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Ihavenoidealul

Ihavenoidealul
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Hallo ich leide unter einer Generalisierten Angststörung (wurde mir auch diagnostiziert) jedenfalls gehts darum das mich letzte Woche was getriggert hat und seit dem geht es mir schlechter.
Es hat angefangen das ich mir wieder zu viele Sorgen mache und dann kamen die Gedanken „was ist wenn ich mir was antue“ „will ich überhaupt noch leben“ diese Gedanken haben mich echt richtig runter gezogen und mir so dolle Sorgen darüber gemacht das ich nicht mehr davon weg kam.
Jedenfalls kamen dann die Gedanken „ich will nicht mehr leben“ und „ich hab kein Bock mehr auf mein Leben“ Ich fing an auf Google zu recherchieren um mich rückzuversichern das es keine Suizidgedanken sind. Habe nichts gefunden und seit dem große Angst das es wirklich Suizidgedanken sind und ich mir was antue.
Ich weis nicht ob meine Angst das extra macht und mit mir ein Spielchen spielt, die Gedanken hab ich auch wirklich so selten aber wenn ich sie habe das komm ich nicht davon weg und habe Angst das sie sich verschlimmern. Deswegen muss ich sie ja so unter Kontrolle haben.
Durch die Gedanken gehts mir mega schlecht seelisch und da ich sie so als schlimm einstufe bin ich die ganze Zeit auf Acht.
Was haltet ihr davon ?

07.08.2024 x 1 #1


35 Antworten ↓
Kruemel_68

Kruemel_68
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@Ihavenoidealul Ich lese gerade das Buch "Angst selbst bewältigen" von Dr. Med. Dietmar Hansch. Dort bin ich über eine Textpassage gestolpert, die Dir vielleicht erklären kann, was gerade mit Dir passiert. Ich hoffe, ein Zitat ist hier o.k. da ich es ja als solches gekennzeichnet habe:

Haben Sie schon einmal voller Furcht in einen Abgrund geschaut und plötzlich einen leichten Impuls verspürt hinabzuspringen, obwohl Sie das gar nicht wollen? Diese von vielen Menschen berichtete Erfahrung ist als "High-Place-Phenomenon" in die Literatur eingegangen. Und in anderen Situationen treten vergleichbare Phänomene auf: Autofahrer haben plötzlich Angst, sie könnten in den Gegenverkehr lenken, Mütter beim Essenkochen fühlen sich plötzlich in Gefahr, sie könnten auf Ihr Kind einstechen etc.

Die Entstehung solcher komischen, paradoxen Phänomene könnte man sich in etwas so erklären: Man hat plötzlich irgendeine Katastrophenidee: "Oh Gott, hoffentlich mache ich jetzt nicht dies oder das!" Es lässt sich kaum vermeiden, dass dadurch eine bildliche Vorstellung von der Katastrophenhandlung entsteht. Und jede Vorstellung von einer Handlung weckt minimale motorische Impulse für dies Handlung (sog. ideomotorische Reflexe). "Gegenzug erzeugt Zug", so könnte man sagen (in Abwandlung des schon formulierten Diktums "Druck erzeugt Gegendruck"). Die Wahrnehmung dieser Mikroimpulse erzeugt dann das Gefühl, dass man drauf und dran sein, die Katastrophenhandlung auszuführen.

Diese Phänomene sind bekannt, normal und ungefährlich. Die ideomotorischen Mikroimpulse sind niemals stark genug, eine reale Handlung in Gang zu setzen. Auch wenn man das Dagegen ankämpfen verstärkt, wird keine Handlung daraus, allenfalls eine Angst- oder Zwangserkrankung. Vielversprechender scheint es, den Kampf einzustellen.

Um den Zug wegzubekommen, muss man den Gegenzug aufheben. Was heißt das? Nun, man könnte es "radikale Akzeptanz im Urvertrauen auf die Weisheit des eigenen Körpers" nennen. Denken Sie an das, was wir in Kapitel 1 besprochen haben: Ihr Körper ist ein Produkt der Evolution, er unterliegt der Logik evolutionär geprägten Funktionierens. Wenn die bewusst Kontrolle eingeschränkt ist oder entfällt, mach Ihr Körper nicht einfach irgendwelchen willkürlichen Blödsinn. Weder entspricht es der evolutionären Logik unseres Körpers, sich selbst zu schädigen, noch, sich durch willkürliche Aggressionen und dadurch provozierte Vergeltung zu gefährden. Und am aller wenigsten entspricht es der Logik unserer Gene, die eigenen Kinder umzubringen.

12.11.2022 13:41 • x 2 #29


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst Suizidgedanken zu haben?

x 3


S

SadGuy
Gast

Zitat von Ihavenoidealul:
Hallo ich leide unter einer Generalisierten Angststörung (wurde mir auch diagnostiziert) jedenfalls gehts darum das mich letzte Woche was getriggert hat und seit dem geht es mir schlechter.
Es hat angefangen das ich mir wieder zu viele Sorgen mache und dann kamen die Gedanken „was ist wenn ich mir was antue“ „will ich überhaupt noch leben“ diese Gedanken haben mich echt richtig runter gezogen und mir so dolle Sorgen darüber gemacht das ich nicht mehr davon weg kam.
Jedenfalls kamen dann die Gedanken „ich will nicht mehr leben“ und „ich hab kein Bock mehr auf mein Leben“ Ich fing an auf Google zu recherchieren um mich rückzuversichern das es keine Suizidgedanken sind. Habe nichts gefunden und seit dem große Angst das es wirklich Suizidgedanken sind und ich mir was antue.
Ich weis nicht ob meine Angst das extra macht und mit mir ein Spielchen spielt, die Gedanken hab ich auch wirklich so selten aber wenn ich sie habe das komm ich nicht davon weg und habe Angst das sie sich verschlimmern. Deswegen muss ich sie ja so unter Kontrolle haben.
Durch die Gedanken gehts mir mega schlecht seelisch und da ich sie so als schlimm einstufe bin ich die ganze Zeit auf Acht.
Was haltet ihr davon ?


@Ihavenoidealul

Also ich kann auch nur von mir und meinen "Erfahrungen" berichten. Wenn Du daraus etwas ziehen kannst und es hilfreich ist, freut es mich. Ansonsten kann auch ich nur an prof. Hilfe verweisen.

Ich bin z.B. generell ein Denk-Mensch. Ich analysiere viel und beschäftige mich intensiv mit meiner Umwelt, diversen DIngen und auch mit dem Ich, Sein, Werden, Vergehen usw. Das ist alles "normal". Nur, weil man einmal oder des Öfteren Gedanken hat, die andere Menschen "nicht" haben, muss es nicht zwangsläufig schlecht sein. Das wird oft lapidar von der Gesellschaft so suggeriert, ist es aber nicht! Zumal Dritte das ohnehin nicht beurteilen können, wenn diese nicht exakt in dieser Lage sind. Schlimm ist obendrein, wenn Dritte "bevormunden" wollen.

Ich habe z.B. "oft" erlebt, dass z.B. ein reicher Mensch floskelhaft sagt, dass es "nicht" schlimm ist, wenn eine arme Person hier und da kein Geld oder nichts zum Essen hat. Einfach floskelhaft "herunter" gespielt aus "seiner" Warte herab, ohne sich "Neutral" mit den Fakten zu beschäftigen und alles zu analysieren. Ich meine, welchen Wert hat denn so eine lapidare Stammtischfloskel? Kann eine reiche Person oder eine Person, die sich nie in so einer Lage befand oder befindet, das beurteilen? Zudem ist es anmaßend!

Das Gleiche betrifft das "Gedankengut". Manche Menschen machen sich eben über alle Dinge Gedanken bzw. interagieren mit der Umwelt, hinterfragen, analysieren und forschen. Das muss nicht schlecht sein.
Ich selbst habe auch schon oft "logisch" hinterfragt, was Leben für einen Sinn hat, was meine Aufgabe auf dieser Welt ist, was ich bewirke/ändere usw. Das sind philosophische Themen und der Mensch an sich, ist dazu fähig. Ich meine, selbst wenn alles "gut" läuft und Menschen "gesund" sind, stellen sich diverse Fragen aus reiner Neugier und Natur. Selbst damals hatte man zwecks Sein, Werden und Vergehen sinniert!

Durch meinen Beruf bedingt habe ich schon diverse Suizide "erlebt" und auch in der Verwandtschaft bzw. Bekanntschaft ein paar "Suizide" erfahren müssen. Als intelligenter Mensch bewerte ich das nicht negativ. Zudem stünde es mir auch nicht zu, über eine dritte Person zu urteilen oder diese zu bevormunden.
Ich stehe dem Thema "offen" gegenüber und "denke", dass jede Person nicht nur das Recht auf Leben hat, sondern auch auf den Freitod. Es geht keinen anderen MEnschen etwas an und es ist die freie Willensentscheidung der betroffenen Person. Diese stete Bevormundung durch Dritte ist furchtbar.
Zumal man sich immer "neutral" die Frage stellen muss, was die Person möchte und wodurch es der Person "besser" geht. Ein "LEBEN" voller Qualen oder "Freiheit"? Dritte können und sollten das nicht beurteilen und entscheiden! Ferner muss in die Logikliste der Abwägung auch mit einfließen, ob sich in der Welt durch den Verlust etwas gravierendes verändert? Oder, ob durch die Existenz etwas beeinflusst wird?

Ein Leben nur des Daseinswegen ist kein Leben. Seitens Natur zwecks Arterhalt schon. Aber, nur Natur.

Ich sehe das entspannt. Wenn Menschen "diesen" Weg gehen, dann ist es "deren" Entscheidung. Geht mich nichts an. Wenn Menschen Hilfe wollen, dann sollen diese Menschen Hilfe bekommen. Mich stört allerdings nur, dass "immer" Dritte floskelhaft sagen, dass dies und jenes nicht so schlimm sei. Woher wollen Dritte das beurteilen? Selbst wenn es für die dritte Partei nicht so schlimm ist, heißt es nicht, dass es Person A, B oder C auch so ergeht.


Wenn "DU" das so nicht magst und "Angst" hast, dann würde ich das prof. angehen und Hilfe suchen bzw. in Anspruch nehmen. Du möchtest das ja nicht und hast Angst davor.

12.11.2022 22:17 • #31


Zum Beitrag im Thema ↓


Abendschein
Suizid ist nie gut,....so wie Du die Gedanken an ihn hast, kannst Du auch Deine Gedanken,
immer in Positives umwandeln. Du hast die Macht über Deine Gedanken., Beschäftige Dich
mit schönen Dingen, dann denkst Du auch anders.

#2


Ihavenoidealul
@Abendschein danke für die zeitnahe Antwort, ja aber genau das ist das Problem ich komme davon nicht weg weil ich zu viel Angst habe das es wirklich so ist und das macht mich verrückt..

x 1 #3


Kruemel_68
Zitat von Ihavenoidealul:
@Abendschein danke für die zeitnahe Antwort, ja aber genau das ist das Problem ich komme davon nicht weg weil ich zu viel Angst habe das es wirklich so ist und das macht mich verrückt..

Das ist ja auch kein Schalter, den man einfach umlegen kann. Das muss man üben und vor allem wollen. Bist du in Therapie?

#4


Ihavenoidealul
@Kruemel_68 Ja ich bin in Therapie, habe heute auch zum Glück und ja das weis ich, ist halt total schwer

#5


Moelli80
Die Gedanken hab ich auch zwischendurch mal gehabt.
Da ich aber Angst vorm Sterben habe, glaub ich nicht das ich es tuhe.
Wenn es ein schlecht geht und Ängste hat, kommen irgendwie sämtliche Gedanken und man kann die nicht abstellen.
Sprech es heute bei der Therapie einmal an und der Therapeut wird dir sicherlich helfen, da raus zu kommen.

#6


Ihavenoidealul
@Moelli80 ja also die Gedanken hab ich echt selten nur ich denke jedes Mal zu weit und das macht mir Angst das ich suizidgefährdet bin

#7


Abendschein
Zitat von Ihavenoidealul:
@Moelli80 ja also die Gedanken hab ich echt selten nur ich denke jedes Mal zu weit und das macht mir Angst das ich suizidgefährdet bin

Du schreibst immer, aber, aber, wenn, was sollen wir Dir für Antworten bieten, wenn Du so fest
an diesen Suizid Gedanken fest hälsst? So wie Du fest hälst, kannst Du sie auch loslassen,
wenn Du es wirklich möchtest. Das scheint aber bei Dir nicht der Fall zu sein.

#8


DrSeltsam
@Ihavenoidealul
Was ich noch nicht ganz verstanden habe:
hast Du Angst, dass Du Suizid-Gedanken entwickeln könntest oder hast Du Suizid-Gedanken und hast Angst Du könntest sie ausführen?

#9


Ihavenoidealul
@Angstmaschine ich habe Angst das ich suizidgedanken habe also wie „ich will nicht mehr leben“ und auch Angst die Kontrolle zu verlieren

#10


Moelli80
@Ihavenoidealul
Wenn du sowelche Gedanken mal hast, ruf den doch die Seelsorge an. Die werden dir sicherlich in der Situation den helfen.

#11


DrSeltsam
@Ihavenoidealul
Im Grunde hast Du dir das teilweise ja selbst schon beantwortet:
Zitat von Ihavenoidealul:
und habe Angst das sie sich verschlimmern. Deswegen muss ich sie ja so unter Kontrolle haben.



Dass dir solche Gedanken Angst machen ist vollkommen klar.
Und dass Du sie nicht loslassen kannst liegt vielleicht auch daran, dass Du Angst hast diese Gedanken nicht mehr kontrollieren zu können.
So lange Du - wie Du es jetzt tust - dich immer wieder damit beschäftigst und deine Gedanken hinterfragst, hast Du ja eine gewisse Kontrolle darüber.
So war es bei mir zeitweise. Ich hatte Angst, vielleicht wirklich solche Gedanken zu haben und in die Tat umzusetzen, wenn ich sie nicht mehr beobachte und kontrolliere.
Durch diese ständige Beschäftigung damit wird es natürlich nicht besser, eher schlimmer.

Sprich mit deinem Therapeuten mal darüber.

#12


Ihavenoidealul
@Angstmaschine du bringst es auf den Punkt genau so ist es. Ich versuche mich abzulenken nur das Problem ist ich bin krank und fühl mich nicht fit um was zu machen, ich rufe die Seelsorge auch noch an 👍🏼

x 1 #13


DrSeltsam
@Ihavenoidealul
Habe meinen Beitrag grade noch ergänzt, denn eigentlich sagst Du es ja selbst schon.

#14


Moelli80
@Ihavenoidealul
Körperlich Krank?
Oder seelisch bzw. Psychisch?

#15


DrSeltsam
Ein einfaches Beispiel für so etwas ähnliches, was mir seinerzeit immer wieder mal passiert ist:

Ich fahre auf einer Landstraße und es kommt mit ein großer LKW entgegen. Je näher er kommt desto unruhiger werde ich weil ich mir denke „was wäre, wenn ich jetzt einfach nach links ziehen würde?“
Meine Angst, das wirklich zu tun wird immer stärker, obwohl ich das eigentlich gar nicht will. Ich habe aber plötzlich Angst es zu tun.
Ich bin vollkommen unfähig von dem Gedanken zu lassen, aus Angst ich könnte es wirklich tun, bis ich am LKW vorbei bin.
Das sind bei einer Angststörung „normale“ Gedanken. Du willst es ja gar nicht tun, hast aber Angst vor dem Kontrollverlust.

So ähnlich hast Du das jetzt die ganze Zeit, es geht aber vielen phasenweise so.

Wie gesagt, sprich das in der Therapie mal an.

#16


DrSeltsam
Zitat von Moelli80:
@Ihavenoidealul Körperlich Krank? Oder seelisch bzw. Psychisch?

Ja, er hat doch eine GAS

#17

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Ihavenoidealul
@Angstmaschine ja genau, habe gerade bei der Seelsorge angerufen die haben mir aber nicht weiter geholfen das Gespräch war eher unangenehm als gut 😂 aber naja hab’s wenigstens probiert

#18


Moelli80
@Angstmaschine
Mit einer GAS, geht aber körperlich sich abzulenken.
Fühle mich auch nicht fit und mache mein Sport bzw. Pilates oder Yoga und meist geht's mir danach besser.
Könnte ja sein, dass auch was körperlich gerade ist und ihm es deswegen noch schlechter zur Zeit geht.
Dann kommen ja auch oft blöde Gedanken.

x 1 #19


Ihavenoidealul
@Moelli80 ich bin momentan auch stark erkältet 🤒

#20


A


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Mira Weyer
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