Guten Tag
Es wird lang werden, was ich zu schreiben habe, aber ich denke, man braucht in der Angelegenheit einen Faden. ich bemühe mich, alles möglichst komprimiert zu schreiben.
Ich bin eine Frau die die 60 Jahre schon weiter überschritten hat. Ich habe mit schwerer Kniearthrose zu kämpfen und weitere gesundheitlichen Problemen des Körpers.
Seit 13 Jahren wohne ich in einem 8 Parteienhaus. Alle sind Eigentumswohnungen, jede gehört einem anderen Eigentümer, nur 4 Eigentümer wohnen in ihren Wohnungen, die anderen sind vermietet. Pro Etage sind zwei Wohnungen.
Der Bewohnerquerschnitt liegt bei ca. 55-66 Jahre, keine jungen Menschen. Alle Parteien leben realtiv zurückgezogen, man grüßt sich freundlich aber es gibt keine wirklichen freundschaftlich-intensiven Kontakte der Bewohner insgesammt. Ich wohne in einer Großstadt. - So weit erst einmal die Grundsituation.
Seit 13 Jahren wohne ich in diesem Haus und habe eigentlich immer ein ebenso oberflächlich-freundliches Verhältnis zu den Mitbewohnern, ohne Komplikationen. Aber, da gibt es eine Partei. .
Als ich damals mit meinem Ex die Wohnung besichtigte,öffnete sich die Tür von der direkten Nachbarwohnung. Vier Köpfe schauten freundlich lächelnd aus der Tür, 2 fast erwachsene Kinder und die Eltern. Die Kinder wohnen nicht mehr da, habe ihr eigenes Leben und Wohnungen.
Uns wurde der Eindruck vermittelt, dass man uns äußerst freundlich begrüßte, Hilfe anbot, falls mal etwas zu Helfen sei, also so eine Art "Rundlos-Nachbar-Sorglospaket". Das freute uns zunächst sehr.
Allerdings, wurde zeitglich die Frage gestellt, ob sie mal in die Wohnung könnten, da sie die Wohnung im jetzigen renovierten Zustand nicht gesehen hätten, sie würden aber den Schnitt kennen.
Wir lehnten zunächst freindlich ab, mit der Begründung dass wir uns selber erst alleine ein Bild machen wollen, aber wir gerne zu einem anderen Zeitpunkt dazu bereit wären. - Sie blieben freundlich und gaben sich verständlich-
Mein Exmann und ich waren irgendwie etwas verwundert, über die überschwengliche Freundlichkeit und den Wunsch, die Wohnung sehen zu wollen. Doch dann dachten wir uns. naja. es gibt ja vielleicht doch nette Menschen als Nachbarn und damit war das Thema erst einmal gegessen.
Wir zogen eines Tages ein. Umzugsstress, viel Arbeit usw. wir hatten keinen vorläufigen weiteren Kontakt mit den Nachbarn. Man sah sich mal kurz im Treppenhaus und plauderte ein paar Sekunden und gut war.
Wir wohnten ca. 2 Monate in der Wohnung, da klingelte es an der Tür und die Nachbarin stand da und lächelte uns an und sagte uns, dass wir jederzeit - wenn wir etwas bräuchten - bei ihr klingeln könnten. Ich fand das nett und lud sie alleine zum Kaffee ein, am nächsten Tag. Ich besorgte Kuchen, Blumen, eben alles was es schön und gemütlich machen sollte. Sie kam dann auch und wir hatten einen vergnüglichen, freundlichen, ja herzlichen Umgang miteinander. Das Alter der Frau und ihren Mann lag / liegt ungefäir in unserem Alter , jedoch um drei-4 Jahre jünger.
Sie fiel mir in der Folgezeit auf, durch eine sehr schnelle Gangart, hektische, pro-aktive Verhaltensweise, nie in irgendeinem Ruhezustand, redete viele mit anderen Menschen aus der Umgebung, lauter Stimme, also ein unheimlich aktiver Mensch, Gartenlaube irgendwo, immer am Putzen, usw. . Mir war das zwar egal aber es fiel mir auf und ich dachte mir immer so. . puhh was ein Tempo. das könnte ich nicht durchhalten. Ihr Mann hingegen war / ist eher so dem Durchschnittsverhalten zuzuordnen, weniger überaktiv, normale Gangart und körperliches Verhalten, auch Sprechweise eher ruhiger und nachdenklicher.
Es entwicklete sich über einen Zeitraum von 1 Jahr eine engere Nachbarschaftsbeziehung. Man war ab und su bei dem einen oder anderen zu einem Kaffee und schwafelte über dies und das. Mein Exmann weniger, er war nicht so der Typ für sowas aber er wurde sehr gemocht von den beiden dennoch. Das konnte man auch daran sehen, wie besonders ihr Mann mit meinem Ex im Treppenhaus sehr herzlich redete und anlächelte.
Also alles gut. (?)
Nein. Mein Ex und ich trennten uns vor ca 7 Jahren und ich kam kurz danach mit einem 20 Jahre jüngeren Mann zusammen. Am ersten Wochenende, wo mein jetziger Freund zum ersten Mal über Nacht da war, verabschiedete ich ihn morgens an der Haustüre zu seiner Arbeit, mit einem innigen Kuss und Umarmung. Auf einmal ging die Nachbartür auf und die Nachbarin ging zu ihrer Putzstelle arbeiten, sah uns und sagte nur . " Okayyyyyy. . " und lachte und ging aus dem Haus.
Sie wußte zu dem Zeitpunkt noch nicht dass mein Ex und ich getrennt waren. Natürlich gab es dann die Situation, dass wir uns Tage später im Treppenhaus trafen und sie neugierig war. ich erklärte ihr die Situation. Sie schien verständig und befriedigt. Mittlerweile zog mein neuer Partner in die Wohnung ein und es enwtickelte sich scheinbar auch wieder ein freundliches Zusammensein mit uns.
Alles schien wie ganz am Anfang vollkommen normal und freundlich zu sein. Da diese Nachbarn Eigentümer ihrer Wohnung sind und wir nur Mieter, kannten natürlic die anderen Eigentümer sich durch ihre Versammlungen und was da geredet wurde, wissen wir nicht, aber es muss geredet worden sein, denn die anderen Eigentümernachbarn schauten mich im Treppenhaus zwar nach wie vor freundlich an, aber besonders die Männer hatten so einen merkwürdigen, gewissen Blick. . schwer zu erklären. kombiniert mit so einem eigenartigen Lächeln dass weniger charmant rüberkam als eher etwas verächtlich. naja, vielleicht bildete ich mir das nur ein.
Es vergingen ein paar Wochen und mir fiel auf, dass wenn wir unsere direkten Nachbarn begegneten, die Art und Weise etwas "kühler" wurde. Sie lächelten zwar noch aber waren weitaus zurückhaltender. Keine kurzen Gespräche mehr, keine Einladungen zum Kaffee mehr, keine Nachfragen mehr, nur kurzes leicht-freundliches -Guten Tag / Hallo , wie gehts ? Gut? . ich muss weiter bin in Eile. " und weg.
Das war überhaupt nicht die Art, die ich kannte von ihnen. Gut, ich fand mich damit ab und lebte so weiter.
Eines Tages, sanierten sie ihr Badezimmer. Mittlerweile war ich teilweise auf Rollator und / oder Krücken angewiesen, um auch die 5 Treppenstufen vom Hochparterre zum Hauseingang zu gelangen. Auf einmal versperrte ein Teil der Sanierungsgegenstände ( Putzsäcke, Eimer, usw. ) unseren Wohnungstürausgang und ich war verwundert über so ein Verhalten. Ausserdem hörte ich vom Badezimmer lautes technoartiges Rythmusgebumse in meiner Wohnung. Das machte mich ziemlich wütend. Zu der Zeit war ich bettlägerig und den ganzen Tag im Nachthemd und Bademantel. Ich rief als bei den Nachbarn an und sagte, dass ich mir wünschen würde wenn der Monteur seine Technomusik leiser machen würde und die Bausachen von unserer Tür rechts, neben an verschwinden würden, denn ich komme mit Krücken nicht sicher die Stufen hinunter. Da sagte sie zu mir ". Das ist keine Technomusik und sie würde locker an den Sachen vorbeikommen. " Ich sagte zu ihr: " Ja, du bist klein und schlank, ich bin größer und etwas mollig und habe diese Erkrankung, dass ich Krücken brauche. ".
Sie meinte dann nur noch, dass sie es dem Monteur sagen würde und hängte ab. Es hörte aber nicht auf, die Musik blieb, der Baukram wurde nicht weggeräumt. Ich informierte meinen Freund und sendete ihn über imessage auch das Foto vom Baukram.
Er schrieb die Firma an die den Badbau durchführte und die riefen ihren Monteur an und innerhalb einer halben Stunde war keine Musik mehr zu hören und die Sachen wurden aus dem Treppenhaus entfernt, in die großzügige Wohnung der Nachbarn.
Weitere Wochen vergingen, man grüßte sich scheinbar freundlich, alles schien normal.
Mittlerweile erfuhren wir von einem anderen Nachbarn, der im obersten Stockwerk lebt, dass er tötlich an Krebs erkrankt ist und er war immer sehr nett zu uns, so beschloss ich für ihn ab und zu richtiges Essen mitzukochen, auch jedes Jahr an Weihnachten. Er hat niemanden mehr, seine Freundin starb bereits an Brustkrebs und er tat und tut mir sehr leid. Es entwicklete sich eine wirklich schöne Art von Freundschaft.
Er zeigte sich stets sehr dankbar, beteiligte sich sogar von sich aus an den Kosten obwohl wir das NIE gefordert hätten oder haben.
Er erzählte uns vor 3 Wochen, dass er auf Krücken war und seinen Müll wegwerfen wollte in den Müllcontainer. Da kamen die beiden gerade mit dem Auto vom Einkaufen, Nachbar stieg aus und sagte zu ihm, dass er ihm helfen wolle den Müll wegzuwerfen in den Container. Unser Nachbar nahm also seinen Müllsack, ging zum Container, öffnete den Müllsack und schüttete ihn langsam in den Müllcontainer.
Der schwerkranke Nachbar war natürlich erstaunt über diese Frechheit, im Mül der Nachbarn zu "wühlen" und dies so selbstverständlich tat, ohne dem anderen Nachbarn zu erklären warum er das tat. Der andere Nachbar war sprachlos, sagte er uns. Er wusste nicht wie er reagieren sollte, denn auch der schwerkranke Nachbar ist Eigentümer und die müssen ja irgendwie miteinander zurechtkommen auf ihren Sitzungen.
Außerdem ist der kranke Nachbar vom Typus überhaupt kein aggressiver Typ, eher ein in sich gekehrter Mensch.
Und nun kommt der Hammer:
Sie unterhielten sich u.a. darüber, dass es angeblich auf einmal, seit einigen Wochen einen eigenartigen Geruch gäbe, nach Canna., im Treppenhaus.
Daraufhin sagte sie: ". das kommt bestimmt von (mein Name). "
Ich war erst geschockt, dass sie das so sagte, dann wurde ich wütend. Denn ich habe in meinem ganzen Leben noch nie Hasch geraucht. Und wenn ich etwas nicht tue, dann akzeptiere ich auch nicht dass jemand sagt dass ich es doch tun würde.
Daraufhin schrieb ich ihr eine Email, in der ich ihr in ernsten Ton schrieb, dass uns erzählt wurde dass sie das sagte und ich sie offiziell auffordere derartige Unterstellungen zu dritten Personen über mich zu tätigen. Ich schrieb auch, das sie diese üble Nachrede über mich sein lassen sollte.
Nichts geschah. Keine Reaktion, gar nichts. Keine Nachfrage, kein klärendes Gespräch, nichts.
Als dann vor 4 Tagen abends ihre Mutter bei ihr war, hörte ich auf dem Gang zum Badezimmer laute Stimmen im Flur und sah durch den Spion und hörte, wie die Mutter lautstark sagte:". hier stinkt es ekelhaft einfach widerlich. ", direkt vor unserer Wohnungstür.
Naja, man kann sich denken warum.
Als die Mutter weg war , klingelte ich bei denen und er machte die Tür auf. Ich fragte ihn, was diese Provokationen sollen? Da sagte er nur, er könne seiner Schwiegermutter nicht den Mund verbieten und dass seine Frau keinen Redebdarf mit mir über dieses Thema habe und darüber nicht mit mir reden wird.
Ich versuchte noch einmal ihm klarzumachen, dass es nicht geht, das man über andere Menschen Dinge verbreitet, die nicht der Wahrheit entsprechen, aber er kam dann mit merkwürdigen Aussagen wie ". Canna. wäre ja legal. " . Ja, na und ? Deswegen kann ich dennoch nicht falsche Aussagen über andere Menschen treffen, sagte ich ihm.
Daraufhin wurde er frech und meinte ". Ich könnt dir ja jetzt erklären. aber. hat ja keinen Sinn. " und ". es ist ein physikalisches Gesetz, dass Rauch nach oben steigt und deswegen es im Treppenhaus stinkt. und es ist ja egal ob es Canna-geruch oder kalter Zigarerettenrauch wäre. . "
Ich war wirklich platt. zum ersten Mal in meinem Leben war ich kurzzeitig sprachlos. was hat das alles mit der Situation und uns zu tun ? Und jetzt könnte es also auch Zig. sein und . ? Ja und was weiter ? Es stimmt einfach nicht und sie hat keine Dinge zu sagen die nicht stimmen.
Ab und zu hörte ich sie im Hintergrund etwas "zischen" aber ich konnte nicht verstehen was genau.
Eines ist sicher. Sie ist sehr feige, sie fürchtet die Aussprache, das klärende Gespräch.
Nun sind sie in Urlaub gefahren, ich sitze da und frage mich. . wem erzählte sie noch alles Lügen über uns, warum tut sie das ? Weswegen baut sie ihren Mann und ihre Mutter vor sich auf ? Was soll das alles ?
Es geht mir schlecht, richtig übel ist mir. die letzten Nächte waren sehr schlimm für mich.
Was kann ich tun, um aus dieser Elends-Gedanken-Gefühlsschleife rauszukommen?
Danke für's lesen.