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Hallo zusammen,

erst einmal zu mir: Ich bin 26 Jahre alt und leide seit etwa 10-15 Jahren darunter, dass ich mich für nicht gut genug halte und war auch meistens allein. War auch für die anderen die Schüchterne, mit der man nix anfangen kann und die auch nix kann. Schulisch oder im Sportverein, egal. Ich war immer mal wieder bei Beratungsstellen bis ich vor zwei Jahren dachte jetzt muss mal ein Psychologe ran, da ich meine Familie sehr belastet habe und ich nicht mehr wirklich leben wollte. Erst war ich sehr motiviert an der Sache und mir ging es besser bis ich mal wieder in alte Muster zurück gefallen bin: Ablenkung. PC an - Welt aus. Übertrieben betrinken, sich sehr schnell verlieben und natürlich enttäuscht werden. Essen als Beruhigungsmittel. "Freunde brauch ich nicht" usw.
Mein Psychologe hat dann gemeint er wisse nicht mehr wie er mir helfen könne und ich sollte in eine Klinik gehen. Dort wurde mir aber auch nur gesagt ich hätte nicht wirklich eine Depression und ich wurde nur ratlos angeschaut. Der Psychologe fragte mich in der letzten Sitzung auch nur noch: Wie kann ich ihnen denn noch helfen?
Ja wenn mir auch kein Psychologe mehr helfen kann was soll ich dann machen? Ich hab dann keinen mehr und das macht mir Angst.
Ich will schon seit 5 Jahren meine Arbeitsstelle wechseln, weil ich einfach zu verträumt für alles bin. Durch die Nervosität, die ich ständig habe, passiert noch mehr Mist. Dafür müsste ich aber riskieren arbeitslos zu werden und wie soll ich dann noch meine "heile Welt" aufrecht erhalten.
Gleichzeitig werd ich immer missmutiger. Ich bekomme nen Hass auf die Ärzte, weil mich keiner ernst nimmt. Freunden nehme ich alles übel wobei sie sich auch wirklich anfangen abzuwenden, seit ich ihnen von der Depression erzählt habe. Dadurch, dass ich sehr ruhig bin, werde ich von meinem Schwager oft blöd hingestellt aber kann mich nicht wehren. Meiner Familie ist das egal.
Ich will ja einfach nur mich und andere nicht mehr belasten aber ich hätte noch nicht mal den Mumm mein Leben zu beenden.

Gruß
Romina

25.08.2015 09:34 • 25.08.2015 #1


7 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo romina,

den letzten Satz habe ich jetzt mal nicht gelesen. Ich würde mir einen anderen Therapeuten suchen, der mit Dir was anfangen kann.

Was machst Du beruflich und was würdest Du gerne machen; was interessiert Dich?

25.08.2015 09:51 • #2



Ich bin hoffnungslos

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Ja entschuldige hätte ich nicht schreiben sollen..

Es war ja am Anfang alles toll mit dem Psychologen und ich konnte auch gut mit ihm arbeiten deswegen versteh ich nicht warum jetzt so was kommt. Leider bin ich bei dem kleinsten Zweifel wieder am Boden und geb meine Suche ganz auf. Weshalb ich meinen Beruf auch nicht wechsele, denn wenn es schief geht dann habe ich auch noch das letzte Stückchen Normalität verloren. Ich bin bei einem Sicherheitsdienst tätig. Mich interessiert eigentlich nur etwas zu machen in dem ich nicht wie immer versage. Ich weiß leider auch nicht was mir Spaß machen könnte den habe ich ja noch nicht mal in meiner Freizeit. Ich finde es auch schwierig mich mit Selbstzweifeln und Schüchternheit irgendwo zu bewerben, wer nimmt einen denn da.?

25.08.2015 10:12 • #3


Vergissmeinicht
Hallo romina,

nun, vielleicht mach der Job Dich irgendwie kirre. Du gehst den einfachen Weg und bleibt, obwohl Du Dich nicht wohlfühlst.

Wie ist sonst Dein Leben verlaufen?

25.08.2015 10:14 • #4


Hallo Vergissmeinicht,

ja das macht er, weil ich Fehler mache und von den Kollegen nicht mehr respektiert werde. Ich brauche keinen tollen Job ich möchte nur nicht mehr als Versager da stehen. Ich fürchte halt mit meiner Art in keinen Job rein zu passen.
Mein Kindheit war sehr gut. Bis es darum ging Freunde zu finden und es in die Schule ging. Ich hatte kurz eine Gute und war dann meistens allein. Ich wurde "in Ruhe" gelassen, meine Noten wurden immer schlechter und ich habe den Abschluss noch grade einigermaßen hinbekommen. Ich konnte nie meine Gedanken abschalten wenn ich eigentlich nur genießen sollte und habe eine ständige Anspannung in mir. Mittlerweile sind frühere "Freunde" alle vergeben und haben keine Zeit oder kein Interesse, weil ich zu anstrengend bin. Auch vorher war ich nicht automatisch dabei sondern musste immer nachfragen. Ich geh mittlerweile überall alleine hin, kenne da 2-3 Leute, versuche so gut wie möglich so zu tun als wär ich total locker um dann am nächsten Tag wieder festzustellen wie erbärmlich es ist unbedingt dazugehören zu wollen. Ich sehe immer krank aus, weil ich schlecht schlafe, mich ungesund ernähre und nur im Bett liege. Irgendwie ist das ein hin und her zwischen "Ja jetzt pack ichs" und "Alles egal lasst mich in Ruhe".

25.08.2015 10:38 • #5


Vergissmeinicht
Liebe romina,

hm, liest nach Stimmungsschwankungen oder depressiven Schüben. Würde Ausschau nach einem anderen Therapeuten halten. Irgendwie musst Du aus dem Loch raus und eben wenn es so nicht geht dann mit Hilfe.

Der Therapeut kann Dir keine neuen Freunde suchen o.ä. er kann aber versuchen mit Dir an Deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Du kannst Dir auch einiges an Literatur darüber besorgen.

25.08.2015 10:47 • x 1 #6


Hallo Vergissmeinnicht,

ja ich hoffe ich finde jemanden. Ich hab schon viel gelesen was auch richtig ist aber ohne "Ar." schaff ich es leider nicht raus. Muss halt damit klar kommen, dass mich schon wieder jemand aufgibt und dann gehts vielleicht irgendwann weiter.

25.08.2015 10:56 • #7


Vergissmeinicht
Liebe romina,

irgendwie geht es immer weiter. Ferner kannnst Du Dich nur selbst beim Schopf packen. Wir können Dich hier begleiten, tun und das Leben leben musst Du ganz alleine.

25.08.2015 10:59 • #8




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