Ich denke mal,dass es die grösste Herausforderung überhaupt ist,Menschen,die man liebt abbauen zu sehen.
Ich weiss,dass man das jetzt nicht so vergleichen kann aber ich habe den Abbau meiner Mutter über viele Jahre miterlebt.
Das Seltsame ist,dass ich sie eigentlich gar nicht als krank empfand,vielleicht auch,weil der Prozess so schleichend verlaufen ist.
Aber es war schmerzvoll und Papa und ich haben glaube ich versucht so zu tun,als ob alles okay wäre.
Meine Mutter war eine starke und durchsetzungsfähige Frau und mit Schwächen konnte sie genau so wenig umgehen wie die meisten Menschen.
Und wenn sie dann doch mal Schwäche gezeigt hat,war ich sehr überfordert damit.
Ich konnte eine "schwache" Mutter nicht ertragen obwohl ich sie so geliebt habe denn das hat mich in meinen eigenen Grundfesten erschüttert und ich glaube,das wusste Mama auch.
Nun ja Beebi,Du bist in der Situation,dass Du irgendwie damit zurecht kommen musst und irgendwie schafft man das auch,weil man muss,was es nicht leichter macht.
Denk aber dran,dass es nicht in Deiner Macht liegt,Deiner Mutter ihr Leid zu ersparen.
Man würde es gerne abnehmen aber es geht nicht und diese Hilflosigkeit ist mit das Schwerste,was man selbst zu leisten hat.