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Reinlichkeit, Disziplin und Ordnung, Pünktlichkeit, das sind ja alles deutsche Tugenden und scheinen der Kitt eurer Hausgemeinschaft zu sein.
Es gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit und du bist da wohl als Störfaktor ein Dorn im Auge, der überwacht und erzogen werden muss.
So erkläre ich mir dieses ganze kleinbürgerliche Getue.
Dazu noch etwas Durchsetzung der Hackordnung und vielleicht auch Misstrauen gegenüber der Jugend, denn mit 40 bist da wohl einer der jüngeren Mieter.
Soweit zu den Gründen, warum man da auf dir rumhackt. Na und für die spezielle Nachbarin scheinst du ja ihr persönliches Freizeithobbyopfer zu sein.
Eine mail an die Verwaltung bringt wahrscheinlich gar nichts, weil die anderen ihren gewohnten Trott nicht aufgeben werden und dann du noch mehr in die Rolle des Störenfrieds kommst, der nicht kooperiert und nun sogar noch anschwärzt, wo es doch eigentlich, um Ordnung und Sauberkeit geht, wo keine Abstriche geduldet werden können, aus Sicht der anderen Mieter. Das wird die Situation verschlimmbessern.
Manchmal hilft dann sche ißfreun dlich zu sein und sich dem herrschenden Trott unterzuordnen, gibt aber keine Garantie dafür.
Oder du ignorierst das Ganze, machst deine Dienste, so wie es die Hausverwaltung verlangt und wehrst dich nur gegen diese Erziehungsmaßnahmen der Dame, indem du dir das freundlich, aber direkt verbittest, dich zu nerven und zur Unzeit zu klingeln.
Andererseits kann ich verstehen, wenn die Leute nicht in einem dreckigen Haus wohnen wollen und wenn die Handwerker ihren Dreck nicht weg machen, selbst zur Tat schreiten und du eher auf die Pflicht des Reinigungsdienstes pochst und der Dreck dann immer dicker liegen bleiben würde.
Auch würde ich gerne mal den Standpunkt der anderen Mieter zu dir erfahren, was sie so umtreibt und wie sie dich so wahrnehmen.
Dann lässt sich besser raten, wie es weiter gehen könnte.