Pfeil rechts
9

R
Guten Tag (:
Der Beitrag wird sehr lang und wird sich um verschiedene Bereiche drehen (meine momentan angefangene Therapie, meine Kindheit, meine Eltern, Schule, Beziehung; Freundschaft wie auch Partnerschaft..). Ihr werdet vermutlich etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen um euch durch mein Chaos zu wühlen und gegebenenfalls zu antworten. (Ich entschuldige mich im Voraus).

Ich bin momentan in Behandlung bei einer Psychiaterin/Psychotherapeutin (VT) und komme nicht recht voran.
Ich sollte erwähnen, ich vertraue Menschen kaum was ihr 'gutes und nettes' Verhalten gegenüber mir betrifft.
Ich habe meiner Therapeutin erzählt, dass ich mich ritze (wie so oft ist der Grund, um mich selbst Bestrafen zu können). Sie riss daraufhin einen Witz alá: Wenn du dann es nächste mal wieder zu mir kommst gibt es Bestrafung. Ich weiß, sie meinte es nicht ernst, sie lachte und ich stimmte zögernd ein.
Ich sagt ihr öfter, ich bin sehr sensibel und habe angst zu narzisstische Züge zu haben, vielleicht wollte sie nur ihre Grenzen testen, schauen wie ich auf so etwas reagiere?

Sie sagte mir, wir würden uns im Kreis drehen mit unseren Gesprächen und hat mir auch schon Fluoexitin verschrieben. Ich finde es seltsam denn ich habe bis jetzt erst drei mal mit ihr richtig gesprochen (jeweils ca. 20-30 min. lang; brauche Zeit um mich zu öffnen), den Rest der Zeit habe ich Tests gemacht. Und ich habe bei weitem noch nicht alles angesprochen womit ich einfach nicht zurecht komme.
Zudem habe ich mir im Internet eine Seite angeschaut, auf der Therapeuten bewertet werden. Sie wurde zwei mal bewertet und beide male mit: würde ich nicht weiter empfehlen. Gut, sie ist Psychotherapeuten, man kann sich mal verschachteln was Gründe an geht oder auf am Patienten vorbei reden.... Ich weiß nicht. Was meint ihr? Sollte ich wechseln? Ich frage mich generell ob eine VT richtig für mich. Ich kann mit einer Verhaltensänderung nichts anfangen wenn ich nicht die Gründe weiß, warum ich mittlerweile allgemein so handle wie ich es tue. Ich möchte es verstehen, die Gründe wissen UND daran arbeiten...

Jetzt zu einem anderen Punkt:
Meine Familie.
Ihr habt schon erfahren, dass ich mich ritze. Meine Schwester hat es in meinem alter auch getan, meine Mutter früher auch.
Meine Mutter war früher ein etwas schüchternes Mädchen, mein Vater war ein schüchterner Junge.
Allerdings ist meine Mutter die Selbstsichere. Mein Vater weiß heute manchmal immer noch nicht was er will oder wie er sich verhalten soll. Ich hasse ihn schon seit Jahren, meine Schwester hat auch kaum etwas nettes für ihn übrig. Er ist rücksichtslos (er war der Jüngste von drei Kindern..), sein Vater ging immer fremd, seine Mutter machte sich trotzdem für ihn schick (meine Oma ist Mitte 80, für frühere Zeiten ist das Verhalten eigentlich keine Seltenheit). Nun, mein Vater geht auch ständig fremd (er wusste bis nach dem Tod seines Vaters nicht, dass er ebenfalls ständig fremd gegangen ist). Mein Vater bringt gerne dumme Sprüche, trinkt gerne, und wenn er trinkt, schreibt er SMSen an jeden über den er sich aufregt und zieht über diesen her. Beispiel: meine Mutter ist mittlerweile depressiv wegen ihm, er schreibt ihr: du faule Sau, du bist auch ein Vorbild für unsere Kinder, reiß dich zusammen. Du kannst nicht kochen, du kostest mich Geld, du fängst mit Arbeiten im Haus und und beendest nichts, du faules Stück. Usw. Mir hat er als ich zwölf war (ich war an dem Tag beim Friseur und habe mir Strähnen machen lassen) geschrieben: neue Strähnchen aber dumm wie Brot. Ich sehe mich selbst als dumm und (Entschuldigung) schei. an, also hat es mich im Nachhinein nicht wirklich verletzt. Meiner Schwester hat er als sie jünger war geschrieben, sie wäre eine (Entschuldigung, nochmal) *beep*. Letztes Jahr hat er ihr aufgelistet, was sie ihn schon alles gekostet hat. Er ist schnell gereizt (er hat zB mal meinen Hasen mit dem Fuß weggedrehten, worauf hin meine Schwester dazwischen ging, sie hat er dann gegen die Türe geschubst.. . Er versucht jetzt, sich um mich zu kümmern und ich könnte kotzen. Ich hasse ihn.
Meine Mutter will sich nicht 'mehr' von ihm trennen (sie waren eine Zeit lang ml getrennt, ich habe mit meiner Mutter, meiner Schwester weiter weg gewohnt). Sie hat meiner Schwester und mir immer erzählt, was er ihr zugefügt hat durch seinen (ich nenne es jetzt so) psychischen Missbrauch. Sie erzählt es mir (meine Schwester wohnt nicht mehr zuhause seit 2010/2011) jeden Tag und ich versuche ihr zu helfen wo ich kann (obwohl ich eher ein großes Problem bin als eine Hilfe..). Sie hat keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihren Freundinnen, hat sich komplett zurückgezogen....
Bei mir sieht es kaum anders aus. Ich kann keine engen Beziehungen mehr aufbauen, ich zerstöre nur. Ich war in einer zwei-jährigen Beziehung bis Mitte letztes Jahres und habe meinem Ex Freund viel zugemutet mit meinem extrem Minderwertigkeitskomplexen, er hat selbst problematische Verhältnisse zuhause, ich habe versucht ihm zu helfen aber war selbst eine Belastung, wie immer. Ich wollte mich 2010 das erste Mal umbringen und seit dem bereue ich es jeden Tag, es nicht gemacht zu haben (zu der Zeit war ich 12/13). Ich werde dieses Jahr 17.
Ich hasse mich. Manchmal bin ich wie mein Vater, ich bringe manchmal genauso dumme Sprüche gegenüber anderen. Ich bin im übrigen schüchtern seit dem ich denken kann. Ich wünschte, ich könnte normal mit anderen Menschen umgehen, aber ich schaffe es nicht. Ich habe solche Angst nicht gemocht, ausgelacht oder kritisiert zu werden, dass ich oft kalt rüber komme, obwohl ich gerne normal mit ihnen reden würde und keine Angst davor hätte. Meine Therapeutin sagte auch, dass mein Verhalten aus Angst heraus entsteht. Ich weiß es nicht...
Ich konnte früher als Kind eine ziemliche Zicke sein, wofür ich mich heute schäme. Früher, in der Grundschule gab es mal ein Grillfest im Wald, an dem Tag habe ich bei meiner Mutter auf dem Schoß gesessen, geweint und gesagt: Warum sollte ich hingehen? Mich wird keiner vermissen, wenn ich nicht komme, da möchte mich eh keiner haben, mich mag eh keiner. Das denken habe ich heute noch. Ich liege mittlerweile seit 1 1/2 Wochen nur noch in meinem Bett, ich war nicht in der Schule. Ich weiß morgens nie wofür ich aufstehen soll. Habe keine Lust. Ich will mich einfach umbringen.
Ich habe keine spezielle Frage, glaube ich. Vielleicht wollte ich mir alles einfach mal von der Seele schreiben. Ich hoffe ihr könnt hiermit irgendwas anfangen.. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habt einen guten Rat..

Tut mir leid, der Text ist wirklich lang und spiegelt so ziemlich das Chaos in meinem Kopf wieder.
Ich hoffe ich habe es halbwegs gut aufgeschrieben...

01.04.2014 15:32 • 04.04.2014 #1


15 Antworten ↓


S
Hallo radioaktiv,
es tut mir leid soetwas zu lesen. Die Geschichte erinnert mich sehr, an die, meiner Cousinen und Cousins. Mit ihnen habe ich leider heute keinen Kontakt mehr, da auch sie niemandem mehr vertrauen und deshalb sehr agressiv werden.

Es ist vielleicht einfacher für dich, wenn du dir bewusst machst, dass deine Eltern krank sind und nicht anders handeln können. Das ist keine Entschuldigung für ihr Verhalten dir gegenüber und untereinander. Sie verhalten sich nicht richtig.
Aber es wird dir helfen Abstand zu gewinnen und vielleicht irgendwann den Hass in Mitgefühl umzuwandeln.
Du musst lernen, dass sie dich nicht wegen deiner Person schlecht behandeln, sondern weil sie selber so behandelt worden sind als Kind. Sie können nicht anders.
Erst wenn du dies richtig verstehst, kannst du Abstand gewinnen und dich von ihnen distanzieren, ohne ständig wütend zu sein zu müssen, was dir das Leben erschwert.

Du bist 17, ich weiß nicht welche Möglichkeiten es für dich gibt auszuziehen und ob du überhaupt noch zuhause wohnst.
Ich denke du solltest unbedingt versuchen, dich nicht in Familienstreitereien einzumischen und dich räumlich von ihnen zu trennen. Du musst verstehen, dass du deine Eltern nicht ändern kannst und vorallem, dass du ihnen nicht helfen kannst(!)
Du musst versuchen dich abzugrenzen und dich dann um deine eigenen Wunden zu kümmern.

Du solltest eine Therapeutin wählen, der du vertraust. Wenn du niemanden vertraust und sie nicht einschätzen kannst, dann stelle ihr vorher ein paar Fragen und beobachte wie sie darauf reagiert. Du kannst dir dann vielleicht ein besseres Bild machen, ob dir ihre menschlichen Werte gefallen, bevor du dich öffnest und wie sie auf dich eingeht. Wenn du ihre Antworten nicht beurteilen kannst, dann poste sie doch hier im Forum und ich und die anderen können sie gemeinsam beurteilen. Es könnten Fragen wie diese sein:


-Wann haben Sie sich entschieden, Therapeut zu werden?

-Haben Sie selbst bereits einen Therapeuten aufgesucht?

-Wie war diese Erfahrung für Sie? Was genau hat Ihnen dabei geholfen?

-Was unterscheidet in Ihren Augen einen guten von einem schlechten Therapeuten?

-Nutzen Sie vorwiegend **** (Therapieform, z.B. Verhaltenstherapie, Psychotherapie etc.) oder stellen Sie sich individuell auf Ihren Klienten ein?

-Welche Strategie haben Sie, um besonders auf meine Bedürfnisse einzugehen?

-Wie viele Therapiestunden sind bei Ihnen im Regelfall üblich?

-Verfolgen Sie eine bestimmte Religion oder philosophische Einstellung?

-Haben Sie selbst Erfahrungen mit der Arbeit an eigenen Traumata? Wie sind Sie damit umgegangen?

-Wie beurteilen Sie das menschliche Verhalten in der heutigen Gesellschaft?

-Glauben Sie, das menschliche Verhalten basiert zumeist auf Anlagen bzw. Umwelteinflüssen?

-Was ist Ihre generelle Philosophie in Bezug auf Therapie?

Sollte deine Therapeutin es ablehnen diese Fragen zu beantworten würde ich sofort gehen. Desweiteren finde ich es sehr unprofessionell von ihr zu sagen wir drehen uns im Kreiseetc.

Ich wünsche dir viel Glück und Kraft das durchzustehen. Bevor du Selbstmordgedanken hast, schreib lieber. Es hilft doch wirklich mal alles aufzuschreiben und man weiß, dass irgendjemand es liest.

01.04.2014 16:35 • x 1 #2


A


Chaos im Leben - bitte um Rat

x 3


L
hallo radioaktiv,
als aller erstes möchte ich dir sagen, wie sehr dein beitrag mich betroffen gemacht hat. ich bin der meinung, dass jeder mensch es verdient hat geliebt zu werden und dass ein jeder mensch respektvoll mit seinem gegenüber umgehen muss. auch du hast all dies verdient und es macht mich sehr wütend, dass dein vater so mit dir und deiner familie umgeht. kein wunder, dass sich seine suffparolen (entschuldigung für diesen ordinären ausdruck!) in dein selbstbild (also das bild/die meinung die du von dir selbst hast) eingebrannt haben. du bist deswegen kein schlechter mensch! sondern dein vater hat aus seinem eigenen frust heraus und durch seinen sicherlich nicht mehr angemessenen Alk. dazu beigetragen, dass du eine art schutzmauer um dich herum gebaut hast. vor der mauer bist du die kühle, sich verteidigende und wie du selbst schreibst, manchmal die sprüche klopfende. doch innerlich bist du ein sensibler, sehr über die dinge nachdenkener und liebevoller mensch. du hast keinen objektiven grund dafür, dich zu bestrafen, denn du bist gut so wie du bist! ich weiß du denkst jetzt bestimmt, dass es sehr einfach ist hier so etwas zu schreiben. aber genau um dich davon zu überzeugen, brauchst du eine psychotherapie. ich glaube in deinem bauch hat sich über die jahre auch viel wut angestaut, die du mittels einer angemessenen therapie lernen musst wahrzunehmen und nicht gegen dich selbst zu richten! durch die aussage, dass du momentan die meiste zeit zu hause im bett liegst und keinen antrieb und keine motivation hast aufzustehen, ist es umso dringlicher etwas zu unternehmen. aber den ersten richtigen schritt, nämlich dich überhaupt in eine behandlung zu begeben, hast du bereits getan! wenn du der meinung bist, dass deine momentane therapeutin nichts für dein befinden tut und du ihr verhalten unangebracht findest, dann wechsel sie! ein guter therapeut ist das a und o für eine erfolgreiche therapie. wenn die chemie nicht zwischen euch stimmt, dann wird sie dir auch nicht viel helfen können. wie oft warst du jetzt schon bei ihr? bist du durch deinen hausarzt an sie vermittelt wurden? ich glaube schon dass eine verhaltenstherapie geeignet für dich wäre, denn eigentlich beinhaltet diese therapieform auch das klären von ursachen für dein verhalten (vorallem das verhalten zu dir selbst) und anhand dessen wird dann ein therapieplan aufgestellt. welche diagnose wurde bei dir bis jetzt gestellt? die tests die du ausfüllen musstest dienen einer genauen diagnostik um herauszufinden, zum einen was in deiner persönlichkeit alles mitmischt und zum anderen, um die diagnose zu sichern. jedoch ist immer noch das persönliche anamnesegespräch, bei dem du deinem therapeuten alles schilderst was dich quält, dass ausschlaggebende für die diagnose und die ganze weitere behandlung. drum ist es schade, dass sie dich noch nicht weiter zu wort kommen lassen hat.
vielleicht wäre es besser, wenn du dich von deinem umfeld auch räumlich distanzieren kannst. hast du darüber schon einmal mit deiner therapeutin gesprochen?

ich wünsche dir alles gute und halte die ohren steif!
du kannst dir hier im forum alles von der seele schreiben, denn dazu ist es da

01.04.2014 16:42 • x 1 #3


L
ich finde solche fragen nicht angebracht einem therapeuten zu stellen. denn beispielsweise seine persönliche einstellung zum leben und sein persönlicher grund diesen beruf gewählt zu haben, tragen nichts zu dem therapierfolg des patienten bei. allein die chemie und harmonie zwischen therapeut und patient sind ausschlaggebend. und wenn man nun mal nicht miteinander arbeiten kann und sich nicht gegenseitig aufeinander einlassen kann, dann sollte man schlichtweg den therapeuten wechseln auch ohne zu wissen, ob der therapeut eher auf anlage und umwelteinflüsse abzielt oder selbst schon einmal unter einem trauma gelitten hat!
welche therapieform der therapeut anbietet, sollte schon in den ersten anamnesegesprächen geklärt werden.

01.04.2014 16:54 • x 1 #4


B
Hallo liebe radioaktiv,

Es ist schlimm wenn das Elternhaus nicht mehr so funktioniert aber es ist jetzt wichtig das du an dich denkst . Kannst du nicht zu deiner Schwester ziehen das sollte mit 17 möglich sein ich hab es damals auch gemacht und bin sogar schon zu meinem Freund gezogen.

Mach aber bitte nicht eins das du jetzt total in deinem Kummer vergehst, dazu hat das Leben noch viel zu viel schöne Dinge zu bieten....Steh auf gehe raus...triff dich mit Freunden...fahr Inliner...eventuell such dir ne schöne Aufgabe nen Nebenjob der dir Anerkennung schenkt..aber eins tue auf keinen Fall nur noch herum liegen und solche Gedanken zu haben.

Wenn die Gedanken stärker werden dann gehe bitte in eine Klinik die ne Notfallambulanz für
Depressionen haben die werden dir helfen und auch nen Weg mit dir suchen wie du dich vom Elternhaus lösen kannst. ES ist nicht Auswegslos...sammle deine Innere Kraft...und fang es an.

Sollte es schlimmer werden du kannst uns gerne auch per PN anschreiben mich, und Abra77 aber auch das Psychic Team wir helfen dir auch gerne um für dich Unterstützung in deiner Nähe herauszusuchen.

Kopf hoch du schaffst das.Wir sind für dich da so gut wir können.

01.04.2014 16:56 • x 1 #5


S
für mich war das sehr wichtig zu erfahren, weshalb er diesen beruf gewählt hat. Ich fand es für mich irgendwie wichtig, denn das Gefühl mich jemandem anzuvertrauen, der nur Geld verdienen will und an meiner Geschichte kein echtes Interesse hat, fand abstoßend. Naja, er hat mir nicht geantwortet, weil er, wie du, meinte, es sei nicht wichtig für meine Therapie das zu wissen. Ich bin leider geblieben.

Zitat von leonieloewenherz:
ich finde solche fragen nicht angebracht einem therapeuten zu stellen. denn beispielsweise seine persönliche einstellung zum leben und sein persönlicher grund diesen beruf gewählt zu haben, tragen nichts zu dem therapierfolg des patienten bei. allein die chemie und harmonie zwischen therapeut und patient sind ausschlaggebend. und wenn man nun mal nicht miteinander arbeiten kann und sich nicht gegenseitig aufeinander einlassen kann, dann sollte man schlichtweg den therapeuten wechseln auch ohne zu wissen, ob der therapeut eher auf anlage und umwelteinflüsse abzielt oder selbst schon einmal unter einem trauma gelitten hat!
welche therapieform der therapeut anbietet, sollte schon in den ersten anamnesegesprächen geklärt werden.

01.04.2014 17:50 • #6


R
Erst mal: vielen lieben dank an euch (:

An Sari1: ich hoffe dein Cousin und deine Cousine finden doch noch einen guten und geraden Weg heraus.

Ich habe meine Mutter und meine Gefühle zu ihr vielleicht falsch beschrieben. Ich hasse sie nicht. Ich hasse sie auch nicht, weil sie depressiv ist oder ähnliches. Ich bin manchmal genervt, allerdings stecke ich auch noch in der Pubertät, also ist es bis zu einem gewissen Grad normal (hoffe ich, vielleicht will ich es auch einfach nur auf die Pubertät schieben). Sie kümmert sich trotz allem noch gut um mich. Ich kann mit ihr reden etc. Ihr Vater hat auch getrunken, ich laut geworden, wurde auch schon mal handgreiflich gegenüber ihrer Mutter. Wenn meine Mutter es mitbekam, hat meine Oma mit ihr darüber geredet und ansonsten nicht mehr. Das ist auch ein Grund warum meine Mutter meiner Schwester und mir alles erzählt. Und mir ist es lieber, wenn meine Mutter mit mir darüber spricht, als zuzusehen, wie sie alles in sich rein frisst und noch depressiver wird.

Ich werde sie nicht alleine bei meinem Vater lassen. Meine Schwester lebt mit ihrem Kind und ihrem Freund zusammen. Sie ist froh, zuhause raus zu sein, ich möchte ihr nicht noch mehr zur Last fallen.

Ich werde die Fragen eher nicht stellen, mir wäre es unangenehm und (auch wenn es mich ebenfalls immer interessiert warum sich jemand für etwas entscheidet, und gerade warum sich jemand dazu entscheidet im bereich der Psychologie zu arbeiten, fände ich es irgendwie unangebracht, ) Trotzdem ein riesen dank an dich

Dankeschön 3

Mein Vater verhält sich nicht mehr all zu schlimm. Wie ich schon schrieb, er versucht sich zu kümmern. Mir fällt es schwer es anzunehmen und das macht mich wütend. Wenn ein Mensch sich ändern möchte zum Besseren und die Mitmenschen keinen Schritt auf ihn zugehen können, weil sie nur an vergangenes denken, bringt es ihn nicht weiter. Und das tut mir leid.
Mittlerweile schenkt er mir Wasser in mein Glas ein, fragt welches Wasser ich denn gerne hätte. Er fragt mich wie mein Tag war, wie es mir geht. Manchmal, wenn er es fragt, denke ich einen Unterton hören zu können nach dem Motto: ich frage jetzt, damit ich mich später nicht mehr so schlecht fühle, weil ich mich doch richtig verhalten habe. Es kommt mir vor wie gespieltes Interesse. Wahrscheinlich bilde ich mir es ein.

Er verhätschelt mich aber auch. Er bringt mir und meiner Mutter Sonntags Frühstück ans Bett, letztens, ich hatte die ersten beiden Stunden frei und habe es ihm am Abend davor nicht gesagt, weckt er mich dementsprechend früher. Ich sage ihm dass ich mit dem Zug fahre und dann sagt er: oh gott, Entschuldigung mein *mein Spitzname*, das wusste ich nicht. Hätte ich dich jetzt mitgenommen, hättest du jetzt zwei Stunden in der Schule sitzen müssen und nichts machen können. Er sagt es in einem aufrichtigem Ton. Ich denke dann immer: wahrscheinlich denkt er, während er es sagt: du verzogenes Mädchen, ich hätte früher dankend das Angebot von meinem Vater angenommen wenn er mich gefragt hätte, ob er mich fahren soll, dann muss man eben mal zwei Stunden warten.

In diese Richtung denke ich immer wenn mir jemand etwas nettes sagt oder gutes Tut.

'Kühl, cool nach außen, minderwertig innen', macht mich nicht gerade das narzisstisch?

Genau, das Verhalten ist nicht entschuldbar. Auch wenn es Gründe gibt. Ich weiß, es ist falsch, dumme Sprüche zu sagen, trotzdem verlassen sie meinen Mund und ich hasse mich mehr. Wer weiß, vielleicht ist es bei meinem Vater genauso? Ein Grund warum ich mich schneide.

Hm, ich hatte an eine Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gedacht, kann aber auch sein, dass ich sie nur wollte, weil ich mich sehr für Psychoanalyse interessiere und diese Therapie etwas in diese Richtung geht, oder etwas mehr als die VT. Ich nehme es mir trotzdem zu Herzen und überlege es mir nochmal, danke (:

Sie hat nicht alle Ergebnisse mitgeteilt. Das einzige, was sie mit sagte, war, meine hohen Werte bei dem Depressionstest. In der letzten Stunde, als sie mir sagt wir drehen uns im Kreis, Fluextin,...

Ich bin mir auch ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wirklich depressiv bin.. Manchmal, jetzt gerade zum Beispiel, habe ich einen Tatendrang, ich könnte tanzen, feiern, irgendwelche Tabletten einwerfen. Ich habe recht oft Stimmungsschwankungen, und dazwischen Kopfschmerzen. Mein Sitznachbar hat mich auch schon darauf angesprochen. Auch meine Therapeutin: beim ersten Gespräch war meine Mutter dabei, sie hat ihr erzählt, ich wäre antriebslos, lustlos etc, zwei Sitzungen danach kam ich etwas Energie geladen an. Vielleicht weil ich immer etwas nervös bin oder mich ein klein wenig freue auf die Gespräche. Allerdings stecke ich auch noch (hoffe ich zm) in der Pubertät... An sich würde ich auch behaupten, dass sie Schwankungen eher oberflächlich sind. Auch jetzt will ich mir immer noch die Pulsadern aufschneiden, nur kann ich jetzt darüber fast schon lachen. Ist das normal? Oberflächliche Stimmung ist doch auch narzisstisch, oder?

Ich bedanke mich noch mal bei allen für die lieben, ausführlichen Antworten (: 3

01.04.2014 18:32 • #7


L
unter narzissmus versteht man übersteigerte selbstliebe und extremen egoismus. anhand deiner schilderungen von dir selbst und die vielen gedanken die du dir über andere machst (vor allem über deine mutter - also dass es dir lieber ist, sie erzählt dir ihre sorgen, als dass sie noch depressiver wird) bin ich mir relativ sicher, dass du nicht an einer narzisstischen persönlichkeitsstörung leidest.
gerade die wechselnde stimmung von himmel hoch jauchzend und zu tode betrübt (im überspitzten und übertragenen sinne) sprechen für eine manisch-depressive störung. somit wechseln sich manische (also freudige, wie du geschrieben hast ... habe ich einen Tatendrang, ich könnte tanzen, feiern, irgendwelche Tabletten einwerfen...) mit depressiven episoden ab. genaueren aufschluss kann dir da aber auch nur die diagnostik beim psychotherapeuten geben. solche störungen können schwer, aber auch minder schwer sein (jetzt in bezug auf, wie du es bezeichnet hast, oberflächliche stimmung).
du hast also großes interesse an psychoanalyse und auch an der psychologie?..vielleicht findest du darin ja deine spätere berufliche bestimmung? spezifische ziele in der zukunft zu haben, verleiht auch was den therapieerfolg angeht große flügel (da kann ich aus erfahrung sprechen )

01.04.2014 22:46 • x 1 #8


R
Aus Erfahrung? Du hast mein Interesse etwas geweckt. Arbeitest du in diesem Bereich?

Wenn hatte ich auch an den weiblichen Narzissmus gedacht. Ich hoffe es ist wirklich nicht der Fall. Ist eine bipolare Störung nicht erst diagnostizierbar ab dem 18. Lebensjahr? Ich bin schon vor längerer Zeit durch Zufall darauf aufmerksam geworden. Es gab allerdings nie irgendwelche extrem Vorfälle bei mir. Ich bin in solchen Phasen einfach nur aufgedreht und gehe höchstens meiner Mutter auf die nerven, weil ich es in solchen Momenten anscheinend witzig finde, ihr z.B. beim Spülmaschine ausräumen ständig im Weg zu stehen und sie in die Seite steche (in einem recht normalen Maße, ich höre auch auf wenn sie darüber nicht mehr lachen kann).

Ich bin viel zu schüchtern und meine dummen Sprüche die ja nun mal kommen.. Ich würde damit nur mehr schaden anrichten. Zudem ist es ja auch so, wenn ich so überdreht bin, ist mir manchmal etwas zu sehr egal ob ich jemanden verletzte oder nicht. Ich habe es noch nie gemacht, aber ich merke es. In solchen Momenten (wie in dem Bsp mit meiner Mutter) würde ich gerne einfach weiter machen, weil ich es anscheinend wirklich lustig finde. Dadurch wirkt die Diagnose 'Depression' für mich so unreal. Manchmal frage ich mich sogar, ob ich es mir vielleicht nur vorspiele depressiv zu sein.
Wie ich schon schrieb, an meinen Gedanken ändert sich in solchen, nenne ich es wirklich mal Phasen, nichts.

Danke (:

01.04.2014 23:02 • #9


S
Hallo radioaktiv.
Das mit deiner Therpeutin würde ich mir auf jeden fall nochmal durch den Kopf gehen lassen. Keine Therapeutin sollte sich über
ihren Patienten lustig machen oder irgendwelche dummen Sprüche von sich geben und so wie du schilderst, bist du nicht
gerade zufrieden mit ihr. Such dir eine bzw einen anderen Therapeuten. Die anderen haben recht, wenn sie schreiben, das die Chemie stimmen muß (zwischen Patienten und Therapeut). Man muß einfach das Gefühl haben, demjenigen alles anvertrauen zu können. Ich weis auch nicht, ob eine Verhaltens Therapie das richtige ist. Es geht ja an erster Stelle darum, was du alles durchmachen mußtest bzw noch durchmachen musst in deiner Familie. Darum, es zu verstehen und darum es zu verarbeiten.
Du hast überhaupt keinen Grund, dich selbst zu hassen. Schlimm ist das, was dein Vater dir angetan hat. Dir und deiner Familie.
Aller achtung, das du das überhaupt noch durchhälst. Ich würde mir auch wie die anderen wünschen, das du da raus gehst und dir was anderes zum wohnen suchst. Aber ich kann dich auch verstehen, wenn du dir sorgen um deine Mama machst und deswegen bleiben möchtest, um sie zu beschützen. Aber wie lange kannst du das noch durchhalten?! Und was Tabletten angeht, bin ich immer forsichtig. Ich habe letztes Jahr auch welche gegen meine Depressionen genommen. Aber die haben ja bekanntlich Nebenwirkungen und ich bin heilfroh, das ich die abgesetzt habe und jetzt ohne weiter komme. Ich habe auch schon ein paar mal die Therapeutin weckseln müssen, bis ich auf meine jetzige gestoßen bin.

Hast du schonmal an eine Tagesklinik gedacht? Da ist man nur Tagsüber von 9 Uhr in der früh bis 16 Uhr mittags.
Da ist man mit anderen zusammen, bekommt Einzel sowie Gruppen Therapie, macht Sport und einmal die Woche auch mit
der Gruppe Tages Ausflüge. Vielleicht wäre das ja was für dich?!

Ich wünsche dir sehr, das du forwärts kommst und all die Kraft findest, die du brauchst.
Lg

02.04.2014 00:38 • x 1 #10


R
Danke für deine Antwort (:

Ich empfinde es gar nicht all zu schlimm. Ich weiß, mein Vater hat meiner Mutter und meiner Schwester viel mehr seelisch zugefügt als mir. Manchmal denke ich auch es ist normal. Jetzt zum Beispiel. Es könnte schlimmer sein, oder? Ich weiß gar nicht, über was ich mich beschwere. Dafür, dass ich so schlecht bin, werde ich recht gut behandelt.

Welche Nebenwirkungen hattest du? Welche hast du eingenommen?

Ja, habe ich. Allerdings möchte ich mich nicht 'selbst einweisen'. Wenn es nötig wäre, würde mir meine Therapeutin bescheid sagen. Es gibt Menschen, denen es schlechter geht. Da möchte ich nicht mit meinen Problemchen ankommen.

Dankeschön, das wünsche ich dir 3

02.04.2014 01:23 • #11


S
Hallo radioaktiv.

Haben deine Mutter und deine Schwester eigentlich schon mal eine Therapie deswegen gemacht?!

Glaube ich gerne, das du es nicht für all zu schlimm empfindest. Weil du mit deinem Kopf und deinen Gedanken
folkommen bei deiner Mutter und deiner Schwester bist, anstatt bei dir selbst. So geht es mir auch. Meine Mutter ist seit letztem
Jahr schwer krank. Da empfinde ich alles was mich angeht, als überhaupt nicht problematisch.
Bis meine Therapeutin mir klar machte, das ich in erster Linie an mich denken solle. Klar habe ich sie da zuerst für Verrückt
gehalten, weil man sich selbst für überhaupt nicht wichtig empfindet bzw über sich selbst garnicht erst nachdenkt.
Aber seh es mal so. Deine Mutter und deine Schwester brauchen dich und was meinst du, würden sie tun, wenn du nicht da wärest? Du bist wichtig. Du bist der funktionierende Pol in deiner Familie. Der Anker, auf den deine Mom und deine Schwester setzen. Mach dich bitte nicht so klein. Ich finde, das du wirklich eine sehr starke und tapfere Person bist, die es verdient,
geliebt und mit Respect behandelt zu werden.
Hast du denn schonmal an dich gedacht? Dir was gutes getan? Und wenn es nur darum geht, mit einmal die Woche anzufangen.
Man sollte sich ja auch auf etwas freuen können. Und wenn es nur eine kleinigkeit ist. DU BIST WICHTIG.

Was meinst du mit Manchmal denke ich auch es ist normal? Klar siehst du bestimmte dinge als normal,
weil du die andere Seite ja nicht kennst. Und wenn man etwas nicht kennt, denkt man auch, man hat es nicht verdient.
ODER?

Tu mir 2 Gefallen....

1) hör auf dich runter zu machen !

(hab ich lange genug gemacht, bis ich gemerkt habe, das ich doch eigentlich garnicht so schlecht bin. Mitlerweile freu ich mich, das es Menschen gibt, die mich vermissen, wenn ich nicht da bin und mich in den Arm nehmen, wenn ich da bin. Das schaffst du auch. Versprochen)

2) tu dir was gutes !
(und wenn es wirklich nur einmal die Woche ist. Dann hast du was, worauf du dich freust)

Zurück zu deinen Fragen. Nebenwirkungen waren, das ich mehr geschlafen habe als sonst. Das ich nicht mehr klar denken konnte und Sachen sehr schnell vergessen habe. Dazu kommt starkes Zittern an den Händen, Hertzrasen und Übergewicht, obwohl ich kaum gegessen habe. Welche Medikamente es waren, kann ich nicht mehr sagen. Kann mir nach wie for nicht gut Sachen merken. Ist aber nicht mehr so schlimm wie im letzten Jahr.

Selbst einweisen wollte ich mich letztes Jahr auch nicht. Allein bei dem Vorschlag meines Therapeuten, bin ich durchgedreht.
Ich hab sofort klar gestellt, das ich in KEINE geschlossene Psychiatrie möchte, da ich ja leider immer zufiel schlechte Filme geschaut habe. Filme, in denen Psychiatrien forkommen und keiner mehr raus kommt.
Meine Mom war auch in einer Psychiatrie und glaub mir. Das hat mir echt gereicht.
Deswegen also die Psychosomatische Tagesklinik, wo man Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr sein kann.
Glaub mir, was Tabletten und Kliniken angeht, habe ich immer gesagt, das ich es nie machen werde. ABER
Die Klinik tat mir gut. Ich habe nicht mehr durchgeschlafen, bekam meinen Rhytmus wieder und hatte Leute um mich, die
nicht in weißen Jacken rum rannten und rumbrüllten.
Die waren alle total lieb und nett. So wie hier im Forum. So oft wurde ich in meinem ganzen Leben noch nie umarmt und
halt mich ruhig für verrückt, aber es hat so manche Wunden wieder zugenäht.
Ich kam raus und mußte mich für nix entschuldigen oder rechtfertigen. Es können auch Freundschaften draus werden
und man kann auch mal schei. drauf sein, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen.
Und es ist nur für 4 Wochen. Man kann natürlich auch verlängern.

Es hat geholfen. Weil ich mich ganz plötzlich Leuten öffnen konnte. Ich habe in der großen Gruppe reden können und wurde ernst genommen. Leute kamen auf mich zu und prompt gehörte man dazu. Man muß auch nicht ständig über Probleme reden und kann auch mal gute Laune haben und wenn dir eine Stunde zufiel wird, kannst du jederzeit in einen Ruheraum.

Ich dachte auch zuerst, ich hätte nur ein Problemchen, weil es wirklich Leute gab, die Storry´s drauf hatten, da bekam ich den Mund nicht mehr zu. Aber selbst mit einem Problemchen hat man doch irgendwo ein Problem.

In meiner jetzigen Therapie arbeite ich Sachen aus meiner Kindheit auf. Sachen, an die ich nie gedacht hätte. Sachen, die
mir zu verstehen geben, wieso meine Eltern so sind, wie sie sind.

Ein Spruch hat mich total beeindruckt. Vielleicht finden ihn ja manche lahm. Aber bei mir hats klick gemacht....

WIR SIND ALLES OPFER VON OPFERN.

Ich denke mal, das dein Vater vielleicht auch mal schlecht behandelt wurde und es deswegen an deiner Familie auslässt.
Ich weis es nicht. Ich vermute es nur.

Und wenn du es nicht hören willst, oder es nicht glaubst, schreibe ich es dir eben mal auf. Musst mich ja nicht ernst nehmen.

ES GIBT EINEN GRUND WARUM DU AUF DER WELT BIST. DU BIST WICHTIG UND WEDER DUMM NOCH NICHT NORMAL
Du musst nur dran arbeiten, es heraus zu finden.

02.04.2014 22:55 • x 1 #12


L
Bipolare störungen oder auch andere affektive störungen allgemein können auch schon im späten kindes- oder frühen erwachsenenalter auftreten. Bipolare störungen manifestieren sich sogar typischerweise im frühen erwachsenenalter. Wie gesagt, meine angaben sind ohne gewähr, aber auch weiblichen Narzissmus halte ich eher für unwahrscheinlich.

Ja..ich studiere psychologie. Meine eigene erkrankung hat in mir den starken drang geweckt, selbst ein besserer therapeut zu werden, als diejenigen es waren, die mich einst behandelt haben. Dieses ziel vor augen hat so einige kräfte in mir mobilisiert. Denn wer anderen helfen möchte, muss selbst stabil sein.

02.04.2014 22:57 • x 1 #13


R
Danke (:

Meiner Schwester wurde es von meiner Hausärztin empfohlen, meine Eltern haben allerdings nie den Bogen ausgefüllt. Meine Schwester hat sich dann dementsprechend selbst mit ihren neuen Freunden drum gekümmert. Ich habe allerdings auch schon länger darüber nachgedacht, ihr vielleicht mal zu sagen, selbst jetzt noch eine Erwägung zu ziehen, da sie ja auch ein eigenes Kind hat. Das mit meiner Mutter geht ihr noch immer ziemlich an die Nieren...

Meine Mutter hat vor 15 Jahren mal eine angefangen, sprich, 1999. Leider auch wieder abgebrochen, da sie keine Kraft mehr hatte hinzugehen da mein Vater gemacht hat, was er wollte. Sie möchte aber jetzt wieder eine machen, vor allem auch, weil ich jetzt eine mache. Ich habe ihr gesagt, dass es mir auch nur gut gehen kann, wenn es ihr gut geht (anders würde sie vermutlich nicht hingehen). Sie wollte auch einmal mit meiner Therapeutin reden, die ihr dann sagte, dass meine Mutter der Spiegel meiner Gefühle ist. Wenn es ihr nicht gut geht, geht es mir nicht gut. Ich weiß nicht, ob es richtig war, da meine Mutter selbst depressiv ist und solch einem Menschen zu sagen, dass er sich im übertragenem Sinne doch 'zusammenreißen' soll.. Ich finde es nicht richtig.

Ich bin auch nicht vollkommen bei ihnen, manchmal geht es mir auch einfach nur noch am Hintern vorbei, allerdings versuche ich dann immer meiner Meinung schnell zu ändern, da ich es für egoistisch halte und nicht richtig. Ich bin auch nicht der funktionierende Pol, der ist immer noch meine Mutter. Außer in der Schule habe ich nicht all zu oft Kontakt mit meiner Schwester. Es ist besser wenn ich mich fernhalte. Ich möchte sie nicht noch extra belasten.

'Manchmal denke ich, dass ist normal': Ich meine damit, dass jede Familie Schwierigkeiten hat. Vielleicht bin ich einfach zu sensibel und steigere mich deswegen überall so rein.

Das hört sich nicht schön an. Das schwitzen habe ich auch, ständige Kopfschmerzen und ich bin elends müde. (Was ich schon seit Jahren bin, ich kann nicht genau sagen, ob es davon kommt.)

Warum war deine Mutter in der Psychiatrie?

Das hört sich wirklich nach einem guten Vorschrift an. Es freut mich immer wieder so etwas zu hören (: 3

Mir ist das letztes Jahr auch schon klar geworden, deswegen löcher ich meine Mutter seit dem auch öfters über Fragen aus der Kindheit von ihr und meinem Vater. Ich habe mir da auch schon einiges erklären können. Ich würde ehrlich gesagt auch gerne mal bei einem Gespräch zwischen einem Therapeutin/ Analytiker ( letzteres würde mich eher interessieren, oh Wunder ^^) und meinem Vater still dabei sein. Ich fände es wirklich höchst interessant. Allerdings glaube ich nicht, dass es viel daran ändern würde, dass ich kaum etwas für meinen Vater übrig habe. Allein schon, weil er das trinken noch immer nicht sein lassen kann, die SMSn an meine Mutter, etc.

Danke (:

Ich versuche mir mal den Narzissmus ganz aus dem Kopf zu schlagen, danke (:.

Darf ich dich fragen, ob du es am Anfang für möglich gehalten hast, dass du es tatsächlich dazu schaffst es zu studieren?

Weißt du schon in welchen Bereich du später gehen möchtest?
Wie lange studierst du schon?

Du musst auf keine Frage antworten, ich weiß, es sind viele. Ich hoffe sie sind nicht zu persönlich oder aneckend.

Ich danke euch 3

03.04.2014 00:46 • #14


S
Guten morgen radioaktiv.

Ich hoffe, ich bin dir mit meiner letzten Nachricht nicht zu nahe getreten, wenn es um deinen Narzissmus ging bzw geht.
Ich versuche nur, dich etwas aufzumuntern, dir Hoffnung zu geben und dir zu sagen, das es selbst Vorwärts geht,
wenn man nicht mehr dran glaubt.

Das deine Mutter eine Therapie machen möchte, finde ich klasse und auch sehr wichtig. Man sollte das erlebte nie
einfach so runter schlucken, sondern drüber reden müssen, damit man er verarbeiten kann und sein Leben
noch irgendwie ändern kann.
Schade, das deine Mutter deinen Vater nicht verlassen kann. Ändern kann man ihn bestimmt auch nicht mehr.
Ich wäre auch mal gerne mit meinem Vater zur Therapie gegangen. Aber der hat kein Interesse daran.
Ob es was bringen würde? Gute frage.

Meine Mutter ist auch sehr depressiv, was es für mich auch sehr schwierig macht, zu Besuch zu gehen. Es zieht mich
dann jedesmal runter, da sie mitlerweile auf dem Stand einer 3 Jährigen ist.
Sie wurde in ihrer Kindheit nicht gerade mit Liebe erzogen. Ihre Eltern waren sehr streng und meinten ständig,
das sie zu nix tauge sei. Anscheinend hat sich das mit den Jahren immer mehr aufgebauscht, so das ihre Psyche am
Ende nicht mehr konnte.
Ich weis bis heute nicht, wieso sie so dermaßen abgerutscht ist. Sie ist gerademal erst 59. Sie ging mit Rückenschmerzen
ins Krankenhaus und endete irgendwann in der Psychiatrie. War sehr schlimm, weil sie eine Zeit lang
ständig bei mir anrief und sich verabschiedete. (sie wollte sich was antun, weil sie es nicht mehr aushielt).
Heute nimmt sie Tabletten ohne Ende und kann nicht mal mehr ein Glas halten oder vernünftig essen, da sie auch
noch Parkinson dazu bekommen hat.
Du siehst also, es stimmt. Jede Familie hat so sein Päckchen zu tragen.
Es gibt Momente, wo ich nicht mehr bei meinen Eltern zu Besuch gehen will, weil es einfach zu schlimm ist.
Aber wie du schon sagtest. Mit dem Gewissen kann man es einfach nicht vereinbaren.

Das mit der Therapie ist schon irgendwie heftig. Plötzlich in der Vergangenheit rum zu kramen. Da werd ich immer
noch müder als forher.
Müde war ich auch schon immer. Anstrengend oder? Vielleicht liegt es am Eisenmangel oder so.
Bei mir in der Familie ist das mitlerweile sogar ansteckend. Wir sind alle total schlapp, müde und irgendwie lustlos.

Umso erstaunter bin ich wirklich, das es ab und zu Momente gibt, in denen irgendwas positives passiert und
die Dinge nehm ich mit, weil sie einem Kraft geben.

Hoffe, du hast auch solche positiven Momente.

Lg

03.04.2014 06:37 • x 1 #15


R
Ach Quark, bist du nicht. Keine Sorge (:

Warum solltest du mir mit dem Narzissmus zu nahe getreten sein? Ich schreibe meine Antwort immer 'chronologisch geordnet'. ^^
Das mit dem Narzissmus ging an leonieloewenherz.

Hast du dir in der Zeit Hilfe gesucht?
Du schriebst, du wärst auch gerne mit deinem Vater zur Therapie gegangen. Darf ich fragen, warum?

Machst du momentan noch eine Therapie? Darf ich fragen, welcher Art? (Z.B. Verhaltens Therapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie, ...)

Ab und zu, ja. (:

Das freut mich für dich. 3 Bleib stark 3

Danke für deine Antwort (:
LG zurück (; (:

04.04.2014 15:26 • #16


A


x 4





Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag