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Hi, Du kommst nach meiner Ehefrau;-)
Sie hat es auch, und wir haben gemeinsam ne Menge durchgemacht, und wir haben es bisher geschafft und lieben uns noch immer! ich habe sie vor 9 Jahren kennengelernt, und wir hatten beide ne Menge "nicht verarbeitete Altlasten" auf dem Rücken.. aber die Depressionen hatte sie in die Beziehung eingebracht, die sind nicht erst danach entstanden. Wenn man sich sicher fühlt, erst dann, fängt die Abarbeitung ab, so nenne ich es! und Du bist in so einer Phase jedesmal wenn du dich im "sicheren Hafen" befindest. Es ist meine Überzeugung.
Es ist aber nicht das Gleiche, wie wenn die Depressionen nicht da wären, die Lebensqualität ist natürlich wie Himmel und Hölle.. das scheint wie etwas Endgültiges... das weißt Du genauso gut wie ich und alle die Betroffen sind... wir sind im selben Boot! ich als "passiver Beteiligter" bin zu 99% genauso betroffen wie meine Partnerin, denn sie ist ja mein dominierender "Lebensinhalt" und ich möchte ja genauso leiden wenn ich nicht helfen kann.. und zu helfen, wirklich zu helfen, ist sehr schwer, weil die "Schubs" meistens eine Hilfe nicht möglich machen, und die Zeit zum Stehen bringen.. kennst du das Gefühl? dass die Zeit still steht..
Ich schreibe das nur, damit Dein Ziel nicht sein sollte, das was ist - am Laufen bzw. am Leben zu erhalten, sondern die Depressionen immer mehr abzuschütteln und abzubauen. Es ist für alle, auch den Partner mit Arbeit verbunden, die aber nicht immer so aussieht, wie es die Psychologen vorgaukeln!
Aber gegen "Pech" kann man kaum entgegenarbeiten, aber gegen Depressionen, geht es sehr wohl!
Im Grunde ist es ja so, es gibt (angeblich;-) einige Arten und Grade, meine Frau hat die übelste Sorte gehabt. Sie hat die ersten Jahre in einem "Delirium" (ohne Medikamente und Therapie) verbracht..
und obwohl ich meine eigenen extremen Probleme hatte, versuchte ich sie 24/7 aus der Hölle zu ziehen, denn so sollte man den Zustand bezeichnen in dem sich die / der Betroffene in der Situation befindet! ich weiß es, wir wissen es, es ist die Hölle nicht wahr?
Ich möchte Dir natürlich auch einige Ratschläge auf den Weg geben (was wäre das für ein Forum wenn nicht;-))
Als Erstes solltest Du die Therapie natürlich immer weiter machen, aber!
nur als ein "begleitendes Engagement Deinerseits" ansehen!
Du machst das! Du für Dich..
NICHT der Psychologe!
er macht es nicht für Dich oder für sich, und er hat Dich auch nicht konsultiert,
sondern DU ihn. Also sieh es bitte als eine Dienstleistung an, wenn der Therapeut "schei." ist, dann verdient er Dein "Geld" ganz einfach nicht. Und glaub mir, es gibt unter den Psychologen genauso
Ar. und Pfeifen, wie in anderen Berufen;-)
er/sie zieht elegant Dein KV Kärtchen durch, kassiert schön die Kohle und sagt "diese Sitzung ist für heute zu Ende" nachdem er/sie genau auf die Uhr geschaut hat!
aber er/sie sitzt dort auf seinem knochigem Ar., und nicht alles was er/sie tut und sagt ist richtig und entspricht einer korrekten Ethik oder Moral oder ist fachmännisch, Psychologen sind selbst Problemkinder.
Und nochmal... Du gehst da hin, nicht der Psychologe kommt zu Dir nach Hause! Aber..
Wenn es nicht hilft... dann bitte bitte ja nicht überbewerten! Im Endeffekt, auf was es hinauslaufen wird, und das wird passieren! ist dass DU dir selbst helfen wirst, ev. und gerne mit anderen Leuten die etwas mithelfen. So war es bei meiner Frau, so war es bei einigen Bekannten, und so erscheint es mir auch als die einzige "realitätsnahe" Lösung von Depressionen.
Du solltest Dir zunächst über 2 Dinge im Klaren werden, wenn es nicht der Fall ist, dann bitte in Dein Gehirn brennen!: Du bist noch seeehr jung! Die bist genauso ein Bestandtteil der Welt wie die Natur oder Jemand anders, und Du hast als junger Mensch mehr Macht als ein älterer, lass Dich nicht verarschen und dir von all den alten machthunrigen Säcken das Gegenteil erzählen lassen, eben Leute in deinem Alter verändern die ganze Welt! die ganze Welt! lass dir diese Power nicht klauen, sag NEIN zu Ohnmacht, Hilfslosigkeit, sondern tue etwas, und wenn es nur rein egoistisch motiviert ist.. das ist auch
gut und gerechtfertigt! solange es "mit deinem Gewissen vertretbar ist" also solange du damit leben kannst, dann engagiere dich für dich selbst, von mir aus denk an Rache, oder an die Zukunft.
Ich persönlich sehe immer wieder den Satz von Hopkins vor mir "die Vergangenheit ist eine Wüste des Grauens", ich ziehe immer die Zukunft vor, für die ich mich "engagiere", denn die Vergangenheit, ist
eigentlich so unbedeutend, wenn man in der Zukunft Sachen tun kann, die Sachen in der Vergangenheit
völlig neutralisieren.. oder sogar im Gegenteil.. Sachen sich schlimmer entwickeln, oder noch üblere Sachen passieren, und das oft, wenn man dem mit "nichts in der Tasche" entgegentrifft;-)
Also.. erstmal(!) Zukunft - und "lass die Vergangenheit endlich erstmal Vergangenheit sein".
Was interessant ist, meine Frau ist von Natur aus sehr temperamentvoll, stur, ungeduldig, unbelehrbar, und hat eine überdimensionierte Reizbarkeit-Schwelle;-)
Oft erlebe ich aber, das EIN EINZIGER SATZ in ihr einen Schub auslöst, oder etwas was sie nicht akzepiert, was aber zu 99% was meine Person angeht, auf 2 Dingen beruht;
1.Es ist ein grobes, ungeklärtes Mißverständnis
2.Sie nimmt etwas selbst persönlich, was eigentlich nur meine Person angeht
Das sind die 2 Dinge, die bei uns seit 8 Jahren dominiert haben! die haben die "Flashbacks" ausgelöst, und die ganze automatisierte Mechanik im Kopf, welche den Absturz bedeutete! Es geht immer um die Reizpunkte, nicht was danach passiert, wie lange Du im Bett liegst, ob Stunden, 3-4 Tage, oder 3 Wochen lang nen "Schub" hast.. ob du mega harte Beleidigungen aussprichst, jemanden ach so hart verletzt, darum geht es nicht! es geht um den sogenannten Punkt (ich nenne ihn so!;-) "Point of no return"!.
Denk daran! eigentlich geht es nicht darum, DIR weh zu tun! kläre bitte genauer wenn Du etwas nicht verstehst.. bei einer Partnerschaft kann man den Satz "wenn Du etwas nicht verstehst, dann gehts ums Geld" glücklicherweise (meistens) ausschließen, deshalb hilft einfach manchmal Nachhacken, auch wenn es nervt.. je mehr du das machst, desto weniger "Missverständnisse" wird es geben, und desto sicherer und lockerer wirst du;-) "Point of.." wird immer seltener!
Und was die Vergangenheit angeht?
Ich will Dir nicht erzählen wie oft man mich "seelisch geschändigt" hat! und nicht nur "seelisch"! ich bin ein Mann und da gehts manchmal an die Wäsche;-) mit lebenslangen körperlichen Konsequenzen..
dabei wird darauf keine Rücksicht gelegt, ob ich vielleicht "Herzkrank", "Diabetiker" oder sonstwas bin. Also was soll ich sagen? das 1x fache an schei. erlebt was Dir widerfahren ist?
Ne mache ich nicht. Ich verstehe Dich aber im Gegenteil sehr gut, bin vom Fach, und will Dir wirklich helfen, zumindest per Forum, so wie ich eben momentan kann.