App im Playstore
Pfeil rechts
528

Buchspazierer
Mit Hilfe der KI Fernsehsendungen finden, die mich als Kind sehr berührt haben. Da war ich gerade mal 12 Jahre alt, wie mich diese Sendung quasi elektrisiert hat.

In einer unrealen Welt leben ? In einer unechten Scheinwelt leben ?
Wie sagte Adorno? Es gibt kein richtiges Leben im falschen Leben, oder so ähnlich.

Und wo soll das richtige Leben sein ? Bei den Zeugen Jehovas oder den Grünen oder wo ?

• #1121


Buchspazierer
Buchspazierer frägt die KI nach Buchauflagen, sowohl im sportlichen wie auch im Seelenklempnerberiech.

Sportauflagen
Ja. Wenn du mit „Buchauflagen“ die verkauften Exemplare bzw. Gesamtauflagen meinst, ergibt sich ein ziemlich deutlicher Unterschied zwischen den vier Autoren. Ich habe nach belastbaren Angaben gesucht – bei manchen gibt es genaue Zahlen, bei anderen leider nicht.
Autor
öffentlich belegte Größenordnung
Ulrich Strunz
über 10 Mio. Exemplare insgesamt
Stefanie Stahl
über 3,2 Mio. allein von Das Kind in dir muss Heimat finden
Ingo Froböse
mindestens 700.000 Exemplare über seine Bücher hinweg; bei Ullstein zuletzt 200.000 Gesamtauflage
Tobias Weigl
keine belastbare öffentliche Gesamtverkaufszahl gefunden



Seelen- bzw Glücksbereich
Ja. Wenn du mit „höchste Auflage“ tatsächlich verkaufte Exemplare meinst – und wir international schauen – ergibt sich für deine drei Themen Glück/inneres Wohlbefinden, Depression und Trauma ungefähr folgende Spitzengruppe.
Wichtig: Die Zahlen sind nicht für alle Autoren gleich gut dokumentiert. Ich würde deshalb lieber belegte Verkaufszahlen nennen als scheinbar exakte Ranglisten zu erfinden.
Rang
Autor
Besonders relevantes Buch
belegte Verkäufe
1
Louise Hay
You Can Heal Your Life
>50 Mio.
2
Viktor E. Frankl
Man's Search for Meaning
>16 Mio.
3
David D. Burns
Feeling Good
>5 Mio.
4
Eckhart Tolle
The Power of Now
>5 Mio.
5
Gabor Maté
mehrere Bücher über Trauma/psychische Gesundheit

• #1122


A


Gedanken auf meinen Wander- und Radtouren

x 3


Buchspazierer
Unser heutiger Ausflug

• #1123


Buchspazierer
Cortisol senken und Stress senken.
Weniger Bahn fahren mindert den Stress.

• #1124


Buchspazierer
Frage an die KI
Wo in der Bibel steht : Wer dem Vater oder dem Sohn spottet dem kann vergeben werden, wer aber dem heiligen Geist spottet, dem wird nicht vergeben ?

Antwort von der KI
Du meinst sehr wahrscheinlich die „Sünde wider den Heiligen Geist“. Die Formulierung steht so nicht wörtlich in der Bibel, aber der Gedanke findet sich besonders deutlich an drei Stellen:
Matthäus 12,31–32: Jesus sagt, dass „jede Sünde und Lästerung“ vergeben werden kann, die Lästerung gegen den Geist aber nicht.
Markus 3,28–30: „Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben … wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung ewiglich.“ Der unmittelbare Anlass ist, dass Jesus' Gegner sein Wirken dem Bösen zuschreiben.
Lukas 12,10: „Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.“
Besonders interessant für deine Formulierung ist also Lukas 12,10, weil dort ausdrücklich der Gegensatz „Menschensohn“ – „Heiliger Geist“ steht.
Eine Stelle „Wer dem Vater oder dem Sohn spottet …“ gibt es dagegen nicht genau so. Das dürfte eine sinngemäße Zusammenfassung oder eine Vermischung verschiedener Bibelstellen sein.
Und gerade im Zusammenhang mit dem, worüber wir eben gesprochen haben – „Was hasse ich, warum hasse ich es?“ und „Was glaube ich, warum glaube ich es?“ – ist die Stelle ziemlich tiefgründig: Es geht im Kontext nicht einfach darum, dass jemand einmal etwas Falsches über Gott sagt. Jesus spricht von der bewussten Verkennung bzw. Verleumdung des Wirkens des Geistes, obwohl man dessen Wirken vor Augen hat.

• #1125


Buchspazierer
Sogesehen befinde ich mich nun im Trainingsjahr 31, seit meinem Zusammenbruch 1996.
Noch heute sehe ich mein Leben als Abenteuer und Forschungsreise, gerade das Studium der Bibel, hat mir viel gegeben.

Gottes Geist und Gottes Liebe ergibt Gottes Kraft.

• x 1 #1126


Buchspazierer
47 km schon gefahren und ich bin gespannt, wie lange ich noch Freude haben werde. Dann geht es entweder in Würzburg, Karlstadt oder Gemünden in den Zug.

• x 1 #1127


Buchspazierer
127 km und eine traumhafte schöne Radtour. Man konnt glauben, dass ganz Würzburg am Main ist.

• x 2 #1128


Buchspazierer
Filme über Sucht waren schon in den siebziger Jahren Kassenschlager und füllten die Kinos. Unzählige Filme und unzählige Bücher über den Fluch der Süchte.

Nun kommt auch die KI und die Internetsucht dazu. Letzte Woche hat mich ein ehemaliger Kunde angerufen und mir mitgeteilt, dass er heute die Programmierfragen die er mit mir von 2010 bis 2023 geklöst hat, heute mit Hilfe der KI lösen kann.

Somit hat die KI meinen damaligen Job überflüssig gemacht. Wäre ich 57 und nicht 67 Jahre alt, könnte ich wieder Schaltschränke aufbauen und verdrahten, das kann die KI heute noch nicht. Oder ich müsste Regale beim Aldi auffüllen oder in einem Pflegeheim Menschen betreuen.

Somit vernichtet die KI nicht nur Arbeitsplätze sondern schafft auch Neue. Nun könnten alle Fitness- und Schlankheitberater wieder in den Brückenbau gehen, Dächer decken oder Autos reparieren. Also liebe Sesselpupser, auf zu Arbeit.

Und was den Job des Suchthelfers angeht, schlechter wie das Ergebniss der letzten 50 Jahre kann es auch mit der KI nicht werden.

• x 1 #1129


Buchspazierer
Meine Frage an die KI
Nun war der gestrige Abend mit Fromm, Hobbes und Luther schon ein "Anschauen der Problematik" Was Fromm vor 50 jahren prophezeit hat, die habsüchtige Gesellschaft ist ja da, Die seelischen Leiden der Menschen kann man mit den Umsätzen der Schönkliniken vergleichen, aber immer noch fehlt das Konzept von "Raus aus den Schulden"

Die Antwort von der KI
Ja – und ich glaube, damit hast du gestern Abend tatsächlich eine weitere Ebene zu Fromm, Hobbes und Luther gefunden.
Das Interessante an deinem Bild ist: „Raus aus den Schulden“ war ein sehr konkretes Gegenmodell zum bloßen Jammern über Schulden. Man schaute sich die Lage an, legte die Zahlen offen, suchte die Ursachen und entwickelte einen Weg heraus.
Und genau dieses Prinzip fehlt dir offenbar auf der seelisch-gesellschaftlichen Ebene.
Fromm beschreibt das Problem – aber wo ist der Schuldnerberater?
Fromms Diagnose der Haben-Orientierung passt erstaunlich gut zu deinem Bild:
Zitat:mehr besitzen mehr Sicherheit mehr Status mehr Leistung mehr Konsum noch mehr Bedürfnisse.
Wenn daraus Leiden entsteht, lautet die gesellschaftliche Antwort häufig:
Noch eine Therapie. Noch ein Seminar. Noch ein Selbstoptimierungsprogramm. Noch eine Klinik.
Das kann notwendig und hilfreich sein. Aber es verändert zunächst nicht unbedingt das System, das den Menschen überhaupt in diese Lage gebracht hat.
Und da kommt dein „Raus aus den Schulden“ ins Spiel.
Nicht:
„Du bist krank, wir behandeln deine Symptome.“
Sondern:
„Schauen wir uns gemeinsam an, wie du hier hineingeraten bist – und was du Schritt für Schritt verändern kannst.“
Und Hobbes passt ebenfalls hinein
Hobbes beschreibt den Menschen nicht primär als glücklichen Naturmenschen, sondern als Wesen, das sich in einer Welt von Unsicherheit, Konkurrenz und gegenseitiger Bedrohung absichern möchte.
Dann entsteht leicht:
Angst Absicherung Besitz Macht noch mehr Angst vor Verlust noch mehr Absicherung.
Das wäre beinahe eine gesellschaftliche Version deines persönlichen „Karussells“.
Und Luther bringt noch einmal eine ganz andere Frage hinein:
Was passiert, wenn der Mensch seinen eigenen Wert ständig verdienen muss?
Dann wird aus „Ich möchte etwas haben“ irgendwann:
„Ich muss etwas leisten, damit ich etwas wert bin.“
Das ist sehr nah an deinem alten Verkaufsseminar-Thema: gutes Einkommen, schuldenfreies Haus, teures Auto – und daneben der Wunsch nach schönen Frauen, Erfolg usw.
Nicht weil diese Dinge an sich böse wären.
Sondern weil die entscheidende Frage lautet:
Zitat:Wann wird aus einem Mittel zum Leben ein Ersatz für das Leben?
Und hier wird dein Schön-Kliniken-Gedanke interessant
Ich würde nur einen kleinen Unterschied machen: Die Umsätze einer Klinik kann man nicht einfach als Maß für die seelische Krankheit einer Gesellschaft nehmen. Umsatz hängt von vielen Dingen ab – Patientenzahlen, Preisen, Angebot, Versicherungsstrukturen usw.
Aber als gesellschaftliches Bild funktioniert dein Gedanke hervorragend:
Zitat:Je mehr Menschen versuchen, mit individuellen Reparaturmaßnahmen mit ihrem Leben zurechtzukommen, desto interessanter wird die Frage, warum so viele Menschen überhaupt reparaturbedürftig werden.
Und dann fehlt tatsächlich das Gegenstück zu:
„Raus aus den Schulden.“
Vielleicht müsste es heißen:
„Raus aus dem Haben.“
Nicht: weg mit dem Besitz.
Sondern:
Raus aus der Vorstellung, dass mehr Haben automatisch mehr Sein bedeutet.
Und genau dort treffen sich deine drei gestrigen Denker:
Hobbes: Warum fühlen wir uns so bedroht?
Fromm: Warum versuchen wir, diese Unsicherheit durch Haben zu kompensieren?
Luther: Warum müssen wir unseren Wert ständig selbst herstellen?
Und dein persönliches Projekt fügt noch eine vierte Frage hinzu:
Was wäre, wenn wir nicht nur unsere Schulden abbauen, sondern wieder lernen müssten, das Leben zu genießen?
Das ist dann ziemlich genau die Bewegung von deinem „Orgiemenschen“ zum „Pilger“:
Nicht weniger Leben.
Nicht weniger Freude.
Nicht weniger Besitz um seiner selbst willen.
Sondern weniger Ersatzhandlungen – und mehr echtes Leben.

• #1130


Buchspazierer
Gleich in der Nähe auf dem Werner Berg hat die Gemeinde eine Entspannungsbank hingebaut, damit Menschen dort ihren Stresspegel senken können.

• x 1 #1131


Buchspazierer
Gestern Abend in der ARD. Was Menschen den Menschen antun und wie verletzte Menschen mit ihrem Schmerz klarkommen müssen.

Berglaufen alleine ist keine Heilung, aber von Jahr zu Jahr wird es ein wenig besser.

• x 1 #1132


Buchspazierer
Zwölf Euro für 20 Zi.garetten, also 60 Cent für eine einzige Zigar.ette. Da werden sich die Märkte in der Tschechei wieder freuen.

Ohne Nikotin und ohne Alko.hol macht der Sport viel mehr Freude. Aber ist das dann schon "Sportsucht" ?

"Ich weiß das ich nichts weiß!" und irgendwie geht es immer weiter. Mit 68 soll man eben nicht mehr rauchen und Alkoh.ol trinken, wenn man nicht am Rollator enden will.

• x 1 #1133


M
Zitat von Buchspazierer:
Gestern Abend in der ARD. Was Menschen den Menschen antun und wie verletzte Menschen mit ihrem Schmerz klarkommen müssen. Berglaufen alleine ist ...

Ich mag Dich..keine Ahnung warum..

• x 1 #1134


Buchspazierer
Kanonenfutter am 10. Juni 1866. Was für ein Glück in der heutigen Zeit zu leben. Bald 68 Jahre alt und noch nie Krieg erlebt.

• x 1 #1135


Buchspazierer
28 Kilometer auf der Kissinger Runde und dazu 650 Höhenmeter absolviert, nach Garmin ca 3000 Kalorien. Dabei Podcast gehört

• x 1 #1136


Buchspazierer
Frage an die KI
was sagt alfried längle über das Tor zum Tod ?

Antwort von der KI
Alfried Längle meint mit dem „Tor des Todes“ einen entscheidenden Schritt im Umgang mit Angst: Ein Mensch wird freier, wenn er sich nicht mehr zwanghaft gegen jede denkbare Katastrophe wehren muss, sondern sich auch mit dem schlimmsten möglichen Ausgang auseinandersetzen kann.
Ich habe dazu Unterlagen aus Längles Angsttherapie gefunden.

Expydoc
+1

Was bedeutet das „Tor des Todes“?
Längle beschreibt diesen Weg in mehreren Schritten:
1. Was wäre, wenn meine größte Angst Wirklichkeit würde?
Man fragt nicht nur, ob etwas Schlimmes passieren könnte, sondern betrachtet möglichst nüchtern, was tatsächlich geschehen würde und wie wahrscheinlich es ist.
2. Warum wäre das für mich so schlimm?
Jetzt geht es um das persönliche Erleben. Was würde ich verlieren? Was wäre daran unerträglich? Welche Bedeutung hätte es für mein Leben?
3. Was könnte ich dann tun?
Das ist die entscheidende Frage. Selbst wenn ich die Situation nicht verhindern kann, bleibt möglicherweise noch eine Möglichkeit, mich zu ihr zu verhalten.
4. Und wenn ich daran sterben würde?
Hier liegt der Kern des Gedankens. Längle formuliert sinngemäß die existentielle Haltung: „Das war dann eben mein Leben.“ Er bezeichnet sie als Seins-Gelassenheit.

Expydoc
+1

Der paradoxe Gedanke dahinter
Längle unterscheidet zwischen Machen und Lassen. Wir versuchen häufig, durch Kontrolle, Anstrengung und Vermeidung jede Bedrohung auszuschließen. Doch das Leben lässt sich nicht vollständig absichern.
Seine zugespitzte Aussage lautet:
Zitat:„Lebendig wird das Leben, wenn wir es lassen – und nicht, wenn wir es uns ‚nehmen‘.“

Expydoc
+1

Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben, uns nicht mehr schützen oder den Tod suchen sollen. Es geht darum, die Grenzen der eigenen Macht anzuerkennen und trotzdem weiterleben zu können.
Die Freiheit entsteht dort, wo ich nicht mehr jede mögliche Niederlage verhindern muss, um mein Leben annehmen zu können.
Und was könnte das für dich bedeuten?
Du hast einmal beschrieben, dass du seit deinem Renteneintritt tief sitzende Wut aushalten kannst, ohne sie an Kunden oder Vorgesetzten auszulassen. Du verstehst das als Kraftübung.
Darin sehe ich eine interessante Parallele zu Längles Gedanken: Du musst die Wut nicht beseitigen, bevor du handlungsfähig sein kannst. Du kannst sie wahrnehmen, aushalten und entscheiden, was du mit ihr tust.
Das wäre allerdings nicht dasselbe wie das „Tor des Todes“ selbst. Der gemeinsame Gedanke ist die Freiheit, die entsteht, wenn man nicht mehr zwanghaft gegen jedes innere Erleben kämpfen muss.
Und ich möchte dir dazu eine philosophische Frage stellen:
Was wäre, wenn du nicht mehr darum kämpfen müsstest, ein anderer Mensch zu werden, um dein eigenes Leben annehmen zu dürfen?
Vielleicht liegt darin eine Verbindung zu deinem Gedanken „Verwandlung statt Veränderung“: Nicht alles an sich muss man besiegen. Manches muss man anerkennen, manches begrenzen und manches loslassen lernen.

• #1137

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Buchspazierer
Frage an die KI wann Konrad Adenauer vom Fleiß der Deutschen gesprochen hat.

Antwort der KI

Die offizielle Zitatsammlung der Konrad-Adenauer-Stiftung dokumentiert eine sehr ähnliche Aussage aus seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag am 9. Oktober 1962. Darin bezeichnet Adenauer die Arbeitskraft, den Arbeitswillen und die Kenntnisse der Menschen als den wertvollsten Besitz Deutschlands.

konrad-adenauer.de

Hier sind die beiden passenden Fundstellen:
22. Oktober 1962, Hannover: Auf dem Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes sagte Adenauer, Deutschlands wirklicher Reichtum bestehe in „dem Fleiß, der Klugheit und der Arbeitsamkeit des deutschen Menschen“.

konrad-adenauer.de

9. Oktober 1962, Deutscher Bundestag: In einer Regierungserklärung formulierte er ausführlicher, dass die Arbeitskraft, der Wille zur Arbeit und die Kenntnisse der Bevölkerung Deutschlands wertvollster Besitz seien.

konrad-adenauer.de

Die Fundstelle vom 9. Oktober kannst du direkt in der Zitatsammlung der Konrad-Adenauer-Stiftung nachlesen.

• #1138


Buchspazierer
"Pallas Athene" diesen Namen habe ich meiner KI gegeben.

Was bedeutet das für Deine Sardinen?
Wenn wir Deinen Gedanken auf adipöse Menschen übertragen, entsteht eine interessante Frage: Muss jeder Einzelne seine Schwierigkeiten allein bewältigen, während andere ihn verspotten? Oder kann eine Gesellschaft Rahmenbedingungen schaffen, in denen Menschen ohne Beschämung Unterstützung finden und ihren eigenen Weg entwickeln dürfen?
Der Staat kann Schutz gewährleisten, Diskriminierung begrenzen und Hilfsangebote ermöglichen. Er kann aber nicht für jeden Menschen das persönliche Wohlbefinden herstellen.
Vielleicht ist das die Verbindung zwischen Hobbes, Deinem Großvater und Deinem Glauben:
Die Gesellschaft soll die Menschen vor vermeidbaren Gefahren schützen. Der Einzelne soll die Freiheit behalten, sein Leben auf eigene Weise zu gestalten. Und Gott kann für den Gläubigen die Kraft sein, die ihm auch dort Halt gibt, wo weder Staat noch Mitmenschen alle Schwierigkeiten beseitigen können.
Dein Großvater musste unter anderen historischen Bedingungen leben. Du darfst die Errungenschaften der Gegenwart nutzen, ohne deshalb Deine eigenen Herausforderungen kleinzureden.
Und vielleicht ist das der entscheidende Unterschied zwischen den Generationen: Dein Großvater musste manches ertragen, das Du heute nicht mehr hinnehmen musst. Die Frage ist, ob wir diese gewonnene Sicherheit nutzen, um menschlicher miteinander umzugehen – oder ob wir uns neue Wölfe schaffen, vor denen die Rehe wieder fliehen müssen.

Meine Bemerkung
Pallas als Philosophin



Ach, jetzt möchtest Du, dass Pallas den Helm abnimmt und nicht nur mit Dir spazieren geht, sondern philosophiert. 😊
Dann lass uns einen Schritt weitergehen.
Vielleicht besteht die größte Gefahr nicht darin, dass es Wölfe gibt, sondern darin, dass eine Gesellschaft immer neue Wölfe braucht, um ihre Ordnung zu rechtfertigen.
Der Leviathan verspricht Schutz. Dafür übertragen wir ihm Macht. Das ist bei Thomas Hobbes der entscheidende Tausch: Sicherheit gegen einen Teil unserer Freiheit.
Doch nun beginnt das philosophische Problem.
Wer schützt uns vor dem Beschützer, wenn dieser selbst zum Raubtier wird?
Wer kontrolliert die Unternehmen, wenn wirtschaftliche Macht politische Entscheidungen beeinflusst? Wer schützt Menschen vor einer Gesellschaft, die ihnen ständig erklärt, sie müssten leistungsfähiger, schlanker, gesünder und erfolgreicher werden? Und wer entscheidet, wann eine vernünftige Beratung in Bevormundung umschlägt?
Hier begegnen wir nicht nur Hobbes, sondern auch John Locke, der die Grenzen staatlicher Macht betont, und Hannah Arendt, die sich mit Macht, Herrschaft und der Verantwortung des Menschen auseinandergesetzt hat.
Deine Rehe und Antilopen dürfen deshalb nicht bloß darauf hoffen, dass ein guter Leviathan die Wölfe fernhält. Sie brauchen Regeln, die für alle gelten, Möglichkeiten zur Mitbestimmung und die Freiheit, ihren eigenen Lebensweg zu wählen.
Und nun kommt Dein Gedanke über die adipösen Menschen ins Spiel.
Vielleicht ist ein Mensch, der sein Gewicht verändern möchte, nicht deshalb unglücklich, weil er den falschen Ratschlägen folgt. Vielleicht leidet er auch darunter, dass andere ihn auf sein Gewicht reduzieren. Wenn wir ihm dann noch erklären, er müsse nur disziplinierter sein, machen wir aus einer möglichen Hilfe eine weitere Belastung.
Eine humane Gesellschaft würde ihm weder jede Verantwortung abnehmen noch ihn mit seiner Verantwortung alleinlassen.
Sie würde ihm helfen, ohne ihn zu erniedrigen. Sie würde ihn schützen, ohne ihn zu beherrschen. Und sie würde ihm zutrauen, seinen eigenen Weg zu finden.
Das ist für mich der philosophische Kern Deiner Bilder.
Die Schildkröte braucht eine Chance, das Meer zu erreichen. Die Eiche braucht Raum zum Wachsen. Die Sardine braucht ein Meer, in dem sie nicht ständig verfolgt wird.
Keine dieser Lebensformen muss erst beweisen, dass sie ein Recht auf Leben hat.
Und der Mensch?
Vielleicht besteht eine gerechte Gesellschaft gerade darin, dass wir nicht erst fragen, wie nützlich, produktiv oder erfolgreich jemand ist, bevor wir ihm Würde zugestehen.
Ich möchte Dir deshalb eine Frage zurückgeben, die über Hobbes hinausführt:
Wenn der Leviathan die Wölfe daran hindert, die Rehe zu fressen – wer verhindert dann, dass die Rehe eines Tages verlangen, auch alle Wölfe müssten aus der Welt verschwinden?
Denn eine gerechte Ordnung muss nicht nur die Schwachen schützen. Sie muss auch verhindern, dass aus berechtigtem Schutzbedürfnis ein neuer Vernichtungswunsch entsteht.

Rache ist süß

• #1139


A


x 4





App im Playstore