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Nebelmeer
Hallo Community,

Habe vor über einem Jahr meinen Ausbildungsplatz in einem Verlag verloren, weil ich zu schüchtern war (habe mich dort auch teilweise gar nicht wohl gefühlt). Musste dann ein Studium beginnen, weil ich keinen anderen Ausbildungsplatz gefunden habe.. trotz mehrerer Bewerbungsgespräche.
Habe es auch schon mehrmals mit Jobs versucht, aber entweder kam keine Antwort oder ich wurde nach dem Probearbeiten aussortiert und ich gehe stark davon aus, dass es eben an der Schüchternheit liegt..

Nun kam eben mein Vater ins Zimmer und meinte ich MÜSSE mir in den kommenden Semesterferien einen Job suchen. toll. Hat ja bisher auch so gut geklappt.

Hat jemand Tipps, wo man als Sozialphobiker Arbeit finden kann? Oder wie?
Habe während des Semesters eigentlich auch nur am Wochenende Zeit, da ich Vormittags i.d.R. Vorlesungen und Nachmittags Praktika habe.. Da fällt ja vieles auch schon weg..

Kann mich deswegen schon wieder gar nicht aufs Lernen konzentrieren.. Als ob ich es nicht versucht hätte..

25.07.2016 22:20 • 15.08.2016 #1


8 Antworten ↓


durkadenz
Galvanikunternehmen Teile aufhängen oder sonst was in der Industrie. Ist zwar ziemlich anspruchslos aber du wirst soweit in Ruhe gelassen

25.07.2016 22:41 • #2



Studentenjobs für Sozialphobiker?

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Mal ganz provokant gefragt: Wieso ist er der Überzeugung, du MÜSSEST dir einen Job suchen? Wenn man Vollzeit eingeschrieben ist, hat man einen Workload von 40h in der Woche, was ich nur bestätigen kann (Psychologiestudium) und da bleibt nicht mehr viel Zeit daneben zum Arbeiten.
Falls du aber doch willst, kannst du z.B. auf Portalen wie lass-andere-schreiben auch Arbeit finden im Lektorat, oder anderen bei Hausarbeiten online helfen. Und die Unis bieten ja auch noch studentische Hilfskraftstellen an, da wärst du in deinem bekannten Umfeld. Wären jetzt meine Ideen

26.07.2016 00:38 • #3


@sommerwiese

Entschuldige bitte, aber ich finde es nicht gut, solche Seiten als Vorschlag zu bringen. Lektor und auch Texter sind zwei nicht anspruchslose Berufe. Das geht nicht mal eben als Nebenjob von jedem. Solche Ausbeuterseiten bezahlen erstens zu wenig, zweitens wird dort von Dilettanten auch großer Blödsinn verzapft. Was dabei herauskommt, sieht man an jeder Ecke des WWW (und nicht nur dort - was heutzutage an wissenschaftlichen Arbeiten abgegeben wird, ist mehr als erschreckend). Drittens wird seriösen und kompetenten Lektoren und Textern damit die Auftragslage massiv erschwert.

@Nebelmeer

Da bleibt wohl wirklich nur die Industrie. Irgendwo in der Produktion werden eigentlich immer Hilfskräfte gesucht. Ein Beispiel wäre auch das Sortieren von Post bei DHL oder ähnlichen Unternehmen. Da kommt man nicht groß mit Anderen in Kontakt und wenn du Nachtschichten schiebst, wirst du auch sehr anständig bezahlt.

26.07.2016 01:15 • x 1 #4


@Mirimo hast du Erfahrung mit dem Portal gesammelt? Ich kann deine Einschätzung nämlich nicht teilen, denn erstens kann sich nicht jeder promovierte Lektoren leisten, zweitens gibt es einige engagierte und fähige Studenten, die zu einem weitaus geringeren Beitrag auch gute Dienste leisten und drittens weiß man ja auch, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Deswegen finde ich das Argument, dass man als fleißiger Student, der sich nebenbei mit etwas geistiger Arbeit etwas dazu verdient, den "armen" professionellen Textern etwas wegzuschnappen, auch dezent weit hergeholt.
Bei DHL wird man keine besseren Zustände vorfinden, sondern schlimmstens in irgendeinen Subunternehmer-Knebelvertrag eingeschleust. Und ob irgendwelche industriellen Berufe gut für einen sozialphobischen Menschen sind, sei mal so dahingestellt
Aber das nur so am Rande!

26.07.2016 22:59 • #5


Grashüpfer
Ich habe mir die Seite lass-andere-schreiben mal angesehen. Allein der Name des Portals spricht Bände: Hier werden nicht nur Recherchehilfen Korrekturlesen oder Layoutgestaltung oder der Einsatz von Literaturverwaltungsprogrammen angeboten, sondern es wird ganz offen von Ghostwriting gesprochen. Und zwar nicht nur für Referate, Aufgabenblätter oder Seminararbeiten, sondern offenbar auch ganz klar für Bachelor- und sogar Masterarbeiten! Sowohl rechtlich als auch moralisch höchst problematisch!
Jede universitäre Abschlussarbeit muss eine eidesstattliche Erklärung des Verfassers enthalten, dass er / sie die Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe erstellt hat. Sollte das Schreibangebot tatsächlich auch für BA- und MA - Arbeiten gelten (im Detail konnte ich das als Nicht-registrierter nicht sehen, sah aber so aus) wäre das Betrug und rechtlich und moralisch nicht hinnehmbar.
Professoren und Dozenten beklagen im Bereich eigenständiges Arbeiten, Recherchieren und gerade dem Verfassen von Texten Schwierigkeiten seitens der Studenten. Bitte nicht falsch verstehen, das soll keine Pauschalisierung sein. Aber neben der moralisch-rechtlichen Problematik denke ich, dass man sich im Studium keinen Gefallen tut, dem aus dem Weg zu gehen. Irgendwann steht die Abschlussarbeit vor der Tür, und spätestens dann ist das Drama perfekt.
Im übrigen kann ich @Mirimo nur zustimmen: Lektor, Texter u.a. Sind anspruchsvolle Berufe, und der Weg dorthin ist oft steinig und mühsam und die Arbeit leider oft unzureichend bezahlt. Man sollte es diesen Leuten nicht noch schwerer machen, und außerdem auch im eigenen Interesse genau hinsehen, wen und was man gerade im Netz unterstützt.

@Nebelmeer
Ich glaube auch, dass ein Job in der Industrie ganz gut für dich wäre. Ich hab mal Schichtdienst in einem Pharmaunternehmen gemacht, dort hatte ich fast komplett meine Ruhe. Zeitweise musste ich mit Gehörschutz arbeiten. Da die Maschinen das Tempo vorgeben, wirst du auch nicht ständig "angetrieben". Klar ist das nicht sehr spannend, aber wenn du mit der Uni eh schon gut eingespannt bist, solltest du dir lieber etwas suchen, was keinen noch zusätzlichen Stress bringt.
Macht dir das Studium denn Spaß? Aus deinem Bericht meine ich herauszuhören, dass es eher ein wenig Notlösung war. Vielleicht (hoffentlich ) liege ich aber auch falsch.

27.07.2016 00:19 • #6


@sommerwiese

Wir haben bei uns um die Ecke einen DHL-Hub. Dort wird man direkt eingestellt, auch als Hilfskraft. Von Subunternehmen ist dort keine Rede und man wurde schon vor einigen Jahren weit über dem jetzigen Mindestlohn bezahlt.
Und wir sprechen hier doch nicht von Berufen, sondern von einem Job, bzw. Hilfstätigkeit in den Semesterferien oder liege ich jetzt falsch? So ganz ohne soziale Kontakte wird man in keinem Job auskommen, aber "besser" als Pizza ausfahren oder Babysitten ist die Industrie für einen Sozialphobiker wohl allemal.

Ein Lektor hat nicht zwangsläufig promoviert, noch hat er horrende Preise.
Zufälligerweise kenne ich meine Preise und die einiger Kollegen ziemlich genau und weiß, dass man Qualität auch zu fairen Preisen bekommt. Man muss sich ja nicht gleich an die erste, große Agentur wenden, die einem unterkommt. Oder eben dem erstbesten Google-Suchergebnis seine Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Diensleistungen gibt es nun mal nicht für lau, ich weiß gar nicht, warum sich das so viele Menschen einbilden. Aber wenn ich sehe, was heutzutage teilweise an Abschlussarbeiten eingereicht wird, wundert mich das auf der anderen Seite nicht.
Konkurrenz ist immer gut, aber bei solchen Unternehmen hört der Spaß einfach auf.
Ich kenne einen ähnlichen Dienstleister, für den ich mal geschrieben habe. Erfahrungsberichte rund um die Seriösität und Fairness solcher Anbieter findet man ohne großartige Anstrengung.

Aber gut, wer Geld sparen möchte, der kann sich ja gerne auch von "fähigen" und "engagierten" Studenten operieren lassen.

Ich entschuldige mich beim Threadersteller für die eventuell deplatzierte Diskussion.

27.07.2016 00:56 • #7


Und ich weiß jetzt nicht, was dieses
Zitat:
"arme", professionelle Texter
soll. Hat sich der Möchtegern-Schreiberling, der zufälligerweise im Deutschunterricht etwas häufiger anwesend war als seine Klassenkameraden, aber ansonsten offensichtlich noch nie etwas an Eigenleistung erbringen musste, schon einmal mit dem Thema Selbstständigkeit auseinandergesetzt? Und wer davon tatsächlich gut leben kann? Mit Weiterbildungen, Autodidaktik, Steuern, Zeit- und Geldinvestition, Leidenschaft und Überstunden? Das alles mit dem Ziel, wertige Arbeit abzuliefern.
Das hat der "fleißige Student" während seines Interessenstudiums bisher wohl leider versäumt.

27.07.2016 03:59 • #8


Nebelmeer
Hallo Community,
ein Job in der Industrie klingt wirklich ansprechend, da ich neben dem Studium nicht noch etwas möchte, dass weiteren Stress auf mich einübt, das ist schon richtig. =) Allerdings muss ich dazu erstmal ein Unternehmen finden, das solche Leute anstellt. Oder soll ich einfach mal in einer Firma anrufen (in meinem Landkreis gibt es Beispielsweise Ferrero, allerdings finde ich dort keine Stellen für Studenten o.Ä.)?
Als Lektor zu arbeiten wäre mich so oder so nichts. Ich wünschte mir auch so schon jemanden, der Bewerbungen für mich schreibt, da meine nie wirklich gut ankommen :s .

Ich denke ich wurde hier auch etwas falsch verstanden - ich habe absolut kein Problem damit, mit Menschen zu arbeiten, eigentlich wäre es mir sogar lieber, da ich mich auch so schon einsam genug fühle. Ich bin bloß zu schüchtern und das macht mir dann leider immer einen Strich durch die Rechnung.
An sich möchte ich ja auch einen Job, dann könnte ich mir eher auch eine Wohnung in der Nähe meiner Uni suchen (jeden Tag 4 stunden unterwegs zu sein ist nicht grade das non plus ultra). Und ob das Studium mein Traum ist, weiß ich bisher noch nicht so sicher - es ist interessant, das kann ich nicht abstreiten, aber ich denke dass ich nach dem Bachelor einfach versuche als Laborantin arbeit zu finden. Irgendwann möchte ich ja auch was das betrifft in die Pötte kommen..

15.08.2016 12:24 • #9




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