Zitat von Dela: Die Ursache meiner Panikattacke war tatsächlich ein Taubheitsgefühl in meinem rechten Arm, der dann überging in meinen linken. Nach dem Besuch im KH war ich dann anschließend bei der Physiotherapie und wurde massiert. Hat natürlich gut getan, aber die Angst (& die Co-Symptome) die während der PA hochkamen, sind seitdem nie ganz weggegangen.
Danke für die Rückmeldung. Es bleibt also definitiv festzuhalten, dass der Schwindel eine (noch andauernde)
Begleiterscheinung der Panikattacke ist. Somit scheidet das kausale Gegenteil schon mal aus. Ich erachte diese Erkenntnis als nicht unerheblich, denn sie relativiert die "thematische Dominanz" des Schwindels im Gefüge der Angstspirale.
Zudem behaupte ich, dass eine PA niemals ohne Angst als mittelbaren "Provokateur" stattfindet. Dieser Provokateur "liegt" quasi "an", ebenso wie Spannung an einem Stromkreis. Erst der finale "Auslöser" setzt die Panikattacke in Gang, ebenso wie der Schalter den Stromkreis schließt.
Zum Manifestieren einer PA bedarf es also (a) einer vorhandenen Angst und (b) eines die PA auslösenden Geschehens.
Hierzu: Die Angst (a) kann
bewusst oder
unbewusst vorherrschen. Zudem kann das
Objekt der Angst bekannt oder unbekannt sein. Und darüber hinaus kann die Angst temporär oder dauerhaft existieren.
Das auslösende Geschehen (b) kann in allen möglichen Vorkommnissen und Ausprägungen daherkommen.
Von daher ist der Auslöser (b) weitaus weniger relevant - weil undefinierbarer - als die "anliegende Angst-Spannung" (a). Nun zu Deiner konkreten PA:
Zitat von Dela: Die Ursache meiner Panikattacke war tatsächlich ein Taubheitsgefühl in meinem rechten Arm, der dann überging in meinen linken. Nach dem Besuch im KH war ich dann anschließend bei der Physiotherapie und wurde massiert. Hat natürlich gut getan, aber die Angst (& die Co-Symptome) die während der PA hochkamen, sind seitdem nie ganz weggegangen.
Das oben Gesagte angewandt, war das Taubheitsgefühl nicht die Ursache (a) sondern lediglich der Auslöser (b).
Wäre sie eine objektive - und damit allgemeingültige - Ursache, würde jeder Mensch der Taubheitsgefühle erfährt, eine PA erleiden. Das ist natürlich nicht der Fall.
Wie Du jedoch treffend sagtest, kam (u. a.)
"Angst während der PA hoch". Die anliegende Spannung konnte also
mittels der PA zu fließendem Strom werden: Die (vorher lavierte) Angst
zeigte sich (vielleicht erstmals!).
Und wie bei einem Stromschlag, den wir (zum ersten Mal?) in unserem Leben erleiden, wird dies nicht mehr so schnell vergessen, da es - im wahrsten Wortsinn - Spuren hinterließ. Psychosomatik kann man deshalb auch als "Antwort" des Körpers auf den Geist verstehen.
Der Schwindel kann also als ein (nachhallender) "Erlebnisschock" begriffen werden. Es ist durchaus mit einem Klingeln in den Ohren nach einem lauten Knall vergleichbar und sollte auch lediglich als ein solches interpretiert werden.
Um die Ursache (a) anzugehen, sollte man sich der Angst bzw. den Ängsten zuwenden. Der Schwindel sollte hingegen m. E. rein physisch angegangen werden. Angesichts der Tatsache, dass seinerzeit Taubheitsgefühle in den Armen auftreten, wäre m. E. die Konsultation eines guten (!) Chiropraktikers hinsichtlich eventueller Wirbelfehlstellung im HWS-Bereich unbedingt anzuraten. Mas sagen bringen hier funktionell leider wenig - sie können u. U. sogar eine Verschlechterung bewirken.
Was die Nebenniere angeht, ist sie für viele Hormone zuständig. Eine Schwäche der Nebennierenfunktion aufgrund akuter oder chronischer (sowie bewusster oder unbewusster) Ängste kann ebenso zu einer "Öffnung des Visiers", also einer labilen Hormonsituation und in der Folge zu einer PA bei entsprechendem Auslöser führen.