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Ibreaktogether
...was so anfängt wie ein Witz, könnte doch in der Realität mal getestet werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass für mich ein Zusammenleben mit einer "Normalfrau" so gut wie unmöglich wäre, weil sie nie akzeptieren würde, dass ich nur im Gleichgewicht sein kann, wenn ich mich von Menschen so weit wie möglich fernhalte. Und ich könnte es umgekehrt nie vollständig akzeptieren, wenn sie regelmäßig Besuch mit nach Hause bringen würde, oder selbst zahlreiche Kontakte pflegt.

Warum sollte es also nicht äußerst fruchtbar sein, wenn sich zwei Sozialphobiker zusammentun? Es müssen natürlich welche sein, die ihren Zustand nicht als Krankheit betrachten, sondern als Grundvoraussetzung für ein psychisch gesundes Leben.

Natürlich könnte man jetzt sagen, "Sozialphobie ist immer pathologisch", aber im Moment sehe ich das zumindest bei mir nicht so. Mir geht es immer und auch dauerhaft besser, wenn sich meine Kontakte zur Außenwelt auf ein Minimum beschränken. Denn es ist nicht erst seit gestern so, dass ich die Abende und Urlaube brauche, um mich von den Einwirkungen der Mitmenschen zu erholen. Ich werde ohnehin nie dazugehören. Also suche ich eine Frau, die das genauso sieht, und dennoch ein Leben in Zweisamkeit anstrebt.

23.05.2017 11:13 • 10.07.2020 x 2 #1


25 Antworten ↓



Treffen sich zwei Sozialphobiker

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Lilyrose123
viel glück dabei ^^
ich halte nichts davon ^^

23.05.2017 11:25 • #2


Ibreaktogether
Zitat von Lilyrose123:
viel glück dabei ^^
ich halte nichts davon ^^

Ok, bei mir ist es ja auch keine Sozialphobie. Sieht nur auf den ersten Blick so aus.

23.05.2017 11:29 • x 1 #3


Ibreaktogether
Oder mal anders gefragt: Wie viel Prozent der Sozialphobiker ist wohl Single und will es auch bleiben?

23.05.2017 12:50 • x 1 #4


nervling
Hallo, finde Deinen Ansatz sehr interessant; Schätze, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Du, was "Leben mit normal-Frau angeht". Kam mir immer vor wie "der Patient" und letztlich ging es dann ja auch schief, was allerdings auch noch andere Gründe hatte.
Prozentsatz-angaben würde ich nicht wagen, aber glaube, dass die Mehrzahl der Sozialphobiker sehr froh wäre jemanden zu haben, der mitfühlt und verstehen kann, aber das "Suchen und Finden" ist die Hürde, die unüberwindbar erscheint. Als Sozialphobiker bin ich auch sehr anspruchsvoll, und distanziere mich schon, sobald jemand nicht sofort meinen Vorstellungen entspricht... Manchmal denke ich, ich suche ein Spiegelbild von mir und gebe allem anderen keine Chance. - Am Ende bin ich wieder allein, einsam, zurückgezogen usw.

26.05.2017 10:32 • #5


Ibreaktogether
Zitat von nervling:
:seufzen Hallo, finde Deinen Ansatz sehr interessant; Schätze, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Du, was "Leben mit normal-Frau angeht". Kam mir immer vor wie "der Patient" und letztlich ging es dann ja auch schief, was allerdings auch noch andere Gründe hatte.

Mich nervt es auch, dass ich nach kürzester Zeit in der "Patientenrolle" lande, auch wenn ich gar nichts über meine Einschränkungen sage. Ich will niemanden in eine Patientenrolle drücken. Ich will einfach normal miteinander umgehen, aber vermutlich steht auf meiner Stirn "Opfer" drauf.

27.05.2017 14:38 • #6


Ich sehe das auch so. Am liebsten Jemand, der mit Menschen auch eher nix anfangen kann. Ob man das dann Sozialphobie nennt... wen interessiert's? Ich fühle mich halt in Gruppen meist fehl am Platz und schlimmsten Falls unwohl. Mein Heim ist meine einsame Burg.
Eine Beziehung, in der man jeden oder jeden zwoten Tag mit einander schreibt/chattet/telephoniert und sich am WE ein/zwo/drei Tage trifft, mit trotzdem getrennten Wohnungen und getrennten Leben, mit der Option auch mal sagen zu können "nein, mir ist nicht nach gemeinsam" wäre für mich am besten.

Wenn Frau dann das Gefühl hat, mich therapieren und wieder an die Menschheit ran führen zu müssen, hätte sie mich ganz schnell verscheucht.

27.05.2017 15:03 • #7


nervling
Mich nervt es auch, dass ich nach kürzester Zeit in der "Patientenrolle" lande, auch wenn ich gar nichts über meine Einschränkungen sage. Ich will niemanden in eine Patientenrolle drücken. Ich will einfach normal miteinander umgehen, aber vermutlich steht auf meiner Stirn "Opfer" drauf.[/quote]

Ja, normaler Umgang war natürlich auch mein Ziel, ist aber sehr anstrengend, wenn man vorbelastet ist, und das fällt wahrscheinlich auf, auch weil man ja immer etwas verschweigt.
Wir haben nichts auf der Stirn stehen aber sind schrecklich sensibel und sobald etwas so wirkt,aber die Angst,als "seltsam" oder "anders" erkannt zu werden verrät uns immer wieder. Und dann habe ich die Opferrolle auch bereitwillig angenommen, konnte gar nicht anders...

27.05.2017 15:10 • #8


Es müssen nicht beides Sozialphobiker sein. Ein Sozialphobiker und eine Schüchterne können sich auch verstehen.
Aber beides sollten Menschen sein die sich und ihre Situation nicht aufgegeben haben, sondern aktiv versuchen in passenden Nischensituationen miteinander umzugehen.

Wenn man später im Berufsleben steht braucht man auch am Wochenende Erholungsphasen und wird gar nicht ständig jemanden einladen.

27.05.2017 15:36 • #9


Hat den jemand Praxiserfahrung im Zusammenleben mit einem klinisch sozialphobischen Partner gemacht und kann davon berichten? Das würde mich wirklich interessieren.

Den Leuten, die ich als sozialphobisch vermute, komme ich persönlich erst recht nicht näher. Entweder das Aufeinandertreffen ist zu stockend. Oder die Gleichheit stößt uns beide ab. Ich wüßte nicht, was ich mit einem ähnlich gestörten Partner anfangen sollte. Ohne gegenseitige Ergänzung, allein wegen Sex und anderer Aktivitäten, bräuchte ich keinen Partner.

Reicht nicht ein Partner mit Einfühlungsvermögen? Ist es wirklich notwendig, dass er das "gleiche Problem" hat?

28.05.2017 21:40 • #10


nervling
Zitat von schokobroetchen:
Reicht nicht ein Partner mit Einfühlungsvermögen? Ist es wirklich notwendig, dass er das "gleiche Problem" hat?


Ich denke ein Partner mit (viel) Einfühlungsvermögen ist sicher leichter zu finden und es würde wahrscheinlich einfacher sein, eine Partnerschaft aufzubauen.
Bis sich eine Beziehung zwischen zwei Leuten bildet, die Angst haben vor Gesellschaft und Nähe, kann dauern und auch recht kompliziert werden...

29.05.2017 06:55 • x 1 #11


katermaus
haaaaaallo alle zusammen

ich hatte vor 5 jahren eine partnerin die auch soziale phobie wie ich selber auch hatte.die beziehung hat leider nur 1 jahr gehalten wobei ich trotzdem
immer noch eine partnerin bevorzugen würde die das auch hat.hatte davor 2 partnerinnen die keine soziale phobie hatten die mich aber hintergangen hatten.meiner partnerin mit sozialer phobie konnte ich dagegen blind vertrauen.gescheitert ist es da wegen etwas anderem.könnte mir durchaus wieder eine partnerin vorstellen die keine soziale phobie hat der ich aber vertrauen muss und die ein großes einfühlungsvermögen hat denn sonst wird das nichts.

glg von andy

31.05.2017 13:55 • x 1 #12


nervling
ist schon toll, wenn man überhaupt glauben kann, noch einmal zu einer Beziehung fähig zu sein...
Gruß

31.05.2017 14:22 • x 1 #13


Ibreaktogether
Wenn die Enttäuschung ganz frisch ist, dann tut es noch weh. Aber wenn man schon fünf Jahre wie in einer WG nebeneinander hergelebt hat, kann man sich auch sofort neu verlieben.

31.05.2017 19:53 • #14


Ibreaktogether

05.07.2019 23:18 • x 1 #15


Gute einstellung, ne beziehung mit einem "normalo" is erfahrungsgemäss schwierig, ich habs trotz meiner innerern widerstände mehrmals probiert, aber keine chance, wie du sagst, die denkprozesse sind jeweils zu verschieden, man lebt dann in unterschiedlichen "welten" und der kraftaufwand der dafür nötig is um so akzeptiert zu werden wie man is, is auf dauer anstrengend und viel zu hoch

Viel erfolg wünsch ich dir, vielleicht klappts ja hier, ansonsten könntest du noch in der tageszeitung deiner region inserieren?!

Lg sebastian

06.07.2019 11:28 • #16


Mylenix
Nicht so viel filtern, bist doch keine Kaffee Maschine.
Nimm einfach die, die dich so liebt wie du bist, auch wenn sie vll. etwas anders ist.

29.09.2019 22:48 • x 1 #17


Odd_Thomas
Zitat von Mylenix:
Nicht so viel filtern, bist doch keine Kaffee Maschine. Nimm einfach die, die dich so liebt wie du bist, auch wenn sie vll. etwas anders ist.



Haha, das sagt sich so leicht. Du hattest doch (ok, sensibles Thema), soweit ich weiß auch noch nie eine Freundin?
Ich kann die Leute hier schon verstehen. Es wird immer schwieriger, je länger du ohne bist.

Schade, dass dieser Thread im Sande verlaufen ist.. =)

30.09.2019 10:13 • #18


Mylenix
Doch, hatte schon ein paar, allerdings eher kurzweilige, und bei mir hat das eher Andere Gründe.
vor einiger Zeit hab ich auch noch sehr stark gefiltert, da war ich auch nicht besser, aber mittlerweile hab ich das ziemlich gelockert. Und ich will damit auch sagen, dass auch eher normalere Menschen ein Herz und viel Verständnis haben können.

30.09.2019 12:26 • #19


Odd_Thomas
Zitat von Mylenix:
Doch, hatte schon ein paar, allerdings eher kurzweilige, und bei mir hat das eher Andere Gründe.vor einiger Zeit hab ich auch noch sehr stark gefiltert, da war ich auch nicht besser, aber mittlerweile hab ich das ziemlich gelockert. Und ich will damit auch sagen, dass auch eher normalere Menschen ein Herz und viel Verständnis haben können.



Ah, ok =). Sollte auch kein Angriff sein oder so ne.
Außerdem hast du damit vollkommen recht.

30.09.2019 12:58 • #20



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