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M
Hallo alle zusammen!,

ich habe ein Problem mit meiner Mutter.
Aber erst die Vorgeschichte:

Ich möchte eines Tages nach Norwegen auswandern und das ist schon
seit meinem 14 Lebensjahr mein Wunsch bzw. Traum.
Ich bin heute 16. Jahre alt und habe meiner Mutter ''vorsichtig'' von meinen
Plänen erzählt. Ich hatte auf eine Unterstützung Ihrerseits gehofft, also das Sie mich
dabei unterstützt, aber Sie macht, dass im gegenteil.
Sie macht mich runter und versucht meinen ''Traum'' zu zerstören. Sie versucht mir
u.a. ein schlechtes Gewissen zu machen wie z.B. mit diesem Satz: ,,Wirst du deinen Behinderten Bruder alleine lassen und den Kontakt mit Ihm abbrechen?''. Sie findet es ebenso bekloppt, dass ich Norwegisch lernen möchte.
Ich werde natürlich mit meinen Bruder (Geistige Behinderung) nicht den Kontakt abbrechen.
Ich habe das Gefühl, dass es meine Mutter gar nicht interessiert, ob ich eines Tages glücklich bin oder nicht, ob meine
Träume in erfüllung gehen oder nicht.
Ich meine, ich habe ein recht über mein Leben zu bestimmen und selbst mein Leben zu ''gestalten''.

Was würdet Ihr dazu sagen bzw. was würdet Ihr mir raten?

Ich danke euch schon mal für die Antworten.

MfG
- Martin

27.08.2018 13:10 • 09.09.2018 x 1 #1


11 Antworten ↓


kl Schnecke
Die erste Frage stellt sich mir, warum willst du nach Norwegen auswandern, was zieht dich dort hin. Norwegen ist sicherlich ein schönes Land.
Warst du schon mal in Norwegen?
Hast du dich nach Ausbildung ect. denn schon informiert?

27.08.2018 13:27 • #2


A


Mutter ist damit nicht einverstanden mit meinen Plänen?

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kritisches_Auge
Wenn ich du wäre würde ich noch gar nicht mit Mutter darüber diskutieren, es ist dein Traum und ob du den noch in drei Jahren hast ist nicht sicher.
Ja, lerne Norwegisch, du kannst mit Büchern oder online lernen, bei YouTube gibt es alles oder sonst im Internet, du kannst, wenn es den gibt, , einen VHS- Kurs besuchen, vielleicht ist Norwegen ja das Land deiner Seele.
Du wirst sehen, ob aus dem Traum ein wirklicher Wunsch wird, meine Kinder hatten auch mit 16 Träume die dann vergessen wurden.

Dann reise dorthin, erkundige dich nach praktischen Tatsachen, Arbeitsmöglichkeiten etc, solange lasse Mutter raus.

Der Vorwurf in bezug auf den behinderten Bruder ist blöd, vielleicht hat Mutter Trennungsangst und schiebt den Bruder vor. Ich würde etwas relativieren und auf Anfragen sagen, es wäre eben ein Traum. Lasse Mutter Zeit.

27.08.2018 13:37 • #3


ichbinMel
Hallo Martin

Klar hast du das Recht dein Leben selbst zu gestalten .Ich glaube eher das deine Mutter Angst hat dich zu verlieren.Sie zeigt das zwar auf eine nicht so schöne Art und Weise ,aber ich glaube das das der Grund ist .Du bist nicht verantwortlich für deinen Bruder und dir ein schlechtes Gewissen zu machen finde ich nicht so gut ( wie alt ist dein Bruder ?)..Du hast den Plan ja schon länger --wie kam es dazu ,das es Norwegen ist und was gefällt dir so gut daran ?
Du könntest deiner Mutter ja auch den Vorschlag machen das ihr alle auswandert ( natürlich nur wenn du das auch willst ) ( wobei das alles natürlich nicht sooo leicht ist ,aber machbar) .Damit würdest du ihr die Ängste auch nehmen .
Wie verstehst du dich denn sonst mit deiner Mutter ? Und was ist mit deinem Vater? ( antworte nur wenn du willst ) .

27.08.2018 13:41 • x 2 #4


Big-Lothar
Es ist dein Leben.
Ergo:
Lebe deinen Traum.
Alles andere ist nichtig.

27.08.2018 13:45 • x 1 #5


Angor
Hallo

Wegen der Bedenken der Mutter schließe ich mich der Meinung von Mel an.

Ansonsten, Träume zu verwirklichen, dazu muß man auch erst was tun.
Schulausbildung/Berufsausbildung, arbeiten und sparen, sparen, sparen.

Du musst ja damit rechnen, dass Du nicht sofort einen Job findest, wenn Du erst mal das Glück haben solltest, eine bezahlbare Wohnung zu finden.Für die Zeit wo Du arbeitslos bist (die Arbeitslosenquote liegt in Norwegen bei 4,5 %) brauchst Du ein finanzielles Polster, denn die Lebenshaltungskosten sind in Norwegen gut 1/3 höher wie in Deutschland, auch die Wohnungsmieten sind sehr hoch.

Mein Rat, Bevor Du Dich ins kalte Wasser stürzt, würde ich erst mal vor Ort reisen, ob Du in dem Land klar kommen würdest, mit der Sprache, der Mentalität der Menschen und auch mit dem Klima.

LG Angor

27.08.2018 13:52 • x 2 #6


M
Zitat von ichbinMel:
Hallo Martin

Klar hast du das Recht dein Leben selbst zu gestalten .Ich glaube eher das deine Mutter Angst hat dich zu verlieren.Sie zeigt das zwar auf eine nicht so schöne Art und Weise ,aber ich glaube das das der Grund ist .Du bist nicht verantwortlich für deinen Bruder und dir ein schlechtes Gewissen zu machen finde ich nicht so gut ( wie alt ist dein Bruder ?)..Du hast den Plan ja schon länger --wie kam es dazu ,das es Norwegen ist und was gefällt dir so gut daran ?
Du könntest deiner Mutter ja auch den Vorschlag machen das ihr alle auswandert ( natürlich nur wenn du das auch willst ) ( wobei das alles natürlich nicht sooo leicht ist ,aber machbar) .Damit würdest du ihr die Ängste auch nehmen .
Wie verstehst du dich denn sonst mit deiner Mutter ? Und was ist mit deinem Vater? ( antworte nur wenn du willst ) .


Mein Bruder ist genauso alt wie ich, wir sind Zwillinge..
Naja mit meiner Mutter habe ich so ein Mittelmäßiges Verhältnis. Vor 4 Monaten, war es sehr schwierig zwischen uns.
Mit meinem Vater verstehe ich mich besser, aber er ist über 2 Wochen unterwegs, denn er ist Fernfahrer (LKW).
Und dein Vorschlag mit dem Auswandern und der ganzen Familie ist nicht schlecht, aber meine Eltern möchten eines Tages wieder nach Polen zurückkehren.

28.08.2018 23:08 • #7


P
Pläne zu schmieden, nach Skandinavien auszuwandern, ist klasse. Ich wollte mit 16 nach Finnland und habe angefangen finnisch zu lernen. Irgendwann verflog diese Idee allerdings wieder, auch wenn ich mich immer noch irgendwie hingezogen fühle.
Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben als zu warten, bis du deine Schule abgeschlossen hast. Strebst du denn ein Abitur an? Hast du dich mal nach Austauschprogrammen erkundigt oder sowas? Gibt ja allerhand für Schüler. Eine Sprache auf eigene Faust zu lernen, ist jedenfalls nie eine schlechte Idee. Vielleicht kannst du es ja wirklich irgendwann gebrauchen. Ich weiß, dass sich das momentan für dich unvorstellbar anhört, aber in spätestens zwei Jahren kannst du ohnehin vollkommen alleine und unabhängig entscheiden, wohin du gehen und was du machen möchtest. Dass sich deine Mutter erstmal vor den Kopf gestoßen fühlt, ist sicher ganz normal - wer möchte sein Kind schon so weit weg von sich haben? Auswandern ist hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung hierzulande ein ziemlich guter Gedanke, also halte daran fest.
Wenn du eine Ausbildung beginnen möchtest, kannst du ja auch mal nach deutschen Unternehmen mit Zweigstellen in Norwegen schauen (falls es sowas gibt).
Zitat:
Der Arbeitsmarkt in Norwegen präsentiert sich in blendender Verfassung. Im August 2016 lag die Arbeitslosenquote bei bescheidenen 3,4 Prozent. Besonders gefragt waren 2016 Fachkräfte im Bereich Gesundheit, Pflege und Betreuung sowie im Baugewerbe und im Handwerk. Und das am besten mit Norwegisch Kenntnissen.

Quelle: https://www.monster.de/karriereberatung ... n-finnland

28.08.2018 23:34 • #8


M
Zitat von Persikka04:
Pläne zu schmieden, nach Skandinavien auszuwandern, ist klasse. Ich wollte mit 16 nach Finnland und habe angefangen finnisch zu lernen. Irgendwann verflog diese Idee allerdings wieder, auch wenn ich mich immer noch irgendwie hingezogen fühle.
Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben als zu warten, bis du deine Schule abgeschlossen hast. Strebst du denn ein Abitur an? Hast du dich mal nach Austauschprogrammen erkundigt oder sowas? Gibt ja allerhand für Schüler. Eine Sprache auf eigene Faust zu lernen, ist jedenfalls nie eine schlechte Idee. Vielleicht kannst du es ja wirklich irgendwann gebrauchen. Ich weiß, dass sich das momentan für dich unvorstellbar anhört, aber in spätestens zwei Jahren kannst du ohnehin vollkommen alleine und unabhängig entscheiden, wohin du gehen und was du machen möchtest. Dass sich deine Mutter erstmal vor den Kopf gestoßen fühlt, ist sicher ganz normal - wer möchte sein Kind schon so weit weg von sich haben? Auswandern ist hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung hierzulande ein ziemlich guter Gedanke, also halte daran fest.
Wenn du eine Ausbildung beginnen möchtest, kannst du ja auch mal nach deutschen Unternehmen mit Zweigstellen in Norwegen schauen (falls es sowas gibt).

Quelle: https://www.monster.de/karriereberatung ... n-finnland


Danke für deine Antwort.
Ich strebe zurzeit kein Abitur an, erst muss ich meinen Realschulabschluss nachholen.
Nach diesem einem Jahr Berufskolleg, strebe ich eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker; Nutzfahrzeugtechnik an.
Über einen Schüleraustausch sowie ein FSJ habe ich schon nachgedacht und wollte auch darüber mit meiner Mutter sprechen, aber davon möchte Sie nichts hören.
Meine Chancen stehen gut, dass ich eine Ausbildung bei Volvo Trucks bekomme, die gibt ja auch in NOR.

29.08.2018 06:28 • x 1 #9


Gandalf
Bei mir hätte es den umgekehrten Fall gegeben. Meine Eltern hatten mal Pläne nach Schweden auszuwandern. Es war aber auch klar, dass sie gewartet hätten, bis ich meinen Schulabschluss in der Tasche hätte. Meine spontane Meinung dazu war, dass ich ja mitkommen muss, da ich viel sprachbegabter bin als meine Eltern und ich die Sprache viel schneller und einfacher lernen würde. Ich hätte natürlich meinen ganzen Freundeskreis zurücklassen müssen, es wäre also auch eine harte Zeit geworden, aber ich weiß, es hätte meinen Eltern gut getan und ich hätte sie zumindest in der Anfangszeit unterstützt.

Mit der Zeit haben sich ihre Pläne geändert, kommt vor, also sind sie nicht in Schweden und ich bin auch immernoch hier.

Ich finde deinen Traum cool. Lerne Norwegisch, es ist nie verkehrt eine Sprache zu lernen. Deinen Schulabschluss wirst du auch bestimmt vorher machen wollen. Eventuell wäre es auch nicht verkehrt deine Ausbildung vor dem Auswandern zu absolvieren, dann haste es leichter bei der Jobsuche. Aber das musst du selber wissen. Wenn sich eine Ausbildung in Norwegen ergeben würde wäre das natürlich auch eine Möglichkeit.

Und wenn deine Eltern selbst irgendwann nach Polen zurück wollen, dann sollten sie deinen Wunsch/Traum eigentlich verstehen können, zumindest ein bisschen.

02.09.2018 14:37 • #10


FeuerWasser
Zitat:
Mutter ist damit nicht einverstanden mit meinen Plänen?


Deine Mutter darf Einwände haben und muss nicht alles beklatschen und gut finden.
Es ist auch nachvollziehbar, dass sie so reagiert wenn du den festen Plan hast nach Norwegen auszuwanden aber noch nie dort warst, weder Land noch Leute noch Lebensbedingungen real kennst.

Über 1.000 Deutsche sind 2016 nach Norwegen ausgewandert und 800 sind wieder zurück gewandert... vermutlich nicht, weil alles nur super ist.
Alles hat seine Vor- und Nachteile und ich bin der Ansicht, dass du mit 16 noch nicht gesamtheitlich alle Konsequenzen überblickst die an einer Auswanderung dran hängen, die deine Mutter vermutlich schon sieht. Sie wird nicht so reagieren weil sie dich unglücklich sehen möchte, ganz im Gegenteil.

08.09.2018 23:07 • x 3 #11


Mondkatze
Huhu
Ich finde es toll, Träume zu haben.
Sie machen das Leben interessant .
Schließlich tut man ja idR sehr viel dafür, um seinen Lebenstraum verwirklichen zu können.
Das muss allerdings nicht bedeuten, dass man nur 1 x im Leben solch einen Traum hat.
Wichtig ist, dass man am Ende sagen kann: ich HABE gemacht und nicht: hätte ich mal gemacht.

Leider sind nicht alle Träume leicht und von jetzt auf gleich zu verwirklichen.
Es bedarf einer guten Vorbereitung und vielen Informationen, die man sich vorher einholen muss.
Gerade das Auswandern in ein anderes Land , muss gut geplant sein.
Die Sprache des Landes zu erlernen, ist meiner Meinung nach das A und O.
Ohne die Sprache ist man leicht verloren.
Bei Problemen ist es wichtig, sich ausdrücken zu können. Da kann u.U. Deine Existenz von abhängen.
Über alles andere sollte man sich vorher auch gut informieren, ( Gesetze, Gesundheitswesen, usw. )

Dass Deine Mutter zunächst mal nicht sehr begeistert von Deiner Absicht auszuwandern ist, ist verständlich.
Viele Eltern reagieren erstmal etwas bestürzt, gerade wenn solch ein Traum von einem Kind / Jugendlichen stammt.
Deine Mutter steht voll im Leben, sie hat wahrscheinlich große Verantwortung für Dich und deinen Bruder.
Sie fühlt sich evtl. auch etwas im Stich gelassen, wenn du sagst, dass du auswandern möchtest.
Denn auswandern bedeutet idR für immer.
Man ist dann nicht nach einigen Wochen wieder da.
Es ist nicht wie Urlaub machen.
Deswegen hat sie wahrscheinlich Angst, dass du den Kontakt abbrechen wirst.
Und das nicht nur zu deinem Bruder.
Vielleicht erhofft sie sich Unterstützung von dir, denn sie wird ja auch nicht jünger.
Und vielleicht denkt sie daran, was aus deinem Bruder wird, wenn sie mal nicht mehr da ist und du auch nicht.

Bis dahin finde ich das alles noch verständlich.
Ihre Art , dass sie dir ein schlechtes Gewissen macht, anstatt mir Dir ernsthaft darüber zu reden, finde ich pädagogisch nicht sehr wertvoll.
Aber das ist nur meine Meinung.
Ich weiß nicht, wie deine Mutter sonst so ist.
Und ich weiß auch nicht, wie du bist.
Aber egal.

Jetzt zu deinem Traum.
Wenn es dein Herzenswunsch ist, dann tue alles dafür, ihn zu verwirklichen.
Ich meine jetzt nicht, dass du knallhart durchsetzen sollst, was du dir in den Kopf gesetzt hast.
Sondern bedenke diesen Schritt sehr wohl , rede mit Erwachsenen über dein Vorhaben.

Und wenn du bereit bist diesen Schritt zu gehen mit allen Konsequenzen , dann wird sich herausstellen, ob dein Traum Wirklichkeit werden kann, oder ob es nur ein jugendliches Hirngespinst war.

Ich wünsche dir viel Glück.

LG
Mondkatze

Mir fällt gerade noch ein:
Was sagt dein Vater dazu?

09.09.2018 16:00 • #12


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