@-juli
Das stimmt. Das ist wirklich komplex und es ist ja auch schwierig bei sich selbst so eine Einteilung zu machen, wenn man etwas bei sich so kennt, weil es immer schon so war, dann ist das ja quasi der eigene Normalzustand und vielleicht muss man das auch nicht immer streng einteilen, um zu akzeptieren, dass etwas so ist, wie es ist, auch wenn gedankliches Einordnen an sich hilfreich sein kann.
Das mit den sozialen Medien ist immer ein bisschen zweischneidig. Einerseits super, das einfach generell über solche Themen gesprochen und aufgeklärt wird, andererseits passiert schnell das, was du angesprochen hast und es ist alles auch etwas darauf ausgelegt sich wieder zuerkennen.
Ein bisschen wie bei Horoskopen, wo man beim Lesen immer etwas entdeckt, was passt und den Rest ausblendet. Muss man echt vorsichtig mit sein, dass man sich auch mit den konkreten Fachinformationen befasst und spätestens beim Thema eigene Diagnostik entsprechend qualifizierte Fachpersonen ins Boot holt.
Ja das ist sehr viel wert, dass wir eine Kita haben, wo es so gut passt mit den Erzieherinnen und auch den Kindern in der Gruppe. Die Kids sind echt liebevoll miteinander und unterstützen/kümmern sich umeinander. So eine Gruppendynamik ist nicht selbst verständlich und das hängt von vielen Faktoren ab auf die man keinen Einfluss hat. Da haben wir wirklich Glück gehabt. Wir sind auch in regelmäßigen sehr engen Austausch mit den Erzieherinnen und reden sehr offen. Klar hat manches auch Grenzen im Kita-Alltag, einfach auch durch die Masse an Kids, braucht es schon gewisse Rahmenbedingungen und Strukturen, sonst funktioniert das nicht, aber trotzdem ist es möglich, dass auf vieles eingegangen werden kann, sodass Unterstützung und Fördern möglich wird.
Zitat von -juli: und ich glaube, dass merken die meisten Kinder recht schnell, auch wenn sie keinen Namen dafür haben.
Das beschreibt es echt ganz gut und daraus können dann wiederum weitere Folgen entstehen. Man zieht sich zurück, ist verunsichert, entwickelt vielleicht auch Angst... - das berührt dann den ganzen emotionalen, sozialen Bereich und auch das Selbstvertrauen.
Umso wichtiger in dem Moment dann wieder ein Umfeld zu haben, das Sicherheit vermitteln kann, um das abzufedern.
Ist leider etwas, was, finde ich, allgemein beim Erwachsen werden und in der Gesellschaft immer schwieriger wird - zumindest geht es mir so, dass ich auch selbst hardere, weil vieles bei mir nicht so ist, wie bei "Otto Normalbürger", durch meine Depression und die Angststörung. In der Hinsicht kann ich dann auch nicht immer die Mutter sein, die ich gerne wäre und leider spüren Kinder auch schnell, wenn es den Eltern emotional nicht gut geht, auch wenn man sie damit nicht belasten möchte, weil es ja auch gar nicht ihre Verantwortung ist... Das macht mich traurig, aber ich arbeite daran und hab ja auch familiäre, therapeutische und ärztliche Unterstützung, damit es mir selbst (wieder) gut geht, was dann wiederum auch meinen Liebsten zugute kommt.
Und ja es ist wirklich wichtig, dass es passt und eine Vertrauensbasis da ist in der Diagnostik. Ist im Grunde auch völlig logisch, dass man sich verweigert, wenn das nicht so ist, egal ob als Kind oder Erwachsener. Leider kommt es dann aber oft dazu, das Grenzen dann nicht erkannt/akzeptiert und übergangen werden
😔Zum Glück haben wir da aber in Bezug auf unseren Sohn bisher gute Erfahrungen gemacht und ich hoffe auch, dass das so bleiben wird
🙏🏼