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Hi,

ich möchte mal ne Art Tagebuch auch hier schreiben - ich möchte mich dabei natürlich auf Erfolgserlebnisse konzentrieren und vielleicht hilft mir das auch besser dran zu bleiben (siehe Theorie ja, Praxis nee ^^).
DOCH Praxis!
Ich gehe es weiter an.

Aber nochmal kurz zu mir: Ich bin 19 Jahre alt, Single, Studentin und lebe noch bei meinen Eltern zuhause. Seit meiner Kindheit leide ich unter meiner Schüchternheit - ich weiß nicht ob es eine Soziale Phobie ist aber ich vermute es. Naja die Ängste hab ich natürlich größtenteils meiner überbehütenden Mutter und meinem emotional abwesenden Vater zu verdanken. Bei uns ist das sowieso leider so, dass regelmäßig Wutausbrüche stattfinden wegen irgendwelchen Kleinigkeiten - man weiß eigentlich nie was als nächstes kommt oder wie jemand reagiert. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch so darauf aus unbedingt voraus sehen zu wollen wie andere Menschen reagieren

Wie auch immer. Ich habe schon eine Psychotherapie wegen einer Essstörung und Depression hinter mir aber ich bin mir sicher, dass das Grundproblem eigentlich meine Angst ist. Und da ich nicht vor habe wieder essgestört, depressiv und neuerdings auch Alk. (ich hab gestern getrunken um meine Angst zu bekämpfen und deshalb sage ich das) zu werden, will ich jetzt weiter konsequent an mir arbeiten und vorallem mein Selbstvertrauen wieder aufbauen!

Therapie kann ich nicht mehr machen, also werde ich das jetzt alles selber angehen.

ABER: Ich habe schon ein paar Sachen hinbekommen, die da wären:

- Referat gehalten (ohne Panikattacke *g*)
- meine mündlichen Prüfungen im Abi überlebt
- alte Freundschaft wieder aufleben lassen (von mir aus *stolz bin*^^)
- gut Anschluss an der Uni gefunden und auch ein paar würde ich schon Freunde nennen
- halte auch noch regelmäßig Kontakt mit den Leuten, mit denen ich nicht zur Uni geh usw.

- also das ist ja eigentlich schon mal ganz gut. Ich hatte mich in meinen schlimmsten Zeiten fast völlig isoliert und eigentlich hätte das nicht sein müssen. Naja aber wenn man psychisch krank ist, sagt sich das halt so einfach- das ist mir bewusst.

Und eigentlich gibt es keinen Grund für meine Ängste würde ich sagen (wenn ich mal mit anderen Augen betrachte) - ich seh ganz gut aus, bin wirklich ein total normaler Mensch, gehe gerne feiern, shoppen usw. - ich bin einfach normal aber leider leider sehr schüchtern vorallem wenn ich mit neuen Leuten zusammen komme... und mit manchen würde ich gerne mehr Kontakt haben aber ich traue mich nicht sie anzusprechen bzw. sie einzuladen oder sowas. Ich bin immernoch sehr vorsichtig mit Wünschen äußern (also das machen was ICH möchte usw.). Das ist eben noch mein Problem. Meine bisherigen Freundschaften waren durchwachsen. Erstens musste ich selten den ersten Schritt machen weil die Leute auf mich zu kamen, zweitens wurde ich leider leider ein wenig gemobbt im Gymnasium aber nicht übermäßig und drittens (das ist eigentlich das prägenste für mich gewesen danach bin ich auch in die psychischen Störungen gerutscht) hatte ich 2 Freundinnen und die eine hat mich ständig kritisiert wo sie nur konnte also ich hatte dauernd das Gefühl eigentlich gar nicht existieren zu dürfen weil sie ja alles schlecht an mir fand aber trotzdem wollte sie mich nicht gehen lassen oder so - sie wollte mit mir befreundet sein obwohl sie mich anscheinend nicht mochte - ich verstehe das selbst nicht ... naja und die andere hat meine Geheimnisse die ich ihr anvertraut habe der halben Schule erzählt, hat ständig gelästert über mich usw.
= ich hatte kein Vertrauen mehr in irgendjemand. Ich wurde immer schüchterner, immer mehr habe ich mich zurück gezogen gehabt und irgendwann hab ich meinen Mund gar nicht mehr aufgemacht ihnen gegenüber - wer nichts sagt /macht kann auch nicht verletzt werden

Nun ja... ich gebe ihnen nicht für alles die Schuld oder so aber das prägt leider. Aber in der Vergangenheit wühlen (auch wenn ich das manchmal gerne machen um meine Wunden zu *beep*) bringt mich auch nicht viel weiter.

Meine ZIELE sind einfach:

- dass ich Kontakt aufnehmen kann zu wem ich will
- dass ich Nähe zulassen kann (zb Freund haben)
- dass ich meine Wünsche äußern kann, Einladungen aussprechen kann ohne Panik zu haben eine Absage zu kassieren
- dass ich auch mal Gastgeber sein kann und nicht warten muss bis mich jemand einlädt
- dass ich offener über mich und meine Gefühle reden kann ohne Angst zu haben die anderen lehnen mich ab für die Person, die ich bin
- dass ich meine Meinung äußern kann
- dass ich mir zutraue alleine zurecht zu kommen (insbes. Thema ausziehen - deswegen wohne ich auch noch hier weil ich Angst habe mit fremden Leuten in eine WG zu ziehen und keiner von meinen Freunden momentan umziehen will)

Ja ist noch viel zu tun. Ich hab nicht nur die Angst noch als Problembereich sondern ich reagiere auch noch sehr schnell wütend, eifersüchtig usw. ^^

Joahhh. Ist jetzt ganz schön lang geworden aber na okay. Also ich bin fest entschlossen und es kann nur besser werden

20.03.2011 11:41 • 25.07.2011 #1


30 Antworten ↓


achja ich möchte noch anfügen, dass ich bei meinen wenigen Versuchen Kontakt aufzunehmen usw. eigentlich immer erfolgreich war. Einmal ist ne richtige Freundschaft draus geworden und ja.

Na gut und gestern hab ich ja Alk. getrunken (NEIN ich bin nicht stolz drauf) ABER: ich wurde natürlich offener dadurch und aufeinmal hab ich Leute angeschrieben mit ich mag dich blabla und auch meine Freunde total anders behandelt zb hab ich son zeug geschrieben wie: hey süße wir müssen mal wieder losziehen, hab dich lieb.... ich muss dazu sagen dass ich speziell auf sie sauer war in letzter Zeit weil sie nur mit ner anderen abgehangen hat noch aber naja im Suff ist einem ja egal ne ... jedenfalls kamen auch total positive Reaktionen zurück. Das Sprichwort stimmt wirklich: So wie mans in den Wald reinschreit kommts auch wieder raus. Das erlebe ich IMMER wieder! Wenn ich die Leute total nett behandele und mich nicht von meinen Ängsten beeinflussen lasse dann reagieren sie ebenfalls so.

Mensch, ich muss doch auch mal nüchtern das hinbekommen kann doch nicht wahr sein. Achja der Alk. ist ja auch der Anlass weshalb ich jetzt wieder so dran arbeiten will also das wird nicht nochmal passieren!!

20.03.2011 12:31 • #2



My Story und es geht weiter!

x 3


sooo ich bin sehr gut. ich kann aus jeder schei. die mir widerfährt mittlerweile was positives rausziehen .

Es ist total merkwürdig und ich verstehe es selber nicht aber nachdem es mir so schei. ging und ich wie gesagt halb in meiner eigenen Kotze aufgewacht bin hab ich ja beschlossen wieder an mir zu arbeiten damit ich am Ende nicht alk süchtig oder überhaupt wieder depressiv werde und jetzt hab ich einfach beschlossen mich meinen Ängsten der Reihe nach zu stellen. ich guck jetz immer wovor ich Angst hab und mach dann genau das.

zb heute war ich im Einkaufszentrum, hatte bissl Angst wieder jemanden zu begegnen den ich kenne und so und dann hab ich mich geschlagene 10 min von nem Verkäufer beraten lassen über Kopfhörer . Und dann hab ich sogar nochmal ne andere gefragt ob das was ich gerade kaufen will gut ist usw.

also das ist doch schon gut oder?? Und mir gehts psychisch wieder viel besser als noch vor 2 Tagen. Manchmal kann man sich auch einfach dazu entscheiden glücklich zu sein

21.03.2011 16:10 • #3


Unique, du klingst toll, Mut Hoffnung... !

ich wünsch dir viele fortschritte und auch, dass, falls nicht alles perfekt, dass du dann den mut nicht verlierst!

21.03.2011 18:47 • #4


Huhu danke dir

Ich neige aber auch dazu mir eher Angstsituationen auszusuchen, die mir nicht so große Angst machen xD - aber was solls. hauptsache ich tu was.

bei mir ist ja auch das Problem, dass ich irgendwie mit meinen Zwischenmenschlichen Kontakten nicht warm werde. Zum Beispiel hab ich (leider betrunken) ne alte Freundin von ganz früher angeschrieben naja und irgendwie kams dann so dass sie gesagt hat sie leidet unter depressionen und sozialen ängsten bla - genau der schei. den ich schon durch habe aber ich KONNTE ihr nicht sagen dass ich das mal hatte/habe das ist doch echt dumm. ich kann mich einfach niemanden so öffnen. je weiter die leute von mir entfernt sind und desto anonymer man miteinander ist desto mehr kann ich mich öffnen. zum beispiel schreibe ich hier über jeden dummen gedanken weil mich ja auch niemand kennt und mich verletzen könnte ach naja das ist schon verrückt. ich will es schaffen dass ich mich auch mal meinen Freunden richtig öffnen kann und nicht immer nur gut gelaunt bin oder mal nur ein mini Problem erwähne aka meine Haare sitzen heute schlechte .

Naja ich denke das braucht alles noch Zeit. Ich habe mich damals zum Beispiel in der Therapie nicht mal richtig öffnen können weil ich einfach so große Panik hatte, dass die Frau mich dann auslachen würde usw.

Naja die Erfahrungen die ich gemacht habe leider gottes halten mich immer wieder davon ab mich in neuen Beziehungen zu öffnen, mich so zu zeigen wie ich bin deswegen setze ich vorallem am Anfang immer eine totale Maske auf aber fühle mich innerlich doch einsam weil keiner MICH sieht...

21.03.2011 21:33 • #5


Da bin ich mal wieder .

Und zwar. Ich hab wieder (wahrscheinlich) psychosomatische Beschwerden: Gliederschmerzen, Bauchschmerzen (teilweise sehr schlimm), Übelkeit
- verdammt.
Und ich bin auch ständig ängstlich/angespannt und ich weiß nicht warum!! Es gibt keinen Grund. Ich stehe zum Beispiel nur bei meiner Mutter in der Küche und hab Angstgefühle, Anspannung - das ist definitiv nicht von meinen sozialen Ängsten da bin ich mir sicher! Mein Körper spinnt nur rum. Zudem bin ich nicht richtig mit meinem L-Thyroxin eingestellt, was das ganze nicht einfacher macht. Ach man .

Naja und jetzt werde ich mich wahrscheinlich mit einer die ich im Internet kennengelernt habe treffen, wovor ich auch sehr Angst habe, aber ich habe mich gezwungen zuzusagen damit ich weiter komme. Uff, das wird was...

23.03.2011 20:44 • #6


So liebes Tagebuch

heute treff ich mich mit einer wildfremden zum Partymachen. Ja ich hab schon ne Klatsche, aber irgendwie denke ich, dass ich das tun muss, damit ich einfach offener werde.

Was mir auch aufgefallen ist: Eigentlich hab ich noch ein anderes Problem, nämlich dass ich nicht weiß, wie ich Gespräche aufregend und interessant gestalten kann. Ich komme mir immer so blöd vor wenn ich haufen Fragen stelle und am Ende dann schweigen. Naja das bekomme ich auch hin. Klar hab ich Angst vor heute, aber was solls. Augen zu und durch!

26.03.2011 12:03 • #7


Tja. Der steinige Weg vom schüchternen, ängstlichen Mädchen zur selbstbewussten und offenen Frau. Diesen Weg bestreite ich gerade und bin wild entschlossen das durchzuziehen. Ich hab mittlerweile soviel schei. in meinem Leben durchgemacht aber auch soviel schon erreicht wovon ich nie gedacht hätte, dass das möglich wäre, dass ich es weiter angehen will. Ich will mich nicht zum Opfer meiner Erziehung und meinen schlechten Erfahrungen machen!

Ich kann es schaffen, wenn ich es nur will.

Zu meinem Treffen gestern kann ich nur sagen, dass ich zwar Spaß hatte, aber trotzdem wieder einen Fehler gemacht habe, den ich schonmal gemacht habe und nochmal kommt mir das nicht in die Tüte.

Ich beschäftige mich ab jetzt nur noch mit Dingen, die mich wirklich voran bringen - zu meinem Ziel.

Es gilt nach wie vor für mich:
- Selbstbewusstsein steigern
- Ängsten stellen

Das ist meine geheime Formel (haha) - nee man könnte eher sagen meine Methode mit der ich das schaffen will;)

27.03.2011 16:36 • #8


hey unique,

weiterhin viel erfolg!

ich find deine stimmung hier so toll...


aber mach dir nur nicht zu viel druck... du schaffst es auch so bestimmt!

27.03.2011 17:04 • #9


Hallo Unique,

ich hab soeben deine Einträge gelesen und kann mich neko nur anschließen. Auch ich finde deine Stimmung hier toll und es ist schön zu lesen, wie du deinen Weg machst.

Ich erkenne viele Parallelen zu mir... Auch wenn ich schon doppelt so alt bin wie du, mein Problem war (und ist noch) auch immer meine Schüchternheit und dass es mir nicht leicht fällt, unbefangen auf Leute (vor allem auf neue) zuzugehen. Vor allem liegt es bei mir auch daran, dass ich immer nicht weiß, was ich sagen soll.
Auch ich war in der Kindheit überbehütet und mir wurden viele Steine aus dem Weg geräumt, sodass auch eine meiner großen Lernaufgaben darin besteht, mir erstens überhaupt mal klar zu werden, was ich wirklich WILL, meine Bedürfnisse zu erkennen, und zweitens mich angemessen dafür einzusetzen. Den Weg vom schüchternen, ängstlichen Mädchen zur selbstbewussten und offenen Frau zu bestreiten, das hast du echt treffend formuliert.

Ich find das toll, wie du jetzt alles daran setzt, um dein Ziel zu erreichen, mach weiter so!
Auch wenn es immer wieder mal Rückschläge gibt, du schaffst es. Ich fühle mich mit dir im selben Boot, das gibt uns vielleicht gegenseitig zusätzlich Mut und Kraft, durchzuhalten!

Viel Erfolg weiterhin auch von mir!

Lieben Gruß
Laetitia

27.03.2011 18:29 • #10


Danke, das hilft mir sehr, wenn ich weiß, dass andere mich auch unterstützen indem sie hier was schreiben oder so.

Bin gerade etwas down wieder weil es in meiner familie wirklich zugeht wie im Irrenhaus. Ich lasse mich zwar nicht mehr so sehr von ihnen beeinflussen aber trotzdem. Hier herrscht einfach nur eine kalte, wütende und ablehnende Atmosphäre. Kein Wunder, dass mich das alles in die Störungen getrieben hatte. Ich habe auch nichts mehr gemeinsam großartig mit meiner Familie. Früher war ich genauso: Stimmung auf und ab so wie der andere gerade reagiert aber jetzt ist mir das einfach egal, weil ich mir von niemanden meine Laune verderben lasse. Ich möchte einfach hier ausziehen irgendwann, damit ich noch mehr Abstand von ihnen bekomme .... je weiter sie weg sind von mir, desto besser das merke ich immer wieder auch wenns traurig ist.

27.03.2011 22:03 • #11


So liebes Tagebuch.

Heute war ich beim Frauenarzt. Nein, das ist eigentlich keine große Sache, aber ich hatte es schon wieder vor mir hergeschoben wenn auch unbewusst. War heute nur, damit mein Überweisungsschein noch gilt. Ich weiß nicht, warum ich Angst davor hatte anscheinend. Es ist einfach unsinnig Angst zu haben, aber ich hatte sie ein wenig und dabei war es doch ganz normal und nicht schlimm. Also ich vor dem Zimmer dann saß und warten musste ist mein Herz völlig ausgerastet und ich hab nen halben Panikanfall bekommen... mein Herz hat so schnell geschlagen .. ich dachte ich falle gleich in Ohnmacht. Atemübungen haben da auch nicht mehr geholfen.
Mir ist das immer so peinlich. Und ich bin froh, dass ich das wenigstens hier schreiben kann. Es ist einfach so sinnlos. Ich weiß nicht, ich glaube mein Körper reagiert einfach aus Gewohnheit so. Kaum ist eine Situation in der ich mich erklären muss oder was sagen muss etc. reagiere ich mit Angst. Manchmal kommt mir die Welt wie eine einzige Bühne vor. Ich meine, es ist schon viel besser geworden. Früher wars noch schlimmer. Wenigstens konnte ich da drin normal reden und hab nicht gestottert. Am meisten Angst habe ich eigentlich immer vor meinen körperlichen Symptomen wie zittern, stottern oder kein Wort rauskriegen.
Am meisten Angst habe ich aber immernoch vor Gruppensituationen. D.h. Referate halten, mich erklären (ganz schlimm wenn ich nicht mal einen Zettel zum Ablesen hab der mir Sicherheit gibt) ...

Naja ich bin ja auf dem Weg. Ich fühle mich schon allgemein selbstbewusster. Ich lasse mir meine Stimmung eigentlich nicht mehr sehr versauen von Leuten zb wie heute, wo ich eine angeschrieben hatte und die nur patzig reagiert hatte da hab ich mir gesagt dass das nichts mit mir zu tun haben muss und mir immer wieder gesagt so komisch das auch klingt dass ich trotzdem liebenswert bin auch wenn sie mich jetzt so komisch behandelt. und was kam raus am Ende? sie hatte grade keine zeit um zu schreiben.

ich rede mir ja immer ein, dass es nur einen grund gibt weshalb leute so reagieren, wie sie reagieren nämlich dass sie mich nicht mögen bzw sogar hassen. sehr schlechte angewohnheit... kommt leider auch von vielen schlechten erfahrungen.

naja ich muss auch wieder mehr unter menschen, dann ist die angst auch nicht mehr so schlimm. heute habe ich eine ehemalige freundin zufällig getroffen und hab mich ganz schön blöd angestellt am anfang mit reden und hab mich schon wieder wie auf einer bühne gefühlt und so als ob ich sie jetzt unterhalten müsste aber es wurde dann besser das gespräch war aber auch nur kurz.

29.03.2011 00:40 • #12


Uahhh heute bin ich wieder der alten Freundin begegnet, mit der ich damals so schlechte Erfahrungen gemacht habe. Und aufeinmal war sie wieder voll nett . Man weiß echt nie wie sie reagiert... das ist so schlimm. Und vorallem komme ich mir dann immer in ihrer Gegenwart wie ein kleines, verletzliches Kind vor und hatte dann auch wieder Angst irgendwas zu sagen. Man, man. Ich würde ihr gerne mal mit meinem Selbstbewusstsein in den Ar. treten, aber ihr gegenüber fühle ich mich automatisch minderwertig und schlecht. Das ist natürlich schwachsinnig, aber sie hat einfach zuviele Narben bei mir hinterlassen und mir meinen letzten Funken Selbstachtung damals geraubt.

Ansonsten fühle ich mich ja oft ziemlich selbstsicher usw., aber bei manchen Personen bleibe ich einfach immer schüchtern ich weiß auch nicht.

Naja es geht weiter. Nur nicht den Mut verlieren und weiter an mir arbeiten! Und vorallem dran bleiben!

29.03.2011 16:49 • #13


Zitat von Unique:
Naja ich bin ja auf dem Weg. Ich fühle mich schon allgemein selbstbewusster. Ich lasse mir meine Stimmung eigentlich nicht mehr sehr versauen von Leuten zb wie heute, wo ich eine angeschrieben hatte und die nur patzig reagiert hatte da hab ich mir gesagt dass das nichts mit mir zu tun haben muss und mir immer wieder gesagt so komisch das auch klingt dass ich trotzdem liebenswert bin auch wenn sie mich jetzt so komisch behandelt. und was kam raus am Ende? sie hatte grade keine zeit um zu schreiben.
Super, da bist du ja wirklich auf dem allerbesten Weg!
Ich kenn das aber auch nur zu gut: jemand reagiert patzig, dann beziehe ich das gleich auf mich. Obwohl ich es ja eigentlich wissen müsste: es hat NICHTS mit mir zu tun!!

Zitat von Unique:
Ansonsten fühle ich mich ja oft ziemlich selbstsicher usw., aber bei manchen Personen bleibe ich einfach immer schüchtern ich weiß auch nicht.
Kenn ich ebenfalls total gut. Kaum habe ich wieder ein paar Fortschritte gemacht und fühle mich viel selbstsicherer, begegne ich wieder einer bestimmten Person, bei der ich garantiert wieder in mein altes, schüchternes Muster verfalle Ja, immer wieder bei bestimmten Personen....

Also, ich stimme dir zu: nicht den Mut verlieren und: DRAN BLEIBEN!

Alles Liebe
Laetitia

29.03.2011 21:20 • #14


Ja.. ich denke da kommen dann immer diese ganzen negativen Erfahrungen hoch und mit der, der ich gestern begegnet bin hab ich nun echt viele schlechte Erfahrungen machen müssen leider. Sie ist mal lieb und dann wieder gemein naja..

Ich weiß, warum ich momentan auch so komisch ängstlich und nicht gerade gesprächsfähig bin... ich bin einfach schon seit Monaten zuhause und mein Studium geht erst in ner Woche weiter hmm ich meine, ich hab mich schon mit Freunden getroffen in der Zeit, aber einmal in der Woche reicht eben doch nicht aus.

Ich schätze mich manchmal auch schon besser, selbstsicherer und weiter ein, als ich bin das gebe ich zu - das merke ich eben immer, wenn ich dann in die Situationen komme, in denen ich schon immer Angst hatte.

Mir fällt es auch sehr schwer jemanden auf der Straße anzulächeln. Ich komme mir da so ungeheuer blöd vor ehrlich gesagt und ich hab Angst, dass dann so Kommentare kommen wie Was grinst du denn so blöd ... aber man soll das ja auch machen, damit man offen wirkt arghh ... keine Ahnung, wie ich das noch anstellen soll. Bei Freunden gelingt mir das, weil ich ja weiß, dass sie dann auch lächeln aber bei Fremden? Hmm

30.03.2011 13:07 • #15


Morgen treff ich mich mit ner alten Freundin, die ich schon ewig nicht mehr gesehen hab. Ich will irgendwie möglichst selbstsicher rüberkommen und vorallem mehr reden .. ich weiß auch nicht, aber ich rede wenn ich mit Freunden unterwegs bin echt zu wenig. Die sind meistens richtige Plappermäuler aber ich sage nicht sehr viel... das will ich aber ändern.

Ich glaube da sitzt in mir noch die Angst abgelehnt zu werden, wenn ich sage was ich denke, wenn ich mich einfach so gebe wie ich nun mal bin und deshalb sage ich lieber gar nichts.. hmm. Ich meine Gesprächstechniken eigne ich mir momentan ein bisschen mit meinem Buch an. Na ja, ich will mich halt nicht so unsicher fühlen, sondern einfach selbstbewusst.

01.04.2011 19:23 • #16


Okay es reicht. Ich kotze mich gerade so selber an, das glaubt mir keiner! Das kann echt nicht wahr sein, so wie ich mich verhalte. Ich hab anscheinend diese schei. Erfahrungen so sehr verinnerlicht, dass ich in neuen Freundschaften immer wieder nen Rückzieher mache. Achja aus dem Treffen ist auch nichts geworden - hab mich nicht getraut nachzufragen, ob das jetzt was wird weil ich wieder Angst hatte, dass ein Nein kommt. WAS IST DENN DARAN SO SCHLIMM WENN JEMAND SAGT: NEE??? Ich verstehe es nicht. Nein, ich sitze lieber zuhause Samstag anstatt mal was klar zu machen in Sachen Verabredungen oder so. Ja, ich habe Freunde, aber ich schaffe es nicht sie einzuladen, zu fragen ob wir was machen- es kommt IMMER von ihnen!!

Was ich denke? Okay, ich bin jetzt mal ehrlich zu mir, und schreibe meine Ängste auf. Es kann einfach nicht so weiter gehen - mir zuliebe und meinen Freunden zuliebe!

Aaaaaaaalso ich denke:
- sie fühlen sich belästigt von mir
- wer will schon was mit MIR machen?
- wenn ein Nein kommt, falle ich in meinen Selbsthass zurück und fühle mich bestätigt, dass ich es einfach nicht wert bin und nicht gut genug
- ja manchmal denke ich sogar, dass die lachen und denken: ja klar mit DIR *hahahhaa*

- find es selbst schlimm, dass ich so denke, aber das sind so unterbewusste Gedanken die ich mir aus Erfahrungen zusammengebastelt habe.. schlimm oder? Dass ich NIE den ersten Schritt machen kann! NIE kann ich mal zuerst auf jemanden zu gehen, NIE lasse ich Verabredungen entstehen! Ich hab die Nase voll von mir langsam.

Bin einfach nur wütend und enttäuscht, dass ich mich immernoch so lähmen lasse von der Vergangenheit

02.04.2011 16:37 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

So habe das mal analysiert:


Woher weiß ich, dass sie nichts mit mir machen will? Bin ich Hellseher?
 NEIN

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Absage?

nicht hoch vll. 20-30Prozent

Hat sie bisher auch immer Nein gesagt?
Nein und wenn, dann hatte sie meistens was anderes vor

Was wäre so schlimm, wenn sie nein sagt?

Es wäre nicht schlimm für mein Selbstwertgefühl. Ich bin froh, dass ich gefragt habe, denn das zeigt, dass ich den Mut dazu hatte!

Was kann ich gewinnen/verlieren?

Verlieren kann ich nichts. Wenn sie Nein sagt bin ich allein und wenn ich gar nicht frage, bin ich es sowieso.Das kann verschiedene Gründe haben z.B. hat sie keine Lust was zu machen oder hat schon was anderes vor. Ich könnte ein schönes Treffen gewinnen und die Beziehung stärken.

Ich merke daran immer, wie total unrealistisch und übertrieben meine Gedanken eigentlich sind...

02.04.2011 17:02 • #18


Okay ich glaub ich hab heute meine erste schlimme Panikattacke gehabt und das mitten in der Uni. Aufeinmal hat mein Herz so mega krass geklopft ich dachte es springt gleich raus, mir hat es die Kehle zugeschnürrt sodass ich fast nicht mehr atmen konnte... das war der Horror... hab nur gezittert. Jetzt hab ich auch Angst, dass das nochmal passiert. Ich glaube es lag auch daran, dass ich vorher viel Kaffee getrunken hatte. Naja nen Grund gibts schon, ich war mir nicht sicher wie eine gewisse Person bzw ehemal. Freundin auf mich reagiert, aber so heftig. Meine Güte... hammer krass war das einfach das muss ich erstmal schlucken

06.04.2011 19:25 • #19


mach dir bitte keinen großen kopf drum.

hier sind viele, die schon tausende von schlimmen panikattacken überlebt haben, gefühlte herzinfarkte, gefühltes ersticken usw usf... und noch sind alle putzmunter

kaffee kann leicht herzklopfen auslösen, ist aber überhaupt nix schlimmes. und gekoppelt mit deinen sorgen ist das wahrscheinlich so verlaufen...

das nächste mal denk daran, was dich wirklich bedrückt und schau, ob du das irgendwie lösen kannst oder zumindest loswerden (reden, weinen, ...)

alles gute.

lass dich nicht unterkriegen!

06.04.2011 19:43 • #20



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