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yeka29
Hallo Community,

ich bin hier neu und habe mich hier angemeldet, um euch meine Erfahrungen mit Panikattacken und Angststörungen mitzuteilen, in der Hoffnung dem einen oder anderen mit meiner Erfahrung helfen zu können.

Zu meinen Panikattacken:

Seit wann habe ich die Panikattacken?

Seit dem 05.01.2016, seit 3-4 Tagen endlich wieder Ruhe!

Wie fing die erste Attacke an?

Das ganze fing an mit plötzlichem Schwindel, starken Palpitationen und starker innerer Nervosität.

Wie oft und unter welchen Umständen traten die Panikattacken auf?

Unabhängig von dem wo ich war und was ich gemacht habe, meistens abends. Zuhause, beim Einkaufen, auf der Arbeit...

Was wurde ärztlicherseits Untersucht?

EKGs mehrmals im Rettungswagen, in der Notaufnahme, zuhause vom Notarzt. LangzeitEKG beim Hausarzt. Blutbilder mehrmals. Sonographie Schilddrüse.

Wie haben sich die Panikattacken angefühlt?

Angefühlt hat es sich wie ein Gurt um den Brustkorb, starke Palpitationen, sodass der Brustkorb sich vor lauter Herzschlag hin und her bewegt hat. Ganz kalte und nasse Füße & Hände. Stechen in der Herzgegend, Druck auf der Brust. Heulattacken und Todesangst während der Panikattacken. Sehr starke Angst, dass etwas schlimmes mit meinem Körper passiert.

Wurden Medikamente oder Hausmittelchen eingesetzt?

Ja, Tavor 0,1mg in der Notaufnahme. Bidicin zur Beruhigung 3-4x am Tag zur Prophylaxe. Neurexan auch zur Prophylaxe (also vor der Panikattacke, zur Vorbeugung, da sie während einer Panikattacke so gut wie nichts nützen)

Wie und wann verschwanden die Panikattacken?

UND HIER KOMMT DAS INTERESSANTE AN DER GANZEN GESCHICHTE.
Bis zu dem Moment war ich davon überzeugt, dass ich entweder psychisch oder kardiologisch Krank bin und habe einen ganzen Monat lang eine ständige Todesangst verspürt, bis ich meinem Zahnarzt (JA! ZAHNARZT) die Symptome bei einer Kontrolle schilderte und dieser darauf bestand, den einzigen und recht gesunden Weisheitszahn, der in dem Moment so Wachstumsschübe hatte, zu entfernen. Ich war verzweifelt vor lauter Panikattacken und habe zugestimmt, denn ich dachte, es geht nicht mehr schlimmer! Der Zahn wurde SEHR SCHMERZHAFT rausoperiert, dabei stellte man fest, dieser drückte mit den Wurzeln einen Nerv zusammen (Obwohl ich ÜBERHAUPT KEINEN SCHMERZ an dem Zahn verspürte).
Nach der Zahn-OP bekam ich abends starke Nackenschmerzen, da ich sowieso schon einen Monat AU war, ging ich direkt am nächsten Tag zum Orthopäden, der eine Osteochondrose an der HWS feststellte. Nichts wildes, aber unangenehm. Salzablagerungen an der HWS aufgrund Bewegungsmangel (arbeite am Schalter bei den "Gelb-Blauen", bewege mich kaum in den 8 Stunden, starre nur auf den Bildschirm).
Sollte sofort mit Dehnübungen an der HWS anfangen. Mache ich seit einer Woche jeden Morgen und ja, ob man es glaubt oder nicht , die Symptome sind weg!

Wann waren die Symptome weg?

Die Panikattacken kamen von heute auf morgen einfach nicht mehr zurück! Habe abends schon da gelegen und gewartet, dass es wieder anfängt wie jeden Abend. Es kam nichts! Lediglich starke Müdigkeit und Nervosität. Der Druck auf dem Brustkorb war noch tagelang da, der mir das eine oder andere Mal schon Panik bereitete, aber ohne den Drang den Notarzt zu holen, den ich sonst hatte. Zittern in den Händen habe ich immernoch, aber deutlich weniger. Seit Tagen ist auch der Druck auf dem Brustkorb vorbei.


Was ich euch, ihr Lieben, sagen möchte ist, dass man nicht immer meinen soll es wäre kardiologisch oder psychisch bedingt. Eine kranke HWS kann das vegetative System sehr stark durcheinander bringen. Dies war bei mir der Fall. Bei einer vegetativen Dystonie werden die Elektrolyte deutlich durcheinander gebracht. Das können die meisten Allgemeinmediziner garnicht richtig deuten und geben dem keine Aufmerksamkeit. Bei mit war der Natriumwert sehr hoch, mein HA meinte ich würde zuviel Wasser trinken und zuviel salziges Essen, ich weiß aber ganz genau dass ich weder viel salze und wirklich sehr wenig trinke. Erst der Zahnarzt verstand in dem Moment worum es ging, der Zahn wurde nur vorsichtshalber entfernt.

Mit Dehnübungen und Spaziergängen habe ich es gut hinbekommen und Neurexan nehme ich seit einer Woche nicht mehr. Elektrolyte sind jetzt wieder in Ordnung und seitdem geht es mit sehr gut.
Aber auch ein Monat Auszeit haben mit sehr geholfen, dem Arbeitsstress zu entfliehen und mal Zeit für sich zu haben.
Alles in einem kann schon solche Angstzustände auslösen.

Wünsche euch allen alles Liebe und baldige Besserung!
Sorry für den saulangen Text

08.02.2016 15:29 • 09.02.2016 x 1 #1


16 Antworten ↓


Juleey
Wow, das freut mich für dich.
Nur habe ich keine Weisheitszähne mehr.... Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass es etwas psychisches sein soll...

08.02.2016 16:16 • #2



Panikattacken endlich WEG!

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yeka29
Zitat von Juleey:
Wow, das freut mich für dich.
Nur habe ich keine Weisheitszähne mehr.... Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass es etwas psychisches sein soll...



Bin echt sehr sehr froh endlich wieder normal leben zu können. Viele leiden deutlich länger an den Panikattacken , bei mir war es "nur" ein Monat, aber ich war echt am Ende mit den Nerven!

Habe gehört, ein eingeklemmter Nerv, Blockade an der BWS/HWS, alles mögliche (!) kann solche Symptome auslösen. Man denkt natürlich zuerst, wie es halt so ist, es wäre was ganzzzzz schlimmes, aber meistens ist es wirklich etwas harmloses.

08.02.2016 16:19 • x 1 #3


Juleey
Bei mir ist es auch noch nicht so lange, hoffe aber es geht als wieder weg. Ich habe ab Mittwoch sechs Mass. Termine, mal sehen ob das auch Besserung bringt.

08.02.2016 16:22 • #4


yeka29
Schön, Mass. kann auch vieles bewirken!
Es ist immer gut, wenn man so früh wie möglich das Ganze behandelt.

08.02.2016 16:27 • x 1 #5


july1986
Na das freut mivh sehr für dich.

Aber ich habe meine Angst und Panik schon seit 14 Jahren

08.02.2016 16:33 • #6


Angstmaus29
HWS hab ich auch ganz schlimm welche Übungen kannst du denn empfehlen?

08.02.2016 16:37 • #7


Fritz1985
Naja sei dir da mal nicht so sicher die können immer wieder kommen hatte zum teil Monate keine Attacken aber dafür um sehr mehr körperliche Symptome.

nicht falsch verstehen ich gönne es dir wirklich aber nach so kurzer zeit kann man definitiv nicht davon sprechen das alles weg ist.

08.02.2016 16:40 • #8


yeka29
Zitat von Fritz1985:
Naja sei dir da mal nicht so sicher die können immer wieder kommen hatte zum teil Monate keine Attacken aber dafür um sehr mehr körperliche Symptome.

nicht falsch verstehen ich gönne es dir wirklich aber nach so kurzer zeit kann man definitiv nicht davon sprechen das alles weg ist.




Die kommen nicht wieder, wenn die Osteochondrose nicht wieder kommt & behandelt wird.
Die Panikattacken können unkontrolliert wiederkehren, wenn es psychischbedingt ist. Nicht wenn es physischbedingt ist.

08.02.2016 16:43 • #9


yeka29
Zitat von Angstmaus29:
HWS hab ich auch ganz schlimm welche Übungen kannst du denn empfehlen?


http://russische-volksmedizin.info/vorb ... chondrose/
Sind die Übungen, die ich jeden morgen nach dem Aufstehen mache.
Würde es aber die ersten Tage so langsam wie möglich angehen...
Bei Osteochondrose ist Bewegung sehr hilfreich. Sieht zwar blöd aus, aber ich versuche alle 2-3 Stunden mal für 20-30 Sekunden "zu nicken". Hauptsache Bewegung

08.02.2016 16:46 • #10


Hoffe sehr, dass sie bei mir auch irgendwann einfach so schwups weg sind!

08.02.2016 16:49 • #11


Angstmaus29
Werde mir erstmal einen Termin beim Orthopäden machen

08.02.2016 16:54 • #12


yeka29
Zitat von Becky0982:
Hoffe sehr, dass sie bei mir auch irgendwann einfach so schwups weg sind!



Hey. Habe mir dein Profil angeschaut & habe gelesen in deinem ersten Post, dass es eventuell mit deiner Oma zusammenhängen könnte.
Bei mir fing es am 05.01.2016 an, am 04.01.2016 war die Beerdigung von meiner Oma.

Das kann auch unterbewusst, vielleichz nicht der Auslöser, aber der letzte Tropfen sein.

08.02.2016 16:55 • #13


yeka29
Zitat von Angstmaus29:
Werde mir erstmal einen Termin beim Orthopäden machen


Es ist immer besser, vorallem wenn's um die HWS geht, einen Fachmann zu kontaktieren.
Allerdings kann man die Osteochondrose nur über Urin oder im MRT feststellen. Würde auch darauf bestehen, wenn du bereits Probleme mit der HWS hast. Man weiß ja, wie manche Ärzte so sein können, was Untersuchungen angeht....

08.02.2016 16:57 • #14


Zitat von yeka29:
Zitat von Becky0982:
Hoffe sehr, dass sie bei mir auch irgendwann einfach so schwups weg sind!



Hey. Habe mir dein Profil angeschaut & habe gelesen in deinem ersten Post, dass es eventuell mit deiner Oma zusammenhängen könnte.
Bei mir fing es am 05.01.2016 an, am 04.01.2016 war die Beerdigung von meiner Oma.

Das kann auch unterbewusst, vielleichz nicht der Auslöser, aber der letzte Tropfen sein.


Hi,
ja, mein Psychologe meinte auch, dass es wohl daran liegt und ich Verlustängste habe.
Denke schon, dass es der Tropfen war, der dann das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

08.02.2016 17:02 • #15


Vom Ziehen eines Weisheitszahnes gehen Panikattacken nicht weg.

Das wäre so ähnlich, wie dass von einer neuen Frisur Depressionen weggehen.

08.02.2016 19:29 • #16


Fritz1985
Ohhhhh doch

09.02.2016 02:25 • x 1 #17



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