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Hallo zusammen,

ich wende mich mit einem Problem an euch, was mich in der letzten Zeit sehr belastet. Meine Mutter hat in den letzten 6 Monaten sehr stark abgebaut und ist fast rund um die Uhr auf meine Pflege angewiesen. Ich bin mit Arbeit, Haushalt, Kindern und meiner Mutter überfordert. Ich denke nun darüber nach, sie in die stationäre Pflege zu geben, also in ein Pflegeheim. Aber ist das fair? Kann und darf ich das machen? Und wo kann ich sie bedenkenlos versorgen lassen? Die Pflegesituation ist doch miserabel. Ich schaffe es aber einfach nicht, sie rund um die Uhr zu betreuen. Das überfordert mich :-/

02.06.2014 09:43 • 15.06.2019 #1


8 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Selin:
er ist das fair? Kann und darf ich das machen? Und wo kann ich sie bedenkenlos versorgen lassen? Die Pflegesituation ist doch miserabel. Ich schaffe es aber einfach nicht, sie rund um die Uhr zu betreuen. Das überfordert mich :-/


Natürlich ist das fair und du darfst das machen, wenn du dich überofordert fühlst. Wem ist denn geholfen, wenn du zusammenbrichst? Du musst in erster Linie für deine Kinder sorgen und bist für sie verantwortlich.
Meine Mutter ist 78 und wenn es soweit ist, bleibt mir auch nichts anderes übrig als sie in ein Heim zu geben, da ich alleinstehend bin und arbeiten muss. Ich könnte ihr sowieso nicht die nötige Pflege geben, weil ich körperlich gar nicht in der Lage bin, sie allein zu heben usw. Meiner Mutter hat selbst meine Oma (ihre Mutter) damals gepflegt, aber sie war nicht berufstätig und ich schon längst erwachsen. Ich fand die Situation furchtbar, weil ich auch immer wieder mithelfen musste, sie z.B. aufzuheben, wenn sie hingefallen war, weil meine Mutter es alleine nicht schaffte.
Meine Cousine musste vor kurzem ihre beiden Eltern ins Heim geben, weil sie zwei minderjährige Kinder hat und auch berufstätig ist.
Eine Freundin von mir hat für ihre Mutter eine polnische Pflegekraft engagiert, die im Haus der Eltern lebt. Aber selbst die kann es nicht alleine bewältigen. Der Ehemann und die Schwester meiner Freundin, die im gleichen Ort wohnt, müssen auch täglich mithelfen.
Man muss sich halt die Pflegeheime genau anschauen und Bewertungen lesen, dass man weiß, wo sie am besten aufgehoben ist.

02.06.2014 10:38 • #2



Pflege meiner Mutter

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Vielen Dank für deine Antwort.

Es ist schön zu lesen, dass ich mit meinem Problem nicht allein bin und das andere auch vor der Wahl stehen. Naja, von Bewertungen halte ich relativ wenig. Ich hatte 2 Fälle im engeren Bekanntenkreis, wo das Heim gewechselt werden musste, weil die Zustände einfach zu schlecht waren. Das will ich halt meiner Mutter nicht antun. Aber du hast schon Recht, dass ich in erster Linie auch auf mich und meine Kinder achten muss. Schwierig alles!

02.06.2014 11:03 • #3


Du musst deine Mutter nicht zwingend in ein Heim bringen. Erkundige dich erst mal bei der Krankenversicherung welche unterstützung die so zu bieten haben. Lass deine Mutter auch einstufen vom MDK je höher die Stufe ist desto mehr bekommt man von dem Kassen gezahlt. Informier dich doch erst mal bei Ambulanten Pflegediensten / Sozialstation oder einer Tagespflege. Aber wenn es nicht anders geht muss sie natürlich in ein Pflegeheim da braucht man auch kein schlechtes gewissen haben, man kann sich eben nicht um alles kümmern manchmal ist es für die Angehörigen sogar besser wenn sie in einer Einrichtung untergebracht sind

Liebe Grüße

06.06.2014 00:53 • #4


Viele sind mit der Pflege ihrerer Angehörigen überfordert. Die Pflegesituation ist in vielen Heimen wohl schlecht, doch gibt es durchaus sehr gut geführte Heime.

Ich habe selber einige Jahre in der Pflege gearbeitet und muss sagen wenn Du sicher gehen willst das es Deiner Mutter gut geht wo Du sie gegebenen falls unterbringen möchtest, dann informiere Dich gut über die Einrichtung da gibt es einige Seiten im Netz http://www.mdk-nordrhein.de/1033.htm.

Wenn Du sie regelmäßig besuchst, wirst Du auch schnell mit bekommen sollte etwas nicht stimmen.

Ich habe genug Senioren erlebt die in der Gesellschaft der anderen Heimbewohner noch mal richtig aufgeblüht sind.

Genauso habe ich es erlebt das Angehörige die sich für die Eltern aufgeopfert haben, nach deren Ableben, selber zusammen gebrochen und auch schwer krank geworden sind durch die lange Überlastung.

Du kannst für Deine Mutter dann immer noch da sein und mit Kindern und Job, kann Dir keiner einer Vorwurf machen wenn Du sie nicht zu Hause behälst.

LG

06.06.2014 18:01 • #5


Mein Vater war zuerst eine Zeit im Heim, danach haben wir ihn zu uns nach Hause geholt und eine polnische Pflegekraft engagiert und das klappt wirklich super.

21.02.2017 17:35 • #6


Welma
Hallo,
also ich bin auch gegen ein Heim, obwohl mein Vater immer gesagt hat, dass er in ein Heim möchte, wenn es mal soweit ist, habe ich ihm diesen Wunsch nicht erfüllt. Ich weiß, dass er uns nicht zur last fallen wollte, deswegen hat er diesen angeblichen Wunsch immer geäußert.
Ich habe mich vorher schon über Pflegekräfte aus Polen informiert und eine nette Pflegekraft für ihn gefunden. Ich denke, dass er im Nachhinein sehr glücklich und zufrieden über meine Entscheidung ist, obwohl er es nicht zugeben möchte, denn die Frau macht ihre Arbeit wirklich gut.
Viele Grüße

22.02.2017 16:16 • #7


Hallo,
hst du dein Problem schon gelöst?
LG

26.09.2018 19:18 • #8


HI,

ich hatte eine ähnliche Situation mit meinem Vater und eine gute Lösung für uns war eine polnische Pflegekraft. Ich habe eine Agentur online gefunden, die über 10 Jahre Erfahrung in dieser Branche verfügt und Polnische Pflegekräfte in ganz Deutschland anbietet. Die Dame, die sie geschickt haben, kümmert sich sehr um meinen Vater und ich kann definitiv sagen, dass wir zufrieden sind.

Ihr Personal ist wirklich gut ausgebildet und ihr Deutsch ist ziemlich gut. Wir zahlen monatlich ungefähr 2300 Euro, was ein angemessener Preis ist.

15.06.2019 10:04 • #9




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