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201506.07




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Ein Bericht der mir sehr hilft, Danke Hannes.
Ich habe mir Deinen Bericht ausgedruckt. Wenn es mir dann mal nicht so gut geht, lese ich ihn mir durch.
Es ist nicht immer einfach die Situation auszuhalten, aber es funktioniert.
In 2 Wochen geht es in Urlaub. OMG
Auch da werde ich ihn mitnehmen, er wird mir helfen, es wird ein schöner Urlaub. Ich werde ihn geniessen. Immer positiv denken.

LG
Thomas

Auf das Thema antworten


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  01.11.2015 12:23  
Hallo Leute,
ich möchte euch einmal mitteilen, wie ich es geschafft habe, meine Angst zu überwinden.

Ich litt 15 Jahre lang (und habe in einem Fall heute immer noch die Symptome) an einer Angststörung und habe einen Weg gefunden, wie ich mit ihr leben kann.
Zunächst traten ausschließlich die Symptome auf wie, wie zum Beispiel Depersonalisierung,Derealisation, Zwangsgedanken bis hin zu Wahrnehmungsstörungen, natürlich immer in Kombination mit der Angst. Ich hatte eine panische Angst davor an einer Schizophrenie zu erkranken und lies mich in die Psychiatrie einweisen.
Nachdem mir mehrfach deutlich gemacht worden ist, dass ich psychisch nicht krank sei, habe ich mich entschlossen, der Ursache auf den Grund zu gehen.
Ich habe drei Jahre lang eine Verhaltenstherapie gemacht, um verschiedene Baustellen aus meinem Leben zu verarbeiten.

Heute lebe ich überwiegend symtomfrei und bin dankbar für mein Leben und auf das was ich erreicht habe.

Wie habe ich den Weg aus der Angst gefunden?

1.) Arbeit!
Eine Therapie ist nichts anderes als eine sehr harte Arbeit an sich selber und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Erlebten.

2.) Unterstützung
Ohne die Unterstützung meiner Freunde wäre ich heute nicht der Mensch der ich geworden bin.

3.) Sport und Musik
Der Geist braucht Abwechslung, lebt eure Kreativität aus. Mir hat Klavierspiel und Fitness sehr geholfen

4.) Verstehen
Ich bin ein Mensch, der verstehen muss, was in einem selber vorgeht. Aus diesen Grund habe ich mir ein hohes Maß an Wissen über die Symptome und die Zustände angeeignet.

5.) Entspannung
Um den Körper zu entspannen, mache ich immer noch PMNJ

6.) Das wichtigste: Leben!
Wir haben nur ein einziges Leben, das sollten wir genießen und jeden Tag zu schätzen wissen.



Nun, letztendlich kann ich stolz auf das sein, was ich erreicht habe:
Ich habe den Frieden mit mir und meiner Vergangenheit gefunden und habe ein sehr anspruchsvolles Studium absolviert.


"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben"

Danke2xDanke


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  16.11.2015 17:54  
Hallo an alle,

sehr schön geschriebener Erfahrungsbericht von Hannes.

Auch ich habe diesen Tag X erlebt, plötzlich und unerwartet für mich.
Der Tag, der mein ganzes Leben umkrempelte.
Ein Ereignis, ein Nervenzusammenbruch (heute spricht man ja von Burnout-Folge),
und damit verbunden der Auslöser der dann folgenden Panik-Attacken, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Unfähigkeit das Haus zu verlassen..... Ein Horror-Trip. Der Tag, der zur Folge hatte, dass die Welt seitdem eine andere war.


Kurzfassung:
2 Jahre habe ich dann gebraucht, um aus diesem Höllen-Trip der Angst-Attacken und ganz fiesen Sozial-Phobie soweit rauszukommen, dass ein einigermaßen normales Leben wieder möglich wurde.
Ein guter Bekannter empfahl mir die Hypnose, mit der er damals sich das Rauchen wohl abgewöhnt hatte.
Ich hatte selber versucht, zu entspannen, ganz alleine, und das war nix. Falscher Text, keine Anleitung. Die Hypnose hatte mir geholfen, und zwar in Form der Selbsthypnose. Von jemandem, der sich auskannte. Zuerst habe ich eine Hypnose Harmonie1 Kassette aus der Atlantis-Reihe gekauft, um erst mal zu lernen, mich zu entspannen.
Kassette? Ja, solange ist das her.
Nachdem das nach so einigen Anläufen endlich klappte, habe ich dann später die Hypnose Regression 2 Kassette aus derselben Reihe angewendet. Die bringt Verdecktes an den Tag, kann Probleme aufdecken und einem helfen, zu verstehen, um Lösungen zu finden.
Jetzt gibt es die Produkte und noch vieles mehr immer noch, allerdings nur im Internet zu kaufen.
Ich bin so froh, dass ich das ausprobiert habe. Mit dieser Hilfe bin ich wieder voll ins Leben zurückgekommen. Und das war nicht leicht. 1 Schritt vor, 2 Schritte zurück. Und dann Schritt für Schritt besser. Bis auf einmal wieder der Himmel lachte, und es war fast alles wieder gut.
Ja, auch mich holen immer wieder zwischendurch Ängste und Phobien-Ansätze ein. Situationen, in denen ich weglaufen möchte. Ich bleibe stark, atme tief durch, bis der Anfall im wahrsten Sinne vorbei ist.
Auf jedenfall nicht weglaufen. Ich weiß ja, es sind nur meine Gedanken.
Und zusätzlich: Kopfhörer auf, Entspannung per Selbsthypnose, und das Leben ist wieder schön. :)

Alles Gute an alle hier



  26.11.2015 06:39  
hannes.g hat geschrieben:
Meine Geschichte soll euch Mut und Hoffnung machen, mein Freund und Kollege hatte die Idee, dass ich meinen Weg hier in diesem Forum teile und das tue ich gerne. [/b]

P.S.: Falls ihr Fragen habt, könnt ihr mir gerne eine Nachricht schreiben oder hier posten. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber ich kann von meinen Erfahrungen berichten.


Und mal jährlich einen kleinen Zwischenbericht ?



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Bayern
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  16.12.2015 15:51  
Hab vielen Dank für deinen tollen, ausführlichen Bericht. Er macht Hoffnung auf ein angstfreieres Leben....



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22955Hoisdorf Schleswig-Holstein
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  05.01.2016 22:00  
Lieber Hannes,
bin hier neu im Forum! Habe als erstes Deinen Bericht gelesen, weil ich so gerne "Erfolgsgeschichten" lese!
Ich freue mich sehr für Dich! Wird uns Allen Mut machen. DANKE auch an Deinen Freund ,der meinte ,Du solltest es mal
ins Forum stellen.
Hut ab- wie strukturiert und verständlich Du es formuliert hast! Ich schreibe immer wie mein Bauchgefühl es mir sagt!
Deshalb vielleicht für manche etwas durcheinander! Und zu lang bis ich mal auf den Punkt komme! Typisch Frau!
Mir hat besonders berührt das Du als gelehrter Arzt damit kämpfen musstest? Ich als Altenpflegerin verfüge ja nur über ein
sogenanntes " Halbwissen" was manchmal genau wie das goggeln nicht sinnvoll zur Angst Minderung taugt.
Ich bin noch nicht soweit wie Du, vermeide doch noch geschickt, habe viel mit Unruhe und ständiger Angespanntheit zu tun.
Habe 2007 meine erste Panikattacke erlebt, bin auch durch die wie ich heute glaube, typischen Stationen gegangen.
Als erstes das Ärzte shopping man glaubt doch es muss was somatischen sein
Dann nach Diagnose Lesen von Fachliteratur, habe bereits eine kleine Bibliothek, Kontakt Aufnahme zur DAZ deutsche Angst Zeitschrift
Kontaktaufnahme zu Anderen Betroffenen, Erleichterung bin nicht allein! War für mich eine Erlösung!
Ausprobieren der verschiedensten Therapieansätze, habe erlebt das mit unserer Not richtig Kasse gemacht wird, finde ich nur erbärmlich.
Habe nie Medikamente genommen hatte immer zufiel Angst vor den Nebenwirkungen, war nie in einer Fachklinik,
Konfrontation in, ja das kenne ich! Habe aber immer mit größerer Anspannung alles durch gestanden bzw. mich durch gequält!
Frage mich ist dieses Auf und Ab der Weg, mit Gewalt geht es nicht! Ich möchte so gerne wieder in die Unbeschwertheit zurück!
Meinen Humor und Neugier habe ich behalten- glaube auch das die Seele mir die Angst geschickt hatte, damit ich in meinen Leben was ändere. Habe nach einem Schicksalsschlag, meine Einrichtung verloren, Insolvenz Bauchlandung Insolvenz. Bin jetzt wieder auf
Arbeitssuche .Habe Bedenken ,vor den in unseren Berufen ständigen Dienst Besprechungen ect.und was mich belastet, man kann nicht sagen was mit einem los ist!
Ich habe mich einmal anvertraut ,wurde dann als nicht belastbar eingestuft und beruflich inkompetent.Obwohl gerade ich die
Patienten gut verstehen konnte! Ich möchte mich nicht immer mit Ausreden durchmogeln!
Oh, die Nachricht ist wohl etwas lang ausgefallen, wollte Dich nicht zu Texten! Vielleicht hast Du noch einen Tip für mich !
Also Danke nochmal! Wünsche Dir noch ein Glückliches, Gesundes, und Erfolgreiches Jahr !
Im Forum heisse ich SabineundCo ( mit Co ist mein "Anhängsel" gemeint!)
Liebe Grüsse
Sabine



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  04.02.2016 15:01  
[quote="Charly"]
Diese Einsicht kann ich zwar kognitiv erfassen, die Emotio hinkt da aber hinterher...Ich habe kein Vertrauen in meinen Körper, der mich all die Jahre ( bin immerhin schon 45 Jahre alt) nie im Stich gelassen hat, ich war nie groß krank.
[/quote="Charly"]


So geht es mir auch. Ich habe soviel Magen Darm Probleme gerade und hatte in meinen 30 Jahren noch nie etwas . Außer mal Erklätungen sonst alles super und Zweifel jetzt so an mir.



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  04.02.2016 22:36  
Wow. Ich bin beeindruckt. Von so vielen Kommentaren. Ich dachte bis vor 3 Monaten ich bin allein mit dieser Angst. Ich lerne jeden Tag dazu. Ich leider noch immer unter meiner angst, ich bin Therapie und mein Therapeut is gnadenlos ehrlich. Ich hoffe ich werd wieder ein angst freies oder weitestgehend angst freies Leben führen können.

Danke Ihr lieben.



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1
  19.09.2016 14:35  
Ich bin nach 2 Jahren so gut wie symptomfrei. Ich hatte mit Angstzuständen zu tun, dies kam erst nach einem Burnout und war auch mit Depressionen verbunden. Medikamente habe ich nie eingesetzt, abgesehen von einmaligem Gebrauch eines leicht beruhigenden Medikaments. Bei mir war es vor allem eine Auszeit vom Stress und der Arbeit, eine neue Ordnung von Prioritäten im Leben, sich selbst mehr in den Vordergrund stellen statt wie eine Maschine zu funktionieren. Das hat mir geholfen wieder zurückzukommen. Habe aber auch meine Ernährung optimiert, alle möglichen Nährstoffe und natürlichen Mitteln ausprobiert und Hypnose (Werner Eberwein kann ich nur empfehlen).

Welche Einsicht mir am meisten geholfen hat:
Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass bei jeder Panikattacke etwas aus mir ausbrechen musste, was sich angestaut hatte und mir eigentlich jede Panikattacke nur gut tat und mein Körper und Geist das brauchten. Wie Erbrechen einen vor einer Vergiftung schützt. Das nahm mir dann die Angst vor der Angst.

Danke1xDanke


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Böblingen
66
  14.10.2016 12:08  
Hallo zusammen,

ich habe etwas Interessantes gefunden.

http://www.vitamindelta.de/erfolge/mein ... angel.html

Lest es euch mal durch, vielleicht hilft es dem einen oder anderen.

Beste Grüße



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  21.12.2016 12:47  
Hi ich leide selber an Derealisation und habe eine Homepage gebaut die voll mit Wissenswertes über Psyche ist vlt findet ihr was Hilfreiches
http://chef-im-kopf.de.to/
Schaut mal rein.............



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  21.05.2017 22:18  
Hallo Hannes,
ich habe mir gerade mit Begeisterung durchgelesen wie du Deine Panikattacken überwunden hast.
Ich habe seit meinem 10.Lebensjahr Angst und Panikattacken.Spüre meinen Körper nicht. Es ist als hätte ich nur meinen Kopf und der Rest ist wie tod oder taub. Bekomme dann Herzrasen und manchmal ist es so schlimm das ich denke ich gehe aus meinem Körper raus. Habe das nun schon seit 20 Jahren. Bis jetzt hat mir nichts geholfen. Ich war schön öfters damit in Behandlung, doch irgendwie konnte mich niemand verstehen oder mir helfen
Kannst du mir einen Rat oder Tipp geben was ich tun kann damit ich nicht mehr mit dieser Angst leben muss? Danke fürs zuhören.
Liebe Grüße



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Bad Kohlgrub
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  08.06.2017 09:27  
Ich Habs mir durch gelesen und du hast schon recht man darf nicht aufgeben es ist nur leider so ich habe Angst das was ich liebe zu verlieren und wenn ich versuche mich damit auseinander zu setzen dann gehts mir unglaublich schlecht damit. Was kann ich tun um mit meiner Angst besser klar zu kommen habt ihr einen Rat für mich.



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  14.06.2017 13:03  
@Kämpferin29

mache dir doch bewusst das, dass Leben immer weitergeht auch mit Verlusten. Und wo genau liegen eigt. deine Probleme?



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Bad Kohlgrub
3
  14.06.2017 13:16  
Das ist zu kompliziert um das hier zu erklären. Trotzdem danke.
Natürlich weiß ich das das Leben weiter geht und Enttäuschungen auch dazu gehören aber leicht ist es nicht. In meinen Leben spielen grad zu viele Dinge eine große Rolle




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NRW
209
  14.06.2017 13:58  
Hallo Hannes,

vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst! Mir persönlich macht sie Mut und motiviert mich, meine Ängste anzugehen und etwas zu unternehmen :-)

Danke1xDanke


335
163
  16.06.2017 08:16  
Hallo,
Ich lese diesen Text jetzt jeden Tag, weil er so viel Mut macht!
Auch ich meditiere seit ca 2 Wochen und arbeite mit positiven Affirmationen. Habe auch das Gefühl dadurch entspannter zu sein und mehr Mut zu haben. Dazu habe ich mir ein Tagebuch zugelegt ( Jeder Tag steckt voller Lebensfreude von Groh), es soll einen anregen an die positiven Dinge zu denken und da merkt man erstmal wie schwer es einem manchmal fällt.

Danke2xDanke


  16.06.2017 08:30  
Danke :daumen: Selbstliebe :herz:

Danke1xDanke


4
1
  21.08.2017 22:20  
Hallo Hannes, ich habe eine Frage an dich. Erst mal habe ich viel Respekt vor dir dass du es geschafft hast. Ein Angehöriger von mir hat auch Panikattacken und hat deshalb mit mir vor kurzem Schluss gemacht, weil er keine Nähe ertragen kann und sein Therapeut hat ihm gesagt er sei nicht beziehungsfähig im Moment. Hättest du auch solche Probleme. Könntest du auch Menschen nicht berühren oder intime Nähe zulassen?



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  30.08.2017 21:59  
Hallo Hannes, es ist schön zu hören, dass du deine Angst besiegt hast. Es freut mich sehr. Ich selber bin nicht von Ängsten betroffen, aber ein Angehöriger. Er hat Berührungsängste und kann keine Nähe ertragen, deshalb hat er mit mir Schluss gemacht, weil er momentan keine Beziehung haben kann. Meine Frage an dich: Hättest du auch so etwas? Könntest du auch keine Nähe zulassen. Ich versuche immer noch Hoffnung zu haben, dass ich und er zusammenkommen, was kann ich tun und wie kann ich ihm helfen, dass er nicht die Hoffnung gegenüber der Angst verliert, gegen die Angst kämpft und wir eine Beziehung führen können?


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