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Schmetterling23

Schmetterling23


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Zitat von relinquished:
Die meisten Menschen verstehen nicht, was existenzielle Einsamkeit ist.


Wie meinst du das?
Magst du das näher erklären?

27.05.2019 23:10 • #101


relinquished

relinquished


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Ich bin zu schwach um irgendwas zu erklären. Ich habe zehn Jahre erklärt und es hat sich niemand gefunden mit dem ich mich identifizieren konnte. Ich möchte einfach nicht mehr.

27.05.2019 23:24 • x 3 #102


tuffie 01


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Hallo,
Das Leben ist nicht Grausam . Es sind deine Bewertungen ,wie du dass Leben siehst .
Wahrscheinlich ,fühlst du dich Hilflos , Schwach und aus diesem Grund ,hast du ,irgendwann in deinem jungen Leben angefangen zu trinken.
Um die Wirklichkeit zu entfliehen.
Jetzt plagen dich Schuldgefühle und SCHAM ,

Die Schuldgefühle , helfen dir nich vom trinken los zu kommen im Gegenteil . Sehr viele benutzen sie diese Schuld um wieder mit dem trinken anzufangen oder überhaupt nicht erst probieren ,es sein zu lassen .

Du muss dir Hilfe suchen,unbedingt damit du wieder gesund wirst.
Es gab mehrere Monate im Leben ,ach Jahre da habe ich wie du , keinen Sinn mehr gesehen um zu Leben.

Heute denke ich ,DOCH es macht Sinn zu Leben.
Du hast ein Leben geschenkt bekommen ,damals warst du der stärkere der dich durchgesetzt hast der unbedingt Leben wollte , dass war die Eizelle, der Anfang deines Lebens.

Wärst du schwach für diese Welt ,hättest du es nicht bis heute geschafft um zu Leben .
Du bist nicht Schwach !
Dein Denken ist falsch. Wenn ich eine Depression habe dann geht es mir auch nicht gut ,klar ich bin krank und kann auf Grund dessen nict die körperlichen kraft und Energie aufwenden .
Jemehr ich mich abwerte um so hefitger wird sie und ich denke das ich dein Problem.
Du siehst nur das was du seit langer Zeit nicht schaffst .
Aber ,schau doch mal zurück. Was hast du alles schon geschafft? Jetzt erzähle mir nichts:)
dAS GLAUBE ICH DIR NICHT UND WENN du intensiver über dich nach denkst , dann schaue mal genauer hin ,du bist per se ein wertvoller Mensch ,weil du ein Mensch bist ,du brauchst dafür keine Leistungen irgendjemand abzugeben.
ich weiß es , eine Sucht ist heilbar ,versuche es und stehe auf,zeig den Rest der Welt dass du es ganz vor allem zeige und beweise es dir das du stärke besitzt.

28.05.2019 10:34 • x 5 #103


Sara80

Sara80


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Entzug in einer Klinik funktioniert vermutlich am besten. Entzug Zuhause stelle ich mir schwer vor. Du brauchst einen starken Willen um das alleine zu schaffen. Die erste Maßnahme keinen hochprozentigen Alk. auf Vorrat haben. Was du nicht hast kannst du nicht trinken.
Was spricht gegen eine Klinik?

28.05.2019 12:46 • #104


epsilon_minus

epsilon_minus


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Zitat von tuffie 01:
Hallo,
Das Leben ist nicht Grausam . Es sind deine Bewertungen ,wie du dass Leben siehst .

Hallo!

Das kann man sehen, wie man will. Es gibt immer mehrere Wahrheiten. Aus seiner Sicht (die ich ähnlich vertrete), ist die Welt grausam. Und das ist aus meiner Perspektive die Wahrheit. Aus Deiner Sicht ist sie nicht grausam, auch das ist die Wahrheit.
Aber aus seinen Blickwinkel, in seiner Situation, ist es schwierig, seine Konditionierung zu durchbrechen und andere Sichtweisen zuzulassen.
Auch ich halte die Welt für grausam, kann aber verstehen und akzeptieren, dass es bei anderen nicht so ist (was früher nicht der Fall war).
Nur als Beispiel: Ein 16 Jähriger ist verhungert und tot (teilweise mumifiziert im Baum gefunden worden. Keinen Menschen hat es interessiert. Na, wenn das mal nicht grausam war.
Gegenbeispiel: Der Sohn eines Chirurgen wird gefördert, bekommt Klavierunterricht, Reitunterricht etc. Da sehe ich eine glorreiche Zukunft. Na, wenn das mal nicht grausam ist.

Fakt ist, lieber relinquished, nur Du kannst Dich aus diesem Sumpf befreien. Das macht kein anderer für Dich. Entweder mit Hilfe oder ohne. Da gibt es keine andere Option. Mit Dro. kenne ich mich einigermaßen aus. Ich habe über 20 Jahre gek. . Und das jeden Tag. 10 Tüten am Tag waren es. Nur um die Einschläge nicht mehr wahrzunehmen. Da mein normaler, hauseigener Filter nicht mehr funktioniert, bzw. völlig durchlöchert ist, war ich um die Möglichkeit eines Dämpfungsfeldes sehr dankbar.
Vor 6 Jahren habe ich meine letzte Tüte geraucht. Manchmal sehne ich mich nach dieser Zeit zurück, da ich meine Zustände wieder vermehrt spüre (und das war ja der Grund, warum ich damit angefangen habe), aber dafür habe ich wieder einen klaren Geist und es geht nichts über Klarheit.

Alles Gute

28.05.2019 14:52 • x 3 #105


kritisches_Auge

kritisches_Auge


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Deinem letztem Satz stimme ich voll und ganz zu, für mich geht auch nichts über Klarheit.

28.05.2019 15:02 • #106


relinquished

relinquished


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Bin gerade wieder mal dabei aufzuhören. Hab gerade ein gutes Gefühl. Ich hatte eine total traumatische Nacht vorgestern. Gestern hab ich gar nichts getrunken und heute auch noch nicht. Ich bin sehr unruhig, Bewegungsdrank, fühle mich schlapp, zittrig, etc. Aber mental bin ich gerade bereit zu kämpfen. Wären bloß meine Krankheitsängste nicht.

30.05.2019 11:56 • #107


survivor3

survivor3


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Hallo,
habe diesen Thread gefunden,da ich Erfahrungsberichte im Netz suchte.

Dein Kampf beruehrt mich.
Viele deiner Gedanken und Gefuehle kann ich verstehen und nachvollziehen.

So bin ich vom Alk losgekommen:
Nach jahrelangem uebermaessigem Alk Konsum,um mir das Leben ertraeglicher zu machen,habe ich auf einmal koerpliche Probleme bekommen.
Ich bin schwer gestuerzt und hatte u a einen schweren Bruch.Krankenhaus.
Ich bekam schwere Kraempfe und andere Zustaende.Wieder Krankenhaus.
Nochmal schwere Kraempfe und anderes.Nochmal Krankenhaus.

Die 3 Aufenthalte waren jeweils fuer ein paar Tage.

Den Entzug und das Trockensein machte ich allein zuhause mit ein paar meds am Anfang.

Es ist weiterhin schwer,aber meine Motivation ist klar.
Nie wieder will ich diese Kraempfe erleben.

Erst als ich diese koerperlichen Schmerzen und Kraempfe mehrfach erlebt habe,hatte ich die Kraft nicht mehr zu trinken.

Der Koerper hatte einen starken Ueberlebenswillen,das zu spueren war unglaublich.

Ich wuensche dir alles Gute.
Evtl brauchst du auch ein Erlebnis um vom Alk wegzukommen.
Was ist denn das,was du nicht erreichen kannst,was du mehrfach erwaehnt hast?
Meinst du ein perfektes Leben?
Davon musste ich mich auch verabschieden.
Aber wir muessen auch nicht mir allen mithalten muessen.

01.06.2019 17:02 • #108


relinquished

relinquished


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Ich glaube zwei Flaschen Wodk. an einem Tag sind nicht gut

07.06.2019 03:01 • x 1 #109


survivor3

survivor3


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Zitat von relinquished:
Ich glaube zwei Flaschen Wodk. an einem Tag sind nicht gut


Das siehst du richtig.
Es ist Zeit etwas zu tun......

Ein Entzug geht auch im Krankenhaus.
Aber klarkommen musst hinterher allein.
Deshalb brauchst einen guten Grund.
Was waere dein Grund?

07.06.2019 03:14 • #110


relinquished

relinquished


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Grund wozu?

07.06.2019 03:41 • #111


relinquished

relinquished


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Ich bin so hart betrunken lol

07.06.2019 04:30 • #112


Inneresmein

Inneresmein


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Zitat von relinquished:
Ich bin so hart betrunken lol


Viel Spaß beim aufwachen und nüchtern werden

07.06.2019 05:44 • #113


survivor3

survivor3


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Zitat von relinquished:
Grund wozu?
Haeh?
Du brauchst einen Grund,eine Motivation,einen Warnschuss um mit dem Trinken aufzuhoeren.

Fuer manche ist das der Glaube (an was auch immer),oder koerperliche Beeintraechtigungen durch den Alk,oder der evtl Verlust einer Beziehung,oder die Gefahr den Job zu verlieren etc,usw,pp....

Oder einfach nur der Wunsch und die Hoffnung ein besseres Leben zu fuehren.

Bei mir waren es Kraempfe und Schmerzen die durch zuviel Alk hervorgerufen wurden.
Diese koerperliche Abhaengigkeit und das Ausgeliefertsein will ich nicht mehr erleben.

Das war so schlimm,dass das mir weiterhin eine Motivation ist.
Mittelerweile bin ich doch etwas stolz auf mich und habe viele Gluecksmomente
Ja,das geht auch ohne Alk.

Allerdings wird auch viel Zeit frei,die man dann mit anderen Dingen sinnvoll ausfuellen muss,als zu trinken.

Du bist doch jung und studierst?
Ist dein Studium denn so langweilig? Ggf koenntest ja was anderes machen?

07.06.2019 13:54 • #114


relinquished

relinquished


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Wenn der Alk dich besser versteht, als jeder Mitmensch es könnte

12.06.2019 22:37 • #115


Schmetterling23

Schmetterling23


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Zitat von relinquished:
Wenn der Alk dich besser versteht, als jeder Mitmensch es könnte :-


Das ist aber ein sehr einsames Leben! Das zeigt wie verzweifelt du leider wirklich sein musst!
Der Alk. wird dir nie wieder positive Erfahrungen zeigen, du bleibst also stehen mit den negativen Erfahrungen, die du leider sammeln musstest!

Hast du Tiere?

12.06.2019 23:08 • #116


relinquished

relinquished


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Ich leide halt leider unter existenzieller Einsamkeit. Da rauszukommen ist unfassbar schwer. Ich habe keine Tiere und bin in meinem jetzigen Zustand definitiv zu verantwortungslos für die Haltung eines Haustiers Ich möchte jetzt aber auch unbedingt aufhören mit dem Trinken.

Im Übrigen: Denkt ihr mein Alk. kann hinter meiner Paranoia stecken? Ich habe wenn ich nichts getrunken habe momentan immer wieder Momente, in denen ich beginne Angst zu entwickeln. Einfach aus dem Nichts. Auch das Gefühl, dass mich Leute mit bösen Absichten anstarren, vor allem im Dunkeln dass jemand hinter jeder Ecke auf mich lauern könnte, etc. Zudem leichte Ängstlichkeit in Menschenmengen, Schreckhaftigkeit vor Fahradfahern, stärker werdende Höhenangst etc. Denkt ihr, der Alk. kann dahinter stecken? Ich hab irgendwie Angst, dass ich komplett verrückt werde

13.06.2019 19:25 • #117


Jadala

Jadala


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Es gibt auch Psychosen, die durch Alk. ausgelöst werden. Mein Schwiegervater (den ich nie kennen gelernt habe, weil er sich mit Ende 40 totgesoffen hat), wurde mehrmals mit psychotischen Schüben zwangseingewiesen.

13.06.2019 19:37 • x 1 #118


relinquished

relinquished


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Ich habe irgendwie das Gefühl, dass der Alk. mich psychisch belastet. Ich bin tagsüber sehr schreckhaft geworden, teilweise bekomme ich auf Brücken plötzlich überzogene Höhenängste usw.. Das alles macht keinen Spaß mehr und ich will nicht geisteskrank werden. Manchmal bekomme ich wegen der psychischen Abhängigkeit auch kleine Panikattacken, weil ich das Gefühl habe, dass der Alk. in dem Moment eine Art Gehirnkontrolle über mich ausübt. Ich fühle mich im Supermarkt willenlos, aber ich werde jetzt versuchen zu kämpfen. Nicht zu vergessen, dass ich gelegentlich auch unter Albträumen leide. Ich möchte es noch 1-2 Mal probieren, davon alleine loszukommen. Wenn ich es dann wieder nicht schaffe, versuche ich mir irgendwie Hilfe zu holen, es hat ja keinen Zweck. Aber ich habe Angst wegen meiner Hypochondrie. Sobald ich mit dem Alk aufhöre, wird die Hypochondrie mich töten - meine Angst vor BSD-Krebs, Speiseröhrenkrebs, Bluthochdruck, etc. wird sich ja drastisch verstärken. Ich habe meinem Körper so viel Schlechtes getan die letzten zwei Jahre. Nicht nur der Alk.. Durch den Alk. habe ich eine extreme Schlafstörung entwickelt und war nicht mehr in der Lage dazu, eine ordentliche Ernährung zu haben. Meine Ernährung besteht aus Fast Food und Süßigkeiten... Zudem habe ich derzeit Angst vor mehreren Krebsarten (Hautkrebs, Brustkrebs, Kehlkopfkrebs...)

13.06.2019 19:44 • #119


Icefalki

Icefalki


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Du bist zum Alk. geworden, wegen deiner Ängste ? Jetzt hast du 2 Fronten, an denen du zu kämpfen hast. Geh in eine Klinik, alleine wird das nichts werden.

13.06.2019 23:16 • x 1 #120




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