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M
Ich habe dich persönlich mit keinem Wort angesprochen, ich habe das allgemein gesagt. Da du die Bedingungen für eine Rea über die Rentenversicherung noch nicht erfüllt hast, sprich nicht lange genug eingezahlt hast/gearbeitet hast, kannst du dich nicht beschweren. Ich glaube fest daran das du deine Einzahlungen die du geleistet hast, mehrfach schon zurückerhalten hast.
Jeder Mensch muß Abstriche machen, du hattest ein Jahrespraktikum, Entgeldlos. Andere wie meine Wenigkeit haben ihren Wehrdienst geleistet und Abstriche gemacht.
Mich würde mal dein Alter interessieren weil du so von geleisten Zahlungen deinerseits und Wiedergutmachung der Leistungsempfänger redest.
Ich war im Jahr 2006 soweit durch 4 Bandscheibenvorfälle das nichts mehr ging. Ich habe über 2 Jahre den Maschinen und Schiffsbaukonstrukteur gemacht. Zum Teil auf eigene Rechnung. Als ich fertig war, hatten wir die Maschinenbaukrise. Alles für Nüsse. Hartz 4 war angesagt. Nach 2 Monaten habe ich mich selbstständig gemacht, habe alles was ich besaß in diese Selbstständigkeit gesteckt, Zusatzausbildung kaufmännisch, nebenher. Ich bekam von der Arge für einen 4 Personenhaushalt schlappe 800,00€ dazu, für 1 Jahr. Das alles obwohl ich noch keine Kunden hatte. Nach einem Jahr konnte ich alle Kosten selber tragen und mußte das erhaltene Geld zurückzahlen. Eine Selbstständigkeit braucht 4-5 Jahre, wenn du dann noch da bist, hast du es geschafft. Ich bin noch da, habe meine Privatkunden und seit 1 Woche einen Festvertrag zum Türenbau, exclusiv. Das alles mit einer Angst und Panikstörung.
Also, du siehst das es möglich ist, die Frage ist nur: Will ich es auch.
Und hör auf zu sagen mit Hartz 4 ist das Leben am Ende. Ich schätze du bist keine 30 Jahre alt. Wenn du meinst das dein Leben mit Hartz 4 am Ende ist dann sage ich dir das du dich da hin gebracht hast, nämlich weil du nicht aufstehst nachdem du gefallen bist.

18.02.2015 08:42 • #41


K
Ich schon herausgelesen, dass du von der Allgemeinheit sprichts. Stellvertretend dafür habe ich mich aber dem entgegengestellt.

Das ich nicht aufstehe nachdem ich hingefallen stimmt überhaupt nicht. Du hast also immer noch nichts begriffen. Ich hätte schon etliche Tiefschläge und mich immer wieder alleine durchgekämpft. Hilft einem ja auch keiner, selbst nicht die, die immer sagen, sie seien so hilfsbereit. Irgendwann ist man aber auch des ständigen Kämpfens müde und kann nicht mehr.

Ich bin 33 und komme immerhin auch schon auf 10 Beitragsjahre. Bund, da war ich auch. Und in den Ferien gejobbt statt frei zu haben, um mir was leisten zu können. Das ich keine Anspruch auf Leistungen aus der RV habe liegt an der Unterbrechung, die interessiert nicht, wie lange du insgesamt eingezahlt hast, sondern wie lange in den letzten 3 Jahren.

Die eingezahlten Leistungen habe ich vermutlich schon wieder rausbekommen. Verstehst du nicht, wofür eine Versicherung da ist? Da greift das Solidaritätsprinzip. Wenn man maximnal nur bekäme, was man eingezahlt hat, kannste das ganze System abschaffen. Dann kannste das Geld besser selbst anlegen.

18.02.2015 08:49 • #42


A


Bekloppte Gesetze bzgl Krankengeld

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K
In aller Ehren wert, dass du in der Art für dich selbst gesorgt hast. Das kostet Kraft und Mut. Aber das darf nicht so sein, das der Versuch der Selbständigkeit der einzige Ausweg ist. Geht sehr oft in die Hose. Und für das karge Geld hätte ich mich erst recht nicht dazu aufraffen können. Irgendwann will man einfach mal die Früchte für seine Arbeit / Ausbildung / Investitionen ernten.

18.02.2015 08:54 • #43


M
Ich weiß schon wie das Sozialsystem funktioniert.
Du hast aber einen Denkfehler in deinem System. Du hast 10 Jahre mit Unterbrechungen ausgesät. Nun willst du das ohne weiteres aussäen die Früchte kommen. Das geht nicht.
Du mußt immer wieder neu aussäen um zu ernten. Die Zeiten mit einer Ausbildung bis zur Rente zu kommen sind vorbei. Muß ich dir das wirklich sagen?
Ich bin 53 Jahre alt. Habe 39 Berufsjahre hinter mir und muß heute immer noch säen, sonst wächst nichts.
Mit 15 Ausbildung zum Werkzeugmacher
Mit 38 Ausbildung zum CNC Technicker
Mit 42 Betriebswirt des Handwerks
Mit 47 Maschinen und Schiffsbaukonstrukteur
Mit 49 Kaufmännische Ausbildung

und jeden Tag aufs neue Werbung machen, Kunden gewinnen, Kunden bedienen, neue Wege finden um durchzukommen.
Ich will dir nichts, ich will dir aufzeigen das der Weg den du gehen willst, nicht der Richtige ist. Du mußt säen um zu ernten. Anstatt Reha, ambulante Therapie, dann weiterbilden bis die Schwarte kracht, dann bekommst du Arbeit.

18.02.2015 09:25 • #44


P
Ich rate dir nur dazu, es weiter mit einem neuen Job zu versuchen. Das ist die sicherste Variante! Und beim Chef lieber einen Gang zurückschalten. Auch wenn´s schwer fällt.
Wenn du beim Arbeitsamt aufschlägst, machen die kurzen Prozess. Nach 6 Wochen sind Maßnahmen angedacht. Und ich kann dir nur aus der Erfahrung heraus sagen, dass mit Männern nicht zimperlich umgegangen wird. Das juckt die einen feuchten Furz. Die schicken dich 100 km mit dem Zug in irgendeine Fabrik, wenn es sein muss. Bzw. die drangsalieren dich so, dass du dann erst recht krank wirst! Und dann läuft der Countdown aber so richtig. 12 Monate und Ende. Und von ALG II will ja nun wirklich keiner freiwillig leben. Das ist dann pure Panik, wenn es aufs Ende zugeht, denke ich. Ich wünsche dir, dass sich bei dir was tut. Dass du einen Job findest, wo es besser läuft.
Mit der Versicherung: einfach mal probieren. Du MUSST ja nicht klagen, wenn dir das Geld dazu fehlt. Der Anwalt hat schon Recht. Es ist wahnsinnig schwer, da Geld raus zu holen. Ein Bekannter von mir steht sozusagen mit einem Beim im Grab: Bandscheibenvorfälle, ganzer Rücken kaputt, kippt immer um und keiner weiß, warum, hat sich vor Jahren bei nem Job mal das Genick angebrochen, hat COPD, Thrombose, Aneuyrisma im Kopf und am Herz. Weiß nicht, ob er jetzt endlich mal was bekommt. Der musste von ALG II leben, weil die dem keine Rente bewilligt haben. Da steht man ungläubig da und denkt: darf nicht wahr sein. Aber mit einer Rente wäre dir in deinem Alter ja eh nicht gedient. Vielleicht eine Kur? Also keine Nervenklinik. Sondern mal so eine psychosomatische Kur. Das ist ja wie ein Hotel. Da wärst du mal ein paar Wochen den Chef auch los.

18.02.2015 09:30 • #45


P
Auch nicht in jedem Beruf, mattes. Für den Ottonormalbürger ist es wohl leider so. Das ist harte Realität. Aber man ist es ja selbst schuld, wenn man nicht studiert hat. Ich bereue es. Die Unterschiede werden immer größer. Mit ner normalen Ausbildung kannst du nix mehr reißen. Sitzt auf einem Schleudersitz. Es sei denn, du hast ne Ausbildung, wo die dringend Leute suchen. Man ist einfach in der Gesellschaft nix mehr wert. Und wenn man dann gesundheitlich nicht die Kraft hat... Oder finanzielle Mittel. Alles traurig. Ich bin doch auch so alt. Noch zu meiner Schulzeit war man sicher, dass eine gute Ausbildung auch ok ist. Heute, gute 12 Jahre später, muss man das revidieren. Entweder man will sich als Tagelöhner durchschleppen und sich überall zur Sau machen lassen oder man muss was studieren. Aber auch da bringt es einem nur was, wenn man was richtig handfestes studiert. Mit irgendeinem Larifari kommste auch nicht mehr weiter.
Nur ein Beispiel. Gestern kommt mein Mann zur Bank. Will Geld vom Sparbuch abheben. Antwort: Bargeld gibt´s hier keins mehr. Mein Mann: Warum? Sicherheitsgründe? Angestellter(Azubi): Nö. Wir werden alle weg rationalisiert. Bald stehen hier nur noch Automaten. Gucken Sie sich die große neue Halle an. Da passen noch mehr hin.
Und was haste früher deinen Kindern gesagt: Mach ne Banklehre. Da haste was fürs Leben...

18.02.2015 09:36 • #46


Schlaflose
Zitat von kyro:
Die eingezahlten Leistungen habe ich vermutlich schon wieder rausbekommen. Verstehst du nicht, wofür eine Versicherung da ist? Da greift das Solidaritätsprinzip. Wenn man maximnal nur bekäme, was man eingezahlt hat, kannste das ganze System abschaffen. Dann kannste das Geld besser selbst anlegen.


Wenn man die Leistungen der Krankenversicherung ausgeschöpft hat (78 Wochen) und man weiter nicht arbeitsfähig ist, bekommt doch weiterhin Leistungen aus der Allgemeinheit in Form Hartz IV bzw. in Form Erwerbsminderungsrente, wenn man die Voraussetzungen erfüllt. Wenn alle, die langsfristig arbeitsunfähig sind, auf unbegrenzte Zeit Leistungen aus der Krankenversicherung beziehen würden, wären die Kassen ganz schnell pleite. So hohe Beiträge können die arbeitenden Menschen ja nicht leisten, um das zu finanzieren. Das gilt auch für Rentenversicherung. Deswegen gibt es Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, wenn man Leistungen beziehen will. Ich finde das nur fair.

Ich hatte 20 Jahre lang ohne Unterbrechung in die Kranken- und Rentenversicherung einbezahlt, bevor ich jemals Leistungen in Form von Krankengeld bezogen habe. Wenn ich mich nicht nach 11 Monaten dazu aufgerafft hätte, wieder zu arbeiten und mich durchzubeißen, hätte wäre ich auch nach einiger Zeit auf Hartz IV gelandet. Es gibt immer noch Tage, wo ich mich nach schlaflosen Nächten zur Arbeit schleppe, wenn sich andere wahrscheinlich krank melden würden. Aber das kommt für mich nur dann in Frage, wenn ich tatsächlich zusammenbreche und nicht kann.

18.02.2015 09:39 • #47


H
Zitat von mattes:
Auch auf die Gefahr hin jetzt ins Fettnäpfchen zu treten, aber wie seht ihr das wirklich, wie hättet ihr das gesehen als ihr noch gesund wart? Ich meine diejenigen die alle Krankengeld auf Dauer beziehen wollen. Nach einer Krankheit folgt in der Regel eine Genesung, schwer Kranke haben andere Rechte und Möglichkeiten.
Hier im Forum gibt es unzählige User die trotz ihrer Angststörung arbeiten gehen. Das man bei einer Angsterkrankung mal länger krank ist, das ist ok, das immer mal wieder krank ist ebenso. Aber ich bin der Meinung das irgendwann auch mal wieder der Hintern hoch muß, sonst bleibt der auf ewig kleben und dann kommt die Grundsicherung.
Ich will mich nicht als Moralapostel hinstellen, auch nicht als Gutmensch. Ich habe die gleichen Ängste wie alle hier und fahre den lieben langen Monat raus auf die Baustellen in NRW, arbeite, komme abends wieder nach Hause und habe mein Geld verdient. Die Ängste sind auf der Arbeit weniger als zu Hause, man muß da durch denn erstmal ist es schlimm, das legt sich aber. Mache ich das nicht, habe ich als Selbstständiger kein Geld. 3 Wochen muß ich krank sein, erst ab der 4 gibt es Geld, läppische 900,00€.
Denkt ihr vielleicht auch mal an den Arbeitgeber, die Allgemeinheit. Die netten Leute sollen das alles bezahlen, machen sie auch, nur sollen sie es nach langen 18 Monaten schön weiter machen, es geht mir ja so schlecht. Das kann es doch nicht sein.

Du vergisst dabei. Viele haben selber was für die Wirtschaft getan, haben dem AG Geld und Gewinn erwirtschaftet, haben sich den Buckel krumm gemacht für den AG und das eigene Leben auf's Spiel gesetzt. Denn 24/7-Erreichbarkeit ist eine andere Art der Ausbeutung. Viele Erkrankungen kommen von der Arbeit wie psychischer Stress / Druck. Auch heute gilt (leider) immer noch. Man ist nur krank, wenn man was sieht. Was meinst Du, wie extrem stressig es ist, wenn man in einem Grossraumbüro z.B. arbeitet, wo 20, 30, 40 Leute auf einem Haufen sind. Man steht den ganzen Tag unter Stress, nicht nur arbeitsmäßig sondern eben auch vom Lärmpegel her. Abschalten ist dann nach ein paar Jahren abends nimmer, wenn man zuhause angekommen ist. Ich für mich habe mich extrem verändert in all den Jahren, psychisch gesehen bin ich extrem angreifbar geworden. Den Belastungen hält man irgendwann nicht mehr stand, man kippt einfach irgendwann um, da kann man in dem Augenblick nix mehr machen (Burn out heisst das ja heutzutage). Da wieder rauszukommen heisst erstmal, dass man komplett raus müsste um sein Leben von Grund auf neu zu regeln um solche Dinge nicht mehr an sich heranzulassen.
Und bei Kyro sehe ich z.B. genau dieses Problem. Er ist ja nicht aus Langeweile krank oder weil er seinem AG und der Gemeinheit schädigen will. Wie ich Kyro verstanden habe, ist ja das Gegenteil genau das Problem. Gerade weil man nicht auf der soz. Hängematte sich ausruhen will passiert dann genau das, was er hier beschreibt. Ich kann Kyro wunderbar nachempfinden, da ich aktuell ähnliches durchmache - ich aber vorher NEIN! sagen muss, bevor ich in einer Klinik lande. Irgendwann kommt halt der Zeitpunkt, wo der Körper anfängt zu streiken, nur den bestimmst Du dann irgendwann nicht mehr, sondern Dein Körper.
Wenn Du Kyros Postings verfolgt hast, dann wünscht er eine Veränderung, lieber heute als morgen - nur eben gehen bestimmte Sachen nicht adhoc.

18.02.2015 12:41 • #48


K
An euren Argumenten ist schon was dran, der Vergleich mit dem Ackerbau hinkt aber. Da ist klar, Das ich nach der letzten Ernte neu säen muss. Mit auf Speicher legen ist da auch nicht unbegrenzt, irgendwann verschimmelt die Ernte. Bei Sozialversicherung sollte aber aus der gesamten Beitragszahlungsdauer ein Gesamtanspruch entstehen, also sozusagen alles auf Speicher gelegte zählen. Deswegen ist das UND in dem Gesetzt unfair. Das dieLeistungsdauer begrenzt sein muss, sehe ich ein. Das habe ich auch nicht moniert. Ihr habt es aber scheinbar immer noch nicht erfasst, dass ich bereits seit zwei Jahren wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt bin und um beim Ackerbau zu bleiben schon löngst wieder gesäät habe. Wegen der gelegentlichen Arbeitsunfähigkeit (halt noch nie 6 Monate am Stück keine AU wegen der alten Diagnose) habe ich aber noch keinen neuen Anspruch erworben. Um wieder zum Ackerbau zu kommen, das würde den Mais herzlich wenig jucken, wenn ich den eine Wochen stehen lassen. Ich kann trozdem hinterher ernten.

18.02.2015 12:54 • #49


H
Mach Dir da keinen Kopp drum, Kyro. Wer ernshaft krank ist, dem kann man das Sozialsystem nicht vorrechnen. Man könnte maximal den Sozialschmarotzern das Ganze vorrechnen. Leute, die partout keine Lust zum Arbeiten haben. Ich sage mir immer. Ich bin willens zu arbeiten, habe dieses auch getan und daher habe ich das Recht, bestimmte Dinge in Anspruch zu nehmen! Daher würde ich mir an Deiner Stelle gar keinen Kopf drum machen, was rechtens ist und was nicht! So lange die Poltik solche Methoden wie Hartz IV, Leiharbeitertum und Ausbeutung aktiv unterstützt, so lange nehme ich mir das Recht heraus bestimmte Dinge in Anspruch zu nehmen, wenn ich dafür was getan habe / willens bin, etwas zu tun.

18.02.2015 12:59 • #50


K
Schlaflos zur Arbeit schleppen ist bei mir ganz gefährlich, Ich bin auf das Auto angewiesen, um dahin zu kommen. 55km ein Weg. Irgendwo im nirgendwo, ÖPNV würde ein Weg 2,5 Std. dauern
Nachdem ich einmal im Halbschlaf in den Gegenverkehr geraten bin habe ich mir gesagt, dass mache ich nicht mehr. Dann muss ich mich krank melden. Sonst ziehe ich noch Unschuldige ins Verderben.

Für einen gescheiten Arbeitgeber bin ich bereit, umzuziegen, um das Problem nicht zu haben. Beim jetzigen habe ich nie das Gefühl gehabt, das isses.

18.02.2015 13:00 • #51


K
By the way. Ich sitze gerade auf der Arbeit, onwohl ich seit gestern krankgeschrieben bin. Kam zusammen mit meiner AU vom Postboten rein.

Eigentlich will ich nur, dass der mir heute mein Arbeitszeugnis ausstellt. Hieß ja, gestern, wenn du morgen trotzdem kommst, dann machen wir das gleich morgens. Wie spät ist es jetzt? Ich habe noch keins. Außerdem habe ich ihm gestern gesagt, dass wenn ich komme, die AU aber gilt und er keinen Rechtsanspruch auf meine Arbeit heute hat. EWs kommt wie es kommen musste. Lugt dauern rein und fragt mich, wie ich vorankomme usw. Naja, mit dem Posten hier prima. Sonst schreibe ich nur ein Muster für einen Arbeitsvertrag so wie ich ihn mir vorstelle.

18.02.2015 13:10 • #52


Luna70
Also, gleich morgens ist ja nun wohl vorbei. Außerdem ist das ja schon frech, wenn er dich mit dem Versprechen dein Zeugnis zu bekommen trotz Krankschreibung in die Firma lockt. Damit hat er dich einmal mehr dazu gebracht, unter Umgehung der geltenden Gesetze nach seiner Pfeife zu tanzen. Und du beweist ihm damit ja eigentlich, dass du arbeiten kannst, obwohl du krank geschrieben bist. Das nächste Mal versucht er das wieder.

Ich glaube, du solltest da jetzt wirklich die Grenze ziehen und ihm sagen, dass du krank bist und nur gekommen bist um dein Zeugnis zu holen. Da er offenbar nicht vorhat, dir das zu geben wirst du nun leider das Unternehmen verlassen, weil du dich gar nicht da aufhalten darfst während du krank bist. Es besteht ja gar kein Versicherungsschutz, auch nicht wenn dir jetzt auf dem Heimweg was passieren würde.

Diese ganzen Spielchen die ihr da gegenseitig spielt, bringen doch keinen weiter.

18.02.2015 13:37 • #53


H
Kyro. Du weisst schon, dass Du Dich damit zum Hausdeppen quasi gemacht hast? Mal davon abgesehen, ich weiss nicht wie das rechlich ausschaut. Wenn Dir was passiert, Du dennoch da bist, dann darfst Du ggf. selber blechen. Geh fix heim. Das Andere kann man auch anders regeln.

18.02.2015 14:20 • x 1 #54


Schlaflose
Zitat von kyro:
Schlaflos zur Arbeit schleppen ist bei mir ganz gefährlich, Ich bin auf das Auto angewiesen, um dahin zu kommen. 55km ein Weg. Irgendwo im nirgendwo, ÖPNV würde ein Weg 2,5 Std. dauern


Ich bin 20 Jahre lang ganz oft nach mehreren Nächten mit nur 2-3 Stunden Schlaf mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Ich war trotzdem voller Adrenalin und wie aufgeputscht. Deswegen konnte ich ja nicht schlafen. Auch tagsüber nie, egal wie kotzübel es mir aufgrund des Schlafmangels ging, war ich nie müde im Sinne von schläfrig. Also Gefahr bestand da nie.
Seit ich meinen neuen Job habe, kann ich mit dem Zug zur Arbeit fahren, da macht es dann erst recht nichts aus. Zum Glück kommt es auch nicht mehr so oft vor, dass ich größeren Schlafmangel habe.

18.02.2015 15:30 • #55


K
Ja, so ein bisschen zum Deppen gemacht habe ich mich. Ich habe zwar effektiv nichts gearbeiet, aber der glaubt das jetzt. Ist immer wieder der Zwiespalt zwischen wenig Ärger haben und selbst nicht so kaputt zu gehen und Forderungen durchsetzen und Nein sagen.

Dumerweise hat der Arbeitnehmer eine Holpflicht für das Arbeitszeugnis, nicht der Arbeitgeber eine Bringschuld. Obwohl, egen der Verzögerung müsste ich solangsam auch mal darauf bestehen können, dass er es mir schickt.

Um Versicherungschtutz mache ich mir keinen Kopp. Irgendwie ist man doch immer versichert. Wenn ich mich nicht täusche, darf sich der Arbeitnehmer auch gesundmelden und arbeiten gehen, wenn es ihm gut geht.

18.02.2015 17:05 • #56


K
Mir wurde hier ja auch schon vorgeworfen, ich solle doch meinen Ar. hochkriegen und dem Chef entgegenkommen. Ist aber immer das Gleiche, zahlt sich nicht aus. Und reicht man ihm den kleinen Finger, nimmt er nicht nur die ganze Hand sondern reißt den ganzen Arm ab.

18.02.2015 17:11 • #57

Sponsor-Mitgliedschaft

Schlaflose
Zitat von kyro:
Wenn ich mich nicht täusche, darf sich der Arbeitnehmer auch gesundmelden und arbeiten gehen, wenn es ihm gut geht.


Ja schon, aber da muss man sich vom Arzt eine Gesundmeldung holen.

18.02.2015 17:23 • #58


H
Korrekt. Wenn Du eine AU hast und die eben noch 2 Wochen gilt (z.B.) bist Du eben für diese Zeit offiziell krankgeschrieben. Wenn Du in der Zeit arbeiten gehst, dann machst Du das aus eig. Verantwortung. Sollte da was passieren, kann eben sein, dass Du da nicht versichert bist und Du halt haftbar gemacht werden kannst (so meine Vermutung, die keine rechtliche Verbindlichkeit darstellt).

18.02.2015 18:44 • #59


K
Gut zuwissen.

Aber was soll schon passieren, vor allem in meinem Job. Vielleicht breche ich mir ja den Fingernagel an der Maus ab. Und wenn unterwegs was passiert, war ich natürlich nicht auf einem Weg von/zur Arbeit. No risk no fun.

18.02.2015 19:39 • #60


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