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E

enana
Gast

.....dann geh halt Sad Das höre ich so oft von meinen Familienmitgliedern. Ich schäme mich dafür jetzt schon so lange krank geschrieben zu sein. Ich habe meine psychischen Probleme schon seit 20 Jahren und es kamen leider immer mehr hinzu (Agoraphobie, soziale Phobie, Panikattacken, Zwänge, Essstörung, Depressionen).
Ich habe mich immer irgendwie durchgeschleift. Ich habe gute Abschlüsse und hatte auch nie eine größere Pause - bis im November letztes Jahr gar nichts mehr ging. Mir ging s psychisch und physisch so schlecht wie noch nie. Ich konnte mich einfach nicht mehr, wie die Jahre zuvor, zusammen reißen. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Ich bin jeden Tag weinend in die Arbeit und hatte ständig Überlegungen im Kopf, wie ich mich so verletzten kann, damit ich eine Pause machen kann von allem.
Ich vermisse es allerdings zu arbeiten Sad Ich fühle mich wie ein absoluter Versager. Ich weiß aber auch, dass die Ängste so groß sind, dass ich nicht lange durchhalten würde.
Meine Therapie läuft leider eher schleppend.
Ging es jemandem mal genauso und kann jetzt wieder arbeiten?
Ich frage mich immer, ob ich eine faule Socke bin, weil ich unfähig bin mich zusammen zu reißen.
Es ist so deprimierend.

27.11.2017 #1


51 Antworten ↓
kopfloseshuhn

kopfloseshuhn
Mitglied

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Ich nicht alles gelesen aber....

Ich verstehe das.
Am Anfang hatte ich auch arge Probleme damit, erstmal so lange krank geschrieben zu sein und dann in die Rente zu gehen.
Mir ging es wie dir enana.
Heulend zur Arbeit, auf derrbeit auf dem Klo am heulen, Sonntags am heulen, abends am heulen weil ichmorgen wieder hin muss und ich so am Ende war.
Ich konnte nicht mehr. Kein Stück. Und dann fiel es mir aber nicht schwer, jedes Mal, wenn ich mich abwertete deswegen, mich daran zu erinnern und dass ich das alles SO nicht mehr wollte.
Auchich habe mit schweren Selbstverletzungsgedanken geplagt, um nicht hin zu müssen. A la, wie breche ich mir am besten ein Bein? Hab das aber nie gemacht.

Dann kam die Rente. Und damit kenne auch ich diesen Neid darauf oder die dumme Frage > und was machen Sie den ganzen Tag?>
Überleben! Aber das sagt man ja so nicht.

Lange habe ich gesucht um etwas zu fienden, für das ich aufstehe und langehabe ich gekämpft darum, mir das selbst einzugestehen und dass es okay ist ebenncihtzu arbeiten.
Einen Pups auf die anderen Leute! Sich selbst wichtig genug zu nehmen ist eben wichtig und krank ist krank. Punkt aus fertig.

Die Erzeugerin meinte zur Rente damals auch nur < ach wie schön, du hast doch als Kind schon davon geträumt nur Hausfrau zu sein> Blöde Fo....
Klar.

Viel viel wichitger ist, sichund sein Leben ertragbar zu machen. Etwas Lebensqualität zu haben. Es in den Laden zu schaffenund zu schaffen, sichum sich selbst zu kümmern.
Aber du, hattest ja nicht nur die Arbeit sondern auch noch tausend andere Dinge in die du dich vertiefst, um die du dich kümmerst und meinst kümmern zu müssen.
So bleibst du weiter auf der Strecke.

Aber erstmal wäre wichtig sich so zu akzeptieren und diesem Leistungsbild nicht hinterher zu rennen. Es gaht halt nciht. Und das hat Gründe.
Dadurch ist man weder faul noch sonst etwas.

LG

27.11.2017 14:39 • x 3 #38


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A


Ich würde so gerne arbeiten

x 3


U

Ulli63
Mitglied

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Hast du die Knochen von einem Unfall gebrochen oder Krebs, fühlt jeder mit dir und versteht deine Erkrankung.
Wenn die Psyche / die Seele krank ist, verstehen das meistens nur die, die es erlebt haben.
Dabei ist das viel schlimmer, weil es einen verunsichert, einem die Kraft und den Mut raubt, ja dein Leben aus der Bahn wirft.

Ich wünsche euch allen die Kraft, die ihr braucht, wieder mit festen Schritten nach vorne zu gehen.
Wer das nicht alleine schafft, der muss sich nicht quälen. Manchmal können einem AD schon aus der Krise helfen und zu einem glücklicheren Leben verhelfen. Es gibt viele Menschen, die ohne gar nicht auskommen.

Angst vor den Pillen hab ich auch, aber 2013 ein Chrash (ADs später abgesetzt), 2017 wieder. Jetzt ist Schluss, ich helfe mir mit ADs, damit ich mein Leben zurück bekomme. Vielleicht nehme ich die in einer niedrigen Dosierung weiter.
Mein Ziel ist es, nach jetzt fast 3monatiger Krankheit wieder arbeiten zu gehen. Aber ohne Medikamente werde ich das wohl nicht schaffen.
Trost

27.11.2017 20:23 • x 2 #46


Zum Beitrag im Thema ↓


Isa1982
Du bist weder eine faule Socke noch unfähig oder sonst was.
du bist krank und das kann eben passieren. Aber du wirst die Krankheit besiegen und auch wieder arbeiten gehen können!
Du brauchst nur eben noch etwas zeit.
Nimmst du auch medis oder "nur" Therapie?

#2


E
Ich kann bisher leider keine Medikamente nehmen. Ich habe zu große Angst davor. Ich müsste auch wegen einer chronischen körperlichen Erkrankung Medikamente nehmen, aber so weit bin ich noch nicht.
Ich schäme mich so sehr krank zu sein.

#3


V
Ich hatte auch zufällig im November einen schweren Rückschlag, traute mich garnicht mehr richtung Arbeit zu fahren. Zum Glück gibt es die Möglichkeit für Teleworking, aber will auch wieder rein. Sowas braucht aber Zeit. Hab mich auch schon gefragt, ob das bei mir vielleicht teilweise unterbewusst ist. Aber selbst wenn, das Unterbewusstsein ist nun mal ein Depp. (Um es höflich auszudrücken.) Ich bin selbst leider noch nicht fähig in die Arbeit zu fahren.

Nimm dir auf jeden Fall die Zeit, die du brauchst. Es bringt nichts, dich dazu zu zwingen, wenn du dann Höllenqualen durchleidest. Dadurch bekommst du nur das nächste mal nur noch mehr Angst. Am besten ist es immer leicht zu steigern. Wenn deine Arbeit 1 km entfernt ist, dann versuche eine Woche lang 100 Meter der Strecke zu schaffen, dann 200 Meter usw. Und wenn du dort bist vielleicht ausmachen, 1 Woche nur 1 Stunde zu arbeiten, dann 2, je nach dem wie das geht.

Ist natürlich nur ein Beispiel, 7 Tage reichen meistens nicht aus, um Ängste stark zu mindern.


Es gibt nichts, wofür du dich schämen musst. Du hast dir diese Krankheit nicht willentlich ausgesucht.

#4


Verena87
Der erste Schritt: Mach dich selber nicht so fertig und werte dich nicht ab! (Hätte meine Therapeutin so gesagt)
Du brauchst jetzt einfach deine Kraft um gesund zu werden- für dich, nicht für die Arbeit!
Hab genau so gedacht wie du und dann bin ich so auf die Schnauze gefallen, dass ich meine Prioritäten wirklich anders verteilen muss!
Gesund werden und dann kommt alles andere...

x 3 #5


E
Vielen Dank für euren Zuspruch.
Das schlimme ist, dass ich mir auch eine neue Stelle suchen müsste.
Meine Chefin hat mir während der Krankenzeit zu Hause aufgelauert und mich unter Druck gesetzt. Da möchte ich auf keinen Fall wieder hin Sad

#6


Isa1982
Genau! Schämen brauchst du dich überhaupt nicht! Du hast es dir ja nicht ausgesucht.
Und wie volvagia geschrieben hat: dich zu was zwingen bringt gar nichts - das steigert eher deinen Frust

#7


E
Ich habe einfach Zukunftsängste. Was passiert, wenn diese Ängste nie weg gehen. Problem sind die Ängste auch nicht allein. Mit "nur"Angst habe ich geschafft weiter zu machen. Die körperlichen Symptome gaben mir dann den Rest.

#8


Isa1982
Aber auch die körperlichen Beschwerden werden verschwinden wenn du gesund wirst

#9


Icefalki
Enana, es liegt in deinem Denken, dass du dir Krankheit nicht gestattest. Krankheit, Kranksein ist etwas, das du ablehnst. Hier würde ich mal ansetzen.

Meinst du nicht, dass auch du ein Recht hast, nicht immer funktionieren zu müssen? Dein Körper, deine Seele schreit danach. Und trotzdem magst du dich nicht kümmern. Wer hat dich darauf konditioniert, ständig Leistung bringen zu müssen? Oder bist du selbst der Meinung, dass du nur was zählst, wenn du arbeiten tust.

Übrigens, ich bin so jemand, der auch meinte sich 17Jahre durchzuschlepppen zu müssen. Und auch einen Absturz hatte. Scheint bei manchen Menschen nur so zu funktionieren, dass sie erstmals eine richtige Bruchlandung hinlegen müssen, bevor das wieder aufwärts gehen kann.

Allerdings hab ich dann zu Medis gegriffen und natürlich Therapie gemacht. Ohne, wäre das wohl nichts mehr geworden.

x 2 #10


Brandungsburg
Ich konnte etwas längere Zeit nicht arbeiten und fange im Oktober wieder an. Ich habe richtigen Bammel, aber ich muss zuversichtlich bleiben. Das solltest du auch. Nimm' dir die Zeit, die du brauchst.

Mal davon abgesehen, wenn du die Arbeit vermisst, wie wäre es denn mit einem kleinen Nebenjob 1-2 die Woche, um zu schauen wie es klappt?

Grüße von Jamie

#11


E
Zitat von Isa1982:
Aber auch die körperlichen Beschwerden werden verschwinden wenn du gesund wirst


Ich hoffe. Ich habe irgendwie die Hoffnung auf ein Beschwerdefreies leben schon fast aufgegeben.

#12


E
Zitat von Icefalki:
Enana, es liegt in deinem Denken, dass du dir Krankheit nicht gestattest. Krankheit, Kranksein ist etwas, das du ablehnst. Hier würde ich mal ansetzen.

Meinst du nicht, dass auch du ein Recht hast, nicht immer funktionieren zu müssen? Dein Körper, deine Seele schreit danach. Und trotzdem magst du dich nicht kümmern. Wer hat dich darauf konditioniert, ständig Leistung bringen zu müssen? Oder bist du selbst der Meinung, dass du nur was zählst, wenn du arbeiten tust.


Ich weiß auch nicht woher das kommt. Ich habe mit 16 Jahren mit einem bmi von 10,8 selbst noch funktioniert. Schwäche ist für mich ein absolutes no go. Ich habe nie gezeigt wenn es mir schlecht ging. Mir ist es peinlich.



@Brandungsburg
Ich würde gerne etwas kleines machen, aber die Furcht wieder zu versagen blockiert mich. Die ständige Enttäuschung nie was gebacken zu bekommen

#13


Brandungsburg
Ich finde man versagt erst, wenn man es überhaupt nicht mehr versucht.

x 2 #14


Schlaflose
Zitat von enana:
Ging es jemandem mal genauso und kann jetzt wieder arbeiten?


Ja, das war bei mir auch so, aber lag es an der Arbeit selbst. Ich war Lehrerin und das war für mich mit einer sozialen Phobie und einer ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung absolut ungeeignet. Zuletzt war ich fast ein Jahr krank geschrieben und habe dann die Möglichkeit bekommen, in die Verwaltung zu wechseln und das ist ideal für mich.

#15


V
Zitat von Brandungsburg:
Ich finde man versagt erst, wenn man es überhaupt nicht mehr versucht.

Schön gesagt.

Ich denke mir in so einem Fall immer, dass es besser ist, etwas nicht zu schaffen, als sich den Rest des Lebens fragen zu müssen, ob man es geschafft hätte. Das finde ich weitaus schlimmer.

#16


E
Zitat von Brandungsburg:
Ich finde man versagt erst, wenn man es überhaupt nicht mehr versucht.


Da hast auch wieder recht!

Zitat von Schlaflose:




Ja, das war bei mir auch so, aber lag es an der Arbeit selbst. Ich war Lehrerin und das war für mich mit einer sozialen Phobie und einer ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung absolut ungeeignet. Zuletzt war ich fast ein Jahr krank geschrieben und habe dann die Möglichkeit bekommen, in die Verwaltung zu wechseln und das ist ideal für mich.


Oh ja mir geht es genau so! Ich bin Erzieherin Sad Also ähnlich wie bei dir. Ich würde auch gerne etwas ruhigeres machen. Mit weniger Menschenkontakt und wegen der Krankheitsangst gehen Kinder halt auch gerade gar nicht. Sad

#17

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YesItsMe0
Ich schäme mich auch sehr dass ich mit 31 Jahre noch Student bin und mich sogar erst kürzlich für Informatik an der Uni eingeschrieben habe. Ich werd ~37 sein wenn ich dann hoffentlich meinen Master habe. Ja ich könnte jetzt im Büro arbeiten aber erstmal wohl nur durch Leiharbeit. Das ist wesentlich beschissener darauf habe ich keine lust. Da hänge ich mich lieber voll ins Studium und verschulde mich bis oben hin dafür.

Ich habe es ausgerechnet mit dem Zururückzahlen der Kredite bei Eltern und Staat. Das Studium lohnt sich trotzdem und das Arbeitsumfeld ist besser.

#18


E
Ich hätte auch sehr gerne studiert. Ich weiß allerdings nicht wie ich das finanziell stemmen könnte und mit der Angst raus zu gehen passt das auch nicht zusammen Sad

Zur Zeit ist es wieder besonders schlimm. Ich schäme mich so so so unglaublich. Es belastet mich tagtäglich. Ich habe das Gefühl mich ständig erklären und rechtfertigen zu müssen. Ich versteh einfach nicht was mit mir los ist Sad

#19


Akin
Gibt es eigentlich einen Auslöser für die soziale phobie?
Ich habe auch seid ein paar Monaten Schwierigkeiten, wahrscheinlich eine Phobie, was ich dagegen mache ich gehe zum Psychologen, der mir gesagt hat unangenehme Situationen zu suchen und sich denen zu stellen um die Angst zu 'besiegen'

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A


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