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Hallo,

kennt jemand das Verhalten von ehemals nahestehenden Personen, wenn jemand unerwarteterweise eine bessere Entwicklung nimmt als ursprünglich erkennbar? Zum Beispiel studiert, obwohl er in der Schule immer unterdurchschnittliche Noten hatte, kein Abitur auf direktem Wege schaffte, eine dritte Familie gründete, obwohl die ersten beiden Versuche scheiterten, ein Haus baute, wo die Baufirma pleite ging, und was trotz folgender Scheidung nicht zwangsversteigert wurde? Ein Drittauto besitzt, obwohl er vor ein paar Jahren erst gar keins und dann die letzte Schrottkarre fuhr? Nach mittelschwerer Depression wieder psychisch kerngesund und medikamentenfrei wurde?

Solche und ähnliche Veränderungen innerhalb sozialer Netzwerke hat Paul Watzlawick in "Menschliche Kommunikation" beschrieben. Da werden zum Beispiel schwer Erkrankte unerwartet wieder gesund. Und anstatt dass sich die Mitmenschen freuen, fühlen sie sich selbst herabgesetzt. Das ist zwar erbärmlich, aber irgendwo auch menschlich, ohne dass ich da was beschönigen will. Kennt jemand ähnliche Fälle?

Das Gegenteil von Neid ist Häme. Wenn also plötzlich jemand verarmt, erkrankt, ihm die Frau wegläuft oder das Haus abbrennt, ohne dass die Versicherung bezahlt war. Auch das entspringt aus den Abgründen der Seele. Letzten Endes wird das Gleichgewicht in einer wie auch immer gearteten Beziehung plötzlich verändert. Interessant finde ich auch, dass Menschen, die sich neu kennenlernen, erst mal ein austariertes Gleichgewicht untereinander haben, egal, wie reich und schön oder beliebt und gehasst dieser jemand ist. Für Unwohlsein führt erst eine Veränderung, z.B. dass sich der Ehepartner schneller oder langsamer beruflich entwickelt, der Frauenheld zum zahmen Stubentiger wird oder die schöne Frau überdurchschnittlich schnell altert. Wenn man sich da nicht sehr liebt und eher materialistisch denkt, führen kurz-, mittel- und langfristige Veränderung schnell zu Schieflagen.

Gegen Neider kann man nichts machen. Man sollte sie einfach nicht beachten. Denn letzten Endes zerfressen sie sich selbst mit ihren Minderwertigkeitskomplexen.

04.12.2012 00:05 • 06.12.2012 #1


19 Antworten ↓


Dubist
Sachen gibts.....

04.12.2012 07:53 • #2



Neider durch unerwartete Veränderungen

x 3


HeikoEN
Na klar kennt man sowas...

Täglich, jederzeit im Alltag!

Ist doch die einfachste Art der eigenen Aufwertung

Die Frage ist nur, warum ist man selber so minderwertig, dass man sich aufwerten muss?

Und für den Empfänger der Botschaften gilt, warum kann er sich so schlecht abgrenzen und muss die Gefühle des Gegenüber übernehmen und sich ggf. dafür schuldig, verantwortlich fühlen?

04.12.2012 11:17 • #3


Also ich kenne Neid nur in einer Form: Ich beneide Menschen, die diesen Mist nicht haben, den ich habe. Die psychisch gesund und fit und munter und voller Elan durchs Leben schreiten und nicht in jungen Jahren schon bei Therapeuten, Heilpraktikern und anderen Ärzten sitzen. Ja, ich gebe zu: Ich blicke neidvoll auf jeden, der munter in einem Geschäft herum spaziert, so wie ich es früher tat. Ich bin neidisch auf jeden, der eine Shoppingtour macht, auf jemanden, der weit alleine mit dem Auto fährt und ich bin neidisch auf Leute, die allein leben und keine Angst haben. Aber das denke ich mir ja nur im stillen Kämmerlein.

Dafür sind mir andere Dinge, die du beschreibst, fremd. Ich freue mich für jeden, der wieder gesund ist. Egal, welche Art von Krankheit er erleiden musste. Und ich bin sparsam, bodenständig und nicht materiell eingestellt. Das bedeutet mir nichts. Ein Auto muss mich von A nach B bringen, in meinem Haus muss es behaglich und warm sein und ich muss es bezahlen können etc. Ob XY sich eine Luxuskarrosse gekauft hat oder in einer Villa lebt, tangiert mich überhaupt nicht. Ist nämlich wahrscheinlich größtenteils auf "Pump" gekauft...

Wen könnte man mehr beneiden, als jemanden, der einen gesunden Körper und eine gesunde Seele sein Eigen nennen darf?! Niemand kann doch glücklicher sein. Bzw.: Jeder sollte sich das vor Augen führen. Wie glücklich er sich schätzen darf! Ich würde mein allerletztes Hemd dafür geben, wieder gesund und munter zu sein und nicht mein Geld zu Therapeuten tragen zu müssen.

04.12.2012 15:39 • #4


Dubist
Hast du es selber erlebt?

04.12.2012 15:46 • #5


Dubist
Es gibt doch nichts schadenfroheres für den Neider, wenn der beneidete Ärger hat.
Kennt ihr das?
Also ich meine nicht selber das man neidisch ist, sondern das dann genau der dasteht wo eigentlich lieb udn gut getan hat und merkt von dem die Schadenfreude,. übelst....wenn man das mal erlebt hat.
Was ist das nur?

04.12.2012 15:52 • #6


Versteh nicht ganz. Also du meinst scheinheilige Leute, die einem freundlich ins Gesicht tun und dann hintenrum sich freuen, wenn einem was Schlechtes passiert? Oder so Leute, die nur mit einem zu tun haben wollen, wenn es einem schlecht geht, weil sie sich dann besser fühlen? Keine Ahnung, wie man das genau nennt.

04.12.2012 16:33 • #7


Dubist
die wo falsch waren oder sind

04.12.2012 17:11 • #8


Zitat von Dubist:
Hast du es selber erlebt?

Meinst du mich? Ja, das habe ich alles erlebt, bis auf den Fall der unerwarteten Genesung. Der war aus dem Buch von Paul Watzlawick.

Ich habe den Neid meiner Nachbarn direkt abgekriegt, weil ich beim Hausbau vieles anders gemacht habe, als sie es gemacht hätten oder haben. Da ich an einem Hang wohne, musste ich gezwungenermaßen Mauern bauen. Ich hatte aber nicht viel Geld dafür. Also habe ich mir so nach und nach um die 2000 Pflanzringe besorgt, sie mit schwerer Stahlarmierung und Beton verankert und bis zu fünf übereinander gesetzt, an zwei Seiten des Grundstücks. Und was war der offen ausgesprochene Kommentar zweier meiner Nachbarn: "Diese Mauern stürzen bis Weihnachten um!" Die stehen aber auch nach acht Jahren noch. Verschärft wurde die Wut der Nachbarn über meine Billiglösung (ein Pflanzring um die 5 EUR damals) dadurch, dass mir prophezeit wurde: "Auch du wirst noch 30.000 EUR in Mauern investieren, so wie wir es getan haben! Ohne L-Blöcke funktioniert das hier nicht!"

Was ähnliches, aber weniger drastisch erlebte ich in einem früheren 6-Familien-Mietshaus, wo wir zwar eine Waschmaschine wie jeder Andere hatten, aber als Einzige keinen Wäschetrockner obendrauf. Das war wie eine Lücke, die dem Vermieter nicht passte. Der hat uns so lange genötigt, bis wir uns auch einen gekauft haben. Dabei haben wir die Wäsche immer nur auf dem Balkon und nie in der Wohnung getrocknet, aber das sah dem zu asozial aus. Außerdem würden wir uns so vor Kosten drücken und uns damit besser stellen als die Nachbarn.

Das ist die dreckigste Fratze des Spießbürgers, die da zum Vorschein kommt.

Ich bin ja in einem bildungsfeindlichen Dorf großgeworden. Dass ich Abitur machte, dann eine kaufmännische Ausbildung in der nächstgelegenen Großstadt, und dann auch noch studierte, war für viele schon unerträglich. Aber trotz allem habe ich es in den Vorstand eines Vereins geschafft. Dieser Verein war nicht mehr aktiv. Ich habe dann mal locker bei der Vorstandssitzung (2 - 3 mal jährlich) mitgeteilt, dass ich demnächst in Frankfurt arbeiten und wohnen würde, aber mindestens einmal im Monat zu Besuch komme. Das war dann aber endgültig zu viel des Guten und ohne Rücksprache mit mir zu halten, wurde bei der nächsten Sitzung, zu der ich nicht eingeladen wurde, ein neuer Kassierer gesucht. Als ich dann fünf Jahre später in die nächstgelegene Großstadt zog, wo ich schon meine Ausbildung und das Studium machte, wurde natürlich wieder Häme über mich ausgegossen. Dass ich es nicht gepackt hätte und was ich hier wieder wollte und so... Das sind eben so gestörte Menschen, die keiner braucht. Nur, das Problem ist: Es gibt viel zu viele davon. Man kann sich denen kaum entziehen, außer man zieht wirklich irgendwo hin, wo einen keiner kennt, und wo man völlig neu "taxiert" wird. Das ist ein Ausdruck, der mir gestern dazu eingefallen ist und ganz gut passt, wie ich finde. Unbekannte Menschen werden grundsätzlich so akzeptiert, wie sie sind, vorausgesetzt, es findet keiner raus, was sie vorher gemacht haben. Menschen mögen keine Veränderungen an anderen Menschen. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Ausnahmen bestätigen die Regel.

04.12.2012 22:58 • #9


Ich finde es super wenn Menschen aus Misserfolgen im Leben ,
wieder das ganze in Erfolge umwandeln.
Neider das kenne ich zu gut.
Diese Menschen die Neid haben , sind oft mit sich nicht im reinen.
Den wenn sie das wären würden sie sich nicht andere Kritisieren oder nieder machen.
Deshalb sehe ich das heute locker.
Klar regt man sich auf und denkt sich sag mal was soll das. Vor allem wenn man
aus starken Misserfolgen wieder positives Erschaffen hat.
Ich habe auch sehr starken Respekt vor Menschen die es schaffen. Neider die nur
jammern und selber das Ruder nicht in die Hand nehmen , versuche ich so gut
wie möglich nicht mehr ernst zu nehmen.
In der heutigen Zeit sind viele Dinge anders . Wir haben nicht mehr den Vater Staat
hinter uns der für unseren Handlungen die Verantwortung übernimmt.
Sondern wir , wenn wir ein Haus kaufen und das nach paar Jahren nicht mehr halten
können müssen wir selber dafür gerade stehen.
Das ist nun mal so , das müssen die Menschen verstehen. Doch was machen viele
sie geben anderen die Schuld. Sagen ja der verdient mehr wie ich und der arbeitet
gar nicht bla bla bla .
Das sind typisch Neider. Da reagiere ich gar nicht mehr drauf. Klar rege auch ich mich
auf wenn der Stadt zb die Benzin Preise erhöht. Nur was kann man machen , man kann
jammern oder man kann handeln.[/b]
Ich habe zb mein Auto abgemeldet. Und ich habe mir ein Fahrrad angelegt.Das hat
Vorteile ich habe Bewegung ich atme frische Luft. Und ich spare im Monat 400,00 Euro.
Nun was nun , man muss vieles anders sehen , und immer 2 Seiten sehen.
Das ist enorm wichtig.
Ich Jammer nicht mehr . Klar habe ich das auch schon , wer macht das nicht.
Oder man ist selbst mal neidisch . Aber wie du sagtest , sie im Neid stehen lassen.
Den sie schaden sich am meisten . Es sind ihre Minderwertigkeitskomplexe.[/b]


Immer weiter machen niemals aufgeben ..................

05.12.2012 00:24 • #10


Zitat von Erneuerbar:
Zitat von Dubist:
Hast du es selber erlebt?

Meinst du mich? Ja, das habe ich alles erlebt, bis auf den Fall der unerwarteten Genesung. Der war aus dem Buch von Paul Watzlawick.

Ich habe den Neid meiner Nachbarn direkt abgekriegt, weil ich beim Hausbau vieles anders gemacht habe, als sie es gemacht hätten oder haben. Da ich an einem Hang wohne, musste ich gezwungenermaßen Mauern bauen. Ich hatte aber nicht viel Geld dafür. Also habe ich mir so nach und nach um die 2000 Pflanzringe besorgt, sie mit schwerer Stahlarmierung und Beton verankert und bis zu fünf übereinander gesetzt, an zwei Seiten des Grundstücks. Und was war der offen ausgesprochene Kommentar zweier meiner Nachbarn: "Diese Mauern stürzen bis Weihnachten um!" Die stehen aber auch nach acht Jahren noch. Verschärft wurde die Wut der Nachbarn über meine Billiglösung (ein Pflanzring um die 5 EUR damals) dadurch, dass mir prophezeit wurde: "Auch du wirst noch 30.000 EUR in Mauern investieren, so wie wir es getan haben! Ohne L-Blöcke funktioniert das hier nicht!"

Was ähnliches, aber weniger drastisch erlebte ich in einem früheren 6-Familien-Mietshaus, wo wir zwar eine Waschmaschine wie jeder Andere hatten, aber als Einzige keinen Wäschetrockner obendrauf. Das war wie eine Lücke, die dem Vermieter nicht passte. Der hat uns so lange genötigt, bis wir uns auch einen gekauft haben. Dabei haben wir die Wäsche immer nur auf dem Balkon und nie in der Wohnung getrocknet, aber das sah dem zu asozial aus. Außerdem würden wir uns so vor Kosten drücken und uns damit besser stellen als die Nachbarn.

Das ist die dreckigste Fratze des Spießbürgers, die da zum Vorschein kommt.

Ich bin ja in einem bildungsfeindlichen Dorf großgeworden. Dass ich Abitur machte, dann eine kaufmännische Ausbildung in der nächstgelegenen Großstadt, und dann auch noch studierte, war für viele schon unerträglich. Aber trotz allem habe ich es in den Vorstand eines Vereins geschafft. Dieser Verein war nicht mehr aktiv. Ich habe dann mal locker bei der Vorstandssitzung (2 - 3 mal jährlich) mitgeteilt, dass ich demnächst in Frankfurt arbeiten und wohnen würde, aber mindestens einmal im Monat zu Besuch komme. Das war dann aber endgültig zu viel des Guten und ohne Rücksprache mit mir zu halten, wurde bei der nächsten Sitzung, zu der ich nicht eingeladen wurde, ein neuer Kassierer gesucht. Als ich dann fünf Jahre später in die nächstgelegene Großstadt zog, wo ich schon meine Ausbildung und das Studium machte, wurde natürlich wieder Häme über mich ausgegossen. Dass ich es nicht gepackt hätte und was ich hier wieder wollte und so... Das sind eben so gestörte Menschen, die keiner braucht. Nur, das Problem ist: Es gibt viel zu viele davon. Man kann sich denen kaum entziehen, außer man zieht wirklich irgendwo hin, wo einen keiner kennt, und wo man völlig neu "taxiert" wird. Das ist ein Ausdruck, der mir gestern dazu eingefallen ist und ganz gut passt, wie ich finde. Unbekannte Menschen werden grundsätzlich so akzeptiert, wie sie sind, vorausgesetzt, es findet keiner raus, was sie vorher gemacht haben. Menschen mögen keine Veränderungen an anderen Menschen. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Ausnahmen bestätigen die Regel.






Das hast du super gesagt. Mir ging es ähnlich wie dir. Ich finde das auch krankhaft. Mann muss da echt auf passen.
Man kann da zum Opfer fallen. Besser ist es dann weg zu ziehen und neu an zu fangen.
Oder man zieht dort hin wo ähnliche Denkweise herrscht.
Bei uns in der Straße wohnen viele Unternehmer , Künstler , ich denke das passt dann gut .
Ich könne es zb dem Künstler neben uns.
Ich finde es super wie er das geschafft hat. was ich noch schlimm finde das es vor allem unter den deutschen so einen starken Neid gibt.
Das macht sogar Agro ............. Lach hab mich unter Kontrolle keine Sorg

05.12.2012 01:04 • #11


Ich glaube aber nicht, dass das eine besonders deutsche Eigenschaft ist, denn ich habe mir von Menschen aus vielen Ländern sagen lassen, dass es woanders auch nicht viel besser ist. Man wird überall von seinen Mitmenschen beobachtet und bewertet, meistens abgewertet. Ich habe allerdings einen Nachbarn, der auffallend gut über andere Nachbarn spricht, aber gleichzeitig weiß ich, dass er ziemlich viel über uns rumerzählt. Der ist so eine Art Dorfsheriff. Er redet zwar von leben und leben lassen, mischt sich aber in alles ein. Der hat mich sogar nachts um 1 mal aus dem Bett geklingelt, weil er bei seinem Gutenachtstreifzug bemerkt hatte, dass ich meine Petroleumlampe brennen ließ. Das war mit voller Absicht, weil wir da noch keine Heizung in einem 130 qm-Haus hatten. Angeblich hatte er Angst, dass wir ersticken. Was soll man dazu sagen? Ein paar Tage später habe ich ihm gesagt, dass ich nicht will, dass er um mein Haus schleicht, und wiederum ein paar JAHRE später hielt er mir vor, dass er mir diese Aussage sehr für übel nahm. Und als meine Frau bei mir einzog, hat er ihren Sohn ein paar mal mit dem Fernglas beobachtet. Seitdem haben wir Spiegelfolien oder blickdichte Gardinen. Aber dass gerade solche Leute meist hochangesehen sind, während ich als ehrlicher Mensch, der keinem was böses will, oft nach kurzer Zeit abgelehnt werde, geht mir bis heute nicht in den Kopf.

05.12.2012 18:46 • #12


Zitat von Erneuerbar:
Ich glaube aber nicht, dass das eine besonders deutsche Eigenschaft ist, denn ich habe mir von Menschen aus vielen Ländern sagen lassen, dass es woanders auch nicht viel besser ist. Man wird überall von seinen Mitmenschen beobachtet und bewertet, meistens abgewertet. Ich habe allerdings einen Nachbarn, der auffallend gut über andere Nachbarn spricht, aber gleichzeitig weiß ich, dass er ziemlich viel über uns rumerzählt. Der ist so eine Art Dorfsheriff. Er redet zwar von leben und leben lassen, mischt sich aber in alles ein. Der hat mich sogar nachts um 1 mal aus dem Bett geklingelt, weil er bei seinem Gutenachtstreifzug bemerkt hatte, dass ich meine Petroleumlampe brennen ließ. Das war mit voller Absicht, weil wir da noch keine Heizung in einem 130 qm-Haus hatten. Angeblich hatte er Angst, dass wir ersticken. Was soll man dazu sagen? Ein paar Tage später habe ich ihm gesagt, dass ich nicht will, dass er um mein Haus schleicht, und wiederum ein paar JAHRE später hielt er mir vor, dass er mir diese Aussage sehr für übel nahm. Und als meine Frau bei mir einzog, hat er ihren Sohn ein paar mal mit dem Fernglas beobachtet. Seitdem haben wir Spiegelfolien oder blickdichte Gardinen. Aber dass gerade solche Leute meist hochangesehen sind, während ich als ehrlicher Mensch, der keinem was böses will, oft nach kurzer Zeit abgelehnt werde, geht mir bis heute nicht in den Kopf.












Klar den gibt es überall . Nur bei uns fehlt der Patriotismus . Das ist meine Meinung. Und ich finde lieber ein Nachbar der wenigstens mal nach dem anderen schaut .
Als ein Nachbar bei dem man nicht weiß ob er noch lebt. Bei uns in der Siedlung lag mal ein alter man tagelang in der Wohnung . Keiner bemerkte es. Zum Glück fand man ihn rechtzeitig.
Also klar sollte man niemand kontrollieren.
Ich finde es aber besser , wenn man aufmerksam ist.

05.12.2012 19:25 • #13


Dass in Großstädten schon zwei von fünf Menschen alleine leben, ist an sich schon ein Mißstand, der dazu führen kann, dass Menschen unbemerkt sterben können. Unter normalen Umständen braucht man keine Nachbarn, um aufeinander aufzupassen. Denn dafür ist die Familie da. Ich möchte nicht, dass meine Nachbarn um mein Haus herumschnüffeln. Von mir aus wäre es das beste, wenn jeder meterhohe Mauern um sein Grundstück herum hätte, wie in vielen Ländern der dritten Welt, wo keiner dem anderen traut. Ist zwar auch nicht jedermanns Sache, aber mir wäre es als Introvertierter lieber.

05.12.2012 19:35 • #14


Zitat von Erneuerbar:
Dass in Großstädten schon zwei von fünf Menschen alleine leben, ist an sich schon ein Mißstand, der dazu führen kann, dass Menschen unbemerkt sterben können. Unter normalen Umständen braucht man keine Nachbarn, um aufeinander aufzupassen. Denn dafür ist die Familie da. Ich möchte nicht, dass meine Nachbarn um mein Haus herumschnüffeln. Von mir aus wäre es das beste, wenn jeder meterhohe Mauern um sein Grundstück herum hätte, wie in vielen Ländern der dritten Welt, wo keiner dem anderen traut. Ist zwar auch nicht jedermanns Sache, aber mir wäre es als Introvertierter lieber.




Klar da gebe ich dir recht . Nur bedenke das es nicht mehr viele Familien gibt. Viele junge Menschen haben keine Familie mehr.
So und jetzt ?? ich finde deine Art sehr unsozial.
Das finde ich in Amerika gut , die Menschen sind herzlicher als bei uns.
In vielen Siedlungen wohnen viele alleine . Und Internet oder 1,2 Freunde weiters weg können keine Familie ersetzen.
Lese mal das Buch wie man Freunde gewinnt .
Ein Tipp Buch..............
Ich weiß ja nicht was du für Negative Erfahrungen gemacht hast.
Klar gibt es voll Pfosten die kontrollieren was der andere macht. Das geht mal gar nicht.
Das kann ich auch nicht leiden.

05.12.2012 20:08 • #15


Dubist
Wie man Freunde gewinnt hab ich verschlungen und was soll es bringen? Selbst zum Beispiel alle Punkte angewandt und nichts hat es gebracht. Viel mehr bringt eine selbstbewußte und wenig bedürftige Auststrahlung als dauernd schauen was der andere will.
Es gibt richtige Drecksäcke, sorry, die haben Freunde.
Oder Tanten die geben an ohne ende, haben auch ne Menge leute die sich um die scharen.
Mit Nettigkeit wirst manchmal auch nur getreten.

05.12.2012 21:25 • #16


Zitat von Coach1981:

Klar da gebe ich dir recht . Nur bedenke das es nicht mehr viele Familien gibt. Viele junge Menschen haben keine Familie mehr.
So und jetzt ?? ich finde deine Art sehr unsozial.

Dass es nicht mehr viele Familien gibt, dazu tragen die meisten Menschen durch ihren dauerpubertierenden Lari-Fari-Lebensstil ja selber erst bei. Und dann verwechseln sie das Problem mit der Lösung. Man kann nunmal nicht auf der einen Seite die Verantwortung für eine Familie ablehnen und sich auf der anderen Seite wundern, dass man vereinsamt oder trotz Freundschaften eine galoppierende innere Leere verspürt. Es wird übrigens niemand gezwungen, sich "hartherzige" Menschen zu suchen, wie diese hier genannt wurden, oder diese abzulehnen, und sonst nichts weiter zu tun außer abzuwarten, ist auch keine Lösung.

05.12.2012 21:46 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Dubist:
Wie man Freunde gewinnt hab ich verschlungen und was soll es bringen? Selbst zum Beispiel alle Punkte angewandt und nichts hat es gebracht. Viel mehr bringt eine selbstbewußte und wenig bedürftige Auststrahlung als dauernd schauen was der andere will.
Es gibt richtige Drecksäcke, sorry, die haben Freunde.
Oder Tanten die geben an ohne ende, haben auch ne Menge leute die sich um die scharen.
Mit Nettigkeit wirst manchmal auch nur getreten.




Da gebe ich dir recht. Ich denke man muss seine Grenzen setzen. Nur sollte man jetzt keine Mauern um das Haus bauen das finde ich nicht gerade gut

05.12.2012 22:12 • #18


Zitat von Dubist:
Wie man Freunde gewinnt hab ich verschlungen und was soll es bringen? Selbst zum Beispiel alle Punkte angewandt und nichts hat es gebracht. Viel mehr bringt eine selbstbewußte und wenig bedürftige Auststrahlung als dauernd schauen was der andere will.
Es gibt richtige Drecksäcke, sorry, die haben Freunde.
Oder Tanten die geben an ohne ende, haben auch ne Menge leute die sich um die scharen.
Mit Nettigkeit wirst manchmal auch nur getreten.

Das ist es. Menschen, die beliebt sind und überall im Mittelpunkt stehen, sind eben gerade nicht rücksichtsvoll, sondern setzen das durch, was SIE wollen. Das alleine reicht zwar noch nicht, aber es ist eine notwendige Bedingung. Menschen, um die sich viele Menschen scharen, wie die Mücken um die Exkremente, haben selber meist reichlich Dreck am Stecken. Eine gewisse Primitivität im Ausdruck hat noch nie bei der Machtausübung geschadet, eher im Gegenteil. Machtmenschen müssen nicht eloquent reden können, sondern bestimmend sein und nicht durch Worte, sondern durch Taten wirken. Wenn man allerdings nur bestimmend ist, aber seine Macht aus irgendwelchen Gründen nicht durchsetzen kann, dann merken das die Anderen sofort, und man ist draußen.

05.12.2012 22:39 • #19


Zitat von Erneuerbar:
Zitat von Dubist:
Wie man Freunde gewinnt hab ich verschlungen und was soll es bringen? Selbst zum Beispiel alle Punkte angewandt und nichts hat es gebracht. Viel mehr bringt eine selbstbewußte und wenig bedürftige Auststrahlung als dauernd schauen was der andere will.
Es gibt richtige Drecksäcke, sorry, die haben Freunde.
Oder Tanten die geben an ohne ende, haben auch ne Menge leute die sich um die scharen.
Mit Nettigkeit wirst manchmal auch nur getreten.

Das ist es. Menschen, die beliebt sind und überall im Mittelpunkt stehen, sind eben gerade nicht rücksichtsvoll, sondern setzen das durch, was SIE wollen. Das alleine reicht zwar noch nicht, aber es ist eine notwendige Bedingung. Menschen, um die sich viele Menschen scharen, wie die Mücken um die Exkremente, haben selber meist reichlich Dreck am Stecken. Eine gewisse Primitivität im Ausdruck hat noch nie bei der Machtausübung geschadet, eher im Gegenteil. Machtmenschen müssen nicht eloquent reden können, sondern bestimmend sein und nicht durch Worte, sondern durch Taten wirken. Wenn man allerdings nur bestimmend ist, aber seine Macht aus irgendwelchen Gründen nicht durchsetzen kann, dann merken das die Anderen sofort, und man ist draußen.



Der Sache stimme ich teilweise zu .

06.12.2012 09:17 • #20



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