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Bitte helft mir.

Ich werde verrückt. Ich weiß nicht mehr weiter. jeden tag frag ich mich warum ich eigentlich noch lebe. Ich möchte endlich wieder was haben wofür ich alles geben würd wo ich mich richtig rein hängen kann. Aber jetzt, wenn ich den kleinsten Streit hab denk ich mir warum ich nicht endlich weg sein kann.

Mein ganzes Leben läuft total aus den Fugen. Nichts klappt mehr. Und ich hab keine Ahnung ´wie ich in Zukunft weiter machen soll. Ich meine ich bin 16. Ich hab mir mein Leben anders vorgestellt und vorallem habe ich noch alles vor mir. Ich will es nicht wegschmeisen aber ich habe unglaubliche Angst davor irgendwann durchzudrehn und einen Dummheit zu machen.

Ich könnte nur noch weinen.

Bitte helft mir

Verlorener Engel

06.11.2010 00:10 • 10.11.2010 #1


6 Antworten ↓


Hallo Engel,

Es ist - so krass dir da sjetzt auch vorkommen mag - normal dass man in einem gewissen Alter das Gefühl hat dass nichts mehr klappt, nichts mehr geht, nichts mehr Schönes im Leben ist, die ganze Welt sich gegen einen verschworen hat. Es geht vielen Anderen in seinem Alter genau so dass sie sich oft fragen: Wozu eigentlich das Alles?

Das heißt allerdings nicht dass du diesen Zustand ertragen musst. Du kannst dir Hilfe holen, jederzeit. Du kannst z.B. mit Familie oder Lehrern darüber sprechen. Es gibt an jeder Schule einen Beratungslehrer, Krisenhelfern, oder Schulpsychologen. Der ist zur Geheimhaltung verpflichtet, wird also nichts weiter sagen wenn du das nicht willst, und er wird dir kompetent helfen. Entweder durch Gespräche oder durch Vermittlung an einen Therapeuten, wenn du das denn wünscht und meinst das könnte dir helfen.

Du kannst auch selbst etwas für dich tun, etwa darüber schreiben, hier im Forum
Was ist es denn was dafür sorgt dass du derzeit meinst es geht nicht mehr weiter? Was bedrückt dich denn so sehr? Womit schaffst du Ausgleich, was tut dir gut?
Egal wie auswegslos eine Situation auch erscheint, es ist wichtig sich beraten zu lassen und sich Hilfe zu holen wenn man alleine nicht mehr klar kommt. Es gibt viele kompetente Stellen an die man sich in Notlagen wenden kann. Man ist nie allein, man muss nur um Hilfe rufen. Es ist auch wichtig dass man, trotz alledem, nicht nur noch über den Horror und das Negative nachdenkt, sondern sich auch auf das Gute konzentriert und es sich auch bewusst gönnt. Am Wochenende weg gehen, ins Kino gehen, seinem Hobby nachgehen, Spaß haben - das Alles ist wichtig für das seelische Gleichgewicht, egal wie alt man ist.


Ganz liebe Grüße,
Bianca

06.11.2010 09:50 • #2



Kontrollverlust und Suizidgedanken

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Zitat von Pilongo:
Du kannst dir Hilfe holen, jederzeit. Du kannst z.B. mit Familie oder Lehrern darüber sprechen. Es gibt an jeder Schule einen Beratungslehrer, Krisenhelfern, oder Schulpsychologen.


Das Problem ist nur dass meine Eltern nicht wirklich wissen was in den letzten drei Jahren bei mir los war und erst vor 3 Monaten durch einen unglücklichen Zufall erfahren haben dass ich ein Doppelleben führe. Das war da als ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde weil ich bewusstlos in der Schule zusammen gebrochen bin und dann der Arzt meine Narben am Unterarm sah.
Beim Beratungslehrer war ich auch schon, hat allerdings nichts gebracht. Er hat mir nur erklärt wovon das kommen kann.

Zitat von Pilongo:
Was ist es denn was dafür sorgt dass du derzeit meinst es geht nicht mehr weiter? Was bedrückt dich denn so sehr?


Im Moment ist es einfach so dass ich ziemlich viel alleine bin und immer wenn ich alleine bin das Geschehne der letzten drei Jahre wieder "zuschlägt".

Zitat von Pilongo:
sondern sich auch auf das Gute konzentriert und es sich auch bewusst gönnt. Am Wochenende weg gehen, ins Kino gehen, seinem Hobby nachgehen, Spaß haben


Es ist ja nicht so dass ich nur zu Hause rum sitzte und schlecht drauf bin und weine und über Suizid nachdenke. Natürlich habe ich auch Spaß wenn ich mit Freunden unterwegs bin aber diese Momente sind einfach viel zu selten und danach gehts mir nur noch schlimmer weil ich dann von "mega-gut-drauf" zu "einsam, depressiv und verzweifelt" verfalle ohne dass ich es will.

Es ist zum verrückt werden

Liebe Grüße Steffania

06.11.2010 14:21 • #3


Guten Morgen Steffania,

Was war das denn für ein Beratungslehrer? War das der Schulpsychologe?
Hier in Bayern hat jede Schule einen persönlichen Psychologen, manchmal muss auch einer sich um bis zu fünf Schulen gleichzeitig kümmern, aber auch dann ist er immer mal wieder in der Schule. Er kann eine Therapie einleiten, und ich denke das brauchst du und solltest du auch in Erwägung ziehen. Denn vom Abwarten werden solche Gedanken nicht verschwinden, vom Aussitzen gehen sie leider nicht weg
Du wirst mit Hilfe einer Therapie dagegen vorgehen müssen wenn du das los werden willst.
Nun gibt es einzelne Formen der Therapie.
Man kann z.B. eine ambulante Therapie machen, da besucht man den Therapeuten einmal die Woche, redet, kriegt Tipps an die Hand, geht wieder nach Hause die restliche Zeit.
Dann gibt es die stationäre Therapie, das ist wie ein Krankenhausaufenthalt, dafür wird man aber intensiv betreut und setzt sich viel mit sich selbst auseinander.
Und dann gibt es eine teilstationäre Therapie, da gehst du Vormittags hin und Nachmittags wieder Heim.
Es gibt in jeder Region auch Hilfe bei der Vermittlung solcher Plätze, und der Arzt im Krankenhaus hätte dir und deinen Eltern theoretisch auch schon einen Therapeuten empfehlen können. Im Krankenhaus arbeiten auch oft Psychologen, und die Ärzte kennen sich auch untereinander und nicht wenige sind aus dem Studium mit Psychologen befreundet die sie kennen

Wo wohnst du denn? Vielleicht können wir dir und deinen Eltern ja bei der Suche helfen.
Ich fand es nämlich immer sehr kompliziert eine richtige Anlaufstelle zu finden, ich wollte selbst mal mit 16 unbedingt zu einem Therapeuten und bin schlicht daran gescheitert dass ich keinen Platz gefunden habe und nicht wusste wohin ich mich wenden muss.

Liebe Grüße,
Bianca

07.11.2010 08:14 • #4


Hallo Bianca

Zitat von Pilongo:
Was war das denn für ein Beratungslehrer? War das der Schulpsychologe?


Soviel ich weiß war das der Schulseelsorger. Unsere Schule hat auch eine eigne Schulpsychologin aber ich hielt es zu übertrieben dort hin zu gehen. Ich wäre nicht mal zum Seelsorger gegangen wenn mich meine Freunde nicht hingebracht hätten. Ich hab selbst gar nicht gemerkt wie schlimmes um mich stand.
Zitat von Pilongo:
Du wirst mit Hilfe einer Therapie dagegen vorgehen müssen wenn du das los werden willst.

Ich weiß dass ich Hilfe brauche und dass es von alleine nicht weggeht. Aber mein Problem ist einfach dass ich im August eine Ausbildung zur Altenpflegerin anfange und nach der Ausbildung meinen Rettungsassistenten machen möchte. Da man ja vor Arbeitsbeginn einen Gesundheitstest oder ähnliches beim Arzt machen muss und dort ja auch auf die psychische Gesundheit geachtet wird habe ich Angst dass wenn ich jetzt zum Psychologen gehe, dass ich dann meinen Rettungsassistenten nicht mehr machen kann weil es heißt dass ich psychisch dafür nicht geeignet bin und das wäre dann ein richtiger Schlag für mich weil das einfach mein Leben ist.

Zitat von Pilongo:
Wo wohnst du denn


In der Nähe von Ingolstadt. Das nächste wo ich hingehen könnte für eine stationäre Therapie wäre die Kinderklinik in Neuburg. Etwas anderes weiß ich nicht.

Liebe Grüße Steffania

07.11.2010 14:50 • #5


your_sista
Hallo Steffania.

Mach die stationäre Therapie! Mach dir erstmal keine Sorgen um deine Ausbildung. Bis August 2011 ist noch etwas Zeit und dein Arzt wird dir sicher nicht deine Ausbildung versauen. Die Therapie ist wichtig für dich, da du immer unglücklicher werden wirst wenn du deine Probleme nicht in Angriff nimmst. Glaub mir, ich weiss wovon ich spreche. Ich hätte mir damals auch Hilfe gewünscht. Aber leider waren meine Eltern "taub und blind" und wollten davon nichts wissen
Mach dich nicht weiter kaputt. Du hast schöne berufliche Pläne und die sollst du auch ohne Weiteres verfolgen können. Aber wenn du deine Probleme immer vor dir her schiebst werden sie irgendwann unerträglich für dich sein. Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft die richtige Entscheidung zu treffen

10.11.2010 03:47 • #6


Zitat von your_sista:
Aber wenn du deine Probleme immer vor dir her schiebst werden sie irgendwann unerträglich für dich sein.


Ich merke ja selbst schon dass es wieder bergab geht, was ich gar nicht verstehe, das es mir von mitte august bis ende september richtig gut ging und eigentlich dachte ich hätte es endlich geschafft aber dem war wohl nicht so.

Zitat von VerlorenerEngel:
Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft die richtige Entscheidung zu treffen


Danke für die guten Ratschläge

Liebe Grüße Steffa

10.11.2010 14:49 • #7




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