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MariaManchester

MariaManchester
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Ich hoffe, dass Thema passt in die Kategorie.
Ich schaffe es einfach nicht abzunehmen. Ich war vor 14 Jahren normalgewichtig. Damals wohnte ich noch daheim und hatte ziemlich Probleme mit meiner Angststörung, weswegen ich auch nicht viel gegessen habe wenn ich unterwegs war (aus Angst dann aufs Klo zu müssen).
Ich lernte meinen Mann kennen und wir zogen irgendwann zusammen. Ich nahm innerhalb kurzer Zeit 30kg zu. Wohnten in Berlin, Späti, Döner, Pizza, Mecces alles direkt um die Ecke. Party jedes Wochenende usw
Konnte durch Sport und Ernährung 12kg abnehmen und wurde dann schwanger.
Auch diese Pfunde habe ich wieder verloren. Es stand meine Hochzeit an und ich quälte mich mit einer Freundin durch das Diät Programm von Detlef D. Soost.
Nach der Hochzeit alles wieder drauf. Ein ewiges hin und her. Dann die zweite Schwangerschaft.
Danach wieder etwas runter und wieder rauf. So geht das bis jetzt. Höchstgewicht war 122kg auf 1,73m.
Viel liegt mit Emotionen zusammen, ich esse wenn's mir schlecht geht.
Ich konnte mir den Alk. angewöhnen. Erstens wegen der Kalorien, außerdem hab ich gemerkt, dass es mir einfach nicht gut tut.
Beim Essen ist es sooo viel schwerer. Ich weiß auch, dass es mir nicht gut geht, dass es schlecht ist für den Körper. Ich fühle mich sch., bin schnell aus der Puste usw.
Ich halte immer paar Tage aus, Versuche mich zu bewegen aber es ist immer relativ schnell die Luft raus.
Vielleicht kennt das der Eine oder Andere. Und vielleicht hat auch einer Tipps.

02.04.2026 x 1 #1


22 Antworten ↓
R

Ryu
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Hey, ich will dir mal was Persönliches erzählen meine Geschichte. Nicht, weil sie besonders ist, sondern weil sie echt ist. Und wenn ich es geschafft habe, dann kannst du es auch.
Ich habe früher 160 Kilo gewogen. Jeder Tag war ein stiller Kampf. Morgens aus dem Bett kommen war schon eine kleine Heldentat. Schuhe zubinden hat mehr Geduld gebraucht als Zeit. Selbst zum Laden um die Ecke zu laufen, hat mich erschöpft, bevor ich überhaupt angefangen habe. Kein Witz das war meine Realität.
Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel geschaut habe, sah ich einen Körper, der mir fremd war. Und dazu kamen die Gedanken: „Du schaffst das nie. Du bist nicht stark genug. Es bringt sowieso nichts.“ Ich habe es immer wieder versucht, bin immer wieder gescheitert, und jeder Rückschlag hat sich wie ein Schlag ins Herz angefühlt.
Ich hatte keine Operationen, keine Ärzte, die mich Schritt für Schritt begleitet haben. Keine Abkürzung. Es gab nur mich, meinen Körper, meine Ängste und die tägliche Entscheidung: aufgeben oder weitermachen.
Und ich sag’s dir ehrlich: der Weg war nicht gerade. Es gab Tage, an denen ich mich unbesiegbar gefühlt habe, Tage, an denen nichts funktioniert hat, Wochen, in denen ich mich nur als Versager gesehen habe. Ich habe geweint, mich geärgert, Angst gehabt. Aber eines Tages, als ich in den Spiegel geschaut habe, habe ich etwas Wichtiges verstanden: es geht nicht darum perfekt zu sein, sondern einfach weiterzugehen. Schritt für Schritt.
Ich habe angefangen, kleine Dinge zu ändern. Ich habe gelernt, meinem Körper Gutes zu tun, auch wenn es schwer war. Ich habe gelernt, mich zu bewegen, auch wenn ich keine Lust hatte. Ich habe gelernt, dass jeder Tag zählt, auch wenn es so aussieht, als würde sich nichts ändern. Und langsam, unmerklich, habe ich den Unterschied gesehen.
Es gab Momente, in denen ich mich allein gefühlt habe. Aber in diesen Momenten habe ich auch gelernt, nett zu mir zu sein, mich nicht zu verurteilen und jeden kleinen Erfolg zu feiern. Denn jeder Schritt nach vorne, so klein er auch ist, ist ein Sieg.
Ich habe 80 Kilo verloren. Es war nicht schnell, es war nicht leicht. Aber jedes verlorene Kilo war das Ergebnis jeder bewussten Entscheidung, jedes Mal wieder aufzustehen nach einem Rückschlag, jedes Mal an mich selbst zu glauben, auch wenn es unmöglich schien.
Und ich will, dass du eines weißt: du bist nicht dein Gewicht. Du bist nicht deine Fehler. Du bist jemand, der sich verbessern will – und das ist schon unglaublich.
Schau nicht auf den ganzen Weg. Versuch nicht, alles sofort zu schaffen. Fang mit einem Schritt an, einer einzigen Entscheidung, einem einzigen Tag. Dann kommt der nächste Schritt, der nächste Tag, die nächste Entscheidung. Beständigkeit schlägt Perfektion immer. Und eines Tages, ohne dass du es merkst, wirst du zurückblicken und sehen, wie weit du gekommen bist.
Der Körper verändert sich, klar. Aber das, was wirklich verändert wird, ist der Kopf: deine Stärke, dein Selbstvertrauen, dein Respekt vor dir selbst. Das ist der echte Gewinn.
Wenn ich es geschafft habe, mit all meinen Grenzen, Ängsten und Fehlern, von 160 Kilo aus, dann kannst du das auch. Es wird nicht einfach sein, es wird nicht linear sein, aber es wird echt sein.
Und ich will, dass du dir eines merkst: Auch an Tagen, an denen du dich besiegt fühlst, wenn es scheint, als würde nichts funktionieren – hör nie auf, an dich selbst zu glauben. Der Weg ist schwer, ja… aber nicht unmöglich.
Und eines Tages, wenn du in den Spiegel schaust, siehst du etwas, das über deinen Körper hinausgeht. Du siehst deine Kraft, deine Entschlossenheit, deine Fähigkeit, immer wieder aufzustehen. Du siehst, dass jeder Schritt, jede Träne, jede schwere Entscheidung es absolut wert war.
Ich glaube an dich. Und ich will, dass du an dich glaubst.

01.04.2026 11:33 • x 5 #17


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A


Ich kann einfach nicht abnehmen

x 3


iquique

iquique
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Zitat von MariaManchester:
Vielleicht kennt das der Eine oder Andere. Und vielleicht hat auch einer Tipps.

Ich habe auch fast mein Leben lang damit zu tun, dass mein Körper zum Übergewicht tendiert. Im Lauf meines Lebens ist es mir phasenweise besser und schlechter gelungen, mein Gewicht zu kontrollieren.

Was bei mir in der Vergangenheit ganz gut funktioniert hat: Fitnesstraining (im Studio). Und zwar habe ich festgestellt, dass moderates Krafttraining die Muskelmasse erhöht, und die wiederum sorgt dafür, dass der Körper einen besseren Stoffwechsel hat und mehr Energie verbraucht. Das führt mittelfristig zum Abnehmen (aber man muss Geduld haben). Der Hauptnachteil: man muss mindestens zwei- bis dreimal pro Woche trainieren, und das kostet viel Zeit.

Ansonsten versuche ich momentan seit einigen Wochen, meinen Kohlehydratverbrauch zu reduzieren: weniger Pasta, keine zuckerhaltigen Getränke mehr, stattdessen mehr Proteine (z.B. Fisch, Linsen, auch Proteinpulver). Mal sehen, ob es was bringt. Zum Glück bin ich nicht besonders anfällig für Süßigkeiten.

01.04.2026 09:35 • x 1 #13


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Windy
Weniger einkaufen, denn was man nicht zu Hause hat, kann man auch nicht essen. Am besten auch nur das notwendigste in den Einkaufskorb, mit Zettel und so schnell wie möglich rein und wieder raus ausm Laden. So hab ich abgenommen und halte es bis heute. Sobald ich wieder so oft wie früher einkaufe, nehme ich wieder zu. Bonus ist noch, daß man eine Menge spart.

x 4 #2


Sonja77
Zitat von MariaManchester:
Ich hoffe, dass Thema passt in die Kategorie. Ich schaffe es einfach nicht abzunehmen. Ich war vor 14 Jahren normalgewichtig. Damals wohnte ich noch ...

Nur als Info damit ich dich und dein „Problem,Sorge“besser verstehen kann

leidest du an einer Essstörung?Ich frag dich das weil du von emotionalem Essen gesprochen hast und das oft zu Essstörungen führen kann

#3


boomerine
Stimmt @Windy, das zum einen.

Was nicht da ist, kann man nicht essen, nur dann sucht man nach ersetzbaren.

Aber wenn es ein Frustessen ist. Dann ist es eine andere Nummer.

x 3 #4


Windy
Zitat von boomerine:
nur dann sucht man nach ersetzbaren.

Wenn das dann nicht so wirklich lecker ist, läßt man es stehen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

x 1 #5


Karimma
Ich habe mit Weight watchers sehr viel abgenommen. Das funktioniert wirklich, verlangt aber auch eine gewisse Disziplin. Aber mir hat es wirklich geholfen wenn man abends aufschreibt was man gegessen hat. Dann wird einem richtig bewusst, was man so alles in sich hinein stopft.

x 2 #6


Windy
Dafür brauchts kein Weightwatchers, kann man eine ganz normale Kalorientabelle für nehmen. Die Punkte von WW sind auch nichts anderes, als umgerechnete, vereinfachte Kalorien.

x 2 #7


Greta__
Ich kann auch weight watchers empfehlen. Insbesondere die App. Über 12.000 Rezepte, man kann Lebensmittel scannen um zu sehen wieviel Punkte die haben usw.

#8


MariaManchester
Danke euch für die Antworten.
Ich habe tatsächlich auch gute Erfahrungen damit gemacht, möglichst keine Süßigkeiten daheim zu haben.
Wegen meiner Kinder haben wir dennoch immer etwas daheim, aber das ist in so einem "Safe" mit Zahlencode. Eben weil ich weiß, dass ich sonst früher oder später "schwach" werden würde.

Eine diagnostizierte Essstörung habe ich nicht. Aber ich kann definitiv sagen, dass ich mehr und schlechter esse wenn's mir schlecht geht.
Es ist auch oft zyklusabhängig. Kurz vor der Periode geht's noch mal richtig los mit der Lust nach Süßem und Fertigem. 🫠

Weight watchers hatte ich auch überlegt. Ich hatte stattdessen einfach ne App verwendet die Kalorien trackt. Das ging ne ganze Weile gut, hatte auch einiges davon runter. Davon abgesehen, das es krass zu sehen war was das vermeintlich gesund Essen so alles an Nährwerten hatte 🥺
Aber auch hier wieder eine Frage der Disziplin, irgendwenn hab ich's schleifen lassen.
Ich denke aber,dass ich damit wieder starten werde.

x 1 #9


Schlaflose
Zitat von MariaManchester:
Vielleicht kennt das der Eine oder Andere. Und vielleicht hat auch einer Tipps.

Und wie ich das kenne, schon seit meiner Jugend. Meine be erste Diät machte ich mit 13. Da wog ich schon 70kg. Danach war es ein ständiges Auf und Ab. Früher ging das Abbnhmen leicht, wenn ich richtig gehungert habe. Da waren in wenigen Monaten 25kg weg. Aber das hielt ich nicht lange durch und sobald ich wieder etwas mehr (nicht zu viel) aß, legte ich wieder zu. Im Alter geht es trotz sehr wenig Essen und viel Sport nur ganz langsam runter, so 1kg in 3-4 Wochen und das halte ich nie lange durch. Ich habe mich inzwischen darauf verlegt zufrieden zu sein, mein aktuelles Gewicht (64 kg bei 1,58m) irgendwie zu halten.

x 3 #10


boomerine
Zitat von Windy:
Wenn das dann nicht so wirklich lecker ist, läßt man es stehen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

War mir egal, hauptsache was zu essen.

x 3 #11


Schlaflose
Zitat von Windy:
Wenn das dann nicht so wirklich lecker ist, läßt man es stehen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Ist bei mir nicht so. Wenn ich richtig Hunger habe, esse ich alles. Und ich finde immer etwas, auch wenn ich ein paar Wochen nicht einkaufen gehen würde. Meine Vorräte, sind unerschöpflich 😄 Und wenn wirklich nichts mehr da wäre, würde ich zur nächsten Rostwurst- oder Dönerbude gehen und mir etwas holen. Die Versuchungen lauern überall 😜

x 1 #12


iquique
Zitat von MariaManchester:
Vielleicht kennt das der Eine oder Andere. Und vielleicht hat auch einer Tipps.

Ich habe auch fast mein Leben lang damit zu tun, dass mein Körper zum Übergewicht tendiert. Im Lauf meines Lebens ist es mir phasenweise besser und schlechter gelungen, mein Gewicht zu kontrollieren.

Was bei mir in der Vergangenheit ganz gut funktioniert hat: Fitnesstraining (im Studio). Und zwar habe ich festgestellt, dass moderates Krafttraining die Muskelmasse erhöht, und die wiederum sorgt dafür, dass der Körper einen besseren Stoffwechsel hat und mehr Energie verbraucht. Das führt mittelfristig zum Abnehmen (aber man muss Geduld haben). Der Hauptnachteil: man muss mindestens zwei- bis dreimal pro Woche trainieren, und das kostet viel Zeit.

Ansonsten versuche ich momentan seit einigen Wochen, meinen Kohlehydratverbrauch zu reduzieren: weniger Pasta, keine zuckerhaltigen Getränke mehr, stattdessen mehr Proteine (z.B. Fisch, Linsen, auch Proteinpulver). Mal sehen, ob es was bringt. Zum Glück bin ich nicht besonders anfällig für Süßigkeiten.

x 1 #13


Tigerlilie
Zitat von iquique:
keine zuckerhaltigen Getränke mehr,

Das ist ein Punkt, den ich für enorm wichtig halte. Bei vielen Übergewichtigen denke ich mir, wenn sie jetzt jedes Mal Wasser wählen würden statt Saft, Cola, Red Bull,... wäre schon viel gewonnen.

Ich selbst habe mein Leben lang eher mit Untergewicht zu kämpfen.

Den Tipp mit dem weniger Einkaufen finde ich auch gut.

Wenn du abends vorm Fernseher naschst, wäre noch ein Tipp, wenn du dir nichts mitnimmst vor den Fernseher. Ich habe Süßigkeiten in der Küche und wenn ich was naschen möchte, dann laufe ich dort hin, esse 2 Stück Schokolade und gehe wieder ins Wohnzimmer.

x 2 #14


iquique
Zitat von Tigerlilie:
Das ist ein Punkt, den ich für enorm wichtig halte. Bei vielen Übergewichtigen denke ich mir, wenn sie jetzt jedes Mal Wasser wählen würden statt Saft, Cola, Red Bull,... wäre schon viel gewonnen.

Ja, das probiere ich jetzt mal aus. Ich kaufe keine zuckerhaltigen Limonaden mehr, denn wenn man nachliest, dann steckt schon sehr viel Zucker in einer einzigen Flasche. Stattdessen nehme ich Mineralwasser und kippe etwas Zitronensaft rein, damit etwas Geschmack drin ist.

Ein Problem ist noch, dass bei uns im Büro ständig jemand Kuchen dabei hat, und man fast genötigt wird, sich ein Stück zu nehmen. Da muss ich mich in Zukunft noch besser dagegen wehren und häufiger mal "nein danke" sagen. Es ist ja nicht mal so, dass ich den Kuchen wirklich unbedingt essen möchte. Meistens esse ich aus Gefälligkeit mit.

#15


Elly79
Ich bin auch gerade am Abnehmen, bzw versuche es. Urlaub hat wieder reingehauen.
Ich nutze die App Yazio, mit diversen Codes kostet die dich ca 30 Euro im Jahr und du hast auch Rezepte usw.

Dann die Bewegung erhöhen, ich fahre jetzt nicht mehr mit Auto zur Arbeit sondern mit der Bahn. Ich gehe jede Mittagspause 30 Minuten stramm spazieren. So komme ich auf 8000 bis 12000 Schritte am Tag.

Ernährung versuche ich nur 3 Mahlzeiten zu essen. Viel Protein, bekommt man gut mit Quark, Ei, Hülsenfrüchten und natürlich Fleisch hin.
Wenn ich snacke zwischendurch, dann Harzer Minis (Protein) oder einen Proteinriegel.

Du musst weniger kcal zu dir nehmen als du verbrauchst. Versuche mal mit 2000 kcal zu starten, bei deiner Größe und Gewicht solltest du da schon Erfolge haben ohne zu hungern.

x 1 #16


R
Hey, ich will dir mal was Persönliches erzählen meine Geschichte. Nicht, weil sie besonders ist, sondern weil sie echt ist. Und wenn ich es geschafft habe, dann kannst du es auch.
Ich habe früher 160 Kilo gewogen. Jeder Tag war ein stiller Kampf. Morgens aus dem Bett kommen war schon eine kleine Heldentat. Schuhe zubinden hat mehr Geduld gebraucht als Zeit. Selbst zum Laden um die Ecke zu laufen, hat mich erschöpft, bevor ich überhaupt angefangen habe. Kein Witz das war meine Realität.
Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel geschaut habe, sah ich einen Körper, der mir fremd war. Und dazu kamen die Gedanken: „Du schaffst das nie. Du bist nicht stark genug. Es bringt sowieso nichts.“ Ich habe es immer wieder versucht, bin immer wieder gescheitert, und jeder Rückschlag hat sich wie ein Schlag ins Herz angefühlt.
Ich hatte keine Operationen, keine Ärzte, die mich Schritt für Schritt begleitet haben. Keine Abkürzung. Es gab nur mich, meinen Körper, meine Ängste und die tägliche Entscheidung: aufgeben oder weitermachen.
Und ich sag’s dir ehrlich: der Weg war nicht gerade. Es gab Tage, an denen ich mich unbesiegbar gefühlt habe, Tage, an denen nichts funktioniert hat, Wochen, in denen ich mich nur als Versager gesehen habe. Ich habe geweint, mich geärgert, Angst gehabt. Aber eines Tages, als ich in den Spiegel geschaut habe, habe ich etwas Wichtiges verstanden: es geht nicht darum perfekt zu sein, sondern einfach weiterzugehen. Schritt für Schritt.
Ich habe angefangen, kleine Dinge zu ändern. Ich habe gelernt, meinem Körper Gutes zu tun, auch wenn es schwer war. Ich habe gelernt, mich zu bewegen, auch wenn ich keine Lust hatte. Ich habe gelernt, dass jeder Tag zählt, auch wenn es so aussieht, als würde sich nichts ändern. Und langsam, unmerklich, habe ich den Unterschied gesehen.
Es gab Momente, in denen ich mich allein gefühlt habe. Aber in diesen Momenten habe ich auch gelernt, nett zu mir zu sein, mich nicht zu verurteilen und jeden kleinen Erfolg zu feiern. Denn jeder Schritt nach vorne, so klein er auch ist, ist ein Sieg.
Ich habe 80 Kilo verloren. Es war nicht schnell, es war nicht leicht. Aber jedes verlorene Kilo war das Ergebnis jeder bewussten Entscheidung, jedes Mal wieder aufzustehen nach einem Rückschlag, jedes Mal an mich selbst zu glauben, auch wenn es unmöglich schien.
Und ich will, dass du eines weißt: du bist nicht dein Gewicht. Du bist nicht deine Fehler. Du bist jemand, der sich verbessern will – und das ist schon unglaublich.
Schau nicht auf den ganzen Weg. Versuch nicht, alles sofort zu schaffen. Fang mit einem Schritt an, einer einzigen Entscheidung, einem einzigen Tag. Dann kommt der nächste Schritt, der nächste Tag, die nächste Entscheidung. Beständigkeit schlägt Perfektion immer. Und eines Tages, ohne dass du es merkst, wirst du zurückblicken und sehen, wie weit du gekommen bist.
Der Körper verändert sich, klar. Aber das, was wirklich verändert wird, ist der Kopf: deine Stärke, dein Selbstvertrauen, dein Respekt vor dir selbst. Das ist der echte Gewinn.
Wenn ich es geschafft habe, mit all meinen Grenzen, Ängsten und Fehlern, von 160 Kilo aus, dann kannst du das auch. Es wird nicht einfach sein, es wird nicht linear sein, aber es wird echt sein.
Und ich will, dass du dir eines merkst: Auch an Tagen, an denen du dich besiegt fühlst, wenn es scheint, als würde nichts funktionieren – hör nie auf, an dich selbst zu glauben. Der Weg ist schwer, ja… aber nicht unmöglich.
Und eines Tages, wenn du in den Spiegel schaust, siehst du etwas, das über deinen Körper hinausgeht. Du siehst deine Kraft, deine Entschlossenheit, deine Fähigkeit, immer wieder aufzustehen. Du siehst, dass jeder Schritt, jede Träne, jede schwere Entscheidung es absolut wert war.
Ich glaube an dich. Und ich will, dass du an dich glaubst.

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Schlaflose
Zitat von Tigerlilie:
Das ist ein Punkt, den ich für enorm wichtig halte. Bei vielen Übergewichtigen denke ich mir, wenn sie jetzt jedes Mal Wasser wählen würden statt Saft, Cola, Red Bull,... wäre schon viel gewonnen.

Da ist bei mir nichts zu holen 😄 Ich trinke schon mein ganzes Leben lang nur Wasser. Ganz selten mal ein Glas Saft, wenn ich in einem Lokal bin. Das kommt vielleicht 3-4 im Jahr vor.
Mein Untergang sind Kohlehydrate hauptsächlich in Form von Brot, Brötchen, Laugengenäck, Cracker u.ä. Und Wurstwaren.

x 2 #18


iquique
Zitat von Schlaflose:
Mein Untergang sind Kohlehydrate hauptsächlich in Form von Brot, Brötchen, Laugengenäck, Cracker

An der Stellschraube Kohlehydrate habe ich jetzt stark gedreht. Wobei es bei mir weniger das Brot war (ich esse nicht viel Brot), sondern eher die Pasta (und auch Reis, wobei ich nicht weiß, wie stark Reis zum Dickwerden beiträgt).

#19


Schlaflose
Zitat von iquique:
sondern eher die Pasta (und auch Reis, wobei ich nicht weiß, wie stark Reis zum Dickwerden beiträgt).

Beides esse ich ganz selten. Wenn überhaupt, esse ich Kartoffeln an Nährmittel. Aber meistens Brotwaren als Beilage zum Essen. Oft auch nur "na.ckte.s" Brot. Wenn es z.B. Brezeln im Angebot gibt, kaufe ich 5-6 Stück. Zwar friere ich sie direkt ein, aber esse sie dann gefroren noch am gleichen Tag 😂

#20


A


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