts, weil man mit seinem Kram beschäftigt ist. Voll ist es ja dann erst an der Kasse Ich werd höchstens mal von den Kunden gefragt, wo sie was finden, die meisten grüßen nur und mehr hab ich mit den Kunden gar nicht zu tun.

Dass deine Eltern so drauf sind, ist natürlich ein Problem. Wollen die dich schlicht nicht verstehen? Also haben sie es denn mal versucht? Fragen die dich, was das Problem ist oder stempeln die dich nur als Spinner ab? Was sagt dein Therapeut dazu?
Meine Mutter war mal genau gegenteilig drauf. Sie wollte mich praktisch ständig in Watte packen, hat mich ständig mit ihrer Überfürsorge erdrückt, ich bin bald wahnsinnig geworden. Ich hab ALLEINE gewohnt und sie wollte mir irgendwelche Betreuer aufschwatzen, weil ichs halt mitm Haushalt nicht so hatte x) Irgendwann hab ich sie dann mal zu nem Termin mit meinem damaligen Psychiater mitgenommen. Der hat ihr richtig den Kopf gewaschen, sie hat geweint und ist aus der Praxis gestürmt, aber danach hatte sie es begriffen. Seitdem hab ich weitestgehend meine Ruhe deswegen. Das war 2012.
Vielleicht wäre das ja mal ne Überlegung, vor allem deinen Vater da mal mit hinzuschleppen für ein klärendes Gespräch, damit er mal einsieht, dass er dir absolut keine Hilfe ist, wenn er dir mit Rausschmiss droht und dich nur weiter runterzieht.

10.04.2017 13:25 • #5


Draynur
Zitat von fml:
Du, GENAU DAS habe ich auch gedacht, als ich mit dem Gedanken gespielt hab, im Supermarkt anzufangen. Viele Menschen und so, das hat mir auch immer Probleme gemacht. Aber ich habs trotzdem probiert und siehe da, es juckt mich überhaupt nicht. Ich verräume Ware, mit Kasse hab ich nix am Kopp. Ist aber wiederum eine Option, wenn ich mehr machen kann/will laut meinem Chef.
Ich arbeite 3 Tage die Woche für je 2-4, höchsten 6 Stunden, selten sind es aber tatsächlich mehr als 4.
Du hast eben den Vorteil, dass du abgelenkt bist. Klar, man macht sich vorher total die Platte von wegen viele Leute usw, aber im Prinzip merkt man davon gar nichts, weil man mit seinem Kram beschäftigt ist. Voll ist es ja dann erst an der Kasse Ich werd höchstens mal von den Kunden gefragt, wo sie was finden, die meisten grüßen nur und mehr hab ich mit den Kunden gar nicht zu tun.

Dass deine Eltern so drauf sind, ist natürlich ein Problem. Wollen die dich schlicht nicht verstehen? Also haben sie es denn mal versucht? Fragen die dich, was das Problem ist oder stempeln die dich nur als Spinner ab? Was sagt dein Therapeut dazu?
Meine Mutter war mal genau gegenteilig drauf. Sie wollte mich praktisch ständig in Watte packen, hat mich ständig mit ihrer Überfürsorge erdrückt, ich bin bald wahnsinnig geworden. Ich hab ALLEINE gewohnt und sie wollte mir irgendwelche Betreuer aufschwatzen, weil ichs halt mitm Haushalt nicht so hatte x) Irgendwann hab ich sie dann mal zu nem Termin mit meinem damaligen Psychiater mitgenommen. Der hat ihr richtig den Kopf gewaschen, sie hat geweint und ist aus der Praxis gestürmt, aber danach hatte sie es begriffen. Seitdem hab ich weitestgehend meine Ruhe deswegen. Das war 2012.
Vielleicht wäre das ja mal ne Überlegung, vor allem deinen Vater da mal mit hinzuschleppen für ein klärendes Gespräch, damit er mal einsieht, dass er dir absolut keine Hilfe ist, wenn er dir mit Rausschmiss droht und dich nur weiter runterzieht.


Hm...ich denke das wäre auch eine Option. Aber ich weiß nicht ob es für die Läden okay ist, wenn man nicht an der Kasse arbeitet..mich zu erkundigen ist genau so schwierig weil ich Angst vor Zurückweisung hab bzw. das man sagt das ich total übertrieben bin oder sowas.
Die wissen das es mir nicht gut geht, aber die nehmen das nicht so ernst. Jetzt, wenn ich mehr Glück zulasse und es mir besser geht, ich mehr im Haushalt mache, denkt meine Mutter z.b Du musst eine Ausbildung machen, dir geht es wieder gut. Aber die denken nicht dran das ich eventuell noch nicht stabil bin. Es ist fast so als ob es denen nicht interessiert...
Mein Therapeut meint, Arbeit ist der erste Schritt in Richtung Besserung. Ich denke, es ist egal, welche Arbeit, nur muss ich auch irgendwann eine Ausbildung anfangen. Ich hab noch nicht mit ihm so genau darüber gesprochen, aber ich denke er würde meinen das mir ein Nebenjob fürs Erste gut tun würde. Er könnte auch das komplette gegenteil meinen aber ich denke nicht dass das der Fall ist.

Naja, der ist bei sowas eh total verschlossen. Er meint sogar es würde mir besser gehen wenn ich einen christlichen Therapeuten aufsuchen würde. Er ist Christ, ich ja auch, aber der verhält sich manchmal total altmodisch. Und jetzt soll ich ihn da hin zerren? Ich kenne meinen Vater, der lässt sich nicht so einfach beeinflussen.

10.04.2017 13:31 • #6


BellaM85
Hey!
Also ich finde persönlich nicht das du für eine Lehre zu spät dran bist. Ich bin mit 18 Mutter geworden und war bis zum 6. Lebensjahr meiner Tochter nur Hausfrau ( gut mein freund ging arbeiten). Ich hab erst mit 24 Jahren angefangen eine Ausbildung zu machen die ich auch abgebrochen habe da es nichts für mich war und hab dann mit Ca 26 Jahren erst meine jetzige Lehre gemacht. Also war ich auch spät dran aber es war okay!
Setz dich wegen aussagen anderer nicht zu sehr unter Druck mach nur so Viel wie du auch selbst schaffst und dir zutraust

LG

10.04.2017 13:34 • #7


F
Zitat von Draynur:
Er meint sogar es würde mir besser gehen wenn ich einen christlichen Therapeuten aufsuchen würde. Er ist Christ, ich ja auch, aber der verhält sich manchmal total altmodisch.

Au Backe.. Seh schon, dein Vater ist n Fall für sich

Und wegen dem Nebenjob: Ich hab damals beim einkaufen (der Laden ist bei mir um die Ecke) ganz spontan einfach gefragt, ob die grad Minijobber brauchen. Hätte ich mir das nämlich explizit vorgenommen, dann und dann geh ich hin und frage, hätte ich mich ewig davor gedrückt. Das Spielchen kenn ich ja Du kannst dann ja auch nochmal betonen, dass du eben nicht an die Kasse willst. Dass du als Packer arbeiten möchtest. Ich musste nichtmal eine Bewerbung abgeben oder so, ich sollte dann die Woche drauf zum Probearbeiten kommen und Ende.

Alternativ.. Was ist mit Zeitung austragen? Das war das allererste, was ich gemacht hab. Samstags ca 3 Stunden lang unterwegs gewesen für sone Wochenendzeitung, später dann auch sonntags (hab nen 2. Bezirk übernommen). Der Lohn ist beschissen, aber man ist beschäftigt und die suchen eigentlich immer Leute. Und da haste bis auf die Frühaufsteher eigentlich auch kaum Kontakt zu den Leuten. Ich hab das n 3/4 Jahr gemacht, dann den Job im Supermarkt angefangen.

Ich würd mal mit deinem Therapeuten quatschen, wie du das mit deinen Eltern handhaben sollst. Das ist echt ne ätzende Situation.
Aber mal angenommen, dein Vater schmeißt dich raus: Er ist für dich finanziell verantwortlich, bis du eine Ausbildung abgeschlossen hast, soweit ich weiß. Wenn du also rausfliegst und dann wegen Wohnung etc zum Amt rennst, halten die bei ihm eh die Hand auf. Da schießt er sich dann irgendwie selbst ins Knie

10.04.2017 13:56 • #8


Icefalki
Mal was ganz anderes. Du schreibst, Konditor wäre dein Traumberuf. Hattest du schon Einblicke, wie es da zugeht?

Dann zu deinen Eltern. Wärst du mein Sohn,würde ich zu deiner zukünftigen Ausbildungsstätte gehen, und fragen, ob du nicht als Praktikant mal reinschnuppern darf.

Deine nächste Problematik wäre ja auch, deine 2 Jahre Lücke zu erklären. Das Problem ist, dass sich dein zukünftiger Ausbilder sehr wohl überlegen wird, wen er als AZUBI eingestellen wird.

Als Praktikant schlägst du alle Hürden. 1. Du kannst selbst sehen, inwieweit du belastbar bist, und ob der Job für dich super ist. 2. Wenn du dich gut schlägst, interessieren die 2 Jahre Krankheit niemanden mehr, 3. Die Eltern sind zufrieden, denn du bist auf dem Weg eine Ausbildung zu machen.

10.04.2017 16:41 • #9


Draynur
Zitat von BellaM85:
Hey!
Also ich finde persönlich nicht das du für eine Lehre zu spät dran bist. Ich bin mit 18 Mutter geworden und war bis zum 6. Lebensjahr meiner Tochter nur Hausfrau ( gut mein freund ging arbeiten). Ich hab erst mit 24 Jahren angefangen eine Ausbildung zu machen die ich auch abgebrochen habe da es nichts für mich war und hab dann mit Ca 26 Jahren erst meine jetzige Lehre gemacht. Also war ich auch spät dran aber es war okay!
Setz dich wegen aussagen anderer nicht zu sehr unter Druck mach nur so Viel wie du auch selbst schaffst und dir zutraust

LG


Das hab ich auch schon mal gehört, also das ich nicht zu spät dran bin, da ist meine Oma zum Beispiel total verständnisvoll.
Ich versuche es. Danke dir!

Zitat von fml:
Au Backe.. Seh schon, dein Vater ist n Fall für sich

Und wegen dem Nebenjob: Ich hab damals beim einkaufen (der Laden ist bei mir um die Ecke) ganz spontan einfach gefragt, ob die grad Minijobber brauchen. Hätte ich mir das nämlich explizit vorgenommen, dann und dann geh ich hin und frage, hätte ich mich ewig davor gedrückt. Das Spielchen kenn ich ja Du kannst dann ja auch nochmal betonen, dass du eben nicht an die Kasse willst. Dass du als Packer arbeiten möchtest. Ich musste nichtmal eine Bewerbung abgeben oder so, ich sollte dann die Woche drauf zum Probearbeiten kommen und Ende.

Alternativ.. Was ist mit Zeitung austragen? Das war das allererste, was ich gemacht hab. Samstags ca 3 Stunden lang unterwegs gewesen für sone Wochenendzeitung, später dann auch sonntags (hab nen 2. Bezirk übernommen). Der Lohn ist beschissen, aber man ist beschäftigt und die suchen eigentlich immer Leute. Und da haste bis auf die Frühaufsteher eigentlich auch kaum Kontakt zu den Leuten. Ich hab das n 3/4 Jahr gemacht, dann den Job im Supermarkt angefangen.

Ich würd mal mit deinem Therapeuten quatschen, wie du das mit deinen Eltern handhaben sollst. Das ist echt ne ätzende Situation.
Aber mal angenommen, dein Vater schmeißt dich raus: Er ist für dich finanziell verantwortlich, bis du eine Ausbildung abgeschlossen hast, soweit ich weiß. Wenn du also rausfliegst und dann wegen Wohnung etc zum Amt rennst, halten die bei ihm eh die Hand auf. Da schießt er sich dann irgendwie selbst ins Knie


Ich warte seit ein paar Wochen auf eine Antwort bei einer Zeitung, da würde ich morgens früh arbeiten (Teilzeit). Aber da meldet sich keiner, das wird denke ich noch dauern..
Leider kann ich mir grade gar nichts vorstellen...ich bin wieder in diesem Zustand wo jegliche Motivation und Hoffnung weg ist..:/
Ich habe in 8 Tagen ein Termin, mal schauen was mein Psychiater meint.

Zitat von Icefalki:
Mal was ganz anderes. Du schreibst, Konditor wäre dein Traumberuf. Hattest du schon Einblicke, wie es da zugeht?

Dann zu deinen Eltern. Wärst du mein Sohn,würde ich zu deiner zukünftigen Ausbildungsstätte gehen, und fragen, ob du nicht als Praktikant mal reinschnuppern darf.

Deine nächste Problematik wäre ja auch, deine 2 Jahre Lücke zu erklären. Das Problem ist, dass sich dein zukünftiger Ausbilder sehr wohl überlegen wird, wen er als AZUBI eingestellen wird.

Als Praktikant schlägst du alle Hürden. 1. Du kannst selbst sehen, inwieweit du belastbar bist, und ob der Job für dich super ist. 2. Wenn du dich gut schlägst, interessieren die 2 Jahre Krankheit niemanden mehr, 3. Die Eltern sind zufrieden, denn du bist auf dem Weg eine Ausbildung zu machen.


Früher habe ich mal 1 Tag Probe-gearbeitet, aber das ist schon 5-6 Jahre her, ich kann mich kaum dran erinnern. Also ich kanns mir vorstellen was man in einer Konditorei macht, aber wissen tu ichs leider nicht.

Also das von meinen Eltern was kommt, darauf könnte ich lange warten. Meiner Mutter gebe ich nicht die Schuld, sie kann kaum deutsch sprechen, aber mein Vater...ich weiß nicht, ders einfach....er xD Er möchte denke ich das wir alles selbst tun, ich meine, sobald ich irgendwas machen muss, was mit Erwachsenwerden zu tun hat, und ich frage ob ers nicht tun kann, dann meint er, ich soll mich nicht wie ein Kind anstellen. Also ich denke nicht das er mir helfen kann. Er kann mich höchstens zum Vorstellungsgespräch z.b hinfahren, aber wirklich keiner hilft mir richtig wenn es um meine Angststörung geht. Jeder hat sein eigenes Leben ich muss momentan ganz alleine durch die Angst.

Ich wollte eh ein Praktikum machen, dann hab ich einen Einblick UND habe etwas, was mir Punkte bringt, und das hab ich in Zukunft auch noch vor. Nur jetzt kann ichs mir wie gesagt nicht ganz vorstellen, ich meine, ich traue mich nichtmal meine Bewerbung persönlich abzugeben...

Ich weiß gerade gar nicht wie ich das alles aufnehmen soll. Die Entscheidung, noch keine Ausbildung anzufangen, könnte gravierend sein. Aber es könnte auch die beste Entscheidung meines Lebens sein, weil wenn ich später, wenn ich dann stabil bin, eine anfange, es wahrscheinlich besser laufen wird. Aber wenn ich grad nichtmal fähig bin, einen fremden Menschen zu treffen, wie soll ich dann am September eine Ausbildung anfangen? Es ist fast so, zumindest fühlt es sich so an, als ob ich meinen Eltern in den Rücken trete, weil ich vor 1 Woche noch motiviert war und jetzt gemerkt habe das es zu viel für mich ist...denkt ihr ich sollte mich wegen dieser Entscheidung schlecht fühlen?

10.04.2017 18:22 • #10


Icefalki
Es ist immer sehr schwierig, da kluge Ratschläge zu geben. Der eine braucht die Zeit, dem anderen macht das alles noch mehr Angst. Die eigene Angst sollte man verstehen können, lernen, dass eine grosse Unsicherheit in einem steckt..

Angst will beschützen, nur vor was eigentlich? Selbstwertgefühl, evtl. Eh nicht besonders ausgeprägt, nun ist es gänzlich weg.
Je länger es geht, desto fremder wird alles. Dann kommen logische Zukunftsängste, die jetzt real sind. Ein unendlicher Kreislauf, denn meistens könne wir wirkliche Angst nicht von der unwirklichen Angst trennen. Das macht alles nochmals schwieriger.

Ich würde, gut, dann füttern wir eben das Monster, eine Bewerbung mit dem Angebot eines Praktikums abschicken. Sodele, und das was tust du, wenn die dich zum Anschauen einladen?
Oder Minijob, wäre das einfacher, oder leichter, weil davon nichts abhängt? Vorsprechen musst du da auch.

Kannst ja mal ganz in Ruhe dir alles durch den Kopf gehen lassen.

10.04.2017 19:13 • x 1 #11


I
Wärst du deutlich älter würde ich sagen der Zug ist abgefahren. Aber mit gerade erst 20 stehen dir noch ziemlich alle Türen offen. Ein bisschen nach Orientierung suchen in jungen Jahren ist noch kein absolutes Hinderniss und wenn du ein wenig verkaufen kannst, dass du dich dennoch in der Zeit weiterentwickelt hast, sei es z. B. handwerklich, sprachlich, im Ungang mit Menschen... dann sehe ich da noch gute Chancen. Ich bin auch erst mit 22 in die Ausbildung eingestiegen. Gut, da war noch G9 und Wehrdienst. Außerdem Vorschule und einmal sitzen geblieben.

14.04.2017 11:26 • x 1 #12


kl Schnecke
Zitat von Intimidator:
Wärst du deutlich älter würde ich sagen der Zug ist abgefahren.

Wie so das denn?

14.04.2017 12:19 • #13


I
Das ist der reguläre Gang der Dinge. Je älter ohne gestiegene Erfahrung desto schlechter die Chancen. Ich sage wder, dass ich das gut noch das ich das schlecht finde, nur dass es so ist. Ausnahmen gibt es sicherlich, darauf zu bauen ist aber nicht gut.

14.04.2017 19:41 • #14


Draynur
Also ich danke erstmal jedem, für eure Antworten.
Ich hab mich jetzt vor ein paar Wochen dazu entschlossen, doch dieses Jahr eine Ausbildung anzufangen...dann hab ich meine BEwerbungen fertig geschrieben die waren so gut wie bereit fürs wegschicken. Dann hab ich mich DOCH nochmal umentschieden. So, jetzt nach ca. 5 Wochen, bin ich an einem anderen Punkt: Ich habe 3 Bewerbungen abgeschickt am Montag und habe gestern eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Ich war wirklich froh, und als ich die BEwerbungen abgeschickt habe, oder eher seitdem ich sie abgeschickt habe, fühle ich mich anders, befreiter und als ob eine Last von mir weg ist, jedoch auch anders, weiß nicht wie ich das beschreiben kann. Diese Freude fühlt sich ungewohnt an...ich meine, ich hab etwas getan wovor ich mega Angst habe, aber die Erleichterung ist riesengroß!
ich bin jetzt schon mega nervös wegen meinem baldigen Vorstellumgsgespräch, aber ich denke ich kriege das hin. Ich werde mich jetzt vorbereiten und einfach alles auf mich zukommen lassen.

27.04.2017 15:54 • x 1 #15


I
Dann viel Erfolg. Das einigermaßen einfach auf sich zukommen lassen ist shcon richtig, aber nicht vollends. Ein klein wenig Vorbereitung wie z. B. Recherche über das Unternehmen (Produkte, Zielgruppe) und zurechtlegen von Anworten auf Standardfragen (Stärken und Schwächen, wo sehen sie sich in 10 Jahren...) ist schon angebracht.

27.04.2017 17:56 • #16


A


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