Hallo Rimski,
ok, Danke das hört sich bei der nach einem guten Plan an. Du hast ein Licht am Ende des Tunnels.
Vor allem noch ein Studium zu machen. Mit 43 bist doch noch jung!
Du hast ein Ziel und es wird bestimmt gut werden oder anders.
Unser Sohn ist 22 Jahre und studiert Grundschullehramt. Er ist gerade im zweiten Semester.
Ich bin sehr gespannt.
Heute habe ich gleich Morgens zum Start im Büro mit mir gehadert und habe Angst, Wut, Verzweiflung und Überforderung zugleich gespürt. Denn ein gewerblicher Mitarbeiter hat seine Arbeit nicht so ausgeführt, wie ich es gesagt habe. Das ist leider einer der wenigen Mitarbeiter der ziemlich anstrengend und negativ eingestellt ist. Dann ist das Arbeitsergebnis natürlich auch nicht so wie mit dem kooperativen Mitarbeiter.
Dieser spezielle Mitarbeiter hat seit 2 Wochen die Label zum Bekleben der Paletten (Lebensmittelzusatzstoff) stumpf liegen gelassen. Für ein ordnungsgemäßes Warenwirtschaftssystem und Scannen usw. ist das äusserst wichtig, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Nur bei diesem Mitarbeiter ist es schwierig, dass ist auch dem Chef bekannt.
Das kostet mich oft Nerven und Kraft, ich kriege auch schnell Angst, dass etwas an Ware vertauscht wurde oder so. Da das in der Vergangenheit schon häufiger passiert ist. Ich mache nur die Vorbereitungen im betriebsinternen SAP und gebe es an die im Lager weiter. Ich kann ja nicht alles nach kontrollieren. Manchmal muss ich mir die Ware anschauen und Fotos machen wegen dem Packschema usw.
Heute hätte ich lieber den Job als Friedhofsgärtner gemacht, wahrscheinlich bin ich auch noch in der Trauerarbeit, da der Tod meiner Mutter jetzt genau 1 Jahr her ist und es kommen noch Hormonschwankungen durch die Wechseljahre hinzu.
Manchmal fühle ich mich wie ein Pinguin und der Wüste an meinem Arbeitsplatz.
Ich komme leider nicht aus der Logistikbranche weg. In meinem Xing und LinkedIn Profil kriege ich ständig Jobangebote von großen Logistkonzernen aus Hamburg oder Angebote von der Rüstungsindustrie. Damit kann ich mich nicht identifizieren.
Ich bin ein sozialer Typ mit einem Helfer-Syndrom und dünnhäutig, deswegen ist die Arbeit in der Spedition sowas wie eine Hassliebe.
Eine Bekannte ist eine Recruiterin und hat meine ganzen Bewerbungsunterlagen online versucht mehr auf die soziale Schiene zu packen. Da habe ich bei einer Behindertenwerkstatt für die Betreuung der Azubis eine Stelle als Ausbilderin/Quereinsteigerin angeboten bekommen im letzten Jahr. Dazu fehlt mir leider der Mut und das Selbstvertrauen.
Früher habe ich im Einkauf in der Touristik bei der Tochter von einem großen Reiseveranstalter mit 3 Buchstaben gearbeitet und auch meine 2te Ausbildung gemacht. Touristik ist total abwechslungsreich, aber auch eine schwierige Branche.
Mein Arbeitgeber ist relativ solide und sicher, nur fehlt mir dort die Sinnhaftigkeit.
Daher würde ich lieber für eine Stiftung oder den NABU oder so arbeiten.
Nur ich bin 51 Jahre, da wird ein Wechsel auch aus "sicherheitstechnischen Gründen" immer schwieriger.
Leider habe ich auch schon einige Erfahrungen mit Bossing und Mobbing gemacht.
Daher gehen schnell meine Antennen bei etwaigen Unstimmigkeiten hoch und die Selbstzweifel kommen hoch, ob ich was falsch gemacht habe?
Das Päckchen trage ich mit mir und arbeite täglich mit Atem Übungen, Sport, Meditationen, Spaziergängen usw. an mir.
Einen schönen Abend wünsche ich euch allen.
LG Nordlicht
