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Kay912

Kay912


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Dann brauchst du das Buch nicht.

05.05.2018 10:52 • #321


kalina

kalina


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Zitat von Kay912:
Das Buch ist meiner Meinung nach nur Marketing.
Da du schon nach den ersten Versuchen zweifelst, solltest du das nicht auf eigene Faust machen, sondern dir Hilfe von einem
Profi holen und nicht das Selbsthilfe Buch eines Journalisten lesen. Es ist harte Arbeit, so ein Angstverhalten abzulegen, da reicht es nicht, wenn man mal eben 10 Sätze aufschreibt und versucht es dadurch zu verdrängen.




Ein Buch kann niemals eine anständige Therapie ersetzen.

Bücher gegen Ängste gibts wie Sand am Meer.

Wirklich geheilt wird man davon sowieso nicht.

05.05.2018 11:17 • #322


hasi26

hasi26


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Hallo ich leide seit ca. einem halben Jahr an Angststörungen und Panikattacken und habe das Buch im Oktober geschenkt bekommen und habe angefangen es zu lesen. Ich konnte Anfangs auch mit der 10 Satz Methode schlecht arbeiten, da ich so negativ gestimmt war das es mir schwer viel überhaupt 10 Sätze zu finden. Mittlerweile habe ich meine Sätze schon einmal umschreiben müssen und müsste es jetzt schon wieder tun, da ich einiges was ich zuvor aufgeschrieben hatte, abharken konnte, d.h. die Sätze konnten sich schon in die Taten umsetzen lassen, so das ich Sie nicht mehr verwenden musste. Zudem helfen mir bestimmte Sätze heute noch bei einer Panikattacke, wenn ich merke das es anfängt mit schlecht zu gehen hole ich mir meinen Zettel auf dem die Sätze stehen und lese sie mir durch, oder einen Satz, den ich mittlerweile auswendig beherrsche sage ich mir immer wieder in meinem Kopf vor. So konnte ich jetzt mittlerweile meine Panikattacken abmildern, aber immer noch nicht ganz verschwinden lassen. Auch mit der sogenannten Schiebe Technik die im Buch beschrieben wird komme ich nicht wirklich gut zurecht. Wahrscheinlich liegt es aber daran das ich mich nicht genug damit auseinander setze... oder weil mir einfach noch zu viele negative Gedanken durch den Kopf gehen. Im Buch wird ja immer wieder davon gesprochen sein Leben zu verändern, im Beruf, sein Umfeld oder bei seinem Partner. Damit habe ich die größten Schwierigkeiten, mein Umfeld ist ok, mit meinem Partner läuft es auch besser und im meinem Beruf... naja aber bei wem sind diese 3 aufgelisteten Punkte immer sooo positiv, irgendwo gibt es doch immer irgendwas zu meckern oder zu bemängeln oder ? Wer hat den nachdem er das Buch gelesen hat, sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt ? und ist jetzt von der Panik befreit ?! Vor meiner Panik war mein Leben auch nicht der reinste Sonnenschein, Probleme gab es immer und wird es immer geben. Was genau löst dann meine Panik und meine Angstgefühle aus und wieso denke ich auf einmal nur noch negativ darüber so das es mir Angst macht. Ich glaube hier bleibt nur der Gang zu einem richtig guten Psychologen. Aber leider lässt sich so schnell niemand finden, da die Termine seid Monaten im voraus belegt sind...
Wem von Euch geht es den ähnlich und kann über seine Erfahrung mit dem Buch berichten...
Oft hatte ich auch beim niederschreiben der Sätze das Gefühl, das die Sätze "nicht richtig" waren, also zu wenig aussage Kraft hatten und ich dann schon wieder anfing an mir zu zweifeln.

15.01.2019 09:19 • #323


Hotin

Hotin


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@hasi26

Hallo hasi,

willkommen im Forum.
Zitat:
Leider schreibst Du nichts über Dein Alter und Deine persönlich Situation.


Gründe für starke Ängste und Panikattacken kann es sehr viele geben.
Nicht immer findet man die Gründe schnell.
Zitat:
Im Buch wird ja immer wieder davon gesprochen sein Leben zu verändern, im Beruf, sein Umfeld oder bei seinem Partner.
Damit habe ich die größten Schwierigkeiten, mein Umfeld ist ok, mit meinem Partner läuft es auch besser und im
meinem Beruf... naja


Das Buch von Klaus Bernhardt kenne ich nicht. Allerdings habe ich eher Zweifel daran,
dass man sein Leben unbedingt verändern sollte. In einzelnen Fällen mag dies
sinnvoll sein. Allgemein wird es Dir aber meiner Meinung nach mehr helfen, wenn Du die
Sichtweise zu Deinen Gefühlen und Empfindungen etwas veränderst. Dadurch kann
eine innere seelische Belastung, falls so etwas vorhanden ist, schwächer werden.
Und weniger innerer Stress lässt meistens Ängste schnell schwächer werden und bald auch
Panikattacken seltener werden.
Zitat:
und ich dann schon wieder anfing an mir zu zweifeln.


Es kann schon sein, dass Du einiges für ich besser machen kannst.
Wichtig finde ich jedoch: Zweifele nicht an Dir.
Kein Mensch macht alles richtig.
Zitat:
Ich glaube hier bleibt nur der Gang zu einem richtig guten Psychologen.


Lasse Dich möglichst psychologisch beraten. Gespräche mit einem Therapeuten
können sehr helfen. Suchen und herausfinden, was Dich belastet, musst Du aber allein.
Niemand kann in Deine Gedanken hineinschauen.

Viele Grüße

Bernhard

15.01.2019 09:59 • #324


hasi26

hasi26


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Zitat von Hotin:
@hasi26

Hallo hasi,

willkommen im Forum.


Hallo und danke dir für Deine Rückmeldung,
ich bin 39 Jahre alt und habe in meinem Leben immer schon unter Ängsten gelitten, Flugangst, Höhenangst und bestimmten Situationen im Alttag z.B. beim Autofahren auf der Autobahn. Aber diesen Situationen habe ich mich meistens immer gestellt und konnte sie so überwinden.
Im letzten Jahr kam eine Situation dazu die mein ganzes Leben dann völlig aus der Bahn geworfen hat, mein Mann hat sich zum zweiten mal schwer Verletzt, 2016 Riss der Patellarsehne recht, Anfang 2017 Patellarsehnen Riss linkes Bein, davor war es meine Mutter die sich einen Trümmerbruch im Arm zugezogen hat, dazu kam noch das ich im Sommer letzten Jahres im Freibad auf mein Schienbein unterhalb des Knies gestürzt bin und seid dem habe ich Panikattaken. Richtig schlimm wurde es dann allerdings als mein Sohn Anfang September 2018 zur Klassenfahrt nach London und Paris gefahren ist, das war eine Woche lang der blanke Horror für mich 3 Tage zuvor hatte ich wieder eine heftige Panikattacke.
Also ich kann mit Sicherheit schon sagen was genau meine Angst ausgelöst hat und das sich diese negativen Gedanken bei mir verstärkt haben, seid das alles passiert ist.
Ich war auch 5 oder 6 Wochen 1x in der Woche bei einer Therapeutin, die ich aber auf eigene Kosten bezahlt habe, da es mir so schlecht ging, die Therapie die sie bei mir angewendet hat, hat mir aber nicht zugesagt, da ich davon auch wieder Panikattacken bekommen habe, deshalb habe ich die Therapie abgebrochen und habe es dann mit dem Buch versucht.
Ich kann ja auch nicht sagen das es mir nicht schon geholfen hat, aber diese negativen Gedanken " was kann heute weider passieren" sind halt noch sehr present und lassen sich manchmal gar nicht steuern, da sie innerhalb weniger Sekunden auftreten.

Wie gesagt einen guten Psychologen zu finden gestaltet sich im Moment sehr schwierig, da alle Termine für Monate belegt sind, also versuche ich weiterhin mit dem Buch zu arbeiten.

15.01.2019 10:25 • x 1 #325


Hotin

Hotin


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Hallo hasi,
Zitat:
Also ich kann mit Sicherheit schon sagen was genau meine Angst ausgelöst hat und das sich diese negativen
Gedanken bei mir verstärkt haben, seid das alles passiert ist.


Was Du hier als Auslöser beschreibst, halte ich für sehr wahrscheinlich.
Ich finde das sehr hilfreich, wenn Du das bereits erkannt hast.

Wie geht es Deinem Mann heute. Sind die Verletzungen beim Sport aufgetreten?
Und wie geht es Deiner Mutter und wie Deinem Schienbein?
Zitat:
Also ich kann mit Sicherheit schon sagen was genau meine Angst ausgelöst hat und das sich diese negativen
Gedanken bei mir verstärkt haben, seid das alles passiert ist.


Nun Dein Sohn ist ja offensichtlich wieder gesund von seiner Klassenfahrt zurückgekommen.

Könnte es sein, dass Du durch die beschriebenen Vorfälle im Unterbewusstsein
abgespeichert hast:
"Sieh mal, was da alles passiert ist. Dann habe ich ja immer zurecht so viel Angst."
Falls das so sein kann, denkst Du da etwas sehr falsches, weil.
Alles was da Schlimmes passiert ist, wäre genauso abgelaufen, ob Du davor Angst hattest
oder nicht.

Du solltest also versuchen, schnell wieder mehr Vertrauen in Deinen persönlichen
Alltag bekommen.
Angst hilft oft davor, rechtzeitig Gefahren zu erkennen. Zuviel Angst aber schadet,
weil sie verhindert, Freude und Lockerheit im Leben zu empfinden.

Wenn Du viel Angst im Leben hast, läuft Dein Leben nicht besser, sondern deutlich schlechter.
Trotzdem geschieht fast immer genau das Gleiche.

Bernhard

15.01.2019 11:01 • #326


hasi26

hasi26


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Zitat von Hotin:
Wie geht es Deinem Mann heute. Sind die Verletzungen beim Sport aufgetreten?
Und wie geht es Deiner Mutter und wie Deinem Schienbein?


Leider sind die Verletzungen meines Mannes nicht beim Sport oder auf der Arbeit passiert, sondern mein Mann ist gestürzt, bei unserem gemeinsamen Hobby (geocaching) dass, was mir am meisten Spaß gemacht hat ist jetzt nur noch unter Besonderen "Sicherheitsmaßnahmen" machbar. D.h. nur noch auf sichern geraden Wegen, niemals alleine mit meinem Mann, nicht irgendwo im Wald, usw. nur an Orten die für mich Sicher erscheinen.
Nach diesem Vorfall musste ich für mich diese Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um überhaupt noch mit meinem Mann vor die Tür gehen zu können.

Bei meiner Mutter ist es fast das selbe, sie ist damals beim Federball spielen im Urlaub gestürzt, ihr Bruch ist wieder gut verheilt aber sie hat Osteoporose, d.h. sollte sie nochmal fallen könnten Ihre Knochen in tausend Teile zerspringen. Deshalb gehe ich mit ihr auch ungerne spazieren, mache es aber ähnlich wie bei meinem Mann, immer auf geraden Wegen, bloß kein Risiko eingehen.

Mein Schienbein hingegen tat nach dem Sturz noch sehr lange weh, obwohl ich mehrmals beim Orthopäden und im KH war konnte man nichts "besonderes" feststellen. Auch heute noch habe ich das Gefühl das die Muskulatur an der rechten Seite neben dem Schienbein das meiste abbekommen hat. Schmerzt noch immer beim drüber reiben. Aber ich denke die Angst hat mich auch schmerzempfindlicher werden lassen, bei jedem kleinen Stoß reagiere ich sofort mit einer anstehenden Panikattake oder zu mindestens mit Hitzewallungen, Übelkeit und Herz rasen, da sofort der Gedanke in mir hoch springt "Hoffentlich ist nichts schlimmes passiert"

Deswegen hat mir hier die 10 Satz Methode sehr weiter geholfen, bei solch einem Anflug von Panik habe ich dann sofort den Satz von meiner Liste benutzt "Ich gönne meinem Kopf nur positive Informationen, die mir dabei helfen, mein Leben leichter und fröhlicher zu gestalten" oder "Ich habe ganz viel Mut und ganz viel Kraft" und die Panikattacke ist an mir vorbei gegangen oder hat mich nur leicht erwischt, so das ich sie nach kurzer Zeit beenden konnte und nicht wie sonst Stunden lang an den Symptomen wie Herz rasen, Übelkeit, Hitzewallung und Durchfall zu kämpfen hatte.

Ja auch mein Sohn ist gesund und munter von der Klassenfahrt zurück gekehrt, für Ihn war es ein tolles Erlebnis.

Auch ich weiß selbst das ich nicht daran Schuld war das diese Unfälle passiert sind oder das ich sie beeinflussen oder verhindern können, aber die Angst das wieder etwas passieren könnte ist einfach noch Teil meines Lebens und lässt sich nur in kleinen Schritten kontrollieren. Es reicht halt nicht aus, sich zu sagen, es wäre auch so passiert oder "Trotzdem geschieht fast immer genau das Gleiche." Ich denke dann immer jetzt wo ich sowieso so viel Angst und Panik in mir habe, kann ich mich beim nächsten schlimmen Ereignis in eine Psychiatrie einweisen lassen, ich würde es nervlich einfach nicht mehr verpacken.

Ich muss in kleinen Schritten wieder Vertrauen in meinen Mann und in mich haben um wieder so locker oder besser gesagt darüber gar nicht mehr nachdenken zu müssen.
Außerdem Interessiert mich eine Frage brennend: Freunden in meinem Umfeld ist etwas viel schlimmeres passiert, wieso geht es denen nicht so schlecht wie mir, warum kann ich das so schwer verarbeiten, weshalb lässt es sich so schwer behandeln, was mache ich falsch... und genau diese Fragen führen immer wieder dazu das es mir noch schlechter geht.

Die Psyche ist halt ein Ars... und wenn ich dann höre dein Unterbewusstsein schickt dir einen Liebesbeweis, sie warnt dich nur davor noch weiter in die falsche Richtung zu laufen oder weiter vor die Wand zu rennen !
Was mache ich den falsch...wieso laufe ich auf einmal vor die Wand ? Warum bekomme ich Panikattacken und andere die etwas viel schlimmeres erlebt haben nicht ?

Und dann das wichtigste überhaupt:
Was hindert mich daran wieder glücklich und Gelassen zu sein und wie genau kann ich es ändern ?

15.01.2019 12:12 • x 1 #327


Hotin

Hotin


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Hallo hasi,

es tut mir Leid, dass diese schweren Verletzungen alle in der Freizeit passiert sind.
Ich hoffe, auf Dauer werdet ihr nicht ständig zu übervorsichtig sein.
Zitat:

Die Psyche ist halt ein Ars... und wenn ich dann höre dein Unterbewusstsein schickt dir einen Liebesbeweis, sie warnt
dich nur davor noch weiter in die falsche Richtung zu laufen oder weiter vor die Wand zu rennen!


Allein diese Sichtweise finde ich falsch. Unsere Psyche ist eine wunderbare Einrichtung,
nicht nur wie eine Ameise stur funktionieren zu müssen, sondern große Glücksmomente fühlen zu dürfen.

Um aber Zufriedenheit und Glück empfinden zu können, muss man die Gegenseite,
also Unzufriedenheit und Krankheit kennen und vor allem auch akzeptieren.
Wie sollte man im Leben vorwärts streben, wenn man diese wichtigen Gegensätze
nicht kennt und auch deutlich spürt.
Zitat:
Außerdem Interessiert mich eine Frage brennend: Freunden in meinem Umfeld ist etwas viel schlimmeres passiert,
wieso geht es denen nicht so schlecht wie mir, warum kann ich das so schwer verarbeiten, weshalb lässt es sich so
schwer behandeln, was mache ich falsch...


So richtig falsch machst Du nicht unbedingt etwas. Nur Deine Erwartungen an Dich selbst und an das Leben werden
etwas falsch sein oder besser gesagt viel zu hoch sein.
Ich denke, schwere Erlebnisse und Ängste kann man nicht verarbeiten.
Beim Backen wird aus Mehl und Gewürzen beim Verarbeiten Brot.
Aus Fleisch und Gewürzen wird beim Verarbeiten Wurst.

Was soll denn beim Verarbeiten von Ängsten entstehen?
Meiner Meinung nach kann man Ängste nicht verarbeiten.
Man kann und sollte aber seine Ängste und auch vor allem dass, was geschehen ist,
akzeptieren und es unter persönliche Erfahrungen abspeichern.

Was Du besser machen kannst ist, Du kannst mehr bewusst denken und weniger
Deine häufig mit Angst besetzten Erfahrungen aus Deinem Unterbewusstsein zum
denken und kommunizieren benutzen.
Dadurch werden Deine Reaktionen zwar etwas langsamer, die Denkergebnisse und Deine
Zufriedenheit aber deutlich besser.
Oder, einfach gesagt. Wie beim essen, weniger vorgefertigte Speisen zubereiten,
sondern mehr frisch kochen.
Und beim Denken weniger mit angstbesetzten Erinnerungen aus Deinem Unterbewusstsein denken, sondern
mehr frisch mit Deinem Bewusstsein denken.
In der Kürze lässt sich dies nicht ganz einfach beschreiben.
Falls es Dich interessiert, kannst Du mal auf meine Internetseite
http://www.weniger-angst.de schauen.
Dort erfährst Du etwas mehr über meine Sichtweisen.

Viele Grüße

Bernhard

15.01.2019 13:26 • x 2 #328


kalina

kalina


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Zitat von hasi26:
Warum bekomme ich Panikattacken und andere die etwas viel schlimmeres erlebt haben nicht ?

Die Menschen sind eben unterschiedlich veranlagt. Was den einen kaum interessiert kann den anderen völlig umhauen.
Du sagst ja, Du bist schon immer etwas ängstlich gewesen.

Dafür hat der andere vielleicht ein schwaches Herz oder ist Choleriker oder was auch immer.

Erstmal muss man sich akzeptieren mit seinem eigenen Wesen und sich nicht ständig vergleichen. Das bringt nichts.

Ich würde Dir auf Dauer auch empfehlen nach einem passenden Psychologen Ausschau zu halten. Lass Dich auch verschiedene Wartelisten schreiben. Im Notfall kann man auch bei der Krankenkasse nachfragen.

Bücher gegen Ängste können zusätzlich ein bisschen helfen sich selbst zu verstehen, schaden kann es nicht, aber ein guter Psychologe kann dadurch absolut nicht ersetzt werden.

Übrigens gibt es auch sehr viele gute andere Selbsthilfebücher gegen Ängste, z. B. auch von Dr. Rolf Merkle oder Dr. Doris Wolf, oder auch viele, viele andere.
Ein bisschen kann so ein Buch einen schon unterstützen oder informieren, mehr aber auch nicht.

15.01.2019 13:28 • x 1 #329


hasi26

hasi26


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Ja Danke Bernhard,
Da muss ich dir recht geben, bei dem was du geschrieben hast und wie gesagt ich versuche auch jeden Tag an mir zu arbeiten um mir ein besseres Gefühl zu geben.
Doch an manchen Tagen ist es wieder rum so schlimm, das man nur noch heulen kann...
Ich bleibe aber dran und werde es auf jedenfall bei einem Therapeuten probieren zu lösen.

Danke für deinen Beitrag.
LG.

15.01.2019 13:43 • x 1 #330


hasi26

hasi26


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Zitat von kalina:
Ich würde Dir auf Dauer auch empfehlen nach einem passenden Psychologen Ausschau zu halten. Lass Dich auch verschiedene Wartelisten schreiben. Im Notfall kann man auch bei der Krankenkasse nachfragen.


Hallo kalina,
das habe ich schon gemacht, bei der KK habe ich es als allererstes versucht, die leiten aber einen auch nur zur Kassenärztlichen Vereinigung weiter, die wiederum einem dann sagen das die Aussichten für einen Therapieplatz bis zu einem Jahr Wartezeit in Anspruch nehmen kann.

Von dort habe ich dann relativ zügig einen Termin bei einem Psychologen erhalten, zu einem Erstgespräch...fazied dieser ganzen Aktion...
1 Termin in der Praxis 2 Std. lang irgendwelche Fragebögen beantwortet
2 Termin ca. 1 Std. lang ein Gespräch bei dem Therapeuten, der überhaupt nicht einsehen wollte das ich ein Problem mit Ängsten habe.
Fazit des Therapeuten nach dem 1 Std Gespräch:
Sie haben was an der Schilddrüse lassen sie das mal überprüfen (obwohl ich Ihm gesagt habe das ich das schon gemacht habe und meine Werte "normal" sind)
Machen sie Autogenes Training
Wenn sie dann noch Panikattacken haben, können sie ja nochmal wieder kommen...
eh nein danke, einmal und nie wieder als ich aus der Praxis kam, hätte ich nur so losheulen können.

Von daher suche ich mir meine Psychologen lieber selbst aus, darauf kann ich ein zweites mal verzichten.

Dann habe ich mir auf eigene Kosten eine Heilpraktikerin gesucht die mir mit Hypnose weiter helfen sollte.
Das Fazit daraus nach 6 oder 7 Behandlungen und 700,-Euro weniger auf dem Konto, weitere Panikattacken nach der Sitzung bei Ihr als ich wieder zu Hause war.
Die Therapie habe ich dann abgebrochen.

Nur das Buch konnte mir genau verständlich machen worum es sich genau handelt bei einer Panik Attacke, wie ich damit umgehen muss, welche Möglichkeiten es gibt, die mir helfen könnten, was genau in meinem Körper passiert wenn ich eine Panik Attacke habe und welche Symptome sie mit sich bringen kann.

Daher war ja auch die Frage zu Anfang wer hat sein ganzes Leben nachdem er mit diesem Buch gearbeitet hat umgekrempelt ?

Aber danke für deine Informative Sichtweise und die Buch Empfehlungen.

LG hasi26

15.01.2019 14:04 • #331


kalina

kalina


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Ich hab diese Autoren nur genannt, weil ich verdeutlichen wollte, dass es sehr viele gute Bücher und Autoren gibt. Herr B. ist nur einer von vielen anderen.

Im Laufe des Lebens habe ich viele Menschen mit Ängsten oder Depressionen kennengelernt.

Kein einziger davon hat nach der Lektüre eines Buches sein "Leben umgekrempelt" oder gar Ängste oder Depressionen überwunden.

Ein Buch schadet nicht unbedingt. Mehr aber auch nicht.

Ich würde auch niemandem empfehlen soviel Geld für eine "Therapie" hinzulegen.

Man braucht ein bisschen Geduld um den passenden gut ausgebildeten Therapeuten zu finden (für den man selbstverständlich nicht privat zahlen muss) das stimmt, aber es lohnt sich.

15.01.2019 14:13 • x 2 #332


Flame


Wenn die Panikattacken die Lebensqualität deutlich einschränken und nach mehreren Therapieversuchen nicht besser werden,kann man mal über eine Medikamenteneinnahme nachdenken.

Die Gehirnchemie ist nicht ausgeglichen und deswegen ist der Körper in Daueralarmstimmung.
Wenn das ausgeglichen wird,verschwinden auch die Panikattacken.

Ich hab alles mögliche hinter mir: psychosomatische Kliniken,ambulante Verhaltenstherapie,Kurs in Autogenem Training,Aufenthalt in der Psychiatrie,Selbsthilfebücher...
Am Ende hat nur ein Medikament geholfen,seitdem nie wieder eine PA gehabt...

15.01.2019 14:18 • x 2 #333


hasi26

hasi26


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Zitat von Flame:
Die Gehirnchemie ist nicht ausgeglichen und deswegen ist der Körper in Daueralarmstimmung.
Wenn das ausgeglichen wird,verschwinden auch die Panikattacken.


Oder werden nur unterdrückt...das löst doch das eigentliche Problem nicht...
weshalb bekomme ich Panik ? Weil die Gehirnchemie nicht stimmt ?
Und wer diagnostiziert so einen Befund ?
Ich verwende doch nicht Chemie und nehme hohe Nebenwirkungen auf mich oder sogar Abhängigkeit von irgendwelchen Antidepressiva und unterdrücke oder verschleier das Problem nur damit.

Ich persönlich nehme seid 4 Tagen Sam-e das soll auch die Glückshormone im Körper wieder aktivieren oder wieder im Gehirn andocken lassen, bis jetzt merke ich davon nichts, ich muss aber auch dazu sagen das ich die Dosis vorsichtig steigern will, nehme am Tag also nur 1 Tablette anstatt den empfohlenen 2- 3.
Über Sam-e sei allerdings gesagt das es als Nahrungsergänzung Mittel zählt und ich bereits in einem anderem Forum hier nach Erfahrungsberichten gefragt habe.

LG hasi26.

15.01.2019 14:40 • #334


kalina

kalina


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Das Geld für so ein Nahrungsergänzungsmittel kann man sich auch sparen.
Die 50,-Euro pro Packung kann man viel sinnvoller anlegen.

Eine vielseitige vollwertige Ernährung und Sport ist empfehlenswert für jeden der etwas Gutes und Sinnvolles für seinen Körper
und seine Psyche tun möchte.

Methionin (Sam-e) kommt in der menschlichen Nahrung vor:
Brokkoli, Rosenkohl, Spinat, grüne Erbsen und Sojasprossen sind gute vegetarische Methionin-Lieferanten.
Die Aminosäure findet sich zudem in Eigelb, Fisch, Geflügel, Leber, Fleisch, Käse und Joghurt.

Also viel Gemüse, Erbsen, Sojasprossen und Fisch und Käse usw. essen, damit tut man dem Körper wirklich was Gutes.

15.01.2019 15:25 • x 1 #335


hasi26

hasi26


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Zitat von kalina:
Eine vielseitige vollwertige Ernährung und Sport ist empfehlenswert für jeden der etwas Gutes und Sinnvolles für seinen Körper
und seine Psyche tun möchte.

Methionin (Sam-e) kommt in der menschlichen Nahrung vor:
Brokkoli, Rosenkohl, Spinat, grüne Erbsen und Sojasprossen sind gute vegetarische Methionin-Lieferanten.
Die Aminosäure findet sich zudem in Eigelb, Fisch, Geflügel, Leber, Fleisch, Käse und Joghurt.

Also viel Gemüse, Erbsen, Sojasprossen und Fisch und Käse usw. essen, damit tut man dem Körper wirklich was Gutes.


Eigentlich ist es auch egal, den jeder tut das was er für richtig hält...ob mit Antidepressiva, Atemübung, Mediation einer Therapie, gesunder Ernährung usw. usw.
ich könnte noch 100 Sachen aufzählen, die angeblich helfen... ich habe viele Sachen bis jetzt ausprobiert, Fazit nichts davon hat bis jetzt wirklich geholfen und "nur" durch gesunde Ernährung bekommt man das auch nicht in Griff, ich selbst ernähre mich jetzt schon Monate lang gesund, (Anfangs 5x Obst und Gemüse am Tag und habe 3 Liter getrunken) gehe regelmäßig zum Sport, habe schon 10 kg dadurch verloren und ich fühle mich noch immer "nicht glücklich" nicht so wie vor meinen Panik Attacken.

Was ist wenn der Botenstoff nicht mehr im Gehirn andocken kann !
Dann kann man noch so viel "gesunde" Nahrung zu sich nehmen, wenn das Gehirn diesen Stoff nicht mehr ausschüttet, ob das jetzt mit der Nahrungsergänzung Sinn macht kann ich nicht sagen...
wie gesagt ich nehme das Präparat erst einige Tage, daher kann ich nicht sagen ob es überhaupt hilfreich sein wird.
Aber nur in Massen diese von dir aufgezählten Lebensmittel zu essen bringt meiner Meinung nach gar nichts, zu mindestens bei mir nicht.

Weiterhin "gesund" ernähre ich mich trotzdem weiter.

15.01.2019 15:54 • x 2 #336


Flame


Zitat von hasi26:
weshalb bekomme ich Panik ? Weil die Gehirnchemie nicht stimmt ?


Ganz genau.
Und das merkt man daran,dass die Panik verschwindet,wenn die Gehirnchemie ausgeglichen wird durch ein entsprechendes Medikament.
Wäre vorher schon alles in Ordnung gewesen,wäre das Medikament wirkungslos,eigentlich logisch.

Unterdrückt werden da lediglich die Botenstoffe im Gehirn,die quasi "hyperaktiv" sind und somit die Angst und Panik auslösen und das ist auch gut so,dass die unterdrückt werden.

Ein Mensch ,der zu hohen Blutdruck hat und Betablocker nehmen muss,schämt sich ja auch nicht,weil der zu hohe Blutdruck "unterdrückt" wird und nimmt sie deshalb nicht.
Auch für hohen Blutdruck kann es rein psychische Auslöser geben aber die kann man in den seltensten Fällen komplett ausräumen und es ist auch schwer zu eruieren,ob der Auslöser nun körperlicher oder psychischer Natur ist .
Also ist es doch ein Segen,dass es diese Medikamente gibt,die die krankhaften Prozesse unterdrücken.

Nicht zu verwechseln mit der Verdrängung psychischer Probleme,das ist ein ganz anderes Thema.
Das wäre Unterdrückung und somit krank machend.
Also Therapie ist unerlässlich,in Kombination mit einer medikamentösen Unterstützung (bei entsprechender Ausprägung der Angststörung) die beste Hilfe.

Selbstreflexion ist das A und O.,unabhängig von der Medikamentenfrage sollte man in jedem Fall daran arbeiten,ein Leben im Einklang mit sich selbst zu führen.

15.01.2019 15:56 • x 2 #337


kalina

kalina


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5406
Zitat von hasi26:
Aber nur in Massen diese von dir aufgezählten Lebensmittel zu essen bringt meiner Meinung nach gar nichts, zu mindestens bei mir nicht.

Ich habe auch nie gesagt, dass man dadurch eine Angsterkrankung oder Panikattacken los werden kann. Genauso nicht wie von irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln oder Büchern.

Ich sagte nur dass man sein Geld besser anlegen kann als in Nahrungsergänzungsmitteln. Es ist viel gesünder frisches Obst und Gemüse zu essen als irgendwelche künstlich hergestellten Pillen.

Eine Angsterkrankung ist nicht so leicht wegzuschnippen mit was auch immer. Da ist fachkundige Hilfe und anstrengende Therapie angesagt. Das ist leider so.

Meistens kommen auch immer wieder bessere Phasen, aber ein ängstlicher Mensch tendiert dazu auf gewisse Ereignisse mit Angst zu reagieren. Sich selbst und seine Muster kennenzulernen ist ein erster guter Schritt.

Ich finde auch Selbsthilfegruppen eventuell eine gute Sache.
Das wichtigste ist aber ein guter Therapeut in meinen Augen.

Aber jeder muss selbst rausfinden, was ihm gut tut.

15.01.2019 16:06 • x 2 #338


hasi26

hasi26


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Zitat von Flame:
Ein Mensch ,der zu hohen Blutdruck hat und Betablocker nehmen muss,schämt sich ja auch nicht,weil der zu hohe Blutdruck "unterdrückt" wird und nimmt sie deshalb nicht.
Auch für hohen Blutdruck kann es rein psychische Auslöser geben aber die kann man in den seltensten Fällen komplett ausräumen.
Also ist es doch ein Segen,dass es diese Medikamente gibt,die die krankhaften Prozesse unterdrücken.


Hallo Flame,
aber ein gesunder Mensch ist doch nicht mit zu hohen Blutdruck auf die Welt gekommen. Es gibt doch immer eine Ursache für den zu hohen Blutdruck und ja richtig mit dem richtigen Medikament wird dieser unterdrückt.
Der Mensch der den hohen Blutdruck hat nimmt also schön seine Tabletten die ihm der Arzt verschrieben hat und ändert nichts an seiner Situation, nichts an den Auslöser, woher kommt der zu hohe Blutdruck und wie kann ich ihn auf natürliche Weise senken, wenn das überhaupt noch möglich ist.

Nichts anderes passiert bei Antidepressiva, man manipuliert sich selbst und die Ursache für das eigentliche Problem werden damit nicht behoben.

Aber jeder nach seiner Fassung...jeder soll das tun was für Ihn am hilfreichsten ist.

LG hasi26

15.01.2019 16:11 • #339


Flame


Zitat von hasi26:
Es gibt doch immer eine Ursache für den zu hohen Blutdruck


Mein Vater z.B. hatte schon als junger Mann zu hohen Blutdruck ohne erkennbaren Grund.
Manches ist im Menschen einfach so angelegt.
Der Mensch sucht immer nach einer Ursache,die er dann bekämpfen kann aber manche Dinge sind einfach,wie sie sind,ohna dass man was dafür kann oder es willentlich beeinflussen kann.

Babys kommen mit Herzerkrankungen auf die Welt,Kinder haben Schlaganfälle.
Sowas passiert.
Wir hätten es gerne,alles kontrollieren zu können mit unserem Willen oder über unser Verhalten aber das reicht eben nicht immer,um das Problem zu lösen.

Antidepressiva sind keine Manipulation sondern eine Regulation.
Und manche Ursachen kann man schlichtweg nicht beheben.
Ein traumatisierter Mensch z.B. wird immer eine seelische Anfälligkeit beibehalten,egal,wieviel Therapie er macht oder mit wieviel Inbrunst er an sich selbst arbeitet.
Unser Willen und die seelische Spannkraft hat individuelle Grenzen und das gilt es zu akzeptieren.

Die Einnahme eines Medikamentes schliesst ja das an- sich- arbeiten nicht aus.
Im Gegenteil,das macht es manchmal erst möglich.

Ich z.B. war lange Zeit dermassen von Ängsten bestimmt,dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.
Wie soll man an sich arbeiten,wenn man nicht mehr klar denken kann?
Unmöglich..

Natürlich,jedem das Seine.
Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Ich weiss nur von vielen,die sich jahrelang ohne Medikamente rumgequält haben für nichts und wieder nichts.

15.01.2019 18:11 • x 1 #340




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